Oensingen liegt im Solothurner Mittelland, eingebettet zwischen dem Jura-Kamm und dem breiten Talboden der Dünnern. Wer hier mit Hund lebt oder einen Ausflug plant, findet kurze Wege in die Natur: Auen, Hügelwälder und Juraflanken wechseln sich schnell ab. Die Gemeinde ist kompakt, ruhig und bietet Hundehaltenden einen guten Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Touren — ohne lange Anreise.
Schon am frühen Morgen kannst du mit deinem Hund durch die Felder am Dünnernufer laufen, bevor der Berufsverkehr auf der nahen Autobahn beginnt. Der Bodengeruch nach Acker und Wiese, das Rauschen des Flusses, gelegentlich ein Reiher — das ist das Oensingen, das Hundenasen kennen. Die Gemeinde liegt verkehrsgünstig an der Hauptlinie Olten–Biel, was An- und Abreise per Bahn für auswärtige Besuchende erleichtert.
Die Plattform rundum.dog baut das lokale Angebot für Oensingen laufend aus. Eingetragene Ausflugsziele, Events und Unterkünfte folgen — bis dahin gibt dir diese Seite einen verlässlichen Überblick über Routen, Regeln und praktische Informationen rund um das Hundeleben in der Region Oensingen.
Tagesausflüge mit Hund in Oensingen
Der Jura beginnt direkt hinter den letzten Häusern — und wer einmal mit dem Hund auf dem Kamm steht und das Mittelland unter sich sieht, kommt immer wieder. Oensingen bietet kurze Zustiege zu ausgedehnten Wandergebieten, flache Auenwege und dichte Wälder, die auch an heissen Tagen Schatten spenden.
Dünnernufer und Auenlandschaft im Talboden
Die Dünnern fliesst westlich von Oensingen durch ein breites, teils naturnahes Tal. Entlang der Ufer führen einfache Wege durch Auen, Wiesenbereiche und Gehölzstreifen — ideal für entspannte Spaziergänge mit Hund. Das Gelände ist flach, gut begehbar und auch nach Regen meist zugänglich. Achte darauf, dass du deinen Hund in der Nähe von Uferbereichen mit Vogelschutz an der Leine führst; entsprechende Hinweisschilder zeigen die geltenden Regeln vor Ort an.
Die Dünnern ist kein reissender Gebirgsfluss, aber nach Niederschlägen kann der Wasserstand schnell steigen. Lass deinen Hund nur an übersichtlichen, flachen Stellen ins Wasser, und prüfe die Uferstruktur bevor du ihn freilässt. Im Frühling rasten hier Zugvögel — dann gilt besondere Rücksicht, und du solltest die Leine auch ausserhalb ausgewiesener Zonen griffbereit halten.
- Flaches, familienfreundliches Gelände
- Naturnahe Uferstreifen mit Gehölzen
- Einstieg direkt vom Ortszentrum möglich
- Hinweisschilder zu Schutzgebieten beachten
Juraaufstieg Roggen und Klus Balsthal
Wenige Kilometer von Oensingen entfernt beginnt der Jurazug, den du über den Roggen (881 m ü. M.) erreichst. Der Aufstieg von Oensingen aus führt durch Mischwald und offene Juraflanken; der Weg ist gut markiert und auch für mittelgrosse Hunde gut zu bewältigen. Oben angekommen hast du freien Blick über das Gäu und an klaren Tagen bis zu den Alpen.
Noch lohnender ist die Kombination mit der Klus Balsthal, einer engen Felsschlucht, durch die die Dünnern ihren Weg in Richtung Mittelland bahnt. Der Weg durch die Klus ist schmal und feucht, für trittsichere Hunde aber problemlos. Prüfe vor der Tour aktuelle Wegzustände auf der Website des Solothurn Tourismus oder beim lokalen Wanderweg-Netz. Leinen sind in engen Passagen mit Begegnungsverkehr empfehlenswert.
Die Tour Oensingen–Roggen–Klus–Balsthal lässt sich als Rundweg oder Streckenwanderung planen. Wasser für den Hund solltest du selbst mitbringen, da Quellen am Jurakamm nicht zuverlässig zugänglich sind. Verpflegungsmöglichkeiten auf dem Weg sind begrenzt — prüfe vor Ort, ob Gasthöfe auf der Route Hunde empfangen.
