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Marburg an der Lahn liegt im Herzen Hessens und empfängt dich mit einer mittelalterlichen Altstadt, engen Gassen aus Fachwerk und dem imposanten Landgrafenschloss hoch über den Dächern. Für…

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Bild: Wikimedia Commons – Abendroth-Bruecke Marburg.jpg von Hydro · CC BY-SA 4.0

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Hintergrund zur Region

Marburg an der Lahn liegt im Herzen Hessens und empfängt dich mit einer mittelalterlichen Altstadt, engen Gassen aus Fachwerk und dem imposanten Landgrafenschloss hoch über den Dächern. Für Hundehaltende ist die Stadt ein lebendiger Ausgangspunkt: Wälder, Wiesen und der Fluss Lahn liegen direkt vor der Haustür, die Universitätsstadt bringt ein junges, entspanntes Stadtbild mit — und Hunde sind auf vielen Wegen einfach selbstverständlich dabei. Wer mit seinem Vierbeiner hier wohnt oder einen Ausflug plant, findet eine Region, die kaum atmet, ohne von Grün umgeben zu sein.

Die Lahn zieht sich als blaues Band durch die Stadt, begleitet von Uferwegen, auf denen morgens Jogger und Hunde gleichzeitig traben. Das Lahntal-Radwegnetz, die Buchenwälder des Lahnberge-Gebiets östlich der Stadt und die weiten Wiesen des Außenbereichs bieten Abwechslung in jeder Jahreszeit. Wer früh aufsteht, erlebt in Marburg etwas Besonderes: Der Morgennebel liegt noch im Lahntal, während der Hund schon die Nase in den feuchten Rasen drückt — und genau dieser Moment macht deutlich, warum Marburg für Hundefamilien so viel Substanz hat.

Gleichzeitig ist Marburg eine Universitätsstadt mit rund 75 000 Einwohnern, was das Stadtbild prägt: Cafés, Grünflächen und Parks werden intensiv genutzt, Regeln werden teils aktiv durchgesetzt. Wer die örtlichen Vorschriften kennt und respektiert, lebt und besucht hier entspannt — deshalb lohnt es sich, vor jedem Ausflug die aktuellen Regelungen der Stadt Marburg kurz zu prüfen. Diese Seite gibt dir den lokalen Überblick.

Tagesausflüge mit Hund in Marburg

Marburg liegt eingebettet zwischen dem Lahntal und den bewaldeten Höhenzügen des Westerwalds und des Burgwaldes — ein Glücksfall für alle, die mit Hund unterwegs sein wollen. Ob Flussufer, Waldhügel oder historische Stadtmauern: Die Region um Marburg bietet Ausflugsziele für jede Stimmung, jede Kondition und jede Jahreszeit.

Lahnufer und Lahnwiesen: Der Fluss als tägliche Route

Das Lahnufer ist für viele Marburger Hundehaltende der erste Ort des Tages. Der Weg entlang des Flusses führt vom Stadtgebiet aus in beide Richtungen — flussaufwärts Richtung Cappel oder flussabwärts in Richtung Cölbe — und lässt sich gut zu Runden von 30 Minuten bis zu mehreren Stunden kombinieren. Die Lahnwiesen bieten Platz zum Toben, der Fluss lädt im Sommer zum Planschen ein, und die Wege sind breit genug, um auch Radfahrern und Spaziergängern auszuweichen. Prüfe bitte stets aktuelle Beschilderungen vor Ort, da auf einzelnen Abschnitten Leinenpflicht gilt oder saisonale Einschränkungen bestehen können.

Besonders schön ist der Abschnitt zwischen dem Wehrdaer Weg und dem Campingplatz Lahntal: Hier weitet sich das Ufer, Bäume spenden im Sommer Schatten, und der Untergrund ist weich genug für Hunzpfoten. Radwege und Wanderwege verlaufen auf diesem Abschnitt weitgehend parallel, sodass du die Route nach eigenem Tempo wählst. Informationen zu Wegeverlauf und aktuellen Nutzungshinweisen findest du auf der offiziellen Seite der Stadt Marburg.

Lahnberge: Wald und Panorama östlich der Stadt

Die Lahnberge östlich des Stadtzentrums sind ein zusammenhängendes Waldgebiet mit weitläufigen Forstwegen, kaum Autoverkehr und einem überraschend guten Panoramablick zurück auf die Altstadt. Der Aufstieg beginnt bereits am Rand der Universitätskliniken und führt durch Buchen- und Fichtenbestände auf eine Höhe von knapp 370 Metern. Auf den breiteren Forstwegen kannst du deinen Hund — sofern kein Schild es untersagt und kein Wildschutzgebiet ausgewiesen ist — gut kontrolliert laufen lassen. Achte auf Wegschilder, die auf Brut- oder Schonzeiten hinweisen, vor allem im Frühjahr.

