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Taunusstein

Taunusstein liegt im Herzen des Rheingau-Taunus-Kreises, eingebettet zwischen bewaldeten Höhenzügen und sanften Tälern des südlichen Taunus. Die Stadt vereint mehrere Stadtteile — von Bleidenstadt über Wehen bis Neuhof…

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Hintergrund zur Region

Taunusstein liegt im Herzen des Rheingau-Taunus-Kreises, eingebettet zwischen bewaldeten Höhenzügen und sanften Tälern des südlichen Taunus. Die Stadt vereint mehrere Stadtteile — von Bleidenstadt über Wehen bis Neuhof — und bietet Hundehaltern damit eine überraschend vielseitige Kulisse direkt vor der Haustür. Wer morgens die Leine greift, hat die Wahl zwischen schattigen Waldpfaden, offenen Wiesenstreifen und ruhigen Ortsrandlagen, an denen die Natur unvermittelt beginnt.

Der Taunus ist kein gewöhnliches Mittelgebirge — er riecht nach Harz und feuchtem Laub, seine Wege wechseln ständig zwischen Wurzelpfad und Forststraße, und an klaren Tagen reicht der Blick weit über den Rhein bis ins Rheinhessische. Für Hunde bedeutet das: abwechslungsreiche Geruchslandschaften, unterschiedliche Untergründe, Begegnungen mit Reh und Wildschwein. Für Haltende bedeutet es: Aufmerksamkeit und gute Vorbereitung zahlen sich aus.

Taunusstein selbst ist keine Tourismusstadt mit Hochglanz-Infrastruktur — und das ist ein Vorteil. Die Wege sind überschaubar, die Orte ruhig, und du begegnest hier eher Einheimischen beim Morgenspaziergang als Besuchergruppen. Alltag mit Hund funktioniert in Taunusstein gut, wenn du die lokalen Spielregeln kennst und die Saison im Blick behältst.

Tagesausflüge mit Hund in Taunusstein

Raus aus der Tür, Wald in Sichtweite — in Taunusstein ist der nächste Ausflug selten weit. Die Stadt grenzt unmittelbar an ausgedehnte Forstwege und Wanderpfade des Taunus, und das Umland hält für jeden Bewegungsbedarf die passende Route bereit. Ob kurze Runde am Nachmittag oder ganztägige Tour mit Rast — der Rheingau-Taunus bietet beides.

Der Taunuswald rund um Wehen und Bleidenstadt

Direkt an den Ortsrändern von Wehen und Bleidenstadt beginnt der Taunuswald — ohne großen Anfahrtsweg, ohne Parkplatzsuche. Die Forstwege sind breit genug für entspanntes Nebeneinanderlaufen, gleichzeitig zweigen schmale Pfade in ruhigere Bereiche ab. Besonders morgendliche Runden sind hier reizvoll: Der Wald ist still, der Boden federt unter den Pfoten, und der Hund kann nach Herzlust schnüffeln. Achte darauf, dass du in Bereichen mit Wildwechsel die Leine parat hast — im Taunus ist Begegnungen mit Reh und Wildschwein jederzeit möglich.

Die Wegstrecken lassen sich individuell verlängern oder verkürzen, weil das Wegenetz gut vernetzt ist. Viele Wege sind durch den Taunus-Klub ausgeschildert und auch ohne Karten-App gut begehbar. Für den Einstieg empfiehlt sich der Waldrand westlich von Bleidenstadt, wo ein breiter Forstweg direkt aus dem Ort herausführt. Trinkwasser aus natürlichen Quellen solltest du für deinen Hund nicht unkritisch nutzen — bring lieber eine eigene Flasche mit.

Aar-Tal und Aarbach: Wasser für warme Tage

Die Aar fließt durch das gleichnamige Tal und bietet einen willkommenen Kontrast zu den Höhenlagen des Taunus. Das Aar-Tal ist Teil der Wanderregion rund um Taunusstein und verbindet verschiedene Ortschaften auf naturnahen Wegen entlang des Bachufers. An ruhigen Abschnitten können Hunde ins flache Wasser waten — besonders im Sommer eine willkommene Abkühlung. Prüfe vor Ort, ob Bereiche abgesperrt oder durch Schilder eingeschränkt sind, da sich das je nach Jahreszeit und Abschnitt ändern kann.

