Mit dem Hund in Waren (Müritz)

Alles für Hundehalter in Waren (Müritz), Mecklenburg-Vorpommern – Ziele, Regeln und Praktisches vor Ort.

In 3 Sekunden – das Wichtigste

Leinenpflicht im WaldDetails ↓

In Waren (Müritz) sammeln wir gerade die ersten Tipps. Deutlich mehr Hundewissen, Regeln und Ziele findest du im Überblick für Mecklenburg-Vorpommern.

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Unterwegs

Wasser, Schatten und einen Kotbeutel einplanen – gerade im Sommer und auf längeren Strecken.

Hintergrund zur Region

Waren (Müritz) liegt mitten im Müritz-Nationalpark — dem größten deutschen Binnensee umgeben von Kiefernwäldern, Moorwiesen und stillen Buchten. Die Kleinstadt am Nordufer der Müritz ist für Hundehaltende kein gewöhnlicher Ferienort: Hier beginnen Wanderwege direkt hinter dem Stadtrand, die Seeluft zieht über breite Uferpromenaden, und dein Hund kann auf Sandpfaden schnüffeln, die sonst nur Rehe kennen. Wer mit Hund in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs ist, trifft hier auf eine Natur, die großzügig und weiträumig ist — und auf Regeln, die diese Natur schützen.

Die Stadt selbst hat gut 20 000 Einwohner und trägt den Beinamen „Tor zur Mecklenburgischen Seenplatte". Am Hafen riecht es nach Wasser und Bootslack, die Altstadt ist überschaubar und zu Fuß erkundet, und die Wege ins Umland öffnen sich innerhalb weniger Minuten. Für Hunde ist das ideal: kurze Anreise in die Natur, kein langer Stadttrubel. Gleichzeitig gelten im Nationalpark-Kerngebiet strenge Regeln — du musst dort gut vorbereitet sein, damit der Ausflug für Mensch, Hund und Wildtier entspannt bleibt.

Diese Seite zeigt dir, wo du mit deinem Hund die Müritz-Region erkundest, was du über Leinenpflicht, Hundesteuer und örtliche Vorschriften wissen musst, und welche praktischen Adressen dir vor Ort helfen. Prüfe alle Regelungen immer aktuell bei den zuständigen Behörden — Verordnungen können sich ändern, und gerade im Nationalpark gilt das besonders.

Tagesausflüge mit Hund in Waren (Müritz)

Weitblick über den See, Kiefernharz in der Luft, Sand unter den Pfoten — die Umgebung von Waren lädt zu Touren ein, die von einer Stunde bis zu einem langen Wandertag reichen. Vier Gebiete lohnen sich besonders, jedes mit eigenem Charakter.

Müritz-Nationalpark: Wandern zwischen Seen und Wald

Der Müritz-Nationalpark ist das Herzstück der Region — rund 320 Quadratkilometer Wildnis aus Seen, Mooren, Buchenwäldern und Kiefernheiden. Für Hundehaltende ist entscheidend: Im Nationalpark gilt eine generelle Leinenpflicht, und Hunde sind auf ausgewiesene Wege beschränkt. Bestimmte Kernzonen dürfen mit Hund überhaupt nicht betreten werden — das schützt brütende Seeadler, Kraniche und andere seltene Tiere.

Beliebte Einstiegspunkte aus Waren sind der Tiefwarener Mühlenbach-Weg Richtung Süden sowie die Strecke entlang des Müritz-Nationalparks über Federow bis zum Specker See. Diese Wege führen durch lichten Kiefernwald und bieten immer wieder Ausblicke auf kleinere Seen. Halte deinen Hund stets an der Leine und achte auf die Beschilderung an den Weggabelungen — sie zeigt klar an, welche Abschnitte gesperrt sind.

Informier dich vor der Tour beim Nationalparkamt Müritz in Hohenzieritz oder am Informationspunkt in Federow über aktuelle Wegesperrungen und Schutzzonen. Die offizielle Seite des Nationalparks listet erlaubte Routen und saisonal gesperrte Bereiche. Gerade in Brut- und Setzzeiten (Frühjahr bis Frühsommer) werden Sperrungen kurzfristig ausgeweitet.

