Bärlauch
Bärlauch ist eine Wildpflanze aus der Allium-Familie, die für Hunde giftig ist und zu schweren Vergiftungserscheinungen führen kann.
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Bärlauch ist eine Wildpflanze aus der Allium-Familie und für Hunde giftig, schon geringe Mengen können schwere Vergiftungserscheinungen auslösen.
Die auch als Waldknoblauch bekannte Pflanze wächst von März bis Juni in feuchten Laubwäldern und riecht intensiv nach Knoblauch. Für Menschen gilt Bärlauch als beliebtes Wildgemüse. Für deinen Hund kann schon eine kleine Menge gesundheitsgefährdend sein.
Warum ist Bärlauch für Hunde giftig?
Bärlauch enthält Thiosulfate, die bei Hunden die roten Blutkörperchen schädigen. Solche Verbindungen kommen in allen Allium-Arten vor, also auch in Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch. Anders als Menschen können Hunde sie nicht abbauen.
Die Giftstoffe reichern sich im Körper an. Schon kleine Mengen über mehrere Tage können zu einer lebensbedrohlichen Anämie führen. Besonders gefährdet sind kleine Hunde und solche mit geschwächtem Immunsystem.
Welche Symptome zeigt eine Bärlauch-Vergiftung?
Die ersten Anzeichen treten meist 12 bis 24 Stunden nach dem Verzehr auf. Dein Hund zeigt Erbrechen und Durchfall, oft begleitet von Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit.
Bei schweren Vergiftungen kommen blasse Schleimhäute, Schwäche und Atemnot hinzu. Der Urin kann dunkel verfärbt sein, ein Zeichen für den Zerfall roter Blutkörperchen. Solche Symptome zeigen sich manchmal erst nach mehreren Tagen, wenn die Anämie fortgeschritten ist.
Was tun wenn der Hund Bärlauch gefressen hat?
Kontaktiere sofort deinen Tierarzt, auch wenn dein Hund noch keine Symptome zeigt. Bei einer Bärlauch-Vergiftung zählt jede Stunde. Der Tierarzt kann bei früher Behandlung das Erbrechen auslösen oder Aktivkohle verabreichen.
Notiere dir wenn möglich die ungefähre Menge und den Zeitpunkt der Aufnahme. Diese Angaben helfen dem Tierarzt bei der Beurteilung des Schweregrades. Versuche nicht, selbst Erbrechen auszulösen, das kann mehr schaden als nützen.
Wo wächst Bärlauch und wie erkenne ich ihn?
Bärlauch bildet von März bis Juni dichte Teppiche in Laubwäldern, besonders in Bach- und Flussnähe. Die lanzenförmigen Blätter riechen stark nach Knoblauch, wenn du sie zwischen den Fingern reibst.
Verwechslungsgefahr besteht mit Maiglöckchen und Herbstzeitlosen, beide ebenfalls giftig für Hunde. Der charakteristische Knoblauchgeruch ist das sicherste Erkennungsmerkmal für Bärlauch. Von April bis Juni trägt die Pflanze weisse Blütendolden.
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