Die Lahnberge eignen sich auch für längere Halbtagstouren, etwa in Kombination mit dem Abstieg über den Stadtteil Marbach oder die Rückkehr über den Philosophenweg entlang der Altstadt. Der Philosophenweg ist ein schmaler, historischer Pfad mit Kopfsteinpflaster und wechselnden Treppenstufen — für trittsichere Hunde kein Problem, für große oder ältere Tiere aber eine Überlegung wert. Wanderrouten für das gesamte Lahntal findest du beim Naturpark Lahn-Dill-Bergland, der viele der Waldwege rund um Marburg beschreibt.

Burgwald: Stille und weite Forstwege nordwestlich von Marburg

Wer mehr Stille sucht, fährt etwa 15 bis 20 Kilometer nordwestlich von Marburg in den Burgwald — eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Hessens. Der Burgwald ist kaum verbaut, dicht und ruhig; breite Forstwege durchziehen das Gebiet in alle Richtungen. Für Hunde, die viel Auslauf brauchen und Waldluft lieben, ist das ein echter Sehnsuchtsort.

Einstiegspunkte liegen unter anderem bei Rosenthal oder Mellnau, die von Marburg aus gut mit dem Auto erreichbar sind. Beachte, dass im Burgwald Jagdbetrieb stattfindet und entsprechende Sperrhinweise auf Schildern ernst zu nehmen sind — im Zweifelsfall bleibt der Hund an der Leine und du hältst dich auf markierten Wegen. Aktuelle Infos zum Schutzgebiet und zu Wegesperrungen erhältst du beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie.

Marburger Schloss und Altstadt: Stadtspaziergang mit Aussicht

Der Spaziergang hinauf zum Landgrafenschloss Marburg gehört zu den eindrücklichsten Stadterlebnissen, die diese Stadt zu bieten hat — und du kannst ihn mit deinem Hund unternehmen. Der Aufstieg führt durch die historische Altstadt, vorbei an Fachwerkhäusern, steilen Treppen und kleinen Plätzen, bis du den Schlossberg erreichst. Das Schlossgelände selbst ist teilweise öffentlich zugänglich; ob und wo Hunde auf dem Außengelände erlaubt sind, prüfst du bitte direkt vor Ort oder über die Informationsseiten der Stadt.

Besonders schön für Hunde geeignet ist der Schlossgarten unterhalb der Burganlage mit etwas mehr Grünfläche und Schatten. Die Gassen der Altstadt sind gepflastert und teils eng — große Hunde und quirlige Welpen solltest du auf gut besuchten Abschnitten an der Leine führen, das ist schlicht praktisch und rücksichtsvoll gegenüber anderen Gästen. Denk daran, Kot immer sofort zu beseitigen, denn in der historischen Altstadt fällt das besonders auf.

Hund und lokale Regeln in Marburg

Marburg ist eine lebhafte Universitätsstadt — und das bedeutet: Grünflächen, Spielplätze und öffentliche Wege werden intensiv und von vielen Menschen genutzt. Die Regeln rund um Hundehaltung sind deshalb nicht bloße Bürokratie, sondern praktisches Miteinander. Wer sie kennt, vermeidet Konflikte und schützt gleichzeitig seinen Hund.

Leinenpflicht in Marburg: Wo und wann gilt sie?

In Marburg gilt auf vielen öffentlichen Flächen eine Leinenpflicht — darunter in der Innenstadt, auf belebten Gehwegen, in Parks und in der Nähe von Spielplätzen. Die genaue Ausgestaltung regelt die Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Marburg sowie ergänzende kommunale Satzungen, die sich ändern können. Verlasse dich deshalb nicht auf Hörensagen, sondern prüfe die aktuelle Rechtslage direkt bei der Stadt.

Auf naturnahen Forstwegen und im Außenbereich kann die Pflicht anders geregelt sein — aber auch dort sind regionale Besonderheiten wie ausgewiesene Naturschutzgebiete, Schonzeiten oder jagdliche Nutzung zu beachten. Grundsätzlich gilt: Ein gut hörender Hund, der sicher abgerufen werden kann, gibt dir und anderen mehr Spielraum. Aktuelle Informationen zu Leinenpflicht und weiteren Verhaltensregeln findest du auf der Website der Stadt Marburg.

