Übung · Training & Erziehung

Farbige Matten

⏱ 20 Min
Zeitaufwand
20 Min
Hilfsmittel
Mehrere Matten in unterschiedlichen Farben, Leckerli
Trainingsziel

Der Hund lernt, verschiedene farbige Matten zu unterscheiden und sich gezielt darauf zu platzieren.

Was lernt dein Hund bei dieser Übung?

Dein Hund lernt, verschiedene Unterlagen zu unterscheiden und sich gezielt darauf zu positionieren. Die Übung baut räumliches Verständnis auf und stärkt die Impulskontrolle – dein Hund wartet auf dein Signal, bevor er sich bewegt.

Können Hunde Farben überhaupt unterscheiden?

Hunde sehen nur zwei Grundfarben: Blau und Gelb. Rot und Grün nehmen sie als gelbliche oder bräunliche Töne wahr. Reine Farbunterscheidung funktioniert deshalb nur bei blauen und gelben Matten zuverlässig.

Besser: Kombiniere Farben mit Texturen oder Formen. Eine raue blaue Matte versus eine glatte gelbe Matte gibt deinem Hund mehrere Unterscheidungsmerkmale.

Welches Material brauchst du?

Grundausstattung:

  • 2-3 Matten in unterschiedlichen Farben (idealerweise blau und gelb)
  • Zusätzlich: verschiedene Texturen (Gummi, Stoff, Kunststoff)
  • Hochwertige Leckerlis
  • Rutschfeste Unterlagen für die Matten

Wie trainierst du die Übung Schritt für Schritt?

Woche 1: Eine Matte etablieren

Leg eine einzelne Matte vor deinen Hund. Führe ihn darauf und gib das Kommando „Platz“ oder „Bleib“. Belohne sofort, wenn alle vier Pfoten auf der Matte stehen. Trainiere täglich 5-10 Minuten.

Woche 2: Distanz aufbauen

Schicke deinen Hund aus 1-2 Metern Entfernung zur Matte. Erst wenn er sicher hingeht, führst du eine zweite Matte ein. Platziere sie 3-4 Meter von der ersten entfernt.

Woche 3: Gezielt unterscheiden

Gib jeder Matte einen Namen: „Blaue Matte“ oder „Gelbe Matte“. Schicke deinen Hund abwechselnd zu beiden. Belohne nur, wenn er die richtige wählt.

Welche Alternativen funktionieren besser als Farben?

Texturen: Flauschige Decke versus Gummimatte. Hunde spüren den Unterschied unter den Pfoten sofort.

Formen: Runde versus eckige Matten. Visuell eindeutiger als Farbunterschiede.

Größen: Kleine Matte für „Sitz“, große Matte für „Platz“. Praktisch für verschiedene Kommandos.

Was sind die häufigsten Trainings-Fehler?

Zu schnell zu viele Matten: Maximal zwei in den ersten drei Wochen. Mehr verwirrt deinen Hund und verlangsamt den Lernfortschritt.

Unklare Belohnung: Belohne nur, wenn alle vier Pfoten komplett auf der Matte stehen. Halbe Sachen führen zu unsauberer Ausführung.

Rutschende Matten: Dein Hund verliert das Vertrauen, wenn die Matte unter ihm weggleitet. Fixiere sie mit Antirutsch-Unterlagen.

Wie steigerst du die Schwierigkeit?

Ändere regelmäßig die Position der Matten. Dein Hund soll auf das Signal reagieren, nicht Positionen auswendig lernen.

Füge Ablenkungen hinzu: andere Personen im Raum, Spielzeug in der Nähe. Das testet, ob dein Hund wirklich konzentriert bei der Sache ist.

Erhöhe die Anzahl auf maximal 4-5 Matten. Mehr überfordert selbst erfahrene Hunde.

Worauf musst du bei der Sicherheit achten?

Prüfe die Matten vor jeder Trainingseinheit auf Risse oder lose Teile. Verschluckte Mattenstücke können zu Darmverschluss führen.

Rutschfeste Unterlage ist Pflicht – besonders auf glatten Böden. Ein stürzender Hund kann sich Gelenke verletzen.

Reinige die Matten regelmäßig. Schmutz und Bakterien können Pfotenentzündungen verursachen.

Was du brauchst

Mehrere Matten in unterschiedlichen Farben, Leckerli