Das Tal ist hügelig genug, um interessant zu bleiben, aber nicht so steil, dass es anstrengend wird. Ruhige Tageszeiten — früh morgens oder am frühen Abend — sind ideal, weil das Tal dann wenig frequentiert ist. Wer die Strecke verlängern will, kann über Aarbergen oder Bad Schwalbach weiter wandern und das Aar-Tal mit einem Abschnitt des Aar-Radwegs kombinieren. Halte deinen Hund in der Nähe, wenn ihr an landwirtschaftlichen Flächen entlanggeht — Weidetiere stehen hier regelmäßig auf angrenzenden Wiesen.

Hohenstein und die Felsenregion im nördlichen Taunus

Etwa eine kurze Fahrt von Taunusstein entfernt liegt der Hohenstein — eine markante Felsformation im Naturpark Rhein-Taunus, die zu den bekanntesten Ausflugszielen der Region gehört. Die bizarre Grauwacke-Landschaft rund um die Felsen bietet Hunden und Haltern gleichermaßen viel: unebenes Gelände, natürliche Gerüche, lange Sichtachsen. Der Aufstieg zur Felsgruppe ist moderat und auch für Hunde gut machbar, solange sie trittsicher sind. Informiere dich vorab über mögliche Leinenpflicht-Zonen im Naturpark — entsprechende Hinweisschilder vor Ort geben verbindliche Auskunft.

Rund um den Hohenstein gibt es ein gut ausgebautes Wegenetz, das Rundwanderungen in verschiedenen Längen erlaubt. Die Region ist bei Wanderern beliebt, weshalb du an Wochenenden mit mehr Begegnungen — auch mit anderen Hunden — rechnen solltest. Gastronomie ist in der unmittelbaren Umgebung begrenzt; pack für längere Touren ausreichend Wasser und Snacks ein. Mehr Informationen zum Naturpark findest du auf der offiziellen Seite des Naturpark Rhein-Taunus.

Rheingau-Taunus: Weinberge, Höhenlagen und Ausblicke

Wer von Taunusstein aus Richtung Süden aufbricht, erreicht schnell die Weinberglagen des Rheingaus — offene, terrassierte Hänge mit weitem Blick auf den Rhein und die gegenüberliegenden Hügel. Diese Landschaft ist schön, aber mit Hund an bestimmten Abschnitten eingeschränkt: Weinberge sind landwirtschaftliche Nutzflächen, und in der Vegetationsperiode gelten oft strikte Betretungsregelungen. Bleibe auf ausgewiesenen Wegen und halte deinen Hund angeleinzt, wenn du durch Rebflächen gehst.

Besonders attraktiv für Ausflüge mit Hund sind die Höhenwege zwischen Taunusstein und dem Rheingauer Wald, etwa entlang des Rheingauer Riesling-Pfads auf den oberen Abschnitten. Dort wechseln sich Waldpassagen mit offenen Kuppen ab, die Weitblicke ohne Weingut-Einschränkungen bieten. Informationen zu Wanderwegen und Schutzgebieten in der Region gibt der Rheingau-Taunus-Kreis auf seiner Website. Plane Trinkwasserstellen ein — auf den Höhenlagen des Taunus sind Quellen und Bäche nicht so häufig wie tiefer im Tal.

Hund und lokale Regeln in Taunusstein

Regeln mögen bürokratisch klingen, aber in der Praxis entscheiden sie darüber, ob ein Ausflug entspannt endet oder mit einer Geldbuße. In Taunusstein gelten — wie überall in Hessen — ein Mix aus kommunalen Satzungen, Landesrecht und naturschutzrechtlichen Vorgaben. Wer die Grundlinien kennt, kann sich entspannt bewegen.

Leinenpflicht in Taunusstein und im Taunus

Eine allgemeine, ganzjährige Leinenpflicht für alle öffentlichen Flächen in Taunusstein gibt es nach aktuellem Stand nicht — aber das bedeutet nicht, dass Hunde überall frei laufen dürfen. Die Stadt Taunusstein und der Rheingau-Taunus-Kreis können für bestimmte Bereiche — Spielplätze, Parkanlagen, Friedhöfe, öffentliche Veranstaltungen — eine Anleinpflicht anordnen. Halte dich an Beschilderungen vor Ort und prüfe die jeweils gültige Regelung bei der Stadt Taunusstein.