Hundeanmeldung und Hundesteuer in Marburg

In Marburg besteht eine Meldepflicht für Hunde — du musst deinen Hund beim Steueramt der Stadt anmelden, in der Regel innerhalb weniger Wochen nach Anschaffung oder nach Zuzug. Die Stadt erhebt eine Hundesteuer; die genaue Höhe richtet sich nach der aktuellen Steuersatzung und kann sich von Jahr zu Jahr ändern. Konkrete Beträge nennen wir hier bewusst nicht, da nur die offiziell gültige Satzung verbindlich ist.

Das Steuermarkenzeichen, das du nach der Anmeldung erhältst, sollte dein Hund sichtbar am Halsband tragen — so bist du bei einer Kontrolle auf der sicheren Seite. Die Anmeldung läuft über das Steuerbüro der Stadtverwaltung Marburg; alle notwendigen Formulare und Kontaktdaten findest du auf der städtischen Website. Wer seinen Hund nicht anmeldet, riskiert ein Bußgeld — der bürokratische Aufwand ist überschaubar, die Konsequenz des Versäumnisses dagegen nicht.

Hunde im öffentlichen Nahverkehr und in der Gastronomie

Im öffentlichen Nahverkehr in und um Marburg gelten die Beförderungsbedingungen des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV). Kleine Hunde, die in einer geschlossenen Transporttasche mitgeführt werden, fahren in der Regel kostenlos mit. Größere Hunde benötigen meist einen eigenen Fahrschein und müssen an der Leine geführt werden; ein Maulkorb kann vorgeschrieben sein. Prüfe die aktuellen RMV-Beförderungsbedingungen vor deiner Fahrt, da sich Details ändern können.

In Marburgs Gastronomie ist die Lage wie in vielen deutschen Städten: Terrassen und Außenbereiche sind für Hunde oft zugänglich, Innenräume dagegen häufig nicht — das liegt im Ermessen des jeweiligen Betreibers. Es lohnt sich, vor dem Besuch kurz anzurufen oder beim Eintreffen höflich nachzufragen. In der Altstadt und rund um den Marktplatz gibt es Cafés und Restaurants, die sich offensichtlich auf Hunde eingestellt haben; Wassernäpfe vor dem Eingang sind ein gutes Zeichen.

Listenhunde, Maulkorb und Kotentsorgung

In Hessen regelt das Hundegesetz des Landes Hessen (HundeG) den Umgang mit sogenannten gefährlichen Hunden und mit bestimmten Rassen, die besonderen Anforderungen unterliegen. Halter bestimmter Rassen — darunter etwa American Pit Bull Terrier, Staffordshire Bullterrier und weitere — müssen besondere Auflagen erfüllen, unter anderem Leinenpflicht und Maulkorb im öffentlichen Raum sowie den Nachweis einer Erlaubnis. Die aktuelle Liste der betroffenen Rassen und die genauen Anforderungen findest du beim Regierungspräsidium Gießen oder direkt im Gesetzestext auf dem Landesportal.

Zur Kotentsorgung: In Marburg stehen im Stadtgebiet Kotbeutelspender an verschiedenen Stellen zur Verfügung — aber verlasse dich nicht darauf, dass immer welche befüllt sind. Nimm eigene Beutel mit, entsorge Hundekot immer sofort in den vorgesehenen Abfallbehältern und nicht in Gebüschen oder am Wegesrand. Wer erwischt wird, wie er Kot liegen lässt, muss mit einem Bußgeld rechnen; die Höhe richtet sich nach dem hessischen Ordnungswidrigkeitenrecht und der städtischen Satzung. Mehr Informationen zu ordnungsrechtlichen Regelungen rund um Hunde in Hessen findest du beim Regierungspräsidium Gießen.

Praktisches vor Ort in Marburg

Marburg ist eine lebendige Universitätsstadt, in der sich Alltag mit Hund gut organisieren lässt — wenn du weißt, wo du hinschaust. Vom Tierarzt über die Hundeschule bis zur Betreuung während deines Stadtbummels findest du hier die wichtigsten Anlaufstellen.

