Altruismus
Altruismus bei Hunden bedeutet, dass ein Hund einem anderen Lebewesen hilft, ohne selbst etwas davon zu haben – manchmal sogar mit einem Nachteil für sich selbst.
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Altruismus bei Hunden bedeutet, dass ein Hund einem anderen Lebewesen hilft, ohne selbst etwas davon zu haben – manchmal sogar mit einem Nachteil für sich selbst.
Beispiele: Ein Hund gibt seinen Kauknochen an den Besuchshund ab. Oder er bleibt bei dir, wenn es dir schlecht geht, obwohl draussen andere Hunde spielen.
Woran erkenne ich altruistisches Verhalten bei meinem Hund?
Echten Altruismus zu erkennen ist schwierig, weil wir nicht wissen, was der Hund dabei denkt. Es gibt aber Verhaltensweisen, die danach aussehen.
Dein Hund teilt freiwillig sein Futter mit einem anderen Hund, obwohl er selbst noch hungrig ist. Er führt einen älteren, fast blinden Hund vorsichtig durch den Garten. Oder er bleibt bei einem verletzten Artgenossen, anstatt mit den anderen zu spielen.
Bei Menschen: Hunde bringen dir ein Spielzeug, wenn du traurig bist. Sie setzen sich zwischen dich und eine Person, vor der sie dich beschützen wollen. Manche Hunde melden medizinische Notfälle, auch ohne Training dafür.
Warum verhalten sich manche Hunde so hilfsbereit?
Ob Hunde wirklich altruistisch handeln oder ob dahinter immer ein versteckter Eigennutz steckt, ist unklar. Vermutlich ist es eine Mischung aus beidem.
Hunde sind Rudeltiere. In einem funktionierenden Rudel überlebt jeder besser, wenn alle füreinander da sind. Diese Kooperationsbereitschaft haben sie wahrscheinlich von ihren Wolfsvorfahren geerbt.
Dazu kommt die enge Bindung zu uns Menschen. Nach Jahrtausenden gemeinsamen Lebens können Hunde unsere Emotionen gut lesen. Ein trauriger Mensch löst bei vielen Hunden den Impuls aus zu helfen.
Kann ich hilfsbereites Verhalten bei meinem Hund fördern?
Du kannst deinen Hund nicht zu einem Altruisten machen, aber du kannst seine natürlichen Tendenzen verstärken.
Belohne ihn, wenn er freiwillig teilt oder einem anderen Hund hilft. Ein «Fein gemacht!» und eine Streicheleinheit reichen oft. Bestrafe dagegen nie egoistisches Verhalten – das macht Hunde nur misstrauischer.
Lass deinen Hund regelmässig mit gut sozialisierten Artgenossen spielen. Hunde lernen voneinander, wie man sich in der Gruppe verhält. Ein Hund, der nur Menschen kennt, entwickelt seltener hilfsbereites Verhalten gegenüber anderen Hunden.
Achte auch auf dein eigenes Verhalten. Hunde schauen sich viel von uns ab. Bist du hilfsbereit und rücksichtsvoll, wird sich das auf deinen Hund übertragen.
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