Zielobjekt berühren
Der Hund lernt, gezielt ein Objekt mit der Nase oder der Pfote zu berühren.
Ziel: Dein Hund berührt auf Signal verschiedene Objekte gezielt mit der Nase oder Pfote – die Basis für komplexere Übungen wie Lichtschalter betätigen oder Türen schließen.
Schwierigkeitsgrad: Mittelstufe (Grundkommandos „Sitz“ und „Bleib“ sollten sitzen)
Trainingszeit: 3-5 Minuten pro Session, 2-3 Sessions täglich
Material: Einen flachen Gegenstand als Start (z.B. Bierdeckel, kleine Plastikschale), später verschiedene Objekte (Ball, Kegel, Post-It)
Wie bringe ich meinem Hund das Target-Training bei?
Woche 1: Grundverständnis aufbauen
- Interesse wecken: Halte den Bierdeckel in deiner Hand. Jede Berührung mit der Nase belohnst du sofort mit einem Leckerli und „Ja!“ oder Click.
- Objekt positionieren: Lege den Bierdeckel auf den Boden. Zeige mit dem Finger darauf. Berührung = Belohnung. Nach 5-8 erfolgreichen Berührungen machst du eine Pause.
- Signal einführen: Sage „Touch“ kurz bevor dein Hund das Objekt berührt. Nach 10-15 Wiederholungen verknüpft er das Wort mit der Aktion.
Woche 2-3: Distanz und Präzision
- Abstand vergrößern: Platziere das Target 50cm, dann 1 Meter von deinem Hund entfernt. Gib das „Touch“-Signal erst wenn er sich bereits in Richtung Objekt bewegt.
- Verschiedene Positionen: Target links, rechts, hinter dir. Dein Hund soll lernen, dass er das Objekt suchen muss.
Ab Woche 4: Objektwechsel
- Neue Gegenstände: Beginne mit ähnlichen Objekten (andere Schale, anderer Bierdeckel). Später komplett andere Formen und Materialien.
Welche Belohnung funktioniert am besten?
Hochwertige, kleine Leckerli (Leberwurst-Würfel, getrocknete Hühnchenstückchen) direkt nach der Berührung. Der Zeitpunkt ist entscheidender als die Größe der Belohnung.
Jackpot-Belohnung: Wenn dein Hund das Target besonders präzise oder schnell berührt, gibt es mehrere Leckerli hintereinander plus überschwängliches Lob.
Was läuft schief bei dieser Übung?
Zu schnelle Steigerung: Wenn dein Hund nach drei erfolgreichen Berührungen auf 50cm plötzlich bei 2 Metern versagt, warst du zu ungeduldig. Geh einen Schritt zurück.
Unklares Signal: Du sagst „Touch“ zu früh oder zu spät. Das Signal kommt idealerweise 1-2 Sekunden bevor die Pfote oder Nase das Objekt berührt.
Belohnung zu langsam: Mehr als 3 Sekunden nach der Berührung versteht dein Hund den Zusammenhang nicht mehr.
Wie kann ich die Übung erweitern?
Nasen- vs. Pfotenkontakt: Für Nasenkontakt hältst du das Target auf Kopfhöhe. Für Pfotenkontakt legst du es auf den Boden und wartest ab – belohne nur Pfotenkontakt.
Mehrere Targets: Platziere 2-3 verschiedene Objekte. Benenne sie unterschiedlich („Touch rot“, „Touch Ball“). Dein Hund lernt, gezielt das richtige Objekt auszuwählen.
Praktische Anwendung: Lichtschalter an der Wand, Türklinke, Schubladen – dein Hund kann dir im Alltag helfen.
Sicherheit: Keine scharfkantigen oder verschluckbaren Objekte. Reinige Targets regelmäßig, besonders wenn mehrere Hunde sie benutzen.
Was du brauchst
Verschiedene Zielobjekte (z.B. Ball, Kegel)