Tierärzte und tierärztlicher Notfalldienst

In Marburg und dem direkten Umland gibt es mehrere Tierarztpraxen, die Hunde ambulant behandeln. Für Routineuntersuchungen, Impfungen und Parasitenprophylaxe empfiehlt sich ein frühzeitig gebuchter Termin, da die Praxen in der Universitätsstadt gut ausgelastet sind. Wer abends oder am Wochenende einen Notfall hat, sollte sich vorab über den regionalen Notfalldienst informieren — dieser wechselt rotierend zwischen den niedergelassenen Praxen. Die aktuelle Notfallnummer und den diensthabenden Tierarzt findest du auf der Website der Landestierärztekammer Hessen.

Für komplexere Fälle ist die Klinik für Kleintiere der Justus-Liebig-Universität Gießen in rund 30 Autominuten erreichbar — eine der größten veterinärmedizinischen Einrichtungen Deutschlands mit Notaufnahme rund um die Uhr. Halte diese Adresse griffbereit, bevor du sie brauchst. Notiere dir außerdem die Nummer eines Giftnotrufes, etwa der Vergiftungs-Informationszentrale in Bonn oder Berlin, für den Fall, dass dein Hund etwas Unbekanntes frisst.

  • Tierarztpraxen in Marburg: Termine möglichst im Voraus buchen
  • Notfalldienst: Wechselnder Bereitschaftsdienst, aktuell über die Tierärztekammer Hessen abrufen
  • Überweisungsklinik: Kleintierchirurgie und Innere Medizin in Gießen (~30 min)
  • Giftnotruf Deutschland: 0228 19240 (Bonn) oder 030 19240 (Berlin)

Hundeschulen und Training in Marburg

Rund um Marburg gibt es mehrere Hundeschulen und Trainingsangebote, die von der Welpenstunde bis zum Begleithund-Test reichen. Gerade in einer Universitätsstadt wie Marburg ist das Angebot erfreulich vielfältig — von klassischem Gehorsamkeitstraining bis zu modernen, belohnungsbasierten Methoden. Schau dir vor der Anmeldung an, wie der Trainer arbeitet: Positive Verstärkung ohne Zwangsmittel gilt als aktueller fachlicher Standard. Ein Probetraining oder eine Hospitation hilft dir, die Chemie zwischen Trainer, Hund und Halter einzuschätzen.

Wer neu in Marburg ist oder frisch einen Hund aufgenommen hat, sollte außerdem prüfen, ob die Gemeinde eine Sachkundenachweis-Pflicht vorschreibt. In Hessen gelten für bestimmte Hunderassen besondere Anforderungen — der Halter muss dabei nachweisen, dass er seinen Hund sicher führen kann. Die genauen Voraussetzungen regelt die Hundeverordnung des Landes Hessen. Eine lokale Hundeschule unterstützt dich beim Ablegen der entsprechenden Prüfung.

Ergänzend zu klassischen Kursen bieten einige Anbieter in der Region Nasenarbeit, Agility und Tricktraining an. Das mentale Auslastungsprogramm eignet sich besonders für intelligente oder ängstliche Hunde, die in der belebten Innenstadt schnell überstimuliert reagieren.

Hundeauslaufzonen und eingezäunte Flächen

Marburg liegt eingebettet zwischen Lahntal und bewaldeten Höhenrücken — der natürliche Freiraum für Hunde ist also grundsätzlich vorhanden. Dennoch lohnt es sich, gezielt nach ausgewiesenen Hundeauslaufzonen zu suchen, in denen die Leinenpflicht aufgehoben ist. Solche Flächen sind in Hessen kommunal geregelt; die Stadt Marburg gibt darüber Auskunft auf ihrer offiziellen Website. Prüfe vor jedem Besuch die aktuell geltenden Regeln, da sich Öffnungszeiten und Nutzungsbedingungen ändern können.

In den städtischen Parks und Grünflächen, etwa dem Schlossgarten oder den Lahn-Uferbereichen, gelten in der Regel besondere Vorschriften. An belebten Orten und in der Nähe von Spielplätzen besteht häufig Leinenpflicht — halte deinen Hund dort stets gesichert und informiere dich vor Ort über Hinweisschilder. Wer einen eingezäunten Freilaufbereich speziell für soziale Hundebegegnungen sucht, findet auf Plattformen wie rundum.dog aktuelle Einträge, sobald lokale Betreiber ihre Angebote dort eintragen.

Für Hunde, die Stadttrubel noch nicht gewohnt sind, empfehlen sich die ruhigeren Randbezirke Marburgs — etwa Richtung Cappel, Wehrda oder die Lahnberge — als Einstiegsflächen fürs freie Toben abseits des Verkehrs.

