Mit dem Hund in Greifswald

Alles für Hundehalter in Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern – Ziele, Regeln und Praktisches vor Ort.

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Hintergrund zur Region

Greifswald liegt im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns, wo die Luft nach Salz und Kiefern riecht und die Wege am Ryck oft leer sind. Die Universitätsstadt mit ihrer backsteingotischen Altstadt und dem weiten Boddenland drum herum ist für Hundehaltende ein Ort, der Raum lässt — Raum zum Schnüffeln, zum Rennen, zum Ankommen. Wer hier lebt oder nur für einen Tag herkommt, merkt schnell: Stadt und Natur sind kaum zehn Minuten voneinander entfernt.

Die Greifswalder Boddenküste gehört zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, und das ist sowohl Versprechen als auch Auftrag. Naturschutz und Hundefreiheit stehen hier in ständigem Dialog. Das bedeutet: Es gibt grandiose Strecken für dich und deinen Hund, aber auch klar abgegrenzte Schutzzonen, in denen du die Leine nie ablegen solltest. Wer sich vorab informiert, erlebt den Norden auf seine schönste Art — mit Hund an der Seite, Wind im Gesicht, Weite vor sich.

Greifswald selbst ist überschaubar, freundlich und universitätsgeprägt. Cafés mit Hund im Außenbereich sind keine Seltenheit, die Parks sind grün und die Wege entlang des Flusses laden zu langen Abendrunden ein. Wer hier mit Hund lebt, schätzt die kurzen Wege in die Natur und die ruhige Atmosphäre, die selbst neugierigen oder empfindlichen Hunden entgegenkommt.

Tagesausflüge mit Hund in Greifswald

Rund um Greifswald öffnet sich eine Landschaft, die Hundenase und Menschenherz gleichermaßen anzieht: Schilf raschelt im Wind, Kraniche ziehen im Herbst über die Felder, und der Horizont reicht weiter, als man es aus der Stadt gewohnt ist. Diese Region belohnt jeden, der früh aufsteht und die Wege kennt.

Ryck und Greifswalder Stadthafen

Der Ryck fließt mitten durch Greifswald und bietet direkt vor der Haustür eine der schönsten Alltagsstrecken für Hund und Halter. Vom Stadthafen aus kannst du dem Fluss flussaufwärts oder -abwärts folgen — die Wege sind breit, meist schotterbelegt und auch nach Regen gut begehbar. Am Hafen selbst herrscht besonders im Sommer Betrieb: Boote schaukeln, Möwen schreien, und dein Hund bekommt jede Menge Reize auf einmal. Prüfe vor Ort, ob Anleinpflicht gilt, denn am Hafenbereich gelten in der Regel strengere Regeln als auf den Feldwegen dahinter.

Flussabwärts führt der Weg in Richtung Wiek und weiter zur Boddenküste. Diese Strecke ist auch für weniger geübte Hunde geeignet, weil das Gelände flach bleibt und kaum Straßenverkehr kreuzt. Im Frühling blühen die Wiesen am Ryck-Ufer, im Sommer liegt der Fluß ruhig und seicht — manche flachen Stellen laden zum Hineinstapfen ein, obwohl du die Wasserqualität vorab prüfen solltest. Der Stadthafen Greifswald ist auch ein guter Ausgangspunkt für längere Touren ins Umland.

Eldena und das Klostergelände

Die Ruine des Klosters Eldena, östlich des Stadtzentrums gelegen, ist eines der bekanntesten Motive Greifswalds — Caspar David Friedrich hat sie mehrfach gemalt. Das umliegende Gebiet ist weitläufig grün, und der Weg vom Stadtzentrum nach Eldena führt durch ruhige Wohngebiete und entlang von Wiesen. Hunde reagieren auf diesen Wegen oft entspannt, weil der Autoverkehr nachlässt und die Gehwege breiter werden.

Rund um die Klosterruine selbst gilt es, die aktuellen Zugangsbedingungen zu prüfen — ob Hunde auf das Gelände mitgenommen werden dürfen und ob Anleinpflicht besteht, regelt das zuständige Amt. Der angrenzende Eldena-Park und die Wege in Richtung Greifswalder Bodden sind deutlich großzügiger und bieten genug Platz, um auch größeren Hunden Auslauf zu gönnen. Die Kombination aus Kulturerbe und Naturweg macht diesen Ausflug besonders für Ersttagesbesucher interessant.

