Übung · Training & Erziehung

Tunnel-Erkundung

⏱ 10 Min
Zeitaufwand
10 Min
Hilfsmittel
Hundetunnel oder selbstgemachter Tunnel aus Decken und Stühlen, hochwertige Leckerli oder Lieblingsspielzeug
Trainingsziel

Der Hund lernt, selbstbewusst durch einen Tunnel zu laufen und überwindet dabei seine natürliche Scheu vor engen Räumen.

Ziel: Dein Hund überwindet seine natürliche Vorsicht vor engen Räumen und läuft entspannt durch Tunnel.

Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Material: Hundetunnel aus dem Fachhandel oder DIY-Version aus zwei Stühlen, einer stabilen Decke und Wäscheklammern

Wie baust du einen sicheren DIY-Tunnel?

Stelle zwei stabile Stühle etwa 80 cm auseinander. Spanne eine große Decke über die Rückenlehnen und fixiere sie mit Wäscheklammern. Der Tunnel muss so breit sein, dass dein Hund bequem hindurchpasst – bei einem Labrador mindestens 60 cm Durchmesser.

Teste die Stabilität: Der Tunnel darf nicht wackeln oder zusammenfallen, wenn dein Hund ihn berührt.

Welche Trainingsschritte führen zum Erfolg?

Woche 1 (täglich 5 Minuten): Lass deinen Hund den Tunnel von außen beschnuppern. Belohne jede Annäherung mit einem Leckerli. Gehe selbst durch den Tunnel – dein Hund sieht, dass keine Gefahr droht.

Woche 2 (täglich 10 Minuten): Halte ein besonders attraktives Leckerli an den Tunnelausgang. Locke deinen Hund mit ruhiger Stimme. Die meisten Hunde wagen nach 3-4 Versuchen den ersten Durchlauf.

Ab Woche 3: Verlängere den Tunnel schrittweise. Erst 20 cm mehr, nach einer Woche weitere 20 cm. Überstürze nichts.

Woran erkennst du Überforderung?

Dein Hund ist überfordert, wenn er: vor dem Tunnel stehen bleibt und hechelt, den Kopf wegdreht oder rückwärts geht. Dann machst du eine Pause und verkürzt den Tunnel wieder.

Typisches Stresssignal: Dein Hund läuft zwar durch, aber mit eingezogenem Schwanz und gesenktem Kopf. Das Training war zu schnell.

Häufige Fehler beim Tunnel-Training

Der größte Fehler: Einen 2-Meter-Tunnel beim ersten Versuch verwenden. Dein Hund verliert das Vertrauen. Beginne mit maximal 80 cm Länge.

Zweiter Fehler: Drängen oder schieben. Das verstärkt die Angst. Locken mit Stimme und Leckerli funktioniert besser.

Wie steigerst du die Schwierigkeit?

Nach erfolgreichem Grundtraining: Verwende Tunnel mit Bögen. Oder baue zwei kurze Tunnel hintereinander mit 50 cm Abstand.

Für fortgeschrittene Hunde: Tunnel mit zwei Ausgängen, damit dein Hund lernt, die Richtung zu wählen.

Sicherheitshinweis: Prüfe vor jeder Trainingseinheit, ob der Tunnel stabil steht. Scharfe Kanten oder lose Teile können deinen Hund verletzen.

Was du brauchst

Hundetunnel oder selbstgemachter Tunnel aus Decken und Stühlen, hochwertige Leckerli oder Lieblingsspielzeug