Müritz-Ufer und Stadtpromenade: Seeluft für Hund und Halter

Die Warensche Stadtpromenade am Nordufer der Müritz ist ein klassischer Spazierweg, der vom Stadthafen bis zu den Badestränden reicht. Hier treffen sich Einheimische, Urlauber und Hunde aller Größen — der Weg ist gepflastert und gut zugänglich. Die Promenade selbst ist öffentlich zugänglich, doch prüfe vor Ort die aktuelle Beschilderung: An belebten Strandabschnitten und in der Hauptsaison kann eine Leinenpflicht oder ein zeitlich begrenztes Hundeverbot gelten.

Abseits der Touristensaison — also im Frühjahr, Herbst und Winter — ist die Uferpromenade deutlich ruhiger. Dann kannst du mit deinem Hund entspannter spazieren und den Blick über den größten deutschen Binnensee genießen, der in der Morgenstille besonders eindrucksvoll ist. Halte Ausschau nach den Möwen, die ab dem Hafenbecken über das Wasser ziehen — dein Hund wird sie nicht ignorieren.

Für längere Uferspaziergänge empfiehlt sich der Weg nordöstlich Richtung Kamerun (ein lokaler Ortsteil) oder südwestlich über die Röbeler Straße hinaus ins ruhigere Ufergelände. Dort wird es schnell naturbelassener und deutlich weniger frequentiert. Denk an Hundekotbeutel — an der Promenade sind Spender aufgestellt, aber vorsorgen ist besser.

Rund um Waren: Seen, Wälder und der Bolter Kanal

Wer einen halben Tag Zeit hat, erkundet die Seenkette südlich von Waren: Feisnecksee, Kölpinsee und Fleesensee sind per Rad oder zu Fuß verbunden und bieten abwechslungsreiche Uferwege. Der Bolter Kanal, der Fleesensee und Müritz verbindet, ist ein besonderer Wegpunkt — schmale Uferstreifen, Schilfröhricht und oft kaum Menschen. Halte deinen Hund hier an der Leine, da Wasservögel und ihr Nachwuchs in den Röhrichtflächen brüten.

Die Wälder zwischen Waren und Röbel/Müritz im Süden laden zu ausgedehnten Forststraßenwanderungen ein. Forststraßen sind in Mecklenburg-Vorpommern in der Regel öffentlich zugänglich, aber auch dort können Sperrungen gelten — besonders in der Brut- und Jagdzeit. Prüfe aktuelle Sperren beim zuständigen Forstamt oder direkt vor Ort an der Beschilderung.

Ein lohnendes Ziel für Familien mit Hund ist das Müritzbad-Umfeld im Norden der Stadt: Der Weg entlang des Tiefwarener Sees führt durch ruhige Wohngebiete und öffnet sich schnell ins Grüne. Die Wege dort sind breit und gut zu begehen, auch nach Regen. Für Hunde, die Wasserbegeisterung zeigen, gibt es an mehreren Stellen naturbelassene Uferzugänge — aber kontrollier vorher, ob Badestellen für Hunde explizit freigegeben oder gesperrt sind.

Federow und Specker See: Stille Wege im Nationalpark-Randbereich

Das kleine Dorf Federow, wenige Kilometer südlich von Waren, ist ein klassischer Ausgangspunkt für Nationalpark-Randwanderungen. Hier befindet sich ein Nationalparkinfopunkt, an dem du aktuelle Informationen zu erlaubten Wegen bekommst. Der Weg vom Dorf zum Specker See führt durch alten Kiefernwald, der im Herbst besonders stimmungsvoll leuchtet.

Die Strecke Federow–Specker See ist auf dem ausgeschilderten Wanderweg etwa fünf Kilometer lang und eignet sich gut für einen ruhigen Halbtagesausflug. Dein Hund muss die gesamte Strecke an der Leine bleiben — der Nationalpark macht da keine Ausnahmen, und Ranger kontrollieren regelmäßig. Wer seinen Hund gut erzogen und leinenfest hat, erlebt hier aber eine Ruhe, die in Touristenregionen selten ist.

Rund um Federow gibt es auch einige Feldwege und Wiesen außerhalb des Nationalparks, auf denen du kurze Auslaufflächen findest. Frag vor Ort — die Dorfbewohner kennen die Grenzen des Schutzgebiets gut und helfen oft unkompliziert weiter. Wasser solltest du für deinen Hund immer selbst mitbringen, denn Tränken gibt es auf diesen Wegen kaum.

