Übung · Training & Erziehung

Geräusch-Identifikation

⏱ 20 Min
Zeitaufwand
20 Min
Hilfsmittel
Verschiedene Geräuschquellen (z.B. Glocken, Töne)
Trainingsziel

Der Hund lernt, spezifische Geräusche zu identifizieren und darauf zu reagieren.

Ziel: Dein Hund lernt, spezifische Geräusche voneinander zu unterscheiden und mit der richtigen Reaktion zu verknüpfen.

Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten (für Hunde mit stabiler Grundausbildung)

Material: 2–3 deutlich unterscheidbare Geräuschquellen (Hundepfeife, Küchentimer, Glocke), hochwertige Leckerlis, ruhiger Trainingsraum

Anleitung:

Woche 1–2: Grundverknüpfung
Beginne mit einem einzigen Geräusch. Spiele die Hundepfeife ab und gib sofort das Kommando „Sitz“. Belohne deinen Hund direkt nach dem korrekten Ausführen. Trainiere täglich fünf bis zehn Minuten, maximal fünf Wiederholungen pro Session.

Woche 3–4: Zweites Geräusch einführen
Füge den Küchentimer hinzu und verknüpfe ihn mit „Platz“. Wechsle zwischen beiden Geräuschen, spiele aber nie zwei gleichzeitig ab. Dein Hund muss 8 von 10 Versuchen korrekt reagieren, bevor du weitermachst.

Woche 5–6: Ablenkung und Umgebungswechsel
Übe in verschiedenen Räumen und später im Garten. Baue leichte Ablenkungen ein – andere Familienmitglieder im Raum, das Fenster offen. Die Erfolgsquote sinkt zunächst. Das ist normal.

Ab Woche 7: Drittes Geräusch und Komplexität
Ein drittes Signal kommt dazu: die Glocke für „Komm hier“. Jetzt wechselst du zufällig zwischen allen drei Geräuschen.

Timing-Regel: Zwischen Geräusch und Belohnung dürfen maximal 3 Sekunden liegen. Wartest du länger, verknüpft dein Hund nicht das Geräusch mit der Aufgabe, sondern deine Körpersprache.

Häufige Fehler: Mehr als ein neues Geräusch pro Woche einzuführen überfordert selbst lernfreudige Hunde. Achte ausserdem darauf, Geräusche nicht zu ähnlich zu wählen, Glocke und Glöckchen verwirren mehr als sie helfen.

Fortgeschrittene Varianten: Kombiniere Geräusche mit Richtungsangaben (Pfeife links = nach links schauen). Oder nutze Geräusche als Signal für Suchspiele.

Sicherheit: Teste die Lautstärke vorher an dir selbst. Was für dich angenehm klingt, ist erfahrungsgemäss auch für Hundeohren verträglich. Pfeiftöne über 1000 Hz können bei empfindlichen Hunden Stress auslösen.

Was du brauchst

Verschiedene Geräuschquellen (z.B. Glocken, Töne)