Nierendiät
Eine Nierendiät ist eine eiweiss- und phosphorreduzierte Ernährung, die kranke Nieren entlastet und das Fortschreiten von Nierenerkrankungen verlangsamt.
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Eine Nierendiät ist eine eiweiss- und phosphorreduzierte Ernährung, die kranke Nieren entlastet und das Fortschreiten von Nierenerkrankungen verlangsamt.
Bei gesunden Hunden verarbeiten die Nieren Proteinabfallprodukte problemlos. Kranke Nieren schaffen das nicht mehr – diese Giftstoffe sammeln sich im Blut. Eine angepasste Ernährung reduziert diese Belastung messbar.
Wie viel Protein darf ein nierenkranker Hund fressen?
Nierendiäten enthalten 14-18% Rohprotein (Trockenfutter) statt der üblichen 22-26%. Das entspricht etwa 3-4g Protein pro kg Körpergewicht täglich – bei einem 20kg-Hund sind das 60-80g Protein am Tag.
Dabei zählt die Qualität mehr als die Menge. Hochwertige Proteine aus Hühnerbrust oder Fisch belasten die Nieren weniger als minderwertiges Fleischmehl. Jedes Gramm überflüssiges Protein wird zu Harnstoff – und das müssen geschädigte Nieren mühsam filtern.
Warum ist Phosphor bei Nierendiäten so kritisch?
Nierendiäten begrenzen Phosphor auf 0,2-0,5% (Trockenmasse) statt der sonst üblichen 0,8-1,2%. Kranke Nieren können überschüssigen Phosphor nicht mehr ausscheiden – er lagert sich in Geweben ab und beschleunigt den Nierenschaden.
Phosphorreich sind Knochen, Innereien und Getreide. Deshalb enthalten Nierendiäten oft Reis statt Weizen und verzichten auf Knochenmehl. Phosphorbinder aus der Tierarztpraxis können zusätzlich helfen.
Welche Nierendiät-Futter gibt es konkret?
Hills k/d, Royal Canin Renal und Happy Dog VET Diet Niere gehören zu den bewährten Optionen. Diese Futter enthalten meist 15-16% Protein und 0,3-0,4% Phosphor.
Beim Barfen wird es komplizierter: Du brauchst einen Ernährungsplan vom Tierarzt, der Protein- und Phosphorgehalt exakt berechnet. Eigenständiges Experimentieren kann nierenkranke Hunde verschlechtern.
Wie stellst du auf Nierendiät um?
Die Umstellung dauert 7-14 Tage. Mische das neue Futter schrittweise unter das gewohnte – beginne mit 25% Nierendiätfutter und steigere alle 2-3 Tage um 25%.
Mancher Hund verweigert anfangs das fade Nierendiätfutter. Erwärmen auf Körpertemperatur oder ein Teelöffel natriumarme Brühe können die Akzeptanz steigern. Zwinge nie zum Fressen – Appetitlosigkeit verschlechtert die Nierenwerte zusätzlich.
Regelmäßige Blutkontrollen zeigen, ob die Diät wirkt. Sinken Harnstoff und Kreatinin im Blut, arbeitest du richtig. Steigen die Werte trotz Diät, braucht dein Hund eventuell zusätzliche Medikamente.
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