Greifswalder Bodden und Küstenstreifen

Der Greifswalder Bodden ist das seichte Küstengewässer zwischen dem Festland und den Inseln Rügen und Usedom. Die Uferwege östlich und westlich der Stadt führen durch Schilf, über Deiche und an stillen Buchten vorbei — eine Landschaft, die in ihrer Weite und Stille kaum zu überbieten ist. Für Hunde ist das Geruchsangebot enorm: Wasservögel, Seegras, salzhaltiger Wind.

Wichtig: Große Teile der Küste gehören zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft oder zu angrenzenden Naturschutzgebieten. Dort gilt in vielen Abschnitten ganzjährige oder saisonale Anleinpflicht, teilweise ist das Betreten mit Hunden gänzlich untersagt. Informiere dich unbedingt vor dem Ausflug auf der Seite des Nationalparkamtes unter nationalpark-boddenlandschaft.de, welche Abschnitte du mit Hund betreten darfst und wo du die Leine nicht abnehmen solltest. So schützt du Brut- und Rastvögel und vermeidest Bußgelder.

Insel Usedom — Tagesausflug über den Peenestrom

Von Greifswald ist die Insel Usedom in etwa 30 bis 40 Minuten mit dem Auto oder dem Zug erreichbar — ein Ausflugsziel, das mit Hund sehr lohnenswert ist, wenn man die richtigen Strandabschnitte kennt. Usedom hat mehrere Strände, die außerhalb der Badesaison oder in bestimmten Abschnitten für Hunde freigegeben sind. Prüfe die aktuellen Strandzulassungen auf der offiziellen Tourismusseite des Landes Mecklenburg-Vorpommern unter auf-nach-mv.de, da sie sich saisonal ändern.

Die Heringsdorfer und Ahlbecker Promenade eignen sich außerhalb der Hochsaison gut für Spaziergänge, viele Strandkörbe-Vermieter erlauben Hunde im Schulterbereich. Im Hinterland der Insel findest du ruhige Waldwege und Felder, die deutlich weniger besucht sind als die Küstenpromenade. Denk daran, ausreichend Wasser mitzunehmen — Trinkwasserstellen sind an der Küste nicht immer in Griffnähe.

Hund und lokale Regeln in Greifswald

Die Ostseeluft macht entspannt — aber die Regeln für Hunde in Greifswald sind es nicht immer. Wer hier lebt oder zu Besuch ist, tut gut daran, sich einmal die Zeit zu nehmen und die städtischen und überregionalen Vorschriften zu lesen. Das schützt vor Überraschungen und sorgt dafür, dass das Miteinander zwischen Hundehaltenden und anderen Stadtbewohnern reibungslos funktioniert.

Anleinpflicht in Greifswald

In Greifswald gilt in vielen öffentlichen Bereichen eine Anleinpflicht. Das betrifft in der Regel Parks, Grünanlagen, belebte Fußgängerzonen und Spielplatzumgebungen. Welche Gebiete konkret ausgenommen sind und wo dein Hund frei laufen darf, regelt die Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Greifswald beziehungsweise die zuständige Satzung. Informiere dich direkt beim Ordnungsamt der Hansestadt Greifswald oder auf der offiziellen Stadtwebsite unter greifswald.de über die aktuell geltenden Regelungen.

Zusätzlich zur städtischen Regelung kommen im Nationalpark und in Naturschutzgebieten rund um den Bodden noch strengere Vorschriften hinzu. Dort gilt häufig ganzjährige Leinenpflicht, unabhängig davon, wie gut erzogen dein Hund ist. Schild-Hinweise vor Ort sind verbindlich — ignoriere sie nicht, auch wenn die Gegend menschenleer wirkt.

Anmeldung und Hundeabgabe

In Deutschland besteht grundsätzlich eine Meldepflicht für Hunde bei der zuständigen Gemeinde. Auch in Greifswald musst du deinen Hund beim Ordnungsamt anmelden und erhältst im Gegenzug eine Hundemarke, die dein Tier im öffentlichen Raum immer tragen sollte. Die Anmeldung ist in der Regel unkompliziert und persönlich oder schriftlich möglich.

