Übung · Training & Erziehung

Zwinkern

⏱ 5 Min
Zeitaufwand
5 Min
Hilfsmittel
Kleine, weiche Leckerlis (0,5 cm), Clicker oder Markerwort
Trainingsziel

Der Hund lernt, auf Kommando gezielt mit einem Auge zu zwinkern.

Zwinkern auf Kommando trainieren

Zwinkern bei Hunden bezeichnet den schnellen, meist einseitigen Schließvorgang eines Auges und kann sowohl ein natürliches Verhalten als auch ein Hinweis auf Augenprobleme sein. Bevor du mit dem Training beginnst, lohnt daher ein kurzer Blick: Zwinkert dein Hund spontan und ohne Anzeichen von Unbehagen? Dann ist er ein guter Kandidat für dieses Kunststück.

Was du brauchst

  • Kleine, weiche Leckerlis – etwa 0,5 cm groß, damit das Training flüssig bleibt
  • Geduld: Plane mehrere kurze Einheiten à 3–5 Minuten über mehrere Wochen ein

Schwierigkeitsgrad

Hoch. Das Zwinkern ist ein minimales, flüchtiges Signal – viele Hunde zeigen es selten genug, dass Capturing (also das Abfangen des Moments) zur echten Geduldsprobe wird.

Schritt für Schritt

  1. Beobachte deinen Hund in ruhigen Momenten auf spontanes Zwinkern. Halte Leckerli und Markerwort bereit.
  2. Sobald er zwinkert, markiere den Moment sofort – „Yes!“ oder Klicker – und belohne direkt danach.
  3. Füge das Kommando „Zwinker“ erst ein, wenn das Verhalten verlässlich auftritt. Vorher wirkt das Wort als leeres Signal.
  4. Kürze die Trainingseinheiten lieber ab, als den Hund zu überfordern. Drei saubere Wiederholungen sind mehr wert als zwanzig mittelmäßige.

Typische Fehler

  • Das Kommando zu früh einzuführen – bevor der Hund überhaupt weiß, worum es geht
  • Sitzungen zu lang ziehen: Nach 5 Minuten ohne Erfolg lieber pausieren
  • Blinzeln mit beiden Augen als Zwinkern werten – das verwässert das Kriterium

Variationen für Fortgeschrittene

  • Trainiere gezielt das linke und das rechte Auge mit unterschiedlichen Kommandos
  • Kombiniere Zwinkern mit einem anderen Gesichtsausdruck, etwa einem geöffneten Maul – das wirkt als Doppelkunststück beeindruckend

Sicherheitshinweis

Aus tierärztlicher Sicht gilt: Zwinkert der Hund einseitig und anhaltend, reibt er sich das Auge oder zeigt Rötungen – sofort zum Tierarzt. Epiphora, Konjunktivitis oder ein Fremdkörper können hinter diesem Verhalten stecken. Direkte Berührung der Augen im Training ist tabu.

Was du brauchst

Kleine, weiche Leckerlis (0,5 cm), Clicker oder Markerwort