St. Urs-Höhenweg und Jura-Höhenroute
Oensingen liegt nahe am Verlauf der Jura-Höhenroute (Wanderweg Nr. 5), einem der bekanntesten Schweizer Fernwanderwege. Abschnitte davon führen über offene Jurarücken mit Weiden und Felsen, durch Buchenwälder und an Aussichtspunkten vorbei. Du kannst einzelne Etappen als Tagestouren nutzen, ohne die gesamte Route zu begehen.
Auf Juraweiden begegnest du häufig Rindern und Schafen — Hunde müssen in diesen Bereichen zwingend an der Leine geführt werden. Das ist keine Ermessens-, sondern eine Sicherheitsfrage: Weidetiere reagieren auf unbekannte Hunde oft mit Panik oder Aggression. Halte deinen Hund auch dann sicher, wenn er als ruhig gilt. Die entsprechenden Regelungen gelten kantonal und sind auf der Website des Kantonstierarztes Solothurn einsehbar.
- Fernwanderweg-Abschnitte als Tagestouren nutzbar
- Leinenpflicht bei Weidetieren — keine Ausnahmen
- Wasserstellen auf dem Jurakamm: im Sommer knapp
- Gutes Schuhwerk und Trinkwasser einplanen
Naturpark Thal — Erkundungen im Jurasüdfuss
Oensingen grenzt an das Gebiet des Naturparks Thal, einem regionalen Naturpark, der sich entlang des Jurasüdfusses von Balsthal bis in die Region Mümliswil erstreckt. Dieser Park schützt Landschaften mit alten Wäldern, Trockenhängen und artenreichen Wiesen. Für Hundehaltende bedeutet das: wunderschöne Wege, aber auch klare Regeln zum Schutz empfindlicher Lebensräume.
Im Naturpark Thal gelten in bestimmten Zonen saisonale oder ganzjährige Leinenpflichten, vor allem in Schutzgebieten und auf Weideflächen. Informiere dich vor deiner Tour direkt beim Naturpark über aktuelle Regelungen — die offizielle Website gibt Auskunft über Wegrouten und Schutzgebiete. Hunde, die gut abrufbar sind und keine Weidetiere gefährden, erleben hier eine der schönsten Jurawanderungen des Kantons Solothurn.
Der Naturpark bietet auch geführte Angebote und Kartenmaterial, das du für die Planung nutzen kannst. Übernachtungsmöglichkeiten mit Hund gibt es in der Parkregion vereinzelt — prüfe die Hundefreundlichkeit direkt beim jeweiligen Betrieb. Weitere Infos findest du auf der Website des Naturparks Thal.
Hund und lokale Regeln in Oensingen
Bevor du mit deinem Hund durch Oensingen streifst, lohnt ein kurzer Blick in die örtlichen Vorschriften. Die Schweiz kennt ein zweistufiges System: kantonale Gesetze bilden den Rahmen, Gemeinden können darüber hinaus eigene Regeln erlassen. Was im Nachbarort gilt, muss in Oensingen nicht identisch sein — also lieber einmal zu viel nachfragen als einmal zu wenig.
Leinenpflicht in Oensingen: Was gilt wo?
Im Kanton Solothurn besteht eine generelle Leinenpflicht in dicht besiedelten Gebieten, auf öffentlichen Plätzen, in der Nähe von Schulen und Spielplätzen sowie in ausgewiesenen Schutzzonen. Oensingen als Gemeinde kann diese Regelungen für das Gemeindegebiet konkretisieren oder ergänzen. Prüfe die aktuell geltenden Bestimmungen direkt bei der Gemeindeverwaltung Oensingen.
In der Praxis heisst das: Im Ortskern und auf öffentlichen Plätzen deinen Hund grundsätzlich anleinen. In Waldgebieten und auf Wanderwegen gilt im Kanton Solothurn eine saisonale Pflicht, besonders während der Brut- und Setzzeit von März bis Juli. Auf Weiden und in der Nähe von Nutztieren besteht immer Leinenpflicht — ohne Ausnahme. Halte dich an Hinweisschilder vor Ort und zweifle im Zweifel zugunsten der Leine.