Die Stadt Greifswald erhebt eine jährliche Hundesteuer — die genaue Höhe und mögliche Staffelungen für Zweit- oder Kampfhunde regelt die Hundesteuersatzung der Hansestadt. Erfrage die aktuellen Beträge direkt beim Ordnungsamt, da Satzungen regelmäßig angepasst werden. Wer seinen Hund nicht meldet, riskiert ein Bußgeld, das deutlich höher ausfällt als die Steuer selbst.

Hunde im öffentlichen Nahverkehr und in der Gastronomie

Im öffentlichen Nahverkehr in Greifswald — also in den Stadtbussen — gelten die Beförderungsbedingungen des jeweiligen Verkehrsunternehmens. Kleine Hunde in einer geschlossenen Transporttasche sind meist kostenfrei oder gegen ein geringes Entgelt mitnehmbar. Größere Hunde können mitfahren, benötigen aber in der Regel einen eigenen Fahrschein und müssen angeleint sein. Prüfe die aktuellen Beförderungsbedingungen beim Verkehrsunternehmen direkt, da sie sich ändern können.

In der Gastronomie Greifswalds sind Hunde in vielen Cafés und Restaurants im Außenbereich willkommen — besonders im Sommer, wenn die Terrassen geöffnet sind. Ob ein Hund auch ins Innere darf, entscheidet der Betrieb selbst. Frag im Zweifel kurz nach, bevor du dich mit deinem Hund an einen Innentisch setzt. Einige Lokale in der Altstadt und am Marktplatz haben in dieser Hinsicht eine hundefreundliche Praxis — verlasse dich aber nicht auf Berichte von anderen, sondern erkunde es selbst.

Listenhunde und Kotentsorgung

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat im Hundegesetz bestimmte Hunderassen als besonders gefährlich oder als sogenannte Listenhunde eingestuft. Für diese Rassen gelten verschärfte Auflagen — unter anderem Leinenpflicht und Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum, teils ein Haltungsverbot oder ein Erlaubnisvorbehalt. Die genaue Rassenliste und die zugehörigen Auflagen findest du beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Vorpommern-Greifswald oder beim zuständigen Landesministerium. Informiere dich vor der Anschaffung oder vor einem Umzug nach Greifswald verbindlich über die geltende Rechtslage.

Zur Kotentsorgung: In Greifswald sind an belebten Wegen und in Parks Hundetoilettenbeutelspender und Abfallbehälter aufgestellt — nutze sie konsequent. Das Liegenlassen von Hundekot auf öffentlichen Flächen ist ordnungswidrig und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Trag im Zweifel eigene Beutel bei dir, denn die städtischen Spender sind nicht überall und nicht immer befüllt. Ein gut ausgebildeter, sozialverträglicher Hund und ein verantwortungsvoller Halter sind das beste Argument dafür, dass Hunde in der Stadt weiterhin willkommen bleiben.

Praktisches vor Ort in Greifswald

Greifswald ist eine Universitätsstadt mit überschaubarer Größe — das macht es leichter, sich zurechtzufinden. Wer mit Hund hier lebt oder zu Besuch ist, profitiert von kurzen Wegen zwischen Tierarztpraxis, Auslaufzone und Hundefachhandel. Trotzdem lohnt es sich, ein paar Adressen und Anlaufstellen im Voraus zu kennen.

Tierärzte und Notfallversorgung in Greifswald

In Greifswald gibt es mehrere niedergelassene Tierarztpraxen, die Hunde routinemäßig versorgen. Für reguläre Vorsorge, Impfungen und kleinere Behandlungen findest du Praxen im Stadtgebiet — ein kurzer Blick in aktuelle Verzeichnisse lohnt sich, da sich Öffnungszeiten ändern können. Besonders wertvoll für die Region ist die Klinik für Kleintiere der Universität Greifswald: Sie ist Teil des Universitätsklinikums und bietet spezialisierte tiermedizinische Versorgung auf hohem Niveau. Für echte Notfälle außerhalb der regulären Sprechzeiten empfiehlt es sich, vorab die tierärztliche Notfallnummer zu notieren — frage bei deiner Hausarztpraxis nach dem aktuellen Notfalldienst oder prüfe die Bekanntmachungen der Tierärztekammer Mecklenburg-Vorpommern.

