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Region Prättigau / Davos

Region Prättigau / Davos KI-generiertes Beispielbild für Region Prättigau / Davos. Du kennst diesen Ort? Schick uns dein Foto – wir tauschen es gerne aus.
Schwierigkeit
Leicht
Eintritt
Kostenlos

Hund im Prättigau / Davos: Was wirklich gilt

Das Prättigau öffnet sich langsam. Von Landquart aus zieht sich das Tal die Landquart entlang nach Süden, enger werdend, bis Klosters die Talebene aufgibt und der Weg nach Davos steil wird. Elf Gemeinden, Bergwiesen auf über 2.000 Meter, Wälder voller Gämsen und Rehe, das ist die Region, durch die du mit deinem Hund unterwegs bist. Die Region Prättigau / Davos ist der Zusammenschluss aller elf Gemeinden im Prättigau und in der Landschaft Davos im Kanton Graubünden. Die Region zählt rund 26.000 Einwohner, Hauptort ist Klosters.

Der Kanton setzt den Rahmen. Die Gemeinden konkretisieren. Im Kanton Graubünden gilt es, die jeweiligen Regelungen auf Gemeindeebene zu beachten, die eine generelle Leinenpflicht oder Leinenpflicht im bewohnten Gebiet vorschreiben können. Das macht die Rechtslage im Prättigau vielschichtig: Was in Davos gilt, muss in Klosters-Serneus nicht deckungsgleich sein. Wer hier wandert, muss Beschilderungen lesen, und die Beschilderungen sind zahlreich.

Leinenpflicht im Prättigau / Davos: Was kommunal gilt

Graubünden hat kein kantonales Einheitsprinzip für die Leinenpflicht. Die Kantone können gewisse Bestimmungen betreffend Hundehaltung den einzelnen Gemeinden überlassen. Es gilt daher, sich bei der jeweiligen Gemeinde zusätzlich über das kommunale Recht zu informieren und örtliche Beschilderungen zu befolgen. Für dich im Prättigau / Davos bedeutet das: Vor dem Losmarschieren das Polizeireglement der Gemeinde prüfen, in der du dich aufhältst.

Davos: die grösste Gemeinde der Region

Der Morgen in Davos riecht nach Alpenheu und Gondelfett. Die Promenade füllt sich früh. Hier ist die Leinenpflicht real spürbar: Öffentliche Wege, belebte Zonen, der Kurpark, überall gilt es, die kommunale Beschilderung ernst zu nehmen. Die konkrete Polizeiverordnung der Gemeinde Davos und allfällige Anleinzonen findest du direkt auf der offiziellen Gemeindeseite Davos. Ob auf einem bestimmten Weg Leinenpflicht besteht, klärst du anhand der Schilder vor Ort, oder beim Gemeindeamt.

Wald und Brut- / Setzzeit

Sobald du die Waldgrenze überquerst, zählt eine zusätzliche Schicht. Viele einheimische Wildtiere pflanzen sich in den Frühlingsmonaten fort. Während dieser Brut- und Setzzeit werden Hundehaltende in einigen Kantonen dazu verpflichtet, ihre Hunde im Wald an der Leine zu führen. Für Graubünden gilt: Das kantonale Jagdgesetz verpflichtet dazu, Hunde im Wald von wilderndem Verhalten fernzuhalten. Wer im April, Mai oder Juni durch die Wälder des Prättigaus geht, muss damit rechnen, dass Gebiete beschildert sind und Leinenpflicht gilt. Der Verstoss gegen gesetzlich auferlegte Leinenpflichten stellt eine strafrechtliche Übertretung dar, die mit einer Busse bestraft wird, unabhängig davon, ob der Hund tatsächlich gejagt oder gewildert hat.

Rehkitze liegen im Juni flach im hohen Gras. Sie laufen nicht weg. Ein freilaufender Hund findet sie trotzdem. Das ist der Grund für die Regelung, kein Bürokratismus.

Naturschutzgebiete

Das Prättigau grenzt an alpine Schutzgebiete. In Naturschutzgebieten gelten verschärfte Regeln. Im Zweifelsfall gilt bezüglich Leinenpflicht und Zutrittsverboten immer das, was vor Ort ausgeschildert ist. Vor dem Betreten von NSG-Gebieten im Raum Davos, etwa rund um das Flüela-Tal oder Hochmoore auf der Davoser Alp, die Beschilderung lesen. Ob Hunde in einem konkreten Schutzgebiet mitdürfen und unter welchen Bedingungen, erfährst du beim Amt für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit Graubünden.