Hund und lokale Regeln in Waren (Müritz)

Bevor du mit deinem Hund losläufst, lohnt sich ein Blick in die Vorschriften — denn in Waren gelten sowohl kommunale Regeln als auch Nationalpark-Verordnungen, die sich manchmal überschneiden. Hier findest du die wichtigsten Punkte kompakt.

Leinenpflicht in Waren und im Nationalpark

Innerhalb der Warensche Stadtgrenzen gilt in belebten Bereichen — etwa in der Innenstadt, auf der Promenade und in Parkanlagen — eine Leinenpflicht. Die genauen Bereiche und Ausnahmen regelt die örtliche Polizeiverordnung der Stadt Waren (Müritz). Informiere dich direkt bei der Stadt Waren (Müritz) über aktuelle Regelungen, da sich diese ändern können.

Im Müritz-Nationalpark gilt eine flächendeckende Leinenpflicht ohne Ausnahme — auf allen erlaubten Wegen muss dein Hund an der Leine geführt werden. Das ergibt sich aus der Nationalpark-Verordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Verstöße können mit Bußgeldern geahndet werden. Das Nationalparkamt weist darauf hin, dass freilaufende Hunde Wildtiere wie Seeadler und Kraniche ernsthaft stören und Gelege zerstören können.

Außerhalb des Nationalparks, in Wäldern und auf Feldern, gilt in Mecklenburg-Vorpommern eine generelle Anleinpflicht in der Brut- und Setzzeit (grob: 1. April bis 15. Juli). In dieser Zeit dürfen Hunde auch in normalerweise freien Bereichen nicht unkontrolliert laufen. Prüfe die aktuellen Regelungen beim Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern.

Hundesteuer und Anmeldung in Waren (Müritz)

Wer mit Hauptwohnsitz in Waren (Müritz) lebt und einen Hund hält, ist verpflichtet, diesen bei der Stadtverwaltung anzumelden. Die Stadt erhebt eine Hundesteuer — die Höhe richtet sich nach der aktuellen Hundesteuersatzung der Stadt. Konkrete Beträge nennen wir hier bewusst nicht, da sich Steuersätze ändern: Bitte erfrage die aktuelle Höhe direkt beim Steueramt der Stadt Waren (Müritz).

Die Anmeldepflicht gilt ab dem Zeitpunkt der Aufnahme des Hundes in den Haushalt, in der Regel innerhalb weniger Wochen. Für als gefährlich eingestufte Hunde (sogenannte Listenhunde) können höhere Steuersätze und zusätzliche Auflagen gelten. Eine Nicht-Anmeldung gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

Als Tourist oder Besucher, der nur wenige Tage in Waren verbringt, bist du in der Regel von der lokalen Hundesteuer nicht betroffen — dein Hund ist an deinem Hauptwohnsitz angemeldet. Dennoch solltest du den Hundesteuernachweis oder Impfpass griffbereit haben, falls du danach gefragt wirst.

Hund im öffentlichen Nahverkehr und in der Gastronomie

Waren (Müritz) ist gut mit Bus und Bahn erreichbar — der Bahnhof liegt zentral und wird von der Regionalbahnlinie RostockNeustrelitz angefahren. In Regionalzügen der Deutschen Bahn ist die Mitnahme von Hunden in der Regel gegen ein Zusatzticket erlaubt, kleine Hunde in Transportboxen oft kostenlos. Die genauen Konditionen prüfst du direkt bei der Deutschen Bahn oder dem jeweiligen Verkehrsverbund.

Im lokalen Busverkehr (REGIO-BUS Mecklenburgische Seenplatte) gelten eigene Beförderungsbedingungen für Hunde — üblicherweise ist eine Leine Pflicht und ein kleines Zusatzentgelt fällig. Auch hier gilt: Informier dich beim Verkehrsverbund Mecklenburg-Vorpommern aktuell, da sich Bedingungen ändern können.

Was die Gastronomie betrifft: Viele Cafés und Restaurants in Waren haben Außenbereiche, die hundefreundlich sind — besonders am Hafen und entlang der Promenade. Eine allgemeine Erlaubnis gibt es aber nicht. Frag immer vor dem Hinsetzen, ob dein Hund willkommen ist, und halte ihn im Außenbereich an der Leine. In Innenräume werden Hunde in Deutschland gastronomisch nur dann eingelassen, wenn der Betreiber das ausdrücklich gestattet.

