Übung · Training & Erziehung

Körpersprache-Verständnis

Hilfsmittel
Keines
Trainingsziel

Der Hund lernt, auf nonverbale Signale und Körpersprache zu reagieren.

Ziel: Dein Hund reagiert zuverlässig auf deine Handsignale – auch wenn du mal nicht sprechen kannst oder willst.

Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Material: Leckerlis

Zeitaufwand: 3x täglich 5 Minuten über 2-3 Wochen

Die drei Grundgesten

Sitz-Signal: Flache Hand, Handfläche nach oben, langsam vom Hundekopf nach oben führen. Die meisten Hunde folgen der Bewegung automatisch und setzen sich.

Platz-Signal: Flache Hand nach unten zeigen, dann zur Erde bewegen. Beginne aus der Sitz-Position – das ist einfacher.

Komm-Signal: Beide Arme seitlich ausbreiten, dann an die Brust führen. Das wirkt einladend und ist aus der Entfernung gut sichtbar.

Anleitung Schritt für Schritt

  1. Führe die Geste gleichzeitig mit dem bekannten Sprachkommando aus
  2. Belohne sofort, wenn dein Hund reagiert – egal ob auf Geste oder Wort
  3. Nach 5-7 erfolgreichen Wiederholungen: Nur noch die Geste verwenden
  4. Wartet dein Hund ab? Das Sprachkommando einmal dazu sagen, dann wieder nur Geste

Häufige Stolpersteine

Zu hastige Gesten: Dein Hund braucht Zeit, die Bewegung zu verarbeiten. Zähle innerlich „eins-zwei“ während der Geste.

Wechselnde Handhaltung: Mal zeigst du mit dem Zeigefinger nach unten, mal mit der ganzen Hand. Das verwirrt. Bleib bei einer Version.

Ungeduld beim Übergang: Manche Hunde brauchen 20-30 Wiederholungen, bis sie die Geste ohne Sprachkommando verstehen.

Training ausweiten

Entfernung steigern: Beginnst du aus einem Meter Abstand, gehst du schrittweise auf 3-5 Meter.

Ablenkung einbauen: Erst im Wohnzimmer, dann im Garten, schließlich beim Spaziergang an der ruhigen Seitenstraße.

Kombinationen: „Sitz“ per Geste, dann „Platz“ – ohne Sprachkommando dazwischen.

Sicherheitshinweis: Übe neue Gesten nie ohne Leine in ungesichertem Gelände.

Was du brauchst

Keines