Wiki · Gesundheit & Pflege

Auskultation

2 Min Lesezeit
Auskultation
Definition

Die Auskultation ist das medizinische Abhören von Körpergeräuschen mit dem Stethoskop – eine der ersten Untersuchungen, die dein Tierarzt bei jedem Besuch durchführt.

Inhalt
  1. Was hört der Tierarzt beim Abhören?
  2. Wann solltest du als Halter nachfragen?
  3. Was die Auskultation nicht kann

Die Auskultation ist das medizinische Abhören von Körpergeräuschen mit dem Stethoskop – eine der ersten Untersuchungen, die dein Tierarzt bei jedem Besuch durchführt.

Wenn der Tierarzt das Stethoskop auf Brust und Bauch deines Hundes legt, hört er auf Herzrhythmus, Atemgeräusche und Darmbewegungen. Diese Geräusche verraten ihm, ob Herz, Lunge und Verdauung normal arbeiten.

Was hört der Tierarzt beim Abhören?

Das normale Hundeherz macht ein rhythmisches „Lub-Dub“ – wie ein gleichmäßiger Takt. Die Atmung klingt ruhig und gleichmäßig, der Darm macht dezente Gluckser-Geräusche.

Problematisch wird es bei Herzgeräuschen zwischen den normalen Schlägen, Rasseln in der Lunge oder völliger Stille im Bauch. Ein Herzgeräusch entsteht, wenn Blut turbulent durch defekte Herzklappen fließt. Rasselgeräusche deuten auf Flüssigkeit in der Lunge hin – etwa bei einer Lungenentzündung.

Pfeifende Atemgeräusche zeigen verengte Atemwege an, wie sie bei allergischen Reaktionen auftreten. Zu laute Darmgeräusche sprechen für Verdauungsstress, völlige Stille für einen möglichen Darmverschluss.

Wann solltest du als Halter nachfragen?

Wenn der Tierarzt länger als üblich an einer Stelle lauscht oder das Stethoskop mehrfach neu ansetzt, hat er etwas gehört. Scheue dich nicht zu fragen: „Ist da etwas Auffälliges?“

Besonders bei älteren Hunden sind leichte Herzgeräusche häufig – aber nicht alle sind behandlungsbedürftig. Ein erfahrener Tierarzt kann dir einschätzen, ob ein Befund Kontrolle oder sofortige Behandlung braucht.

Nach einer Narkose oder bei Atemwegsproblemen hört der Tierarzt besonders gründlich ab. Hier geht es darum, Komplikationen früh zu erkennen.

Was die Auskultation nicht kann

Das Abhören gibt nur einen ersten Eindruck. Ein normaler Auskultationsbefund schließt Herzprobleme nicht aus – manche Erkrankungen sind stumm. Umgekehrt können harmlose Herzgeräusche bei Welpen völlig normal sein.

Bei auffälligen Befunden folgen meist weitere Untersuchungen: Röntgen bei Lungenproblemen, Herzultraschall bei Herzgeräuschen, Blutbild bei Verdauungsstörungen. Die Auskultation ist der erste Schritt, nicht die finale Diagnose.