Asepsis
Asepsis beschreibt alle Maßnahmen, die verhindern, dass Bakterien, Viren oder Pilze in Wunden oder sterile Bereiche gelangen.
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Asepsis beschreibt alle Massnahmen, die verhindern, dass Bakterien, Viren oder Pilze in Wunden oder sterile Bereiche gelangen. In der Tiermedizin schützt sie deinen Hund vor Infektionen während Operationen oder invasiven Eingriffen.
Der Begriff kommt aus dem Griechischen: „a“ bedeutet „ohne“ und „sepsis“ bedeutet „Fäulnis“. Asepsis unterscheidet sich von Antisepsis – während Antisepsis bereits vorhandene Keime abtötet, verhindert Asepsis deren Eindringen von vornherein.
Wann braucht dein Hund aseptische Bedingungen?
Jeder chirurgische Eingriff erfordert aseptische Techniken. Bei einer Kastration etwa sterilisiert der Tierarzt alle Instrumente und desinfiziert das Operationsfeld am Bauch. Ohne diese Vorbereitung könnten Hautbakterien in die Wunde gelangen und eine Entzündung verursachen.
Auch bei der professionellen Zahnreinigung unter Narkose gelten aseptische Grundsätze. Das Zahnfleisch ist während des Eingriffs verletzt – sterile Instrumente verhindern, dass Bakterien aus der Maulhöhle tiefere Gewebsschichten erreichen.
Kleinere Eingriffe wie das Legen eines Venenzugangs oder Injektionen in Gelenke folgen denselben Prinzipien. Die Einstichstelle wird desinfiziert, sterile Nadeln verwendet.
Wie stellt der Tierarzt Keimfreiheit her?
Die Sterilisation erfolgt meist im Autoklav – einem Druckkessel, der mit 121°C heissem Dampf alle Mikroorganismen abtötet. Jedes Instrument, das mit der Operationswunde in Kontakt kommt, durchläuft diesen Prozess.
Das Operationsfeld wird geschoren und mehrfach mit Desinfektionsmittel behandelt. Chlorhexidin oder Povidon-Jod töten Bakterien auf der Haut ab. Sterile Tücher decken alles ausser der Operationsstelle ab.
Das Praxisteam trägt sterile Handschuhe, Kittel und Mundschutz. Nach dem chirurgischen Händewaschen dürfen sie nur noch sterile Gegenstände berühren.
Was passiert bei mangelnder Asepsis?
Eine Wundinfektion zeigt sich durch Rötung, Schwellung und übelriechenden Ausfluss. Die Heilung verzögert sich um Wochen. Bei einer Kastrationswunde kann sich die gesamte Naht öffnen.
Gelangen Bakterien in tiefere Gewebe oder Implantate, entstehen schwer behandelbare chronische Infektionen. Nach Knochenoperationen können sich Platten oder Schrauben lockern.
Im schlimmsten Fall entwickelt sich eine Sepsis – Bakterien im Blutkreislauf, die lebensbedrohlich wird.
Wie sorgst du zu Hause aseptisch nach?
Wasche deine Hände gründlich, bevor du eine frische Operationswunde kontrollierst. Berühre nie direkt die Wundränder – das genügt schon für eine Kontamination.
Falls der Tierarzt Wundreinigung verordnet hat, verwende nur die empfohlenen Mittel. Kamillen- oder Salzlösungen können mehr schaden als nutzen, weil sie nicht steril sind.
Sterile Kompressen aus der Apotheke schützen die Wunde besser als normale Mullbinden. Wechsle Verbände nur so oft wie angeordnet – jeder Verbandswechsel bedeutet Keimkontakt.
Beobachte die Wunde täglich auf Veränderungen. Nimmt die Rötung zu oder riecht die Wunde süsslich-faulig, kontaktiere sofort die Praxis.
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