Listenhunde und Entsorgungspflichten in Waren (Müritz)

In Mecklenburg-Vorpommern gilt das Hundegesetz des Landes (HundG M-V), das bestimmte Hunderassen als potenziell gefährlich einstuft. Halter solcher Hunde benötigen einen Sachkundenachweis, eine besondere Erlaubnis und müssen ihren Hund in der Öffentlichkeit grundsätzlich mit Leine und Maulkorb führen. Welche Rassen konkret betroffen sind und welche Ausnahmen es gibt, erfährst du beim zuständigen Ordnungsamt der Stadt oder beim Landesportal Mecklenburg-Vorpommern.

Auch Hunde, die nicht als Listenhunde gelten, aber durch Beißvorfälle auffällig geworden sind, können behördlich als gefährlich eingestuft werden — mit entsprechenden Auflagen. Wenn du einen Hund mit besonderem Profil mitbringst, kläre vor dem Aufenthalt, ob du lokale Auflagen beachten musst.

Die Entsorgungspflicht für Hundekot gilt in Waren selbstverständlich überall im öffentlichen Raum. In der Innenstadt und entlang der Promenade sind Kotbeutelspender und Mülleimer aufgestellt. Im Nationalpark gilt: Hundekot ist auch dort zu entsorgen — bitte trag Beutel immer selbst mit, denn Spender sind auf Naturwegen selten. Wer Hundekot liegenlässt, riskiert ein Bußgeld und belastet das Ökosystem der Schutzgebiete.

Praktisches vor Ort in Waren (Müritz)

Waren (Müritz) wirkt auf den ersten Blick entspannt und kleinstädtisch — doch wer mit Hund hierherkommt, merkt schnell: gute Vorbereitung macht den Unterschied. Vom nächsten Tierarzt bis zur passenden Hundeschule lohnt es sich, die Anlaufstellen schon vor der Anreise zu kennen.

Tierärzte und tierärztlicher Notfalldienst

In Waren (Müritz) gibt es mehrere niedergelassene Tierarztpraxen, die Hunde in der Regelsprechstunde versorgen. Für den Alltag empfiehlt es sich, direkt nach der Ankunft die Adresse und die Öffnungszeiten der nächstgelegenen Praxis zu notieren — gerade wenn du mit dem Hund mehrere Tage bleibst. Notfälle außerhalb der Sprechzeiten werden häufig über einen regionalen Notdienst abgedeckt, den die Tierärztekammer Mecklenburg-Vorpommern koordiniert; die aktuelle Notdienstliste findest du unter tkaemmer-mv.de.

Für schwerwiegendere Fälle ist die nächste tierärztliche Klinik mit Notaufnahme in der Region Neubrandenburg oder Rostock zu finden — die Fahrzeit beträgt je nach Ziel zwischen 45 und 90 Minuten. Plane diese Information gedanklich ein, bevor du mit deinem Hund an den See gehst oder ausgedehnte Wanderungen unternimmst. Ein kleines Erste-Hilfe-Set für Hunde im Rucksack ist hier kein Luxus, sondern sinnvolle Vorsorge. Informiere dich vor Reiseantritt beim Deutschen Tierschutzbund über Grundlagen der Ersten Hilfe beim Tier.

Hundeschulen und Trainingsangebote

Im Raum Waren (Müritz) und dem angrenzenden Müritzgebiet existieren einzelne Hundeschulen und Trainer, die Einzel- und Gruppentraining anbieten. Das Angebot ist überschaubar, was der ländlichen Struktur der Region entspricht — wer regelmäßiges Training sucht, sollte Anbieter vorab kontaktieren und Verfügbarkeit klären. Für Urlaubsgäste kann ein Einzelcoaching vor Ort hilfreich sein, wenn der Hund auf neue Reize wie Wasservögel, Boote oder belebte Uferpromenaden reagiert.

Achte darauf, dass der Trainer eine anerkannte Ausbildung nachweist — in Deutschland gibt es keine gesetzlich einheitlich geregelte Berufsbezeichnung „Hundetrainer". Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) listet Mitgliedsvereine und geprüfte Angebote auf vdh.de. Lokale Vereine rund um Waren können außerdem Übungsgelände und Gemeinschaft bieten — ein Blick auf die Vereinsstruktur der Stadt lohnt sich.