  • Mehrere Kleintierpraxen im Stadtgebiet versorgen Hunde regulär
  • Universitäre Kleintierklinik für komplexe Fälle und Spezialbehandlungen
  • Notfalldienst: aktuell über die Tierärztekammer MV erfragen
  • Apotheken mit Tierarzneimitteln in der Innenstadt vorhanden

Wenn du aus einer anderen Region anreist, nimm den Impfpass und die Krankenakte deines Hundes mit. Im Notfall spart das wertvolle Zeit. Halte außerdem die Nummer einer Tierklinik in Rostock oder Stralsund bereit — beide Städte sind in etwa 30 bis 45 Minuten erreichbar und verfügen über größere Tierkliniken mit Notfallkapazitäten.

Hundeschulen und Trainingsangebote

Wer mit einem Welpen oder einem neuen Hund in Greifswald startet, findet in der Region mehrere Hundeschulen und Trainingsgruppen. Das Angebot reicht von Welpenkursen über Gehorsamkeitstraining bis hin zu speziellen Kursen für reaktive Hunde. Einige Anbieter arbeiten auf dem Hundesportplatz am Stadtrand, andere bieten mobiles Training oder Einzelstunden an. Lies Bewertungen sorgfältig und achte auf die Qualifikation der Trainer — ein seriöser Anbieter nennt transparent seine Ausbildung und arbeitet ohne Zwangsmittel.

In Greifswald und Umgebung sind auch Hundesportvereine aktiv, die Agility, Fährtenarbeit oder Obedience trainieren. Solche Vereine bieten oft günstigen Einstieg und regelmäßigen Kontakt mit anderen Hundehaltern — ein echter Vorteil, wenn du neu in der Stadt bist. Erkundige dich direkt vor Ort oder über Greifswalder Stadtforen und Aushänge in Tierarztpraxen nach aktuellen Gruppen. Kursprogramme ändern sich saisonal, daher lohnt die direkte Nachfrage.

Auslaufzonen und eingezäunte Flächen

Greifswald verfügt über einige ausgewiesene Hundeauslaufgebiete, in denen Hunde legal ohne Leine laufen dürfen. Die genauen Standorte und Grenzen dieser Flächen legt die Stadt fest — prüfe die aktuelle Kartierung auf der offiziellen Website der Hansestadt Greifswald, da sich Ausweisungen ändern können. Besonders beliebt bei Hundehaltern sind Bereiche rund um den Stadtforst und die Grünzüge entlang der Ryck. Hier gibt es Platz für freies Rennen, sofern die Leinenpflicht nicht gilt und die Fläche entsprechend ausgewiesen ist.

Eingezäunte Hundewiesen, wie man sie aus Großstädten kennt, sind in Greifswald noch nicht flächendeckend vorhanden. Das bedeutet: Du bist als Halter besonders gefragt, deinen Hund zuverlässig abzurufen, sobald andere Erholungssuchende, Radfahrer oder spielende Kinder in der Nähe sind. Respektvoller Umgang mit dem Raum sichert langfristig den Zugang zu Freiflächen für alle Hundehaltenden. Nimm immer Kotbeutel mit und nutze die aufgestellten Entsorgungsbehälter — sie stehen an mehreren Punkten im Stadtgebiet.

Hundebetreuung, Pensionen und Tagesbetreuung

Wer seinen Hund während eines Arbeits- oder Urlaubstags in gute Hände geben möchte, findet in und um Greifswald verschiedene Optionen. Es gibt private Hundesitter, Tagesbetreuer und Hundepensionen im Stadtgebiet und in den umliegenden Dörfern. Gerade auf dem Land rund um Greifswald — in Richtung Usedom oder Rügen — bieten Höfe und Privatleute Pensionsplätze mit viel Auslauf an. Das ist ideal für Hunde, die ungern allein sind.

