Geräusch- und Geruchsdiskriminierung
Der Hund lernt, gleichzeitig zwischen verschiedenen Geräuschen und Gerüchen zu unterscheiden und auf spezifische Kombinationen zu reagieren.
Ziel: Dein Hund lernt, gleichzeitig auf kombinierte Geräusch- und Geruchssignale zu reagieren – eine Fähigkeit, die das Gehirn stark fordert und die Konzentration schult.
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten (erst nach erfolgreichem Training einzelner Geräusch- oder Geruchskommandos)
Material: Clicker, Leckerlis, 2–3 verschiedene ätherische Öle (hundegerecht), kleine Glocke, Quietschspielzeug, Wattepads
Wie funktioniert das Training konkret?
Woche 1–2: Einzelsignale festigen
Übe zunächst zwei einfache Signale getrennt voneinander:
- Glocke + „Sitz“ (Hund setzt sich bei Glockenklang)
- Lavendel + „Platz“ (Hund legt sich bei Lavendelduft hin)
Jedes Signal täglich etwa 5–10 Mal wiederholen, bis dein Hund sicher reagiert.
Woche 3–4: Kombination einführen
Präsentiere beide Signale gleichzeitig. Beispiel: Glocke läuten, während du ein Wattepad mit Lavendel hinhältst. Erwartete Reaktion: Sitz UND Platz – nacheinander oder gleichzeitig.
Belohne nur bei korrekter Reaktion auf BEIDE Signale. Reagiert dein Hund nur auf eines, ignorierst du es.
Welche Kombinationen eignen sich für Einsteiger?
Einfache Starter-Kombinationen:
- Quietschen + Pfefferminz = „Komm“
- Fingerschnippen + Zitrone = „Bleib“
- Handklatschen + Kamille = „Dreh dich“
Arbeite mit maximal drei Kombinationen gleichzeitig – mehr überfordert deinen Hund.
Woran erkenne ich, dass mein Hund es verstanden hat?
Dein Hund zeigt die korrekte Reaktion in 8 von 10 Versuchen – auch wenn du die Signale in zufälliger Reihenfolge präsentierst. Bis dahin vergehen meist 3–6 Wochen täglichen Trainings.
Ein sicheres Zeichen: Dein Hund sucht aktiv nach dem zweiten Signal, wenn er nur eines wahrnimmt.
Was mache ich bei häufigen Problemen?
Hund reagiert nur auf Geräusch, ignoriert Geruch: Präsentiere den Geruch zuerst, dann erst das Geräusch. Alternativ den Geruch verstärken – einfach mehr Öl aufs Wattepad geben.
Hund wirkt überfordert: Geh für eine Woche zurück zu Einzelsignalen. Kombinationen sind kognitiv anspruchsvoll.
Unerwünschte Reaktionen: Drei Sekunden warten ohne Belohnung, dann die Übung wiederholen.
Trainingszeit: 5–10 Minuten pro Einheit, zwei- bis dreimal täglich. Längere Sessions führen zu Konzentrationsverlust.
Sicherheitshinweis: Verwende ausschliesslich hundegerechte ätherische Öle. Teebaumöl, Zimt und Eukalyptus sind giftig für Hunde. Bei Unsicherheit den Tierarzt fragen.
Was du brauchst
Verschiedene Geräusch- und Geruchsquellen