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Basel

Basel liegt dort, wo sich Deutschland, Frankreich und die Schweiz berühren — und wer hier mit Hund lebt oder zu Besuch kommt, merkt schnell: Diese Stadt atmet auf…

Blick auf Basel
Bild: Wikimedia Commons – Basel - Stadtpanorama vom Münsterturm.jpg von Taxiarchos228 · FAL

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Hintergrund zur Region

Basel liegt dort, wo sich Deutschland, Frankreich und die Schweiz berühren — und wer hier mit Hund lebt oder zu Besuch kommt, merkt schnell: Diese Stadt atmet auf eine besondere Art. Der Rhein zieht sich wie ein blauer Faden durch das Stadtbild, die Altstadt duftet nach Backstein und Kaffee, und auf den Wegen entlang der Ufer begegnen dir täglich andere Vierbeiner mit ihren Menschen. Basel ist keine Grossstadt, die ihren Hunden bloss toleriert — sie hat sich mit ihnen arrangiert, auf einem oft eigenwilligen, typisch baslerischen Weg.

Wer morgens früh mit seinem Hund durch den Kannenfeldpark streift oder den Rheinweg entlangläuft, bevor die Stadt erwacht, erlebt ein Basel, das sich kaum in Reiseführern findet. Die Möwen rufen über dem Wasser, die Platanen werfen lange Schatten, und die Leine schwingt locker — zumindest dort, wo es die Regeln erlauben. Die Stadt ist kompakt, die Wege gut erschlossen, und die Nähe zur Natur täuscht: Schon nach wenigen Tramstationen findest du dich am Waldrand oder am Flussufer wieder.

Ob du hier wohnst oder nur für einen Tag herkommst — Basel mit Hund funktioniert, wenn du die lokalen Spielregeln kennst. Die Hundeabgabe, die Leinenpflicht in Parks, das Verhalten im ÖV: All das ist geregelt, manchmal strenger als anderswo. Wer sich vorbereitet, geniesst die Stadt und ihre Umgebung umso entspannter. Auf dieser Seite findest du alles, was du dafür brauchst.

Tagesausflüge mit Hund in Basel

Der Rhein glitzert, die Vogesen liegen am Horizont, und Basel öffnet sich nach allen Seiten in Landschaft, die zum Wandern einlädt. Die Stadt ist ein idealer Ausgangspunkt — zu Fuss, mit dem Velo oder per ÖV erreichst du in kurzer Zeit Wälder, Flussauen und Rebhügel. Hier sind die Orte, die sich für einen Ausflug mit Hund besonders lohnen.

Rheinufer und Kleinbasel: Flanieren am grossen Strom

Das Rheinufer ist die erste Adresse für Hund und Mensch in Basel. Auf beiden Seiten des Flusses führen gut befestigte Wege durch die Stadt und hinaus ins Umland — stadtauswärts nach Riehen oder flussabwärts in Richtung Grenze. Der Rheinweg auf der Kleinbasler Seite ist besonders breit und ruhig, ideal für lange Spaziergänge auch an Wochenenden, wenn Gross und Klein unterwegs sind. Achte auf die Beschilderung: In bestimmten Abschnitten, besonders in Badezonen und öffentlichen Grünanlagen, gilt Leinenpflicht — informiere dich vor dem Ausflug über die aktuell geltenden Regelungen bei der Kantonsverwaltung Basel-Stadt.

Besonders schön ist der Abschnitt zwischen der Mittleren Brücke und dem Dreiländereck, wo das Wasser breiter wird und der Verkehr leiser. Im Sommer versammeln sich hier Basler zum Rheinschwimmen — dein Hund wird das bunte Treiben garantiert beobachten wollen. Abseits der belebten Stunden, früh morgens oder am Abend, gehört der Uferweg fast dir allein.

Wer weiter gehen will, folgt dem Rhein über die Stadtgrenze hinaus nach Riehen oder nutzt die Fähren, die Gross- und Kleinbasel verbinden. Die kleinen Letzifähren sind ein Basler Kulturgut — ob Hunde mitdürfen, prüfst du am besten direkt beim Fährbetrieb vor Ort, da die Regelungen je nach Betreiber variieren können.

