Allergie-Test
Ein Allergie-Test beim Hund ist eine tierärztliche Untersuchung zur Identifikation spezifischer Allergene, die Hautprobleme oder Verdauungsbeschwerden auslösen.
Inhalt
Ein Allergie-Test beim Hund ist eine tierärztliche Untersuchung, die spezifische Allergene identifiziert, also jene Stoffe, die bei deinem Hund Hautprobleme oder Verdauungsbeschwerden auslösen.
Welche Arten von Allergie-Tests gibt es für Hunde?
Tierärzte setzen zwei Hauptverfahren ein. Der In-vitro-Test misst IgE-Antikörper im Blut deines Hundes gegen verschiedene Allergene. Eine Blutentnahme genügt; der Test kostet zwischen 120 und 200 Euro.
Der Intradermaltest funktioniert anders: Der Tierarzt rasiert eine Flanke deines Hundes und injiziert winzige Mengen verschiedener Allergene unter die Haut. Nach 15 bis 20 Minuten zeigen Quaddeln und Rötungen an den Einstichstellen eine positive Reaktion. Dieser Test kostet 150 bis 300 Euro.
Beide Verfahren ergänzen sich gut. Der Bluttest liefert eine Übersicht; der Hauttest bestätigt relevante Allergene dann genauer.
Wann ist ein Allergie-Test beim Hund sinnvoll?
Ein Allergie-Test ist sinnvoll, wenn dein Hund trotz Parasitenbehandlung und Ausschluss von Infektionen unter chronischem Juckreiz leidet. Typische Anzeichen sind Kratzen bis zur Selbstverletzung, gerötete Haut zwischen den Zehen, wiederkehrende Ohrentzündungen oder Verdauungsprobleme.
Bei Futtermittelallergien hilft der Test nicht, dort gilt die Ausschlussdiät als Goldstandard.
Auch bei sehr jungen Hunden unter einem Jahr sind die Ergebnisse weniger aussagekräftig.
Wie bereitest du deinen Hund auf den Test vor?
Antihistaminika müssen 7 bis 10 Tage vorher abgesetzt werden, Kortison-Präparate mindestens 3 bis 4 Wochen vorher. Den genauen Zeitplan besprichst du mit deinem Tierarzt.
Für den Intradermaltest erhält dein Hund meist eine leichte Sedierung. Plane rund 2 bis 3 Stunden Praxiszeit ein. Am Testtag sollte dein Hund nüchtern sein, falls eine Narkose nötig wird.
Was sagen die Testergebnisse aus?
Ein positiver Allergie-Test bedeutet nicht automatisch, dass das gefundene Allergen die Hautprobleme deines Hundes verursacht. Der Test weist lediglich eine Sensibilisierung nach. Entscheidend ist, ob die identifizierten Allergene zu den Symptomen und der Jahreszeit passen.
Bei positiven Ergebnissen kann eine Hyposensibilisierung (Immuntherapie) helfen. Sie dauert 6 bis 12 Monate; die Spritzen kosten monatlich 40 bis 80 Euro.
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