- Ortskern und Plätze: Leine obligatorisch
- Spielplätze und Schulumgebung: Hunde oft ganz ausgeschlossen
- Wald März–Juli: Saisonale Leinenpflicht prüfen
- Weiden mit Nutztieren: immer Leine
Anmeldung und Hundeabgabe in der Gemeinde
In der Schweiz bist du als Hundehaltende oder Hundehaltender verpflichtet, deinen Hund bei der zuständigen kantonalen Stelle zu registrieren. Im Kanton Solothurn erfolgt die Registrierung über die kantonale Hunderegistrierung; zusätzlich erhebt die Wohngemeinde in der Regel eine jährliche Hundeabgabe. Wie hoch diese Abgabe in Oensingen konkret ist, regelt die gemeindliche Verordnung — informiere dich direkt bei der Gemeindeverwaltung über die aktuelle Höhe.
Pflicht ist ausserdem, deinen Hund mit einem Mikrochip kennzeichnen und in der nationalen Datenbank ANIS registrieren zu lassen. Das ist schweizweit gesetzlich vorgeschrieben und gilt ab dem Welpenstatus. Wer neu nach Oensingen zieht, muss die Ummeldung des Hundes zeitnah vornehmen — die Fristen variieren, aber warte nicht zu lange damit. Alle relevanten Informationen erhältst du beim kantonalen Veterinäramt oder direkt auf der Website der Gemeinde.
Hunde im öffentlichen Verkehr und in der Gastronomie
Oensingen liegt an der Bahnlinie Olten–Biel/Bienne und ist mit dem Zug gut erreichbar. Im öffentlichen Verkehr der SBB und regionaler Transportunternehmen gilt: Hunde bis zu einer bestimmten Schulterhöhe können im Transportbehälter kostenlos oder zu reduziertem Tarif mitgenommen werden; grössere Hunde brauchen ein eigenes Billett. Die genauen Regelungen prüfst du direkt beim jeweiligen Transportunternehmen, da diese sich ändern können.
In Oensinger Restaurants und Cafés hängt die Hundefreundlichkeit vom jeweiligen Betrieb ab. Eine schweizweite Pflicht, Hunde einzulassen, gibt es nicht — Gastronomiebetriebe entscheiden selbst. Im Aussenbereich sind Hunde häufiger willkommen als im Innenraum. Frage beim Betreten kurz nach, ob dein Hund willkommen ist, und führe ihn auch im Restaurant angeleint. Ein gut erzogener Hund öffnet oft Türen, die sonst geschlossen bleiben.
- SBB: Hund braucht Billett ab bestimmter Grösse
- Kleinhunde im Behälter: Regelung beim Transportunternehmen prüfen
- Gasthöfe: Hund immer vorher anfragen
- Aussenbereich meist hundefreundlicher als Innenraum
Listenhunde, Entsorgungspflicht und Bussgelder
Der Kanton Solothurn kennt keine eigenständige kantonale Liste gefährlicher Hunderassen, wie sie einzelne andere Kantone führen. Dennoch gilt das eidgenössische Tierschutz- und Hundegesetz, das bei auffälligen oder aggressiven Hunden Massnahmen wie Leinenpflicht oder Maulkorb vorsehen kann — unabhängig von der Rasse. Wenn du mit einer Rasse unterwegs bist, die in anderen Kantonen als Listenhund gilt, prüfe sicherheitshalber die aktuellen kantonalen Regelungen auf der Website des Kantons Solothurn.
Die Entsorgungspflicht für Hundekot ist in der ganzen Schweiz selbstverständlich und wird in Oensingen ebenfalls erwartet. Die Gemeinde stellt in der Regel Entsorgungsstationen im öffentlichen Raum bereit — trotzdem empfiehlt es sich, eigene Beutel mitzunehmen. Wer den Kot seines Hundes nicht entsorgt, riskiert eine Busse; die Höhe legt die Gemeinde fest. Informationen zu Bussgeldern und spezifischen lokalen Regelungen erhältst du direkt bei der Gemeindeverwaltung Oensingen oder beim zuständigen Ordnungsdienst.
Praktisches vor Ort in Oensingen
Oensingen liegt eingebettet zwischen Jura und Mittelland — wer hier mit Hund lebt oder zu Besuch ist, braucht verlässliche Adressen für den Alltag. Von der tierärztlichen Notfallversorgung bis zur Hundeschule: Die Region bietet mehr, als man auf den ersten Blick vermutet.