Im Wald und in Naturschutzgebieten gilt in Hessen nach dem Hessischen Forstgesetz eine Leinenpflicht in der Brut- und Setzzeit (in der Regel 1. April bis 15. Juli). Außerhalb dieser Zeit ist das Führen ohne Leine in vielen Waldbereichen erlaubt, sofern keine speziellen Schutzgebietsverordnungen etwas anderes bestimmen. Im Naturpark Rhein-Taunus können eigene Regelungen gelten — informiere dich dort direkt über aktuelle Einschränkungen. Ein Hund unter Kontrolle und mit verlässlichem Rückruf ist unabhängig von Pflichten immer die beste Grundlage.

Anmeldung und Hundesteuer in Taunusstein

Wer in Taunusstein seinen Hauptwohnsitz hat und einen Hund hält, ist verpflichtet, das Tier bei der Stadtverwaltung anzumelden. Die Anmeldung muss in der Regel innerhalb weniger Wochen nach Aufnahme des Hundes erfolgen. Im Gegenzug erhältst du die Hundesteuernummer und — in den meisten Fällen — eine Steuermarke, die der Hund trägt.

Die Hundesteuer ist eine kommunale Abgabe, deren Höhe die Stadt Taunusstein in ihrer Steuersatzung festlegt. Konkrete Beträge nenne ich hier bewusst nicht, da sich Satzungen ändern können — die verbindliche Auskunft erhältst du direkt bei der Stadtverwaltung Taunusstein. Befreiungen oder Ermäßigungen — etwa für Rettungshunde, Blindenführhunde oder Tiere aus dem Tierschutz — sind häufig möglich, aber an Nachweise geknüpft. Frage bei der Anmeldung gezielt danach.

Öffentlicher Nahverkehr und Gastronomie mit Hund

Taunusstein ist an das Netz des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) angebunden. Im RMV gilt: Kleine Hunde in geschlossenen Transportbehältern sind in der Regel ohne Aufpreis mitnahmefähig; für größere Hunde wird üblicherweise ein ermäßigtes Ticket benötigt. Die genauen Konditionen können sich ändern — prüfe die jeweils aktuelle Beförderungsordnung des RMV vor der Fahrt.

In der Gastronomie gibt es keine gesetzliche Pflicht, Hunde zuzulassen. Die Entscheidung liegt beim jeweiligen Betrieb. In der Praxis sind Hunde auf Terrassen und in Biergärten häufig willkommen, in Innenräumen seltener. Ein kurzes Nachfragen am Eingang vermeidet Missverständnisse. Für lange Touren im Taunus empfiehlt sich ohnehin, Wasser und Snacks für den Hund selbst mitzubringen, da hundefreundliche Einkehrmöglichkeiten auf den Höhenlagen rar sind.

Listenhunde, Entsorgung und weitere Pflichten

Das Land Hessen regelt den Umgang mit als gefährlich eingestuften Hunden im Hessischen Hundegesetz (HHundG). Dort sind sowohl rassebezogene Regelungen (sogenannte Listenhunde) als auch verhaltensbasierte Einstufungen festgelegt. Für bestimmte Rassen gelten verschärfte Haltevoraussetzungen: Sachkundenachweis, Haftpflichtversicherung, Leinenpflicht und Maulkorbpflicht in der Öffentlichkeit können vorgeschrieben sein. Die verbindliche und aktuelle Fassung des Gesetzes findest du beim Hessischen Landesportal.

Zur Entsorgung von Hundekot gilt in Taunusstein — wie bundesweit üblich — die Pflicht, Hinterlassenschaften deines Hundes unverzüglich zu beseitigen. Kotbeutel-Spender sind an manchen Standorten im Stadtgebiet aufgestellt, aber nicht flächendeckend vorhanden. Nimm eigene Beutel mit — das ist nicht nur Pflicht, sondern ein einfaches Mittel, um das Miteinander von Hundehaltern und anderen Erholungssuchenden zu verbessern. Für Nachzügler: Das Liegenlassen von Hundekot kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden, die Höhe des Bußgelds richtet sich nach der örtlichen Bußgeldordnung.

