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Besuchshund

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Besuchshund
Definition

Ein Besuchshund ist ein speziell ausgebildeter Hund, der kranke, einsame oder belastete Menschen in Einrichtungen besucht und ihnen durch seine Anwesenheit emotionale Unterstützung bietet.

Inhalt
  1. Wie unterscheidet sich ein Besuchshund von einem Therapiehund?
  2. Welche Ausbildung braucht ein Besuchshund?
  3. Wo werden Besuchshunde eingesetzt?
  4. Welche Voraussetzungen muss der Hund erfüllen?

Ein Besuchshund ist ein speziell ausgebildeter Hund, der kranke, einsame oder belastete Menschen in Einrichtungen besucht und ihnen durch seine Anwesenheit emotionale Unterstützung bietet.

Wie unterscheidet sich ein Besuchshund von einem Therapiehund?

Besuchshunde arbeiten ehrenamtlich mit ihren Haltern zusammen und besuchen verschiedene Menschen. Therapiehunde dagegen gehören zu professionellen Therapeuten und arbeiten gezielt mit denselben Patienten über längere Zeiträume. Diese Abgrenzung ist in Deutschland rechtlich relevant für die Ausbildungsanforderungen.

Welche Ausbildung braucht ein Besuchshund?

Die Ausbildung dauert je nach Organisation 6 bis 18 Monate und kostet zwischen 800 und 2.500 Euro. Der Hund muss zunächst den Grundgehorsam beherrschen, dann folgt die Spezialisierung auf Besuchsdienste. Dabei lernt er, auf Kommando ruhig zu bleiben, sich von Fremden streicheln zu lassen und auf medizinische Geräte oder ungewöhnliche Geräusche gelassen zu reagieren.

In der D-A-CH-Region zertifizieren verschiedene Organisationen Besuchshunde-Teams. Der Verein „Tiere helfen Menschen“ bietet deutschland weit Ausbildungen an, in Österreich ist „Tiere als Therapie“ führend. Die Schweiz arbeitet hauptsächlich über regionale Vereine, die sich an den Standards der IAHAIO (International Association of Human-Animal Interaction Organizations) orientieren.

Wo werden Besuchshunde eingesetzt?

Pflegeheime nutzen Besuchshunde am häufigsten – hier können die Tiere demenzkranken Menschen oft Erinnerungen an eigene Haustiere wecken. In Kinderkliniken helfen sie bei der Ablenkung während Behandlungen. Schulen setzen sie ein, wenn Kinder Lesehemmungen haben – das Vorlesen vor einem Hund ist weniger stressig als vor Menschen.

Justizvollzugsanstalten verwenden Besuchshunde in Resozialisierungsprogrammen. Die Gefangenen übernehmen oft monatelang die Pflege eines Hundes und lernen dabei Verantwortung und Empathie. Nach Naturkatastrophen oder Terroranschlägen kommen Besuchshunde-Teams auch in Notfallseelsorge-Zentren zum Einsatz.

Welche Voraussetzungen muss der Hund erfüllen?

Der Hund sollte mindestens zwei Jahre alt und wesensfest sein. Aggressionsverhalten oder starke Ängstlichkeit schließen ihn aus. Körperlich muss er gesund sein und darf keine Parasiten oder Hautkrankheiten haben. Die meisten Organisationen verlangen aktuelle Impfungen und vierteljährliche tierärztliche Kontrollen.

Überraschend viele Mischlinge eignen sich als Besuchshunde – die Rasse ist weniger entscheidend als das individuelle Temperament. Hunde, die bereits entspannt mit Kindern, älteren Menschen oder Menschen mit Behinderungen umgehen, bringen gute Voraussetzungen mit.