Übung · Training & Erziehung

Objektsuche im Freien

⏱ 20 Min
Zeitaufwand
20 Min
Hilfsmittel
Verschiedene Objekte (Dummy, Spielzeug), Leckerli als Belohnung
Trainingsziel

Der Hund lernt, versteckte Objekte systematisch über den Geruchssinn in Außenbereichen aufzuspüren.

Ziel: Dein Hund lernt, versteckte Objekte in einem Aussenbereich systematisch zu finden und entwickelt dabei seine natürlichen Such- und Spürfähigkeiten.

Schwierigkeitsgrad: Mittelstufe (Voraussetzung: Grundkommandos sitzen)

Material: 3–4 verschiedene Objekte (Lieblingsspielzeug, Dummy, Leckerli-Beutel), lange Schleppleine, hochwertige Belohnung

Schritt-für-Schritt Anleitung

Woche 1–2: Grundlagen im vertrauten Garten

  1. Lass deinen Hund das Objekt intensiv beschnüffeln und damit spielen
  2. Verstecke es etwa 2–3 Meter entfernt hinter einem Baum oder Busch – so dass der Hund den Versteckvorgang sieht
  3. Gib das Kommando „Such“ und führe ihn bei Bedarf zum Versteck
  4. Belohne sofort mit Leckerli und überschwänglichem Lob beim Finden
  5. Wiederhole 3–5 Mal pro Session, maximal 2 Sessions täglich

Woche 3–4: Erhöhte Schwierigkeit

  1. Verstecke das Objekt ausser Sichtweite des Hundes
  2. Vergrössere den Suchradius auf 10–15 Meter
  3. Nutze verschiedene Verstecke: unter Blättern, in Büschen, hinter Steinen
  4. Führe verschiedene Objekte ein – aber immer nur eines pro Session
  5. Reduziere auf 2 Sessions täglich mit je 4–6 Durchgängen

Ab Woche 5: Profi-Level

  1. Wechsle in unbekannte Gebiete (Park, Wald, Wiese)
  2. Verstecke mehrere Objekte gleichzeitig in einem definierten Bereich
  3. Erhöhe Ablenkungen: andere Gerüche, Geräusche
  4. Variiere die Tageszeiten für unterschiedliche Witterungsbedingungen

Häufige Fehler vermeiden

Zu schnelle Steigerung: Viele Halter überspringen die Grundlagenarbeit. Dein Hund benötigt mindestens 20 erfolgreiche Funde im vertrauten Bereich, bevor ihr weitermacht.

Falsches Timing der Belohnung: Belohne genau in dem Moment, in dem dein Hund das Objekt berührt oder ins Maul nimmt – nicht erst wenn er zu dir zurückkommt.

Zu lange Sessions: Nach 15 Minuten lässt die Konzentration nach. Mehrere kurze Einheiten sind wirkungsvoller als eine lange.

Sicherheit beim Outdoor-Suchtraining

Gebietscheck vor dem Training: Prüfe das Suchgebiet auf Glasscherben, Giftpflanzen oder Tierkot. Meide Bereiche mit starkem Verkehr oder Wildwechsel.

Schleppleine nutzen: Auch bei gut erzogenen Hunden – die Suchbegeisterung kann stärker sein als der Gehorsam.

Wetter berücksichtigen: Bei Hitze über 25 °C oder bei Eisglätte das Training pausieren. Bei starkem Wind wird die Geruchsspur verfälscht.

Notfall-Ausrüstung: Erste-Hilfe-Set, frisches Wasser und Handy immer dabei haben.

Variationen für Fortgeschrittene

Wettertraining: Such-Sessions bei leichtem Regen oder Schnee schulen verschiedene Geruchsbedingungen.

Team-Suche: Mit einem zweiten Hund gleichzeitig – erhöht Motivation und Schwierigkeit.

Zeitlimit: Führe eine Stoppuhr ein. Ziel: Verbesserung der Such-Effizienz.

Was du brauchst

Verschiedene Objekte (Dummy, Spielzeug), Leckerli als Belohnung