Praktisches vor Ort in Taunusstein

Wer mit Hund in Taunusstein lebt oder zu Besuch ist, braucht verlässliche Adressen — für den Alltag, den Notfall und die Betreuung zwischendurch. Die Stadt liegt mitten im Rheingau-Taunus-Kreis und ist gut an Wiesbaden angebunden, was die Versorgung erleichtert.

Tierärzte und Notfallversorgung in Taunusstein

In Taunusstein selbst gibt es niedergelassene Tierarztpraxen in verschiedenen Stadtteilen — prüfe die aktuellen Öffnungszeiten direkt beim jeweiligen Anbieter, da sich Sprechzeiten kurzfristig ändern können. Für tierärztliche Notfälle außerhalb der regulären Zeiten ist Wiesbaden die nächste große Anlaufstelle: Dort arbeiten mehrere Kliniken und Notdienstpraxen rund um die Uhr. Die Tierärztekammer Hessen veröffentlicht unter tieraerztekammer-hessen.de den aktuellen Notdienstplan für deine Region — das ist die zuverlässigste Quelle, besonders am Wochenende oder an Feiertagen. Speichere die Nummer deiner Praxis und den Notdienst schon vor dem Ausflug im Handy — das spart im Ernstfall wertvolle Minuten.

Für Vergiftungsverdacht ist die Tierärztliche Hochschule Hannover mit ihrer Toxikologischen Auskunft eine bundesweit erreichbare Anlaufstelle. Wer regelmäßig im Taunus unterwegs ist, sollte außerdem wissen, dass Zeckenstiche und Wunden von Wildschweinkontakt in dieser Region vorkommen können — lass deinen Hund nach jedem Waldgang gründlich absuchen.

Hundeschulen und Trainingsangebote rund um Taunusstein

Im Raum Taunusstein und dem angrenzenden Rheingau-Taunus-Kreis gibt es verschiedene Hundeschulen und Trainingsanbieter, von der klassischen Welpengruppe bis zu speziellen Kursen für ältere Hunde oder Hunde mit Verhaltensauffälligkeiten. Frag beim örtlichen Ordnungsamt oder der Gemeindeverwaltung nach, ob für deinen Hund eine Sachkundenachweis-Pflicht besteht — das hängt in Hessen von Rasse und Haltungsform ab. Einige Anbieter kooperieren direkt mit dem Rheingau-Taunus-Kreis und sind über die Kreiswebsite zu finden: rheingau-taunus.de. Schaue dort unter dem Bereich Tierhaltung oder frage direkt beim Veterinäramt nach empfohlenen Trainingseinrichtungen.

Gutes Training zahlt sich gerade in Taunusstein aus, weil die Wege im Taunus stark frequentiert sind — Jogger, Radfahrer, Reiter und Familien teilen sich das Gelände. Ein zuverlässiger Rückruf ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein echtes Sicherheitsmerkmal. Auch für Hunde, die neu aus dem Ausland kommen oder aus einem Tierheim übernommen wurden, lohnt sich ein strukturierter Einstieg bei einer lokalen Hundeschule.

Auslaufzonen und eingezäunte Bereiche in Taunusstein

Taunusstein verfügt über weitläufige Grünflächen und Waldgebiete, die vielen Hunden täglich Auslauf bieten. Offiziell ausgewiesene, eingezäunte Hundefreilaufflächen sind in der Stadt bisher nur begrenzt vorhanden — informiere dich beim Stadtbüro oder Ordnungsamt über den aktuellen Stand, da solche Einrichtungen neu angelegt oder verändert werden können. Die Stadtverwaltung Taunusstein ist unter taunusstein.de erreichbar und gibt Auskunft über öffentliche Grünanlagen und deren Nutzungsregeln.

Für freilauffreudige Hunde sind die ausgedehnten Waldwege rund um die Stadtteile Wehen, Bleidenstadt und Neuhof gut geeignet — allerdings gilt dort je nach Saison und Bereich Leinenpflicht, besonders während der Brut- und Setzzeiten. Einige Hundehalter nutzen auch private oder vereinseigene Trainingsflächen in der Region; eine Nachfrage in lokalen Facebook-Gruppen oder beim Tierheim Wiesbaden bringt oft aktuelle Hinweise. Plane für deinen Hund genügend gelenkte Auslaufzeit ein, auch wenn kein offizieller Hundepark in unmittelbarer Nähe ist.