Für die Suche nach Betreuung lohnt es sich, frühzeitig anzufragen — gute Plätze sind besonders in der Sommersaison schnell vergeben, wenn viele Touristen in die Ostseeregion reisen. Achte bei der Auswahl auf klare Absprachen zu Gruppengrößen, Impfstatus der anderen Hunde und Auslaufmöglichkeiten. Ein kurzes Kennenlernen vor der eigentlichen Betreuung ist ein gutes Zeichen für Seriosität. Online-Plattformen für Tiersitting können einen ersten Überblick geben, ersetzen aber nicht das persönliche Gespräch.

  • Private Hundesitter und Tagesbetreuer im Stadtgebiet
  • Pensionen auf dem Land rund um Greifswald mit großem Auslauf
  • Früh buchen — Sommerhochs​aison führt zu Engpässen
  • Kennenlerngespräch vor Betreuungsbeginn empfehlenswert

Saisonal in Greifswald

Die Ostseeküste hat ein eigenes Klima: Die Sommer sind kurz und intensiv, der Winter lang und oft grau. Für Hundehalter bedeutet das, das ganze Jahr über wachsam zu sein — nicht nur gegenüber dem Wetter, sondern auch gegenüber wechselnden Regeln, Naturschutzzeiten und besonderen Risiken je nach Jahreszeit.

Frühling: Brut- und Setzzeit in der Greifswalder Region

Ab März erwacht die Natur rund um Greifswald — und damit beginnt eine sensible Phase für Wildtiere. Im Greifswalder Bodden, in den Röhrichtzonen und auf den Wiesen der Umgebung brüten Vögel und setzen Rehe ihre Kitze. Viele dieser Flächen unterliegen in der Brut- und Setzzeit erhöhten Schutzauflagen, die das Verlassen von Wegen verbieten oder Hunde an die Leine binden. Prüfe vor Ausflügen in die Boddenlandschaft oder den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft die aktuellen Hinweise beim Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft.

Frühling bedeutet außerdem: Der Boden ist oft noch nass und aufgeweicht. Wege durch Wälder oder entlang der Ryck können schlammig und schwer passierbar sein. Das ist kein Problem für einen robusten Hund, aber achte darauf, dass dein Tier nach dem Ausflug gründlich abgetrocknet und kontrolliert wird — feuchtes Fell und Dreck in Ohren oder Pfoten können schnell zu Entzündungen führen. Die Zeckensaison beginnt in der Region bereits im frühen Frühling, sobald die Temperaturen über 8 Grad steigen.

  • Brutzeit von Wasservögeln am Bodden: ab März beachten
  • Rehkitze liegen ab Mai in hohem Gras — Hund an der Leine halten
  • Wege prüfen: viele Trampelpfade sind nach Frost und Regen aufgeweicht
  • Zeckenschutz ab März vorbereiten und regelmäßig absuchen

Sommer: Hitze, Ostsee und volles Greifswald

Der Sommer bringt in Greifswald viele Touristen — und damit volle Strände, lebhafte Innenstadt und mehr Verkehr. Für Hunde bedeutet das: Stressfaktoren steigen, vor allem in der Innenstadt rund um den Marktplatz und in Hafennähe. Plane Ausflüge in die frühen Morgenstunden oder den späten Abend — dann ist es kühler, ruhiger und angenehmer für deinen Hund.

An den Stränden rund um Greifswald, etwa bei Wieck oder am Eldena-Ufer, variieren die Regelungen für Hunde je nach Abschnitt und Saison stark. Einige Strandabschnitte sind für Hunde saisonal gesperrt oder nur außerhalb bestimmter Zeiten zugänglich. Kläre die aktuellen Regeln vor Ort — Hinweisschilder am Strandeingang geben Auskunft. Erlaubte Bereiche bieten teils echten Badespaß für den Hund, aber achte auf die Wasserqualität: Blaualgenblüten kommen an der Ostseeküste im Hochsommer vor und sind für Hunde gefährlich. Informiere dich über aktuelle Meldungen beim Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern.