Tierärzte und Notfallversorgung
Im Ort selbst und in der nächsten Umgebung findest du tierärztliche Praxen, die Routineversorgung und Grundbehandlungen abdecken. Für Notfälle ausserhalb der Sprechzeiten ist es wichtig, die nächste Notfalltierpraxis oder Tierklinik im Voraus zu kennen — plane das, bevor du sie brauchst. Die grösste Tierklinik der Region befindet sich in Solothurn oder im Raum Olten, beide in kurzer Fahrdistanz erreichbar. Ruf vor einem Notfall bei deiner Praxis an und frage nach dem Notfalldienst; viele Praxen geben eine Notfallnummer oder verweisen auf den regionalen Bereitschaftsdienst.
- Halte die Nummer deiner Tierarztpraxis und des regionalen Notfalldienstes im Handy gespeichert.
- Der Tierspital Bern ist als überregionale Spezialklinik in etwa einer Stunde erreichbar — relevant bei komplexen Fällen.
- Informiere dich bei Veterinäramt Kanton Solothurn über zugelassene Tierärzte und offizielle Anlaufstellen.
Reise nie ohne einen kurzen Impf- und Gesundheitsausweis deines Hundes — das spart Zeit, wenn eine fremde Praxis die Vorgeschichte nicht kennt. Ein gut bestücktes Hunde-Erste-Hilfe-Set im Rucksack oder Auto ist beim Wandern im Jura kein Luxus, sondern sinnvolle Vorsicht.
Hundeschulen und Kurse in der Region
Oensingen liegt verkehrsgünstig im Gäu, sodass Hundeschulen aus mehreren Richtungen gut erreichbar sind. Im Raum Solothurn und Olten gibt es verschiedene Anbieter für Welpen-, Grundgehorsam- und Begleiterhundkurse. Prüfe, ob die Kursleitung eine anerkannte Ausbildung (z. B. durch den SKG, Schweizerische Kynologische Gesellschaft) vorweist — das ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Einige Schulen bieten auch Einzeltraining an, was besonders bei reaktiven Hunden oder spezifischen Verhaltensthemen hilfreich ist.
- Frage bei der Gemeinde Oensingen nach, ob eine lokale Hundegruppe oder ein Verein aktiv ist.
- Der SKG Sektion Solothurn führt Kurse und Prüfungen durch und ist eine gute erste Anlaufstelle.
- Online-Suche auf der Website der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) hilft dir, anerkannte Schulen in der Region zu finden.
Welpen sollten so früh wie möglich sozialisiert und in Grundkurse eingeführt werden — das ist in der Schweiz auch gesetzlich verankert. Das Schweizer Tierschutzrecht schreibt vor, dass Hundehalterinnen und Hundehalter einen Theoriekurs und einen Praxiskurs absolvieren, wenn sie erstmals einen Hund halten. Kläre den aktuellen Stand dieser Pflicht beim Veterinäramt Kanton Solothurn, da sich Details ändern können.
Auslaufzonen und Freilaufmöglichkeiten
Oensingen verfügt über Grünflächen und Feldwege, die sich für den täglichen Auslauf eignen. Ob es eine offiziell ausgewiesene, eingezäunte Hundefreilauffläche direkt in der Gemeinde gibt, solltest du bei der Gemeindeverwaltung Oensingen nachfragen — das Angebot kann sich ändern. Die Felder und Flurwege rund um das Dorf bieten gute Bewegungsmöglichkeiten, solange du die Leinenpflicht auf öffentlichen Flächen und in der Nähe von Wildtieren beachtest. Besonders entlang der Dünnern, dem Fluss, der durch die Region fliesst, gibt es ruhige Wegabschnitte für einen entspannten Spaziergang.
- Halte deinen Hund auf Fusswegen, in Parks und im Dorfkern angeleint, sofern keine Freilaufzone ausgeschildert ist.
- Auf Acker- und Weideland gilt: Hunde müssen von Nutztieren ferngehalten werden — auch auf Wegen direkt neben Weiden.
- Die umliegenden Jurahänge bieten auf markierten Wanderwegen viel Auslauf; dort gelten teils saisonale Einschränkungen (Wildschutz, Brut- und Setzzeit).
Wenn du regelmässig in der Gegend bist, lohnt es sich, verschiedene Runden zu erschliessen — vom kurzen Morgengang durch Feldwege bis zur längeren Runde Richtung Jurafuss. Das hält den Alltag für deinen Hund abwechslungsreich und bietet genug Sinnesreize, die ein ausgeglichenes Tier braucht.
