Babesia
Babesia ist ein einzelliger Parasit, der die roten Blutkörperchen von Hunden befällt und dabei eine lebensbedrohliche Anämie auslösen kann.
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Babesia ist ein einzelliger Parasit, der die roten Blutkörperchen von Hunden befällt und dabei eine lebensbedrohliche Anämie auslösen kann.
Die Übertragung erfolgt durch Zecken – aber nicht sofort nach dem Stich. Der Parasit benötigt 12 bis 48 Stunden, um vom Zeckendarm in die Speicheldrüsen zu wandern. Eine Zecke, die innerhalb von 24 Stunden entfernt wird, überträgt daher meist keine Babesien.
Wie erkenne ich eine Babesia-Infektion?
Das erste Anzeichen ist oft hohes Fieber über 40°C, das 1 bis 3 Wochen nach dem Zeckenstich auftritt. Der Hund wirkt apathisch und verweigert das Futter.
Typisch sind dann gelbliche Schleimhäute – ein Zeichen dafür, dass massenhaft rote Blutkörperchen zerstört werden. Der Urin kann rotbraun verfärbt sein, weil die Nieren das freigesetzte Hämoglobin ausscheiden.
Bei schweren Verläufen kommen Atemnot und Kreislaufkollaps dazu. Unbehandelt stirbt etwa jeder dritte infizierte Hund.
Wie wird Babesia behandelt?
Die Behandlung erfolgt mit Medikamenten wie Imidocarb oder Atovaquon, die gezielt die Parasiten abtöten. Bei rechtzeitiger Therapie überleben über 90% der Hunde ohne Folgeschäden.
Schwer kranke Hunde brauchen zusätzlich Bluttransfusionen und Infusionen. Die Behandlung dauert meist 7 bis 14 Tage.
Wo kommt Babesia in Deutschland vor?
Babesia canis ist vor allem im Rheintal und in Bayern verbreitet, wo die Auwaldzecke als Überträger lebt. Babesia vogeli wird durch die braune Hundezecke übertragen und breitet sich mit dem Klimawandel nach Norden aus.
Reiserückkehrer-Hunde aus Südeuropa bringen oft Babesia gibsoni mit – eine besonders aggressive Art, die schwerer zu behandeln ist.
Kann ich einer Babesia-Infektion vorbeugen?
Der beste Schutz ist konsequenter Zeckenschutz mit Kontaktgiften wie Permethrin oder systemischen Mitteln wie Fluralaner. Spot-ons wie Frontline oder Halsbänder wie Seresto reduzieren das Infektionsrisiko um 80-95%.
Nach jedem Spaziergang solltest du deinen Hund gründlich nach Zecken absuchen. Besonders Kopf, Hals und die warmen Körperstellen zwischen den Beinen.
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