Objektsuche im Freien
Der Hund lernt, versteckte Objekte systematisch über den Geruchssinn in Außenbereichen aufzuspüren.
Ziel: Dein Hund lernt, versteckte Objekte in einem Aussenbereich systematisch zu finden und entwickelt dabei seine natürlichen Such- und Spürfähigkeiten.
Schwierigkeitsgrad: Mittelstufe (Voraussetzung: Grundkommandos sitzen)
Material: 3–4 verschiedene Objekte (Lieblingsspielzeug, Dummy, Leckerli-Beutel), lange Schleppleine, hochwertige Belohnung
Schritt-für-Schritt Anleitung
Woche 1–2: Grundlagen im vertrauten Garten
- Lass deinen Hund das Objekt intensiv beschnüffeln und damit spielen
- Verstecke es etwa 2–3 Meter entfernt hinter einem Baum oder Busch – so dass der Hund den Versteckvorgang sieht
- Gib das Kommando „Such“ und führe ihn bei Bedarf zum Versteck
- Belohne sofort mit Leckerli und überschwänglichem Lob beim Finden
- Wiederhole 3–5 Mal pro Session, maximal 2 Sessions täglich
Woche 3–4: Erhöhte Schwierigkeit
- Verstecke das Objekt ausser Sichtweite des Hundes
- Vergrössere den Suchradius auf 10–15 Meter
- Nutze verschiedene Verstecke: unter Blättern, in Büschen, hinter Steinen
- Führe verschiedene Objekte ein – aber immer nur eines pro Session
- Reduziere auf 2 Sessions täglich mit je 4–6 Durchgängen
Ab Woche 5: Profi-Level
- Wechsle in unbekannte Gebiete (Park, Wald, Wiese)
- Verstecke mehrere Objekte gleichzeitig in einem definierten Bereich
- Erhöhe Ablenkungen: andere Gerüche, Geräusche
- Variiere die Tageszeiten für unterschiedliche Witterungsbedingungen
Häufige Fehler vermeiden
Zu schnelle Steigerung: Viele Halter überspringen die Grundlagenarbeit. Dein Hund benötigt mindestens 20 erfolgreiche Funde im vertrauten Bereich, bevor ihr weitermacht.
Falsches Timing der Belohnung: Belohne genau in dem Moment, in dem dein Hund das Objekt berührt oder ins Maul nimmt – nicht erst wenn er zu dir zurückkommt.
Zu lange Sessions: Nach 15 Minuten lässt die Konzentration nach. Mehrere kurze Einheiten sind wirkungsvoller als eine lange.
Sicherheit beim Outdoor-Suchtraining
Gebietscheck vor dem Training: Prüfe das Suchgebiet auf Glasscherben, Giftpflanzen oder Tierkot. Meide Bereiche mit starkem Verkehr oder Wildwechsel.
Schleppleine nutzen: Auch bei gut erzogenen Hunden – die Suchbegeisterung kann stärker sein als der Gehorsam.
Wetter berücksichtigen: Bei Hitze über 25 °C oder bei Eisglätte das Training pausieren. Bei starkem Wind wird die Geruchsspur verfälscht.
Notfall-Ausrüstung: Erste-Hilfe-Set, frisches Wasser und Handy immer dabei haben.
Variationen für Fortgeschrittene
Wettertraining: Such-Sessions bei leichtem Regen oder Schnee schulen verschiedene Geruchsbedingungen.
Team-Suche: Mit einem zweiten Hund gleichzeitig – erhöht Motivation und Schwierigkeit.
Zeitlimit: Führe eine Stoppuhr ein. Ziel: Verbesserung der Such-Effizienz.
Was du brauchst
Verschiedene Objekte (Dummy, Spielzeug), Leckerli als Belohnung