Pensionen, Tagesbetreuung und Hundesitter

Wer Marburg besucht und den Hund nicht überall mitnehmen kann, oder wer als Bewohner Urlaub plant, braucht verlässliche Betreuungsoptionen. Im Stadtgebiet und in den umliegenden Gemeinden des Landkreises Marburg-Biedenkopf gibt es Hundepensionen, die Tages- und Übernachtungsbetreuung anbieten. Die Qualität variiert erheblich: Frage nach der Gruppengröße, dem Außengelände und dem Betreuungsschlüssel — ein seriöser Anbieter beantwortet diese Fragen gern und lädt zur Vorab-Besichtigung ein.

Alternativ vermitteln lokale Hundesitter und Gassigeher eine persönlichere Betreuung, die besonders für ältere Hunde oder Tiere mit sozialen Einschränkungen besser geeignet ist als eine große Gruppe. Plattformen für private Tiersitter sind eine Möglichkeit, aber prüfe immer Referenzen und vereinbare ein Kennenlerntreffen mit dem Hund dabei. Wer dauerhaft in Marburg lebt, profitiert von einem stabilen Netzwerk in Nachbarschaft und Hundeschule.

Bei Tagesausflügen in die Marburger Innenstadt — etwa zur Altstadt am Hang oder zum Marktplatz — solltest du im Voraus klären, welche Cafés und Restaurants Hunde im Außenbereich dulden. Das ist nicht gesetzlich geregelt, sondern liegt im Ermessen des Betreibers; ein kurzer Anruf vorab spart Überraschungen. Einige Restaurants entlang der Lahn sind bekannt dafür, hundefreundlich zu sein — verlasse dich aber nicht auf veraltete Empfehlungen im Netz.


Saisonal in Marburg

Das hessische Klima zeigt sich in Marburg mit allen vier Jahreszeiten in klarer Ausprägung: nasse Frühlinge, warme Sommer am Lahnufer, goldene Herbstwälder auf den Höhenrücken und kalte, manchmal schneereiche Winter. Jede Jahreszeit bringt eigene Chancen — und Pflichten für Hundehalter.

Frühling: Brut- und Setzzeit im Lahntal

Ab März erwacht die Region rund um Marburg. Die Lahnwiesen treiben aus, die Wälder auf den Lahnbergen füllen sich mit Vogelstimmen — und mit nistenden Bodenbrütern. Genau hier beginnt die kritische Zeit: Feldlerchen, Kiebitze und Rebhühner legen ihre Nester direkt ins Gras, oft kaum sichtbar für Hunde und Halter. Ein Hund, der frei durchs hohe Wiesengras läuft, kann Gelege zerstören oder Jungtiere erschrecken, ohne dass du es bemerkst.

Bleibe in dieser Zeit auf befestigten Wegen und markierten Pfaden und halte deinen Hund in ökologisch sensiblen Bereichen an der Leine. Der Naturpark Kellerwald-Edersee und die hessischen Schutzgebiete entlang der Lahn sind in der Brutzeit besonders empfindlich. In Naturschutzgebieten gilt grundsätzlich Leinenpflicht — prüfe die Beschilderung vor Ort und informiere dich über aktuelle Regelungen beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie.

Rehkitze kommen ab Mai auf die Welt und liegen die ersten Lebenswochen allein und bewegungslos im Gras — eine optimale Duftspur für jeden Hund. Auch gut erzogene Tiere folgen hier ihrem Instinkt. Kurze Leine in Waldrandbereichen ist daher im Mai und Juni keine Übervorsicht, sondern konkrete Wildtierschutzpraxis.

Sommer: Hitze, Lahn und Pfotenschutz

Marburg liegt im Lahntal auf rund 180 Meter Höhe — das bringt im Sommer häufig schwüle Hitze, die sich in der engen Altstadt und auf dunklem Pflaster staut. Hunde kühlen sich fast ausschließlich über die Zunge ab und überhitzen schnell. Plane Spaziergänge auf die frühen Morgen- und späten Abendstunden und meide die Mittagshitze zwischen 11 und 17 Uhr.

Die Lahn ist im Sommer das zentrale Erholungsgebiet für Marburger mit Hund. Das Wasser ist an vielen Stellen flach genug zum Waten; Hunde, die schwimmen mögen, genießen die Abkühlung. Prüfe vor dem Baden, ob an der gewählten Stelle Hundeschwimmen erlaubt ist — an offiziellen Badebereichen für Menschen gilt häufig ein Hundeverbot, um Konflikte zu vermeiden. Der Stadtbereich zwischen Wehrdaer Weg und dem südlichen Lahnufer bietet ruhigere Abschnitte.

