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autosomal

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autosomal
Inhalt
  1. Bedeutung von autosomal
  2. Autosomal-dominant vs. autosomal-rezessiv
  3. Beispiele für autosomal vererbte Erkrankungen beim Hund
  4. Bedeutung für die Zucht

Der Begriff autosomal stammt aus der Genetik und beschreibt Gene, die sich auf den sogenannten Autosomen befinden. Autosomen sind alle Chromosomen, die nicht Geschlechtschromosomen (X oder Y) sind. Hunde besitzen insgesamt 78 Chromosomen, davon 76 Autosomen (38 Paare) und 2 Geschlechtschromosomen (XX oder XY).

Bedeutung von autosomal

  • Autosomal bedeutet, dass ein Merkmal oder eine Krankheit unabhängig vom Geschlecht vererbt wird.
  • Männliche und weibliche Hunde sind gleichermassen betroffen.
  • Das Gegenteil sind geschlechtsgebundene Erbgänge, die über X- oder Y-Chromosomen vererbt werden.

Autosomal-dominant vs. autosomal-rezessiv

Autosome Gene können auf verschiedene Weise wirken:

  • Autosomal-dominant: Ein defektes Gen reicht aus, um die Krankheit auszulösen. Beispiel: bestimmte Formen von erblicher Blindheit beim Hund.
  • Autosomal-rezessiv: Die Krankheit tritt nur auf, wenn beide Kopien des Gens defekt sind (von Vater und Mutter). Beispiel: viele Stoffwechselerkrankungen beim Hund.
  • Träger: Hunde mit nur einem defekten Gen (rezessiv) sind selbst gesund, können den Defekt aber vererben.

Beispiele für autosomal vererbte Erkrankungen beim Hund

  • Autosomal-rezessiv: Progressive Retinaatrophie (PRA), von-Willebrand-Erkrankung Typ 1.
  • Autosomal-dominant: Hereditäre Katarakte (bestimmte Formen).
  • Autosomal-kodominant: Manche Fellfarben- und Merle-Musterungen, bei denen beide Genvarianten sichtbar sind.

Bedeutung für die Zucht

  • Genetische Tests helfen, Träger oder betroffene Tiere zu identifizieren.
  • Bei autosomal-rezessiven Erkrankungen sollten Träger nicht miteinander verpaart werden.
  • Gesunde Zuchtplanung reduziert das Risiko, dass Erbkrankheiten weitergegeben werden.