Langen Erlen und Tierpark: Natur mitten in der Stadt

Die Langen Erlen im Osten Basels sind ein ausgedehntes Naherholungsgebiet, das Wald, Wiesen und den gleichnamigen Tierpark vereint. Wer hier mit dem Hund spaziert, erlebt eine grüne Lunge der Stadt, die überraschend weitläufig wirkt. Schmale Pfade führen durch Auenwald, der Erlenbach plätschert durch das Gebiet, und die Luft riecht nach feuchtem Laub und Erde. Im Bereich des Tierparks selbst sind Hunde nicht erlaubt — das gilt für den eingezäunten Teil mit den Wildtieren; prüfe die aktuellen Zutrittsbedingungen direkt vor Ort oder auf der Website des Tierparks.

Die umliegenden Wege und der freie Waldbereich stehen dir und deinem Hund aber offen. In den Auen herrscht zu bestimmten Jahreszeiten erhöhte Rücksichtnahmepflicht gegenüber der Tierwelt — halte deinen Hund in diesen Abschnitten an der Leine, auch wenn kein Schild es explizit fordert. Die Wege sind gut markiert und lassen sich gut zu einem Rundweg kombinieren.

Erreichbar sind die Langen Erlen bequem mit dem Tram Linie 6 bis Haltestelle Stelzenkopf oder Rank — kein Auto notwendig, was die Anreise für Stadtbewohner besonders einfach macht. Der Weg vom Tram bis zum ersten Waldeingang dauert nur wenige Minuten zu Fuss.

Bruderholz und Leimental: Hügel und Weitblick südlich der Stadt

Südlich der Stadt erhebt sich das Bruderholz, ein bewaldeter Höhenrücken mit weiten Blicken über Basel, die Rheinebene und bei klarem Wetter bis zu den Alpen. Die Wege hier sind ruhiger als im Stadtzentrum, die Luft kühler und der Boden weich. Für Hunde, die gerne schnuppern und erkunden, ist das Bruderholz ein Paradies — Wildspuren, Gebüsch und verschlungene Waldpfade wechseln sich ab.

Von hier aus lässt sich das Leimental weiter erkunden, ein sanftes Tal zwischen Jura und Schwarzbubenland, das für seine Ruhe und seine offene Kulturlandschaft bekannt ist. Wander- und Feldwege führen durch Dörfer wie Therwil, Ettingen und Reinach, die alle gut mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar sind. Die Kombination aus Bruderholz-Wald und Leimental-Wiesen gibt dir die Möglichkeit, einen Halbtages- oder Ganztagesausflug zu gestalten, ohne das Auto zu brauchen.

Wildtiere sind hier präsent — Rehe, Hasen und in Waldrandnähe gelegentlich auch Wildschweine. Gerade in der Dämmerung solltest du deinen Hund deshalb sicher führen. Informationen zu den Wanderwegen im Kanton findest du auf dem Wanderportal SchweizMobil, das auch App-Karten für unterwegs bietet.

Schwarzwald und Elsass: Ausflüge über die Grenze

Was Basel auszeichnet, ist die Dreifach-Lage an der Grenze: In einer Stunde erreichst du den deutschen Schwarzwald oder das französische Elsass — beides Traumziele für Hundehalter, die Abwechslung suchen. Der Schwarzwald bietet ausgedehnte Wanderwege, ruhige Wälder und Dörfer mit hundefreundlichen Gastwirtschaften. Das Elsass punktet mit Weinbergen, Dorfgassen und offenen Feldern.

Für die Einreise nach Deutschland und Frankreich gelten eigene Vorschriften für Hunde — gültiger EU-Heimtierausweis, aktuelle Tollwutimpfung und Chipnummer sind Pflicht. Da sich die Einreisebestimmungen ändern können, informierst du dich am besten vor dem Ausflug bei der zuständigen Behörde oder auf den offiziellen Seiten der Länder. Wer die Bürokratie scheut, findet auch auf Schweizer Seite genug Natur, um einen ganzen Tag zu füllen.