Heiße Asphaltflächen in der Innenstadt können Pfoten verbrennen. Der einfache Test: Hältst du deine Handfläche sieben Sekunden auf den Boden, ohne es aushaken zu müssen, ist der Untergrund für Pfoten in Ordnung. Ist das nicht möglich, wähle Grasstreifen und Schattenrouten oder verlege den Stadtspaziergang auf den Abend. Frisches Wasser in einer faltbaren Trinkflasche sollte im Sommer immer dabei sein.

Herbst: Wälder, Wildschweinzeit und nasse Pfoten

Der Herbst in Marburg ist spektakulär: Die Buchenwälder auf den Lahnbergen und im Burgwald westlich der Stadt färben sich tief orange und rot, der Morgennebel hängt über dem Lahntal, und die Temperaturen laden zu langen Wanderungen ein. Für Hunde ist das die vielleicht schönste Jahreszeit — kühle Luft, intensive Gerüche, knisterndes Laub.

Gleichzeitig beginnt im Herbst die Jagdsaison. Im Burgwald und in den Wäldern rund um Marburg wird aktiv gejagt — auf Rehwild, Wildschweine und Schwarzwild. Halte deinen Hund in der Dämmerung und in unübersichtlichem Gelände konsequent an der Leine oder rufe ihn eng bei dir. Signalwesten für Hunde in Orange oder Neongelb erhöhen die Sichtbarkeit erheblich und sind im Herbstwald eine sinnvolle Investition.

Wildschweine sind in der Umgebung Marburgs keine Seltenheit, besonders im Burgwald und an den Hängen zum Lahntal. Ein freilaufender Hund, der eine Rotte aufscheucht, riskiert ernsthafte Verletzungen — Bachen mit Frischlingen reagieren aggressiv. Beobachte Wühlspuren im Boden als Frühwarnzeichen und rufe deinen Hund präventiv an die Leine. Im nassen Herbstlaub lohnt sich nach dem Spaziergang außerdem eine gründliche Kontrolle auf Zecken: Das Lahntal und seine Wälder sind Zecken-Hochrisikogebiet, auch im Oktober noch.

Winter: Kälte, Streusalz und kurze Tage

Marburg liegt in einer Tallage, die Frost und Nebel im Winter begünstigt. Schnee fällt vor allem auf den höheren Lagen der Lahnberge, in der Innenstadt bleibt es oft nass-kalt statt tief verschneit. Für Hunde bedeutet das: Streusalz und Auftaumittel auf Gehwegen und Straßen sind das drängendere Problem. Diese Substanzen reizen Pfotenballen, trocknen die Haut aus und können bei Aufschlecken Übelkeit verursachen.

Wische deinem Hund nach jedem Winterspaziergang Pfoten, Bauch und Beine mit einem feuchten Tuch ab, bevor er sich leckt. Pfotenpflege mit einer fettenden Creme oder Salbe schützt die Ballenhaut vor Austrocknung und kleinen Rissen. Wenn dein Hund Pfotenschuhe toleriert, sind diese auf stark behandelten Gehwegen der beste Schutz — nicht alle Hunde gewöhnen sich daran, aber ein geduldiger Eingewöhnungsprozess lohnt sich.

Kurze Tage bedeuten auch: viele Spaziergänge in der Dämmerung oder Dunkelheit. Trage selbst Reflektoren oder eine Stirnlampe und rüste deinen Hund mit einem Leuchtanhänger oder einem reflektierenden Halsband aus. In der Marburger Altstadt mit ihren steilen Gassen und schmalem Bürgersteig ist die Sichtbarkeit für Autofahrer besonders wichtig. Hunde, die Kälte empfindlich reagieren — etwa kurzhaarige oder sehr kleine Rassen sowie ältere Tiere — profitieren im Winter von einem gut sitzenden Hundemantel für längere Runden.

Achte im Winter außerdem auf Frostschutzmittel (Ethylenglykol), das aus geparkten Autos tropfen kann und für Hunde hochgiftig ist. Der süßliche Geruch macht es für Tiere verlockend. Halte deinen Hund auf Parkplätzen und in Tiefgaragenzufahrten konsequent an der kurzen Leine — das ist im Winter keine Paranoia, sondern eine reale Gefahr.

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