Übung · Training & Erziehung

Gib Fünf

⏱ 10 Min
Zeitaufwand
10 Min
Hilfsmittel
Leckerlis
Trainingsziel

Der Hund lernt, auf das Kommando 'Gib Fünf' seine Pfote gegen die ausgestreckte Hand zu legen.

Welche Vorerfahrungen braucht mein Hund für High Five?

Kann dein Hund bereits „Pfote geben“? Dann hast du einen riesigen Vorteil – das High Five ist praktisch die vertikale Version davon. Falls nicht, ist das kein Problem. Ein Hund, der zuverlässig im Sitz wartet, kann High Five in 5-10 Sessions lernen.

Wie teile ich das Training in Phasen auf?

Phase 1 (Sessions 1-3): Pfotenbewegung auslösen

  1. Hund sitzt vor dir. Leckerli in die geschlossene Faust, Hand in Brusthöhe.
  2. Hebt er die Pfote auch nur einen Zentimeter – sofort „Gib Fünf“, sofort belohnen.
  3. 8-10 Wiederholungen pro Session, dann Pause.

Phase 2 (Sessions 4-7): Höhere Pfotenbewegung

  1. Faust langsam höher, bis auf Schulterhöhe des Hundes.
  2. Belohnung erst wenn die Pfote deutlich über dem Boden ist.
  3. Kommando „Gib Fünf“ genau im Moment der Pfotenbewegung.

Phase 3 (Sessions 8-10): Echter Kontakt

  1. Offene Hand in High Five Position. Belohnung nur bei Pfoten-Hand-Kontakt.
  2. Timing ist kritisch: Kommando → Pfote hebt sich → Kontakt → sofort belohnen.

Wann genau muss ich belohnen?

Der Moment macht den Unterschied. Belohne exakt 0,5 Sekunden nach dem gewünschten Verhalten – nicht früher, nicht später. Ein Hund, der die Pfote hebt und erst drei Sekunden später das Leckerli bekommt, verknüpft die Belohnung nicht mehr mit der Pfotenbewegung.

Meiner Erfahrung nach scheitern 70% der Halter am falschen Timing. Du sagst „Gib Fünf“, der Hund hebt die Pfote, du freust dich, suchst das Leckerli – zu spät. Das Leckerli muss griffbereit in der anderen Hand sein.

Was mache ich wenn mein Hund die Pfote nicht hebt?

Drei Lösungsansätze:

Leckerli-Magnet: Faust mit Leckerli direkt vor seine Nase, dann langsam nach oben. Die meisten Hunde folgen automatisch mit der Pfote.

Pfote antippen: Berühre seine Pfote sanft mit deinem Finger. Hebt er sie – sofort belohnen. Nach 3-4 Wiederholungen nur noch Handbewegung in Richtung Pfote.

„Pfote geben“ umleiten: Kommando „Pfote“ geben, aber deine Hand höher halten. Er hebt die Pfote höher als gewohnt – perfekt für den Übergang zu High Five.

Welche Variationen kann ich später trainieren?

Erst wenn dein Hund das Standard-High Five in 8 von 10 Versuchen schafft:

  • Beide Pfoten: „Gib Fünf links“ und „Gib Fünf rechts“ als separate Kommandos
  • Doppel-High Five: Beide Pfoten gleichzeitig – funktioniert nur bei kleineren Hunden
  • High Five-Kette: High Five → Drehen → High Five

Worauf muss ich bei der Sicherheit achten?

Rutschiger Boden ist der häufigste Fehler. Ein Hund, der beim High Five ausrutscht, wird vorsichtiger oder verweigert den Trick komplett. Teppich oder Gummimatte unter den Pfoten geben Halt.

Sessions nie länger als 5 Minuten. Ein überanstrengter Hund macht Fehler, die du dann mühsam wieder korrigieren musst. Lieber täglich 5 Minuten als einmal 30 Minuten am Wochenende.

Was du brauchst

Leckerlis