Auslaufflächen und eingezäunte Bereiche

Waren (Müritz) bietet durch seine Lage im Müritz-Nationalpark und die weitläufige Seenlandschaft natürlich viel Raum — doch das ist nicht dasselbe wie ausgewiesene Hundeauslaufflächen. Speziell eingezäunte Hundewiesen im städtischen Sinne sind in Waren nicht flächendeckend vorhanden; prüfe die aktuelle Situation direkt bei der Stadtverwaltung Waren, erreichbar über waren-mueritz.de.

Was die Stadt bietet, sind Grünflächen und Parkbereiche, in denen Hunde unter Aufsicht Bewegung bekommen können — allerdings gelten dort oft Leinenpflichten oder saisonale Einschränkungen. Außerhalb des Stadtgebiets eröffnen sich Felder, Waldwege und Seeufer, wo Hunde je nach Jahreszeit und Zonierung mehr Freiheit genießen können. Informiere dich stets vor Ort über die geltenden Regeln, besonders im und rund um den Nationalpark.

Hundepensionen, Tagesbetreuung und Hundesitter

Wer tagsüber einen Ausflug ohne Hund plant — etwa eine Bootsfahrt auf der Müritz, bei der Hunde nicht immer willkommen sind — braucht eine zuverlässige Betreuungslösung vor Ort. Im Raum Waren gibt es vereinzelte Hundepensionen und Betreuungsangebote; die Kapazitäten sind im Sommer durch den Tourismus schnell ausgelastet, daher empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung bereits vor der Reise.

Alternativ vermitteln Plattformen für Hundesitter auch in ländlichen Regionen Privatpersonen, die stundenweise oder tageweise betreuen. Prüfe in jedem Fall, ob die Betreuungsperson Erfahrung mit deiner Hunderasse und -größe hat. Für längere Aufenthalte bieten manche Ferienhausvermieter in der Region auch Arrangements mit lokalen Betreuern an — frag direkt bei der Unterkunft nach. Eine Notfallkontaktliste mit Tierarzt, Pension und Hundesitter ist besonders im Urlaub Gold wert.


Saisonal in Waren (Müritz)

Die Müritzregion zeigt sich je nach Jahreszeit von einer völlig anderen Seite — und mit ihr ändern sich die Bedingungen für Hunde erheblich. Was im Herbst ein ruhiger Spaziergang ist, kann im Sommer zum überfüllten Uferweg werden. Wer die saisonalen Besonderheiten kennt, kann seinen Hund besser schützen und die schönsten Seiten jeder Jahreszeit genießen.

Frühling: Brut- und Setzzeiten rund um die Müritz

Wenn die Tage länger werden und das Schilf am Müritzufer wieder grün wird, beginnt in der Region eine sensible Phase: Brut- und Setzzeit. Rund um den Müritz-Nationalpark und die zahlreichen Schutzgebiete der Seenplatte gilt in dieser Zeit besondere Vorsicht. Viele Wege und Uferbereiche werden zeitweise gesperrt oder mit verschärfter Leinenpflicht belegt, um Wasservögel, Bodenbrüter und Rehkitze zu schützen.

Gerade Hunde mit ausgeprägtem Jagdtrieb können in der Frühlingslandschaft schnell unkontrolliert auf Wildgeruch reagieren. Halte deinen Hund in Waldrandbereichen und am Schilfsaum unbedingt an der Leine — nicht nur aus gesetzlicher Pflicht, sondern auch weil ein freilaufender Hund in dieser Zeit erheblichen Schaden anrichten kann. Die aktuellen Schutzgebietsregelungen für den Müritz-Nationalpark findest du beim Nationalparkamt Mecklenburgische Seenplatte auf nationalpark-mueritz.de. Plane Spaziergänge früh am Morgen, wenn der Tourismus noch ruhig ist und du deinen Hund besser im Blick behalten kannst.

Sommer: Hitze, Badestellen und Blaualgen

Der Sommer bringt volle Parkplätze, belebte Uferpromenaden und — für viele Hunde — das größte Risiko des Jahres: Überhitzung. Waren (Müritz) ist ein beliebtes Reiseziel, und die Wege rund um den See können an Spitzentagen sehr gut besucht sein. Geh mit deinem Hund früh morgens oder am späten Abend spazieren, wenn der Asphalt und die Sandwege sich abgekühlt haben. Der einfache Test: Kannst du den Handrücken nicht sieben Sekunden auf den Boden halten, ist er zu heiß für Pfoten.