Beliebt bei Basler Hundehaltern sind die Wege rund um Lörrach und Inzlingen auf deutscher Seite — sie sind mit dem S-Bahn-Netz der Regio-S-Bahn direkt von Basel aus erreichbar, ohne Umstiege und ohne Auto. Das macht Tagesausflüge ins nahe Ausland auch für Hundehalter ohne Fahrzeug gut machbar.

Hund und lokale Regeln in Basel

Basel riecht nach Senf und Rheinkies, nach Bäckereiduft und Tramschienen — und mittendrin bewegen sich jeden Tag Hunderte von Hunden durch eine Stadt, die ihnen Raum gibt, aber auch klare Grenzen setzt. Die Regeln sind gut durchdacht, aber wer sie nicht kennt, riskiert Ärger. Hier das Wichtigste kompakt.

Leinenpflicht: Wo sie gilt und wo du Spielraum hast

Im Kanton Basel-Stadt gilt eine generelle Leinenpflicht in belebten öffentlichen Bereichen — auf Trottoirs, in Parks, auf Spielplätzen und in der Altstadt. Die genauen Regelungen sind im kantonalen Hundegesetz verankert, das du auf der Website der Kantonsverwaltung Basel-Stadt nachlesen kannst. Verlasse dich nicht auf mündliche Auskünfte oder Gewohnheiten anderer Hundehalter — das Gesetz ist das Massstab.

Ausgewiesene Hundeauslaufzonen bieten die Möglichkeit, den Hund ohne Leine toben zu lassen. Diese Zonen sind beschildert und klar abgegrenzt. Wer seinen Hund ausserhalb dieser Zonen von der Leine lässt, riskiert eine Busse. Die Stellen, an denen Leinenzwang ausgesetzt ist, können sich ändern — prüfe die aktuelle Situation vor Ort anhand der Beschilderung.

Besondere Vorsicht gilt in der Nähe von Kinderspielplätzen: Dort sind Hunde in der Regel vollständig verboten, unabhängig von Leine oder Grösse. Das ist eine weit verbreitete Regelung in Schweizer Städten und gilt auch in Basel strikt. Respektiere diese Grenzen — auch wenn dein Hund noch so freundlich ist.

Hundeabgabe und Anmeldepflicht: Was du nach der Einzug erledigen musst

Wer in Basel-Stadt mit einem Hund wohnt, ist verpflichtet, den Hund anzumelden. Die Anmeldung erfolgt beim zuständigen kantonalen Amt, und mit ihr wird die jährliche Hundeabgabe fällig. Die genaue Höhe der Abgabe richtet sich nach der aktuellen kantonalen Verordnung — informiere dich direkt bei der Kantonsverwaltung über den aktuell geltenden Betrag, da sich dieser ändern kann.

Neben der Anmeldung ist die Registrierung im AMICUS-System gesetzlich vorgeschrieben. Alle Hunde in der Schweiz müssen mit einem Mikrochip versehen und in der nationalen Datenbank AMICUS eingetragen sein. Diese Pflicht gilt schweizweit und ist unabhängig vom Kanton. Wer einen Hund kauft, adoptiert oder in die Schweiz einführt, muss sicherstellen, dass diese Registrierung aktuell ist.

Wer aus dem Ausland zuzieht, hat nach Einreise eine kurze Frist, um den Hund anzumelden — die genaue Frist erfährst du bei der kantonalen Stelle. Verzögerungen können zu Bussen führen. Neu zugezogene Hundehalter sollten das also früh im Umzugsprozess auf der To-do-Liste haben.

Öffentlicher Verkehr und Restaurantbesuche mit Hund

In den Trams und Bussen des BVB und BLT in Basel sind Hunde grundsätzlich erlaubt, sofern sie keine anderen Fahrgäste gefährden oder belästigen. Kleinere Hunde reisen üblicherweise in einer geeigneten Transporttasche oder -box; für grössere Hunde kann ein gültiges Ticket erforderlich sein. Die genauen Bedingungen können sich ändern — prüfe die aktuellen Beförderungsbestimmungen direkt beim BVB Basel, bevor du einsteigst.