Listenhunde im Prättigau / Davos: Keine kantonale Rasseliste

Das ist einer der grossen Unterschiede zu anderen Kantonen. Besitzer und Halter von Listenhunden wird es freuen: Der Kanton Graubünden kennt aktuell keine Rasseliste verbotener oder bewilligungspflichtiger Hunderassen. Du kannst dir im Kanton Graubünden jeden Hund jeder Rasse ohne Bedingungen anschaffen und halten.

Auch eine kantonale Hundekurspflicht gibt es nicht, ausser wenn das Veterinäramt eine solche anordnet, etwa aufgrund von auffälligem oder aggressivem Verhalten. Das Kantonale Hundegesetz sieht keine pauschale Kurspflicht vor.

Wichtig für Besucher aus anderen Kantonen: Alle Ausführungen zu den aktuell geltenden Hundegesetzen des Kantons Graubünden gelten nicht nur für Hunde, die im Kanton wohnhaft sind, sondern für alle sich auf dem Kantonsgebiet aufhaltenden Hunde. Wer also aus Zürich mit einem Rottweiler ins Prättigau reist, muss in Graubünden keine Bewilligungen vorweisen. In allen Schweizer Kantonen herrscht jedoch eine generelle Leinenpflicht für «bissige» Hunde und für solche, bei denen eine Leinenpflicht behördlich angeordnet ist.

Einen umfassenden Überblick zum Graubündner Hunderecht bietet unser Artikel zu Graubünden.

Hundesteuer und Anmeldung

In Graubünden fliesst keine kantonale Hundesteuer. Im Gegensatz zu anderen Kantonen fliesst in Graubünden kein Beitrag aus der Hundesteuer an den Kanton. Das ist alleinige Sache der Gemeinden. Jede Gemeinde setzt ihren eigenen Tarif.

Für Davos sind die Zahlen bekannt: Wer einen Hund besitzt, hat eine Taxe zu entrichten. Die Hundetaxe beträgt je Hund CHF 120.– pro Jahr, für jeden weiteren Hund CHF 240.–. Für besondere Funktionen ausgebildete und anerkannte Hunde sind von der Taxe befreit.

Für die anderen Prättigauer Gemeinden – Klosters-Serneus, Schiers, Jenaz, Grüsch, Fideris und die übrigen, gilt: Aktuelle Tarife direkt bei der jeweiligen Gemeindeverwaltung erfragen. Die Tarife können sich von jenen in Davos unterscheiden. Anmeldepflicht besteht; die Frist und das Verfahren klärst du beim Gemeindeschalter deines Wohnorts.

Die besten Routen im Prättigau / Davos, mit korrekter Rechtslage

Landquarttal und Prättigauer Talweg

Frühmorgens liegt Nebel auf dem Talboden. Die Landquart rauscht gräulich-weiss über Kiesbänke, die nach dem letzten Schmelzwasser noch feucht sind. Der Talweg von Landquart bis Klosters führt durch Dörfer, Hangwälder und offene Wiesenabschnitte. An Wegen durch bewohnte Zonen gilt die kommunale Leinenpflicht der jeweiligen Gemeinde. An Wegrändern mit Nutztierweiden – Ziegen, Schafe, Kühe, das Tier anleinен, auch wenn kein Schild steht. Das ist Sorgfaltspflicht.

Saisonale Routen-Empfehlungen für das Prättigau findest du bei SchweizMobil. Dort sind Wanderwege mit aktuellen Bedingungen und Wegbeschreibungen verzeichnet.

Klosters und die Silvretta-Hochalpenrouten

Klosters-Serneus im September: Die Lärchennadeln färben sich goldgelb, der erste Bodenfrost liegt auf den Alpweiden. Hoch oben, auf den Silvretta-Routen, ist die Luft dünn und das Wild zahlreich. Ab der Waldgrenze, und oft schon unterhalb davon, sind Leinenpflicht-Schilder aufgestellt. Halte dich daran. Ob ein konkreter Wanderweg oder Abschnitt bei Klosters für Hunde zugänglich ist und welche Regeln gelten, klärst du auf der offiziellen Seite der Gemeinde Klosters-Serneus. Beschilderungen vor Ort sind verbindlich.

Davos Dischma – Hochtal mit Wildtier-Dichte

Das Dischmatal steigt von Davos-Dorf steil an. Im Tal drinnen wird es still. Wasser. Felsgeruch. Murmeltiere pfeifen. Gleichzeitig: Das Tal ist Wildtierkorridor. Rehe, Gämsen, Steinböcke. Freilaufende Hunde sind hier ein echter Konfliktpunkt. Leinenpflicht-Beschilderungen sind zu beachten, besonders in der Brut- und Setzzeit von April bis Juli. Was auf dem konkreten Weg gilt, liest du an den Eingangsschildern, oder erkundest du vorab auf der Gemeindeseite Davos.