Die Müritz selbst lockt zur Abkühlung — doch hier ist Vorsicht geboten: Blaualgen (Cyanobakterien) können im Hochsommer in flachen, warmen Gewässern auftreten und sind für Hunde hochgiftig. Trinkt ein Hund belastetes Wasser oder leckt sich das Fell nach dem Baden, können schwere Vergiftungen auftreten. Prüfe vor jedem Bad die aktuellen Gewässerqualitätsmeldungen des Landesamts für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern — Warnungen werden dort zeitnah veröffentlicht. Außerdem gilt an vielen offiziellen Badestränden der Müritz für Hunde ein Badeverbot oder eine saisonale Einschränkung; weiche auf ausgewiesene oder abgelegenere Zugangsstellen aus und informiere dich vorab.

Denk an ausreichend frisches Trinkwasser im Gepäck — mindestens einen Liter pro mittlerem Hund pro Stunde bei Hitze. Kurzköpfige Rassen (Bulldoggen, Möpse) und sehr dicke oder dunkle Hunde erhitzen noch schneller und brauchen im Sommer besonders kurze Aktivitätsphasen.

Herbst: Pilze, Jagdsaison und goldene Wege

Der Herbst rund um Waren (Müritz) gehört zu den schönsten Reisezeiten für Hunde und ihre Menschen. Kühlere Temperaturen, weniger Touristen und verfärbte Wälder machen Spaziergänge zu einem echten Erlebnis. Die Wege am Müritzufer und durch die Wälder des Nationalparks sind jetzt deutlich ruhiger — gleichzeitig beginnt in der Region die Jagdsaison.

Von September bis Januar finden in den Wäldern rund um die Müritz regelmäßig Jagden statt. An Jagdtagen können Wege kurzfristig gesperrt oder Schüsse zu hören sein — beides kann Hunde erschrecken und zu unkontrolliertem Flüchten verleiten. Bleib auf markierten Wegen und informiere dich über lokale Jagdzeiten, wenn du abseits befestigter Pfade unterwegs bist. Außerdem: Im Herbst sammeln viele Menschen Pilze — manche Pilzarten sind für Hunde giftig, besonders der Knollenblätterpilz, der in Mecklenburgs Wäldern vorkommt. Lass deinen Hund keine unbekannten Pilze beschnuppern oder fressen und behalte ihn auf unbekanntem Waldgelände an der Leine.

Herbstregen macht Wege am Ufer und im Wald rutschig und morastig — Pfoten nach jedem Spaziergang reinigen und auf Risse oder Verletzungen zwischen den Ballen achten. Ein altes Handtuch im Auto ist im Herbst in der Müritzregion unverzichtbar.

Winter: Kälte, Eis und ruhige Seen

Winter in Waren (Müritz) bedeutet oft: Nebel über dem See, wenige Besucher und eine fast meditative Stille auf den Uferwegen. Für viele Hunde ist das die liebste Jahreszeit — kein Gedränge, kühlere Luft, spannende Gerüche im Schnee. Gleichzeitig bringt der Winter spezifische Risiken, die du kennen solltest.

Wenn die Müritz und kleinere Seen zufrieren, lockt das Eis manche Hunde zum Betreten. Betritt gefrorene Seeflächen nie leichtfertig — und lass deinen Hund dort erst recht nicht frei laufen. Die Eisdicke ist in Mecklenburg-Vorpommern selten gleichmäßig, und ein einbrechender Hund ist schwer zu retten. Halte deinen Hund auf zugefrorenen Gewässern konsequent an der Leine und beachte offizielle Warnhinweise der Gemeinde oder des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte.

Streusalz und Taumittel auf Gehwegen im Stadtgebiet von Waren können Pfoten reizen und beim Ablecken zu Magenbeschwerden führen. Spül die Pfoten nach jedem Stadtspaziergang mit lauwarmem Wasser ab. Pfotenschutzwachs hilft, die Haut widerstandsfähig zu halten — trage es vor dem Spaziergang auf. Kurzhaarige oder sehr kleine Hunde können im Warener Winter einen Hundemantel brauchen, besonders bei Wind vom See. Denk auch daran, dass die Tage kurz sind: Reflexleinen oder ein Leuchtanhänger machen euch bei Dämmerungsspaziergängen für Autos und Radfahrer sichtbar.

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Du kennst Waren (Müritz) besser als wir

Wenn du hier ein Fleckchen mit deinem Hund kennst – einen See, einen Waldweg oder ein hundefreundliches Café: trag es ein. Wir prüfen jeden Tipp und stellen ihn online.

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