In der Basler Gastronomie ist die Hundefreundlichkeit von Lokal zu Lokal verschieden. Viele Restaurants mit Aussenbereich lassen Hunde auf der Terrasse zu; im Innenbereich sind sie oft nicht erlaubt. Frage immer vorab oder am Eingang — ein kurzes Nachfragen verhindert unangenehme Situationen. Besonders hundefreundlich zeigen sich erfahrungsgemäss Beizen und Wirtschaften in Aussenquartieren und im Umland.

Für Ausflüge in den Agglomerationsgemeinden rund um Basel gilt: Die S-Bahn der SBB verbindet Basel mit der Region, und auch dort sind Hunde nach den SBB-Bedingungen befördert — mit gültigem Hundeticket und unter Einhaltung der Verhaltensregeln im Zug. Halte deinen Hund im Zug sicher und ruhig, damit die Fahrt für alle angenehm bleibt.

Listenhunde und Kotentsorgung: Pflichten, die du ernst nehmen solltest

Im Kanton Basel-Stadt gelten für sogenannte Listenhunde — also Rassen und Rassetypen, die vom Kantonalen Hundegesetz als potenziell gefährlich eingestuft werden — besondere Auflagen. Dazu können Maulkorbpflicht, verschärfte Leinenpflicht und Nachweise über Halterkompetenz gehören. Die aktuelle Liste der betroffenen Rassen und die geltenden Auflagen erfährst du bei der zuständigen kantonalen Stelle; da sich diese Regelungen ändern können, verlasse dich auf keine veralteten Quellen.

Wer einen Listenhund neu anschaffen oder in den Kanton einführen möchte, sollte sich vor der Anschaffung bei der Kantonsverwaltung erkundigen, ob eine Haltebewilligung erforderlich ist. In einigen Fällen kann die Haltung bestimmter Rassen im Kanton eingeschränkt oder an Bedingungen geknüpft sein. Das betrifft eine Minderheit der Hundehalter, aber die Konsequenzen bei Nichtbeachtung sind erheblich.

Die Kotentsorgung ist in Basel Pflicht und wird kontrolliert. Hundehalter müssen Hinterlassenschaften ihres Hundes unverzüglich beseitigen. Im Stadtgebiet stehen zahlreiche Hundetoiletten und Sackerldistributoren bereit — nutze sie konsequent. Wer den Kot liegen lässt, riskiert eine Busse und schadet dem Ruf aller Hundehalter in der Stadt. Die saubere Stadt ist ein gemeinsames Projekt, und Hundehaltende sind ein Teil davon.

Praktisches vor Ort in Basel

Basel riecht nach Rhein, frischem Pflasterstein und — wenn du genau hinschnupperst — nach dem vertrauten Fell deines Hundes nach einem langen Spaziergang. Damit dieser Alltag reibungslos läuft, brauchst du verlässliche Adressen: vom Tierarzt um die Ecke bis zur Hundepassion, die deinen Vierbeiner betreut, wenn du ins Museum musst.

Tierärzte und tierärztlicher Notfalldienst in Basel

Basel ist eine Grossstadt mit einer guten Dichte an tierärztlichen Praxen in fast allen Quartieren. Vom Kleinbasel bis zum St. Johann findest du niedergelassene Kleintierpraxen, die Routinebehandlungen, Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen abdecken. Für Notfälle ausserhalb der regulären Öffnungszeiten ist die Organisation des Notfalldienstes entscheidend — ruf deine Praxis auch nachts an, denn auf dem Anrufbeantworter steht in der Regel die diensthabende Notfallpraxis. Die Tierklinik der Universität Basel (Vetsuisse-Fakultät) in der nahen Region bietet spezialisierte Behandlungen und ist eine wichtige Anlaufstelle bei komplexen Erkrankungen oder Operationen.

  • Halte die Nummer deiner Praxis und einer Notfallpraxis stets im Handy gespeichert.
  • Bei Vergiftungsverdacht — etwa nach Kontakt mit Ködern im Margarethenpark — zögere nicht und fahre sofort in eine Notfallpraxis.
  • Der Schweizerische Tierschutz STS und das Kantonale Veterinäramt Basel-Stadt sind offizielle Anlaufstellen bei Fragen zu Tierwohl und Meldepflichten.