Pensionen, Betreuung und Unterkunft mit Hund
Wer für einen Aufenthalt in Oensingen eine hundefreundliche Unterkunft sucht, sollte früh anfragen: Das Angebot im Ort ist überschaubar, und nicht alle Betriebe heissen Hunde automatisch willkommen. Frag beim Reservieren konkret nach Zimmergrösse, Auslauffläche und allfälligen Aufpreisen für den Hund — Transparenz auf beiden Seiten vermeidet Überraschungen. Für die Betreuung deines Hundes während du arbeitest oder verreist, bieten sich Hundesitter, Tagesfamilien oder Boardingplätze in der Region an; prüfe dabei immer Referenzen und Betreuungsschlüssel. Plattformen, die bei der Vermittlung helfen, sind ein Ausgangspunkt — aber ein persönliches Kennenlernen vor der ersten Buchung ist Pflicht.
- Frage die Gemeindeverwaltung oder lokale Vereine nach Empfehlungen für Hundebetreuer in der Nähe.
- Pensionen sollten ideale Rahmenbedingungen vorweisen: genug Platz, sichere Ausläufe, klare Schlafplätze für jeden Hund.
- Beim Tourismus Solothurn findest du unter solothurn-city.ch Hinweise auf hundefreundliche Betriebe in der weiteren Region.
Nutze die Zeit vor einem längeren Aufenthalt, um deinen Hund an die neue Umgebung zu gewöhnen — ein kurzer Probebesuch in einer Pension schafft Vertrauen auf beiden Seiten und verringert Stress beim späteren Aufenthalt erheblich.
Saisonal in Oensingen
Das Gäu zeigt sich im Jahresverlauf sehr unterschiedlich: nasse Frühjahrswiesen, schwüle Sommertage im Becken, nebelreiche Herbstmorgen und gelegentlich schneereiche Januarwochen. Für Hundehalterinnen und Hundehalter bedeutet das, den Alltag und die Ausflüge den Jahreszeiten anzupassen.
Frühling: Brut- und Setzzeit im Jura und Gäu
Ab März erwacht die Natur rund um Oensingen spürbar — und damit beginnt auch die Brut- und Setzzeit von Wildvögeln und Rehen. Besonders auf den Jurahängen und in Feldgehölzen gilt in dieser Zeit erhöhte Vorsicht: Hunde ohne Leine können Gelege zerstören oder Rehkitze aufscheuchen, die dann von ihren Müttern verlassen werden. Viele Wanderwege in der Umgebung sind zwar das ganze Jahr begehbar, aber der Freilauf im Unterholz sollte von März bis Juni eingeschränkt werden. Informiere dich über allfällige Wildruhezonen beim Kanton Solothurn oder auf den Informationstafeln vor Ort.
- Halte deinen Hund auf Waldwegen und in Feldrändern konsequent angeleint — auch wenn er gut abrufbar ist.
- Frisch gemähte Wiesen und Felder können versteckte Tierchen bergen — Zeckenprophylaxe ist ab März Pflicht.
- Prüfe auf der Website des Amt für Wald, Natur und Landschaft Kanton Solothurn, ob lokale Wildruhezonen ausgewiesen sind.
Der Frühling bringt auch Allergene und neue Pflanzen mit sich — achte auf Reaktionen deines Hundes nach Ausflügen ins hohe Gras oder in blühende Feldränder. Hundebesitzer, die neu in der Region sind, sollten sich mit dem lokalen Tierarzt über eine saisonale Zecken- und Parasitenvorsorge beraten.
Sommer: Hitze im Gäubecken und kühle Alternativen
Das Gäu liegt in einer Talebene und kann im Hochsommer spürbar warm und schwül werden. An heissen Tagen — und es gibt sie hier regelmässig — heizt sich der Asphalt im Dorf stark auf und kann die Pfoten deines Hundes verbrennen. Plane intensive Spaziergänge auf die frühen Morgenstunden oder den späten Abend; in der Mittagshitze bleibt dein Hund besser im Schatten. Die Dünnern und umliegende Bachläufe bieten an geeigneten Stellen eine willkommene Abkühlung — prüfe aber jeweils, ob Hunde an der betreffenden Stelle ins Wasser dürfen und ob keine Badeverbote gelten.
