Gesundheit & Pflege

Faszination Sinne: Tasthaare beim Hund

1 Min Lesezeit
Faszination Sinne: Tasthaare beim Hund
Inhalt
  1. Was sind Tasthaare bei Hunden?
  2. Funktionen der Tasthaare im Alltag

Alle Hunderassen – egal ob kurz- oder langhaarig – besitzen Tasthaare. Diese feinen Haare rund um Schnauze und Augen verschaffen Hunden einen wichtigen Tastsinn. Wie diese Sinneswerkzeuge funktionieren und welche Aufgaben sie im Alltag erfüllen, zeigt dieser Beitrag.

Was sind Tasthaare bei Hunden?

Die Tasthaare selbst sind leblose Haare ohne Durchblutung oder Nerven. Ihre Funktion entsteht durch die Kapseln, aus denen sie wachsen. Diese Kapseln sind durchblutet und mit Nerven verbunden.

Berührt der Hund etwas mit seinen Tasthaaren, entsteht in den Kapseln Vibration, die als Signal ans Gehirn weitergeleitet wird. So entsteht der Tastsinn – ähnlich wie beim Menschen. Tasthaare sind dabei nicht das einzige Sinneswerkzeug für den Tastsinn: Die Haut bleibt auch bei Hunden das grösste Sinnesorgan.

Synonyme für Tasthaare

In der Fachsprache werden die Tasthaare von Hunden als Vibrissen bezeichnet. Weitere gebräuchliche Begriffe sind:

  • Schnurrhaare (häufiger bei Katzen verwendet)
  • Sinushaare
  • Fühlhaare

Funktionen der Tasthaare im Alltag

Tasthaare sitzen an mehreren Stellen des Hundekörpers. Am auffälligsten sind die Härchen auf der Schnauze, dazu kommen jene über den Augen. Im Alltag erfüllen sie mehrere Aufgaben:

  • Abstandsmessung: Hunde nutzen ihre Tasthaare ergänzend zum Sehen, um Abstände einzuschätzen. Selbst wenn Objekte in unmittelbarer Nähe schwer zu sehen sind, liefert die Vibration der Tasthaare Informationen. Besonders bei Dunkelheit ergänzen sie das Sehvermögen.
  • Windrichtung: Hunde können mit ihren Tasthaaren erkennen, aus welcher Richtung der Wind weht – wichtig zum Spurenlesen und Aufnehmen von Fährten.
  • Blinzeln: Ähnlich wie menschliche Wimpern lösen Tasthaare bei Hunden den Reflex zum Blinzeln aus. Dies schützt die Augen vor äusseren Einflüssen.
  • Kommunikation: Wissenschaftlich nicht abschliessend belegt, aber beobachtbar: Manche Hunde stellen ihre Tasthaare bei Aggression auf, während sie sich in passiven oder unterwürfigen Situationen senken.