Aktuelle Informationen zum tierärztlichen Notfalldienst im Kanton Basel-Stadt findest du direkt beim Veterinärdienst Basel-Stadt. Dort sind auch Zuständigkeiten und Meldestellen für kranke oder verletzte Tiere aufgeführt.

Hundeschulen und Ausbildung in Basel

Eine gute Grundausbildung schützt deinen Hund — gerade in einer Stadt mit viel Tram-Verkehr, engen Gassen und lebhaften Märkten. In Basel und der direkten Agglomeration gibt es mehrere anerkannte Hundeschulen, die nach den Richtlinien der Stiftung SATUS oder vergleichbarer Verbände arbeiten. Kurse reichen von Welpenstunden über Begleithundeprüfungen bis zu Spezialtraining für Stadtbewohner — etwa Übungen am Tram-Halt oder in der Fussgängerzone. Viele Schulen bieten auch Einzelstunden an, wenn dein Hund spezifische Herausforderungen mitbringt, zum Beispiel Reaktivität gegenüber Fahrrädern oder anderen Hunden.

Frage beim Einschreiben immer nach der Qualifikation der Trainer und ob die Methoden auf positivem Verstärken basieren. Eine gute Hundeschule ist transparent über ihre Ausbildungsphilosophie und gibt dir Hausaufgaben mit nach Hause. Aktuelle Anbieter in Basel findest du über den Schweizerischen Kynologischen Verband (SKV) oder direkt über die Suchfunktion auf rundum.dog.

Auslaufzonen und eingezäunte Hundewiesen

Basel kennt das Bedürfnis nach freiem Rennen: Die Stadt unterhält mehrere ausgewiesene Hundeauslaufgebiete, in denen Hunde ohne Leine toben dürfen. Besonders bekannt ist das Auslaufgebiet im Bereich des Schützenmattparks sowie weitere Zonen entlang des Rheins und in Aussenquartieren. Diese Flächen sind in der Regel eingezäunt oder klar abgegrenzt und mit Beutelspendern ausgestattet — nutze sie konsequent, denn saubere Auslaufzonen bleiben länger erhalten.

Die genauen Standorte und aktuellen Nutzungsregeln der Hundeauslaufgebiete veröffentlicht der Kanton Basel-Stadt online. Prüfe vor deinem Besuch, ob eine Zone temporär gesperrt ist — etwa für Rasenpflege oder saisonale Massnahmen. In den Auslaufzonen gilt trotzdem gegenseitige Rücksicht: Nicht jeder Hund verträgt sich mit jedem, und Spielgruppen fremder Hunde solltest du behutsam einleiten, besonders bei grossen Grössenunterschieden.

  • Schützenmattpark — zentral gelegen, gut erreichbar mit ÖV
  • Auslaufzonen im Bachgrabengebiet und weiteren Aussenquartieren
  • Rheinufer-Abschnitte mit ausgewiesenem Hundebereich (saisonal prüfen)

Hundebetreuung, Pensionen und Tagesbetreuung

Dienstreise, Konzertabend oder ein Tag im Kunstmuseum — manchmal muss dein Hund gut betreut bei jemandem bleiben. Basel bietet ein wachsendes Angebot an Hundepensionen, Tagesfamilien und Doggy-Daycare-Einrichtungen. Seriöse Anbieter lassen dich und deinen Hund vorab schnuppern, führen eine Bestandesaufnahme zu Fütterung, Medikamenten und Eigenheiten durch und verfügen über ausreichend Platz pro Tier.

Achte darauf, dass die Betreuungsperson oder Einrichtung im Kanton gewerbsmässige Tierhaltung korrekt angemeldet hat — das ist in der Schweiz Pflicht und ein Qualitätsmerkmal. Tagesbetreuungen in Privatfamilien, sogenannte Hundesitter-Netzwerke, sind eine günstigere Alternative; auch hier lohnt sich eine kurze Probestunde, bevor du deinen Hund über Nacht lässt. Auf rundum.dog findest du gelistete Unterkünfte und Betreuungsangebote speziell für den Raum Basel — ein guter Ausgangspunkt für deine Suche.

