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Augenausfluss

2 Min Lesezeit
Augenausfluss
Inhalt
  1. Was ist Augenausfluss (Epiphora) beim Hund?
  2. Warum hat ein Hund Augenausfluss?
  3. Wie äussert sich Augenausfluss beim Hund?
  4. Wie wird Augenausfluss (Epiphora) beim Hund diagnostiziert?
  5. Was tun, wenn der Hund stark tränende Augen hat?
  6. Wie ist die Prognose, wenn der Hund Augenausfluss (Epiphora) hat?
  7. Wie kann man Augenausfluss (Epiphora) beim Hund vorbeugen?
  8. Muss ein Hund mit Augenausfluss (Epiphora) zum Tierarzt?

Was ist Augenausfluss (Epiphora) beim Hund?

Augenausfluss (Epiphora) beim Hund äussert sich durch vermehrten Tränenfluss oder schleimige bis eitrige Absonderungen im Augenbereich. Der Ausfluss kann auf entzündliche oder degenerative Augenerkrankungen hinweisen. Bestimmte Hunderassen sind aufgrund von erblich bedingten Lidfehlstellungen anfälliger dafür.

Warum hat ein Hund Augenausfluss?

Die Ursachen sind vielfältig. Mögliche Auslöser im Überblick:

  • Entzündungen: Bindehaut-Entzündung (Konjunktivitis), Hornhaut-Entzündung, Entzündung des dritten Augenlids (Nickhaut).
  • Reizungen: Durch Fremdkörper, Staub, Zugluft, Haare oder allergische Reaktionen.
  • Erkrankungen: Grüner Star (Glaukom) mit erhöhtem Augeninnendruck.
  • Erblich bedingte Lidfehlstellungen: Entropium (nach innen gerollte Lidkanten) oder Ektropium (herunterhängende Lidkanten).
  • Erkältungen: Infektionen der oberen Atemwege.
  • Störungen der Tränenproduktion: Trockenes Auge.
  • Verstopfter Tränenkanal: Behinderung des Tränenabflusses.
  • Infektionen: Staupe, bakterielle Infektionen.
  • Tumoren: Sehr selten, aber möglich.

Wie äussert sich Augenausfluss beim Hund?

Das Erscheinungsbild des Ausflusses gibt oft einen ersten Hinweis auf die Ursache:

  • Klar und wässrig: Oft bei allergischen Reaktionen oder Reizungen.
  • Gelblich bis grau, schleimig-gallertartig: Bei bakteriellen Bindehaut-Entzündungen.
  • Rötlich-braune Verfärbungen und Verklebungen: Chronischer Augenausfluss mit Sekretrinnen („Tränenstrasse“).
  • Weitere Symptome: Rötungen der Bindehaut, sichtbare Blutgefässe am Auge, Schwellungen, Schmerzen.

Wie wird Augenausfluss (Epiphora) beim Hund diagnostiziert?

  • Augenuntersuchung: Suche nach Fremdkörpern, Verletzungen und sichtbaren Tumoren.
  • Abstrich der Bindehaut: Nachweis von Krankheitserregern wie Bakterien, Viren oder Pilzen.
  • Fluoreszein-Test: Überprüfung der Durchlässigkeit des Tränenkanals.
  • Blut- und Liquoruntersuchungen: Bei Verdacht auf Staupe oder andere systemische Erkrankungen.

Was tun, wenn der Hund stark tränende Augen hat?

Die Behandlung richtet sich nach dem Befund:

  • Antibiotische oder antimykotische Augentropfen/-salben: Bei bakteriellen oder pilzbedingten Infektionen.
  • Entzündungshemmende Augensalben: Bei Augenreizungen durch Fremdkörper oder Verletzungen.
  • Hyposensibilisierung und Allergenvermeidung: Bei allergiebedingtem Augenausfluss.
  • Operative Massnahmen: Bei Tumoren, starken Hornhaut-Veränderungen oder Fehlstellungen der Augenlider.

Wie ist die Prognose, wenn der Hund Augenausfluss (Epiphora) hat?

In den meisten Fällen ist die Prognose gut, sobald die Ursache behandelt wird. Bei rassebedingten Lidfehlstellungen kann ein operativer Eingriff notwendig sein, um dauerhaften Augenausfluss zu verhindern.

Wie kann man Augenausfluss (Epiphora) beim Hund vorbeugen?

  • Regelmässige Augenuntersuchungen: Frühzeitiges Erkennen von Veränderungen.
  • Fellpflege: Freischneiden des Fells um die Augen, um Reizungen zu vermeiden.
  • Allergiekontrolle: Kontakt mit bekannten Allergenen vermeiden, ggf. Hyposensibilisierung und hypoallergenes Diätfutter.

Muss ein Hund mit Augenausfluss (Epiphora) zum Tierarzt?

Ja, insbesondere wenn:

  • Der Augenausfluss nach ein bis zwei Tagen nicht deutlich besser wird.
  • Der Augenausfluss eitrig oder gallertartig wird.
  • Weitere Beschwerden wie Schmerzen, Schwellungen oder ein trübes Auge auftreten.
  • Anzeichen einer ernsteren Erkrankung, wie Fieber oder allgemeine Schlappheit, vorliegen.