Flüela-Pass und Flüelagebiet

Der Flüela-Pass liegt auf 2.383 Meter. Schnee liegt hier bis in den Juni. Im Juli öffnet die Passstrasse, und mit ihr der Zugang zu Hochmooren, Bergseen und Geröllfeldern. Hier stossest du in Zonen, die naturschutzrechtlich relevant sind. Die Kantone können gewisse Bestimmungen betreffend Hundehaltung den einzelnen Gemeinden überlassen. Es gilt, sich bei der jeweiligen Gemeinde zusätzlich über das kommunale Recht zu informieren und örtliche Beschilderungen zu befolgen. Vor einer Tour ins Flüelagebiet: Beschilderung am Eingang beachten.

Was im Prättigau / Davos anders ist als im Rest des Kantons

Graubünden ist Ferienland. Das Prättigau und Davos sind Tourismusdestinationen mit internationalem Einzugsgebiet. Im Winter kommen Skifahrer aus aller Welt nach Klosters und Davos. Im Sommer wandern Familien aus dem Mittelland und Deutschland dieselben Wege. Das bedeutet: Die Gemeinden haben ein starkes Interesse daran, dass Wildtier-Konflikte minimal bleiben. Schilder werden gesetzt. Kontrollen finden statt.

Der zweite Unterschied ist die Dichte an Wildschutzgebieten. Das Prättigau ist reich an Gämsen, Steinwild und Rotwild. Jagdbanngebiete und Wildruhegebiete sind keine Ausnahme, sondern der Normalfall im Hochgebirge. Beisst ein Hund ein Reh oder ein anderes Tier, müssen die betreffenden Hundehaltenden ausserdem für den durch ihren Hund verursachten Wildschaden aufkommen. Das ist keine Drohung, sondern geltendes Recht.

Und schliesslich: Graubünden ist einer der liberalsten Kantone der Schweiz beim Thema Hunderassen. Bern, Graubünden und St. Gallen kennen weder pauschale Verbote noch eine Bewilligungspflicht für gewisse Rassen. Wer mit einem grossen oder als «gefährlich» kategorisierten Hund aus einem anderen Kanton kommt, findet hier kein Einreiseverbot, aber er muss sich an das kantonale und kommunale Recht von Graubünden halten, nicht an das seines Herkunftskantons.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich meinen Hund in Davos immer anleinen?

Nicht überall, aber an vielen Orten. Die Gemeinde Davos schreibt in bestimmten Zonen Leinenpflicht vor. Auf belebten Strassen, in der Nähe von Schulen und in ausgeschilderten Bereichen muss der Hund an die Leine. Was konkret gilt, steht in der Polizeiverordnung der Gemeinde und auf den Schildern vor Ort. Prüfe die aktuelle Regelung direkt auf der Gemeindeseite Davos.

Gilt im Prättigau Leinenpflicht im Wald?

Ja, zumindest saisonal. Das kantonale Jagdrecht Graubünden verlangt, dass Hunde im Wald wilderndes Verhalten unterlassen. In der Brut- und Setzzeit, ungefähr April bis Juli, sind viele Waldgebiete beschildert und Leinenpflicht gilt. Wer dagegen verstösst, riskiert eine Busse. Die Beschilderung vor Ort ist verbindlich. Im Zweifel: Leine anlegen.

Wie hoch ist die Hundetaxe in der Region Prättigau / Davos?

In Davos beträgt die Hundetaxe CHF 120.– pro Jahr für den ersten Hund, CHF 240.– für jeden weiteren. Für die anderen Prättigauer Gemeinden – Klosters-Serneus, Schiers, Jenaz, Grüsch und weitere, können die Tarife abweichen. Aktuelle Beträge direkt bei der jeweiligen Gemeindeverwaltung erfragen.

Darf ich mit einem Listenhund ins Prättigau reisen?

Ja. Graubünden kennt keine kantonale Rasseliste und keine Rasseverbote. Jede Rasse ist ohne kantonale Bewilligungspflicht haltbar und darf das Kantonsgebiet betreten. Wer jedoch aus einem Kanton kommt, der für seine Rasse besondere Auflagen kennt, muss diese im Herkunftskanton erfüllen. Im Kanton Graubünden gelten dann die Bündner Regeln, also keine Bewilligung, aber Leinenpflicht wo beschildert, und Maulkorb wenn behördlich angeordnet.

Quellen

Saisonale Hinweise

Beste Jahreszeit: Sommer