Pensionen, Betreuung und Tiervermittlung in der Region

Wer beruflich verreist oder im Urlaub ist und den Hund nicht mitnehmen kann, findet im Raum Taunusstein und Wiesbaden verschiedene Betreuungsangebote: von der klassischen Tierpension über Tagespflege bis hin zu Pflegefamilien, die Hunde stundenweise oder tageweise aufnehmen. Prüfe vor der Buchung unbedingt, ob der Anbieter einen gültigen Sachkundenachweis und ausreichende Versicherung vorweist — das ist in Hessen zwar nicht immer Pflicht, aber ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Lass deinen Hund die Einrichtung vor dem ersten langen Aufenthalt kurz kennenlernen, damit die Eingewöhnung reibungslos verläuft.

Für Notbetreuung oder Vermittlung ist das Tierheim Wiesbaden eine wichtige regionale Anlaufstelle, das auch für Taunussteiner Hunde zuständig sein kann. Wenn du überlegst, einen Hund aufzunehmen oder vorübergehend zu pflegen, lohnt sich dort eine direkte Anfrage. Bundesweite Plattformen für Hundesitter und -betreuer ergänzen das lokale Angebot, ersetzen aber nicht den persönlichen Kontakt und das Vorgespräch vor der ersten Betreuung.


Saisonal in Taunusstein

Der Taunus wechselt sein Gesicht mit jeder Jahreszeit — und mit ihm die Anforderungen an verantwortungsvolle Hundehalter. Was im Sommer Hitzeschutz erfordert, wird im Winter zur Frage nach Schneeverhältnissen und Streusalz. Wer die saisonalen Besonderheiten kennt, genießt das ganze Jahr entspannter.

Frühling: Brut- und Setzzeiten im Taunus

Der Frühling bringt Taunusstein zu voller Blüte — aber er ist auch die sensibelste Zeit für Wildtiere. Rehe, Füchse, Hasen und bodenbrütende Vögel haben ihren Nachwuchs in Büschen, Feldrainen und Waldrändern. Gerade in den Monaten März bis Juni gilt in vielen Waldgebieten des Taunus eine verschärfte Anleinpflicht, die über die normale Leinenpflicht hinausgeht — halte deinen Hund auf den markierten Wegen und informiere dich über aktuelle Verordnungen beim Forstamt Wiesbaden oder dem Rheingau-Taunus-Kreis.

Das Hessische Jagdgesetz schreibt vor, dass Hunde im Wald angeleint sein müssen, sobald sie vom Weg abweichen — Ausnahmen gelten nur für jagdliche Nutzung. Wildernde Hunde dürfen unter bestimmten Bedingungen vom Jagdberechtigten gestellt werden; das klingt drastisch, ist aber geltendes Recht und kein leeres Wort. Ein gut trainierter Rückruf ist deshalb gerade im Frühjahr keine Kür, sondern Pflicht. Genieße die blühenden Obstgärten rund um Bleidenstadt und Wehen — aber bleib auf den Wegen und lass deinen Hund nicht ins hohe Gras streifen.

Zecken werden im Taunus schon ab Temperaturen um die acht Grad aktiv — das kann bereits im Februar oder März sein. Zeckenschutz für deinen Hund sollte deshalb nicht erst im Sommer beginnen; sprich mit deiner Tierarztpraxis über ein geeignetes Produkt, das zur Lebensweise deines Hundes passt. Kontrolliere deinen Hund nach jedem Waldspaziergang sorgfältig, besonders an Hals, Achseln, Bauch und zwischen den Zehen.

Sommer: Hitze, Wasser und Waldwege

Taunusstein liegt auf einer Höhe, die im Hochsommer zwar etwas kühler ist als das Rheintal — aber Hitzetage über 30 Grad sind auch hier keine Seltenheit mehr. Hunde überhitzen schnell, besonders auf asphaltierten Flächen, die sich stark aufheizen. Plane Spaziergänge in die frühen Morgenstunden oder den späten Abend und meide die Mittagshitze zwischen elf und sechzehn Uhr konsequent.