Hitze ist an der Küste oft unterschätzt, weil die Brise angenehm wirkt. Trotzdem können Hunde bei direkter Sonneneinstrahlung und Temperaturen über 25 Grad schnell überhitzen. Trage immer ausreichend Wasser mit, vermeide asphaltierte Flächen zur Mittagszeit und achte auf Zeichen von Hitzestress: starkes Hecheln, Stolpern, Apathie. Suche im Zweifel sofort einen kühlen Schattenplatz auf und kühle den Hund mit lauwarmem Wasser.

Herbst: Ruhige Wege und Pilzsaison

Der Herbst gehört für viele Hundehaltende zu den schönsten Jahreszeiten rund um Greifswald. Die Touristenmassen sind abgereist, die Wälder färben sich, und die Wege durch den Stadtforst und die Eldena-Ruinen sind wieder ruhig. Laubdecken und kühle Luft machen Spaziergänge für Hunde besonders angenehm — viele Tiere laufen im Herbst deutlich lebhafter als im Hochsommer.

Gleichzeitig bringt der Herbst Risiken: Die Pilzsaison ist in der Region aktiv, und viele Pilze, die für Menschen genießbar sind, sind für Hunde giftig — etwa der Knollenblätterpilz, der in der Greifswalder Umgebung vorkommt. Achte darauf, dass dein Hund keine Pilze frisst oder beschnuppert und dann daran leckt. Im Zweifel lieber an der Leine führen, wenn du durch Waldstücke mit dichtem Unterholz gehst. Auch Eicheln solltest du im Blick behalten — sie können in größeren Mengen zu Verdauungsstörungen führen.

Der Herbst ist außerdem Jagdzeit. Rund um Greifswald gibt es aktive Jagdreviere — an Wochenenden kann das Schiessen aus dem Wald hörbar sein, was manche Hunde erschreckt. Prüfe lokale Hinweisschilder auf Waldwegen, die auf aktive Jagd hinweisen, und meide diese Bereiche zu entsprechenden Zeiten. Halte deinen Hund in jagdaktiven Gebieten sicherheitshalber an der Leine.

  • Pilze meiden: Hund nicht in Laubschichten wühlen lassen, ohne aufzupassen
  • Eicheln: in größeren Mengen schädlich, Aufnahme verhindern
  • Jagdsaison: auf Hinweisschilder achten, Leine anlegen
  • Zeckenkontrolle bleibt bis in den Spätherbst wichtig

Winter: Kälte, Sturm und Streusalz an der Ostsee

Winter an der Ostsee ist ein eigenes Erlebnis — rau, oft stürmisch, mit langen Nächten und kurzen Tagen. Für Hunde ist das kein Problem, solange du gut ausgerüstet bist. Kurzhaarige Rassen oder kleine Hunde können bei starkem Wind und Temperaturen unter null schnell auskühlen: Ein gut sitzender Mantel ist dann keine Modeaussage, sondern sinnvoller Schutz. Achte auf Pfoten, die bei Kälte besonders empfindlich reagieren können.

In Greifswald werden Gehwege und Straßen im Winter mit Streusalz oder Splitt bestreut. Streusalz reizt die Pfotenhaut und kann bei empfindlichen Hunden zu Entzündungen führen. Wasche die Pfoten nach Stadtspaziergängen in der Winterzeit mit lauwarmem Wasser ab. Pfotenwachs bietet zusätzlichen Schutz und beugt Rissen in der Haut vor. Schutzschuhe werden von manchen Hunden toleriert — probiere es frühzeitig aus, damit dein Hund sich daran gewöhnt.

Die kurzen Wintertage bedeuten: Viele Spaziergänge finden in der Dämmerung oder Dunkelheit statt. Mach dich und deinen Hund sichtbar — ein Leuchtanhänger am Halsband oder eine reflektierende Leine sind preiswerte und wirksame Maßnahmen. Gerade an der Ryck oder auf den Feldwegen rund um Greifswald kann es nachts sehr dunkel sein. Eine Stirnlampe ist kein Überangebot, sondern praktischer Alltag.

  • Pfoten nach Stadtspaziergängen von Streusalz befreien
  • Pfotenwachs schützt vor Kälte und Rissen
  • Reflektierendes Zubehör für Dämmerungsspaziergänge nutzen
  • Kurzhaarige Hunde bei Frost und Wind mit Mantel ausstatten

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