Bärlauch gehört zum Frühling wie nasses Laub und Vogelgezwitscher. Genau hier lauert ein Problem für deinen Hund.
Bärlauch selbst: nur die Menge zählt
- Bärlauch ist ein Lauchgewächs, verwandt mit Zwiebel und Knoblauch.
- Er enthält Schwefelverbindungen, die in größeren Mengen rote Blutkörperchen schädigen.
- Die Folge wäre eine Blutarmut. Kleine Mengen sind meist unkritisch, große nicht.
- Kein Grund zur Panik, aber auch kein Snack für unterwegs.
Die echte Gefahr: die giftigen Doppelgänger
- Maiglöckchen enthalten herzwirksame Glykoside wie Convallatoxin.
- Schon kleine Mengen können Herzrhythmusstörungen auslösen.
- Herbstzeitlose enthalten Colchicin, ein sehr starkes Gift.
- Sie wachsen oft am selben feuchten Waldboden. Dein Hund frisst sie mit.
So senkst du das Risiko
- Nur Bärlauch riecht beim Zerreiben deutlich nach Knoblauch.
- Maiglöckchen und Herbstzeitlose riechen nicht so.
- Lass deinen Hund im Bärlauch-Wald nicht ungebremst Grünzeug fressen.
- Bei Verdacht auf eine Vergiftung zählt jede Stunde, fahr sofort zum Tierarzt.
Intensitäts-Verlauf
Bärlauch treibt ab Mitte März, der Bestand wird im April am dichtesten. Bis Ende Mai zieht das Laub ein, dann sinkt die Verwechslungsgefahr.
Quellen
- CliniTox, vetpharm.uzh.ch (Universität Zürich), Herbstzeitlose (Colchicin), Toxikologie Kleintier
- Tiermedizinportal, Maiglöckchen (Convallaria majalis), herzwirksame Glykoside
- Uelzener und aktiontier, Bärlauch als Allium-Gewächs, Unterscheidung über Knoblauchgeruch