Die Aujeszkysche Krankheit, auch Pseudowut genannt, ist eine Herpesvirus-Infektion. Für deinen Hund endet sie nach allem, was Tierärzte wissen, ausnahmslos tödlich.
Warum die Krankheit so gefährlich ist
- Eine Impfung für Hunde gibt es nicht. Eine Behandlung auch nicht.
- Das Virus greift das Nervensystem an. Sind erste Symptome da, ist es zu spät.
- Vom Beginn der Symptome bis zum Tod vergehen oft nur Stunden bis ein, zwei Tage.
So steckt sich dein Hund an
- Häufigster Weg: rohes oder zu kurz erhitztes Schweine- und Wildschweinfleisch, auch im Barf-Napf.
- Das Virus ist robust. Es übersteht Einfrieren und bleibt in rohem Fleisch lange ansteckend.
- Jagdhunde sind besonders gefährdet, durch Aufbruch, Innereien und Schweißfährten mit ungeprüftem Wildschweinblut.
- Haus-Schweinebestände in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind frei. Die Gefahr kommt vom Wildschwein.
Erste Anzeichen erkennen
- Quälender Juckreiz, oft am Kopf. Hunde kratzen und beißen sich blutig.
- Starkes Speicheln, Schluckbeschwerden, Unruhe.
- Krämpfe und weitere neurologische Ausfälle bis zum Tod.
- Bei Verdacht sofort zum Tierarzt. Eine Heilung gibt es nicht.
Intensitäts-Verlauf
Das Risiko besteht ganzjährig, weil es nicht an eine Saison gebunden ist. Erhöht ist es für Jagdhunde während der Jagd und für jeden Hund, der rohes Schweine- oder Wildschweinfleisch bekommt.
Quellen
- Friedrich-Loeffler-Institut und LAVES Niedersachsen, Aujeszky in DE-Hausschweinen getilgt, Wildschwein bleibt Reservoir, beim Hund immer tödlich
- AGES und verbrauchergesundheit.gv.at, wichtigste Infektionsquelle rohes Schweine- und Wildschweinfleisch, Jagdhund-Kontakt
- Tiermedizinportal und zooplus, Symptome Juckreiz/Selbstverstümmelung, Speicheln, neurologisch, Schutz durch Durcherhitzen auf 70 Grad