Bei längeren Aufenthalten — etwa während eines Spitalaufenthalts oder einer Auslandreise — informiere dich auch beim Tierschutz beider Basel, der in Notlagen vermitteln kann. Alle offiziellen Anforderungen an gewerbsmässige Tierbetreuung regelt das Schweizer Tierschutzgesetz, abrufbar unter blv.admin.ch.


Saisonal in Basel

Der Rhein wechselt seine Farbe mit den Jahreszeiten — graugrün im Winter, türkisblau im Hochsommer, golden im Herbstlicht. Dein Hund erlebt Basel in jedem Quartal anders, und du solltest seine Bedürfnisse und die örtlichen Gegebenheiten jeweils neu einschätzen.

Frühling: Brut- und Setzzeit im Rheinbogen

Wenn die Kirschbäume im St. Alban-Tal blühen und die ersten Schwäne auf dem Rhein brüten, beginnt in Basel die empfindlichste Jahreszeit für Wildtiere. Vögel brüten in Ufergebüschen, Hasen setzen im Kleinbasler Grüngürtel, und auch auf den Wiesen rund um den Bruderholz-Hang verstecken sich Jungtiere im hohen Gras. Lass deinen Hund in dieser Zeit nicht frei durch dichtes Gebüsch streifen — selbst ein spielerisches Nasestecken kann Nester zerstören oder Jungtiere in Panik versetzen.

Im Frühling lockert sich die Stimmung am Rheinufer merklich: Die Rheinpromenade zwischen Dreirosenbrücke und Mittlerer Brücke füllt sich wieder mit Spaziergängern, Inline-Skatern und Picknick-Gruppen. Halte deinen Hund in belebten Bereichen an der Leine und rechne damit, dass er auf viele neue Reize trifft — das ist ein gutes Training für die Stadtverträglichkeit. Wiesenbereiche mit Abschrankungen oder Schildern zur Brutzeit respektierst du am besten weiträumig. Informationen zu geschützten Gebieten im Kanton gibt das Amt für Natur und Landschaft Basel-Stadt heraus.

Sommer: Hitze, Rhein und Hundewohl

Basel kann im Juli und August brütend heiss werden — Temperaturen über 30 Grad sind keine Seltenheit mehr. Asphalt in der Innenstadt heizt sich auf Werte auf, die Pfotenballen in Sekunden verbrennen können; prüfe die Temperatur mit dem Handrücken, bevor dein Hund über Pflaster läuft. Plane Spaziergänge auf früh morgens oder nach 19 Uhr und wähle schattige Routen durch den Kannenfeldpark oder entlang des Birsig-Baches.

Der Rhein als Badegewässer ist für Basel ein Kulturgut — aber für Hunde gelten andere Regeln als für Menschen. Prüfe vor dem Baden genau, an welchen Abschnitten Hunde ins Wasser dürfen; in unmittelbarer Nähe der offiziellen Flussbäder ist das Schwimmen mit Hund oft nicht erlaubt oder nur in bestimmten Zonen gestattet. Ausserhalb der Badezonen, etwa im Bereich des Kleinhüninger Hafens oder flussaufwärts Richtung Augst, sind ruhigere Einstiegsstellen zu finden — informiere dich vorab über aktuelle Regelungen. Achte zudem auf die Wasserqualität und Strömung: Der Rhein kann täuschend stark fliessen, besonders nach Regenfällen.

  • Immer frisches Wasser und eine Trinkschale mitnehmen
  • Pfoten nach jedem Rheinbad abspülen — Algen und Schmutz können reizen
  • Im Auto den Hund nie unbeaufsichtigt lassen, auch nicht kurz
  • Hitzschlag-Symptome erkennen: starkes Hecheln, Taumeln, hochrotes Zahnfleisch — sofort zum Tierarzt

Die Fasnacht endet zwar schon im Februar, aber im Sommer folgen Open-Air-Konzerte, das Basler Stadtfest und andere Grossveranstaltungen. Viele dieser Anlässe sind für Hunde stressig — laute Musik, Menschenmassen und unbekannte Gerüche überfordern sensible Tiere schnell. Überlege ehrlich, ob dein Hund solche Umgebungen geniesst oder ob er lieber zuhause oder bei einer Betreuungsperson bleibt.