- Teste die Asphalttemperatur mit dem Handrücken: Ist es für dich zu heiss, ist es das auch für deine Hundepfoten.
- Frisches Wasser immer mitführen — auch bei kurzen Runden.
- Lass deinen Hund nie unbeaufsichtigt im parkierten Auto, auch nicht «kurz» — in der Sonne steigen die Temperaturen im Fahrzeug extrem schnell.
- Jurahänge bieten auch im Sommer schattige Waldwege — ein Ausflug in höhere Lagen kann an schwülen Tagen deutlich angenehmer sein.
Schau auf die Zeichen deines Hundes: Starkes Hecheln, Stolpern oder Schläfrigkeit nach wenig Bewegung können auf eine Überhitzung hinweisen — dann sofort kühlen, Wasser anbieten und wenn nötig den Tierarzt aufsuchen. Hellhäutige und kurzschnauzige Rassen sind besonders gefährdet und brauchen im Sommer extra Aufmerksamkeit.
Herbst: Nebel, Jagdzeit und Kastanien
Der Herbst bringt ins Gäu charakteristischen Hochnebel — oft liegt das Becken grau in grau, während die Jurakette darüber in der Sonne liegt. Für Hundeausflüge bedeutet das: gute Sichtbarkeit ist wichtig, besonders auf Feldwegen, wo Traktoren und landwirtschaftliche Fahrzeuge unterwegs sind. Ab Herbst beginnt auch die Jagdsaison; in Waldgebieten rund um Oensingen sind Hunde deshalb ausserhalb markierter Wege besonders sorgfältig anzuleinen. Informiere dich beim Amt für Wald, Natur und Landschaft des Kantons Solothurn über geltende Regelungen während der Jagdzeit.
- Nutze ein Leuchtband oder eine LED-Lampe am Halsband — Nebel und Dämmerung kommen im Herbst schnell zusammen.
- Kastanien und Eicheln am Boden können für Hunde magenreizend oder giftig sein; halt deinen Hund von übermässigem Fressen dieser Früchte fern.
- Kontrolliere deinen Hund nach jedem Ausflug auf Kletten, Grannen und Schmutz im Fell — Herbstgräser setzen viel an.
Die kühlen Herbsttage eignen sich hervorragend für längere Wanderungen auf den Jurawegen — dein Hund ist bei 10-15 Grad meist in Topform. Nutze die langen Tage des frühen Herbstes, um neue Routen auf den Höhenlagen zu erschliessen, bevor Schnee und Eis die Zugänge erschweren.
Winter: Kälte, Salz und kurze Tage im Gäu
Oensingen liegt tief genug, um im Winter nicht zwingend viel Schnee zu bekommen — aber Nebelperioden, Frost und feuchte Kälte sind typisch für das Gäu. Wenn Schnee liegt, bieten die Jurahänge schöne, ruhige Winterwege; im Tal sind die Feldwege oft matschig und schwer begehbar. Streu- und Streusalz auf Strassen und Gehwegen ist für Hundepfoten reizend — spüle die Pfoten nach jedem Spaziergang im Dorf mit lauwarmem Wasser ab. Pfotenschutzwachs kann helfen, die Haut zu schützen; manche Hunde gewöhnen sich auch an Pfotenschuhe, was vor allem bei regelmässigem Kontakt mit gesalzenen Flächen sinnvoll ist.
- Kurze Tage bedeuten: Morgen- und Abendrunden im Dunkeln — Reflektoren oder Leuchtmittel am Hund und an dir sind keine Option, sondern Sicherheit.
- Ältere oder gelenkempfindliche Hunde brauchen bei Frost längere Aufwärmphasen vor dem Laufen und profitieren von einem Mantel.
- Kontrolliere regelmässig die Pfoten auf Risse — trockene Winterluft und Salz setzen empfindlicher Haut zu.
Die ruhigere Winterzeit ist ideal, um mit deinem Hund an Innenarbeit oder Nasentraining zu arbeiten — kurze, intensive Einheiten halten ihn geistig fit, auch wenn die Aussenrunden kürzer ausfallen. Geniessel die klaren Wintertage im Gäu, wenn der Nebel ausnahmsweise reisst: Dann zeigen sich die verschneiten Jurakämme von ihrer schönsten Seite.
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