Die Aar, die durch Teile des Kreisgebiets fließt, bietet an geeigneten Stellen Abkühlung für Hunde — prüfe aber vor Ort, ob Baden erlaubt ist und ob Strömungen sicher sind. Naturnahe Stellen im Taunus eignen sich besser als bebaute Uferabschnitte mit Badebetrieb, wo Hunde oft nicht zugelassen sind. Bring immer frisches Trinkwasser in ausreichender Menge mit — Flusswasser kann Keime oder Blaualgen enthalten, besonders in warmen Sommern. Zeigt dein Hund Zeichen von Hitzschlag — starkes Hecheln, Taumeln, Erbrechen — suche sofort Schatten und kühle ihn mit Wasser, bevor du den Tierarzt erreichst.

Im Sommer ist der Taunus auch bei Wanderern, Mountainbikern und Ausflüglern stark frequentiert. Halte deinen Hund an engen Pfaden und Kreuzungspunkten kurz angeleint, damit Begegnungen entspannt verlaufen. Wildtiere sind im Sommer aktiver und weichen dem Trubel ins Dickicht aus — ein gut angeleineter Hund schützt das Wild und vermeidet Konflikte mit anderen Erholungssuchenden.

Herbst: Jagdsaison und nasse Wege

Der Herbst im Taunus ist ein Fest aus Gold und Rot — aber er ist auch die Hochsaison der Jagd. Von September bis Januar (je nach Wild und Region) finden im Staatswald rund um Taunusstein regelmäßig Treib- und Drückjagden statt. Informiere dich über geplante Jagdtermine beim zuständigen Forstamt oder der Unteren Jagdbehörde des Rheingau-Taunus-Kreises — an Jagdtagen solltest du bestimmte Waldgebiete meiden oder deinen Hund konsequent anleinen.

Nasse Herbstwege können rutschig werden, besonders auf Laubansammlungen oder lehmigen Untergrund. Prüfe die Pfoten deines Hundes nach langen Herbstspaziergängen auf eingedrungene Stacheln, Splittern oder kleine Schnittwunden — Kastaniengehäuse und Eichelkappen können überraschend scharf sein. Pilze sind im Herbst im Taunus reichlich vorhanden; viele Arten sind für Hunde giftig, wenn sie sie fressen oder in die Abfallstellen wühlen. Ein Hund, der häufig am Boden schnüffelt und schnappt, sollte in der Pilzsaison besonders aufmerksam beaufsichtigt werden.

Die kürzer werdenden Tage bedeuten, dass viele Abendspaziergänge im Dunkeln stattfinden. Rüste deinen Hund mit einem reflektierenden Halsband oder einer Leuchtleine aus — das schützt ihn und macht euch für Fahrradfahrer und Autos besser sichtbar. Ein kleines Blinklicht am Geschirr kostet wenig und kann viel ausmachen.

Winter: Kälte, Streusalz und Dunkelheit

Taunusstein und die umliegenden Taunushöhen können im Winter erhebliche Schnee- und Eismengen erleben — Winterwanderungen durch schneebedeckte Wälder sind für viele Hundehalter ein Highlight. Achte auf die Pfoten deines Hundes: Streusalz auf Gehwegen und Straßen reizt die Haut und kann zu Entzündungen führen. Wische die Pfoten nach jedem Stadtspaziergang gründlich ab oder nutze Pfotenschutzwachs vor dem Ausgang.

Eingefrorene Pfützen und Eisflächen auf Teichen und kleinen Seen sind für Hunde gefährlich — eingebrochenes Eis kann für Hund und Mensch lebensbedrohlich sein. Halte deinen Hund in der Nähe von Gewässern im Winter kurz angeleint und prüfe niemals selbst die Tragfähigkeit einer Eisfläche. Im Notfall ruf sofort den Notruf (112) und versuche nicht, deinen Hund selbst zu retten — das führt in vielen Fällen dazu, dass auch der Mensch einbricht.

Kurzfellhunde und kleine Rassen frieren bei Taunussteiner Wintertemperaturen schnell aus. Ein gut sitzender Hundemantel ist dann keine Modeerscheinung, sondern praktischer Kälteschutz — besonders für ältere Hunde oder solche mit wenig Unterfell. Verlängere Winterausflüge lieber durch flottes Gehen als durch langes Stehen; Bewegung hält warm. Wenn dein Hund nach dem Spaziergang zittert und sich nicht beruhigt, geh sofort in einen warmen Bereich und prüfe, ob er sich erholt — anhaltende Unterkühlung ist ein Fall für den Tierarzt.

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