Herbst: Goldene Wälder und Nebelspaziergänge

Der Herbst gehört zu den schönsten Jahreszeiten für Hundenasen in Basel. Der Hardwald auf der Basler Seite des Jura verwandelt sich in ein Meer aus Rot und Orange, und die kühleren Temperaturen machen lange Spaziergänge wieder angenehm. Pilzsammler sind jetzt häufig unterwegs — achte darauf, dass dein Hund keine Pilze frisst, denn viele Arten sind für Hunde giftig, auch solche, die für Menschen harmlos wirken.

Im Herbst beginnt auch die Jagdsaison in der Region. Auf den Ausläufern des Juras und in den Wäldern um Allschwil oder Bottmingen können Jäger aktiv sein. Halte deinen Hund in Waldgebieten an der Leine oder zumindest in Sichtweite und meide Bereiche mit aufgestellten Absperrungen. Leuchtendes Halsband oder Signalweste für deinen Hund erhöht die Sichtbarkeit in dämmerigen Waldwegen erheblich — der Herbst wird schnell dunkel.

Herbstmessen und der Basler Herbstmesse, eine der ältesten Messen der Schweiz, ziehen grosse Menschenmengen an. Das Gelände rund um die Schaustellerbetriebe ist für Hunde wenig geeignet: laute Fahrgeschäfte, Essensgerüche und enge Wege. Plane deine Messebesuche ohne Hund oder wähle ruhige Randzeiten, falls du ihn dennoch mitnehmen möchtest — und prüfe vorher, ob Hunde auf dem Messegelände überhaupt zugelassen sind.

Winter: Kälte, Salz und Fasnachtstage

Basler Winter sind selten dramatisch kalt, aber grau, nass und mit kurzen Tagen. Streusalz auf Gehwegen ist der grösste Alltagsfeind für Hundepfoten von November bis März — es reizt die Haut zwischen den Zehen und kann bei offenen Stellen schmerzhaft brennen. Wasche die Pfoten nach jedem Stadtspaziergang mit lauwarmem Wasser und prüfe regelmässig auf Rötungen oder kleine Wunden. Pfotenschutzwachs hilft vorbeugend und ist einfach anzuwenden.

Die Basler Fasnacht im Februar ist weltberühmt — drei Tage Morgestraich, Cortège und Guggenmusik mitten in der Stadt. Für Hunde ist dieses Ereignis eine extreme Sinnesüberflutung: Trommeln, Pfeifen, Menschenmassen, Konfetti und Fackellicht in der Nacht. Die meisten Hunde empfinden die Fasnacht als Stress; die beste Empfehlung ist, deinen Hund an diesen Tagen zuhause zu lassen oder ihn rechtzeitig bei einer ruhigen Betreuungsperson ausserhalb der Stadt unterzubringen. Falls du ihn ausführen musst, wähle Randzeiten und mieide das Innenstadtgebiet vollständig.

Im Winter bieten sich ruhige Spaziergänge durch das Gundeldingerquartier, entlang des Birsig oder im Kannenfeldpark an — diese Wege sind auch bei Nieselregen angenehm und weniger überlaufen als die Rheinpromenade. Kurzhaarige oder kleine Hunde können von einem gut sitzenden Hundemantel profitieren, wenn die Temperaturen unter fünf Grad sinken. Achte dabei auf freie Beweglichkeit und kein Scheuern an den Achseln — ein schlechtsitzender Mantel ist schlechter als keiner.

  • Pfoten täglich kontrollieren — Salz, Rollsplit und Kälte greifen die Haut an
  • Dunkelheit kommt früh: reflektierendes Halsband oder LED-Clip für den Abendspaziergang
  • Fasnacht (Montag bis Mittwoch nach Aschermittwoch): Hund zuhause lassen
  • Tierarzttermine für Jahres-Impfungen ruhig in den Januar legen, bevor die Zeckensaison beginnt

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