Ausflugsziel · Charlottenburg-Wilmersdorf

Reisen mit dem Hund: Die beliebtesten Ausflugsziele rund um Berlin für Zwei- und Vierbeiner

Reisen mit dem Hund: Die beliebtesten Ausflugsziele rund um Berlin für Zwei- und Vierbeiner

Berlin ist für Hundehalter ein echter Glücksfall – keine andere deutsche Grossstadt kommt auch nur annähernd ran, was hundefreundliche Ausflugsziele angeht. Das Beste: Viele dieser Orte liegen ausserhalb der Innenstadt und sind trotzdem bequem mit Bus und Bahn erreichbar.

Warum ist der Tierpark Berlin für Hunde überhaupt erlaubt?

Der Tierpark Friedrichsfelde ist in Deutschland eine echte Ausnahme – einer der wenigen Zoos, die Hunde tatsächlich willkommen heissen. Der Grund liegt in der Geschichte: Die 160 Hektar grosse Anlage wurde ursprünglich als Landschaftspark geplant, nicht als klassischer Zoo. Das merkt man noch heute. Hunde zahlen 3 Euro Eintritt, Menschen 17 Euro.

Leine muss sein – das gilt hier immer. Aber auf den weitläufigen Wegen fällt das kaum ins Gewicht. Die Geruchswelt ist für Hunde ohnehin das eigentliche Spektakel: Löwen riechen anders als Elefanten, und das registriert jeder Hund sofort, mit hochgezogener Nase und aufgestellten Ohren.

Anfahrt: U5 bis Haltestelle Tierpark, dann etwa 5 Minuten zu Fuss. Wer mit dem Auto kommt, zahlt 3 Euro für den ganzen Tag. Geöffnet ist täglich ab 9 Uhr – im Winter bis 16 Uhr, im Sommer bis 18:30 Uhr.

Wo darf mein Hund im Schlosspark Charlottenburg frei laufen?

Die Freilaufzone gibt es wirklich – aber sie hat einen Haken. Hinter dem Mausoleum, im hinteren Parkbereich, liegt eine rund 2 Hektar grosse Fläche, auf der dein Hund ohne Leine toben darf. Der Haken: Das funktioniert nur zwischen 6 und 8 Uhr morgens sowie nach 20 Uhr abends.

Tagsüber gilt Leinenpflicht, und das hat seine Gründe. Am Karpfenteich brüten Wasservögel, ausserdem sind viele Familien mit kleinen Kindern im Park unterwegs. Der Kompromiss ist fair – auch wenn man als Hundehalter manchmal früh aufstehen muss.

Der Park selbst ist kostenlos zugänglich. Parken am Spandauer Damm kostet 1 Euro pro Stunde, maximal 4 Stunden. Mit der U7 bis Richard-Wagner-Platz sind es von dort nur 3 Minuten zu Fuss.

Hat der Müggelsee wirklich einen eigenen Hundestrand?

Ja – aber wer nicht weiss, wo er suchen muss, findet ihn nicht. Am Strandbad Müggelsee einfach links am Gebäude vorbeigehen und noch etwa 300 Meter weiterlaufen. Dann tauchen die gelben Schilder auf, und der offizielle Hundestrand beginnt.

Hier darf dein Hund ins Wasser und am Ufer leinesfrei herumtollen. Der Strand selbst ist kostenlos – aber das Parken am Strandbad schlägt mit 5 Euro pro Tag zu Buche. Wer das umgehen will: S3 bis Friedrichshagen, dann 15 Minuten Fussweg durch den Wald. Deutlich entspannter als die Parkplatzsuche, ehrlich gesagt.

Welche Spreeinseln sind für Hunde zugänglich?

Zwei Inseln, zwei völlig verschiedene Erfahrungen. Die Liebesinsel bei Treptow ist für Hunde ein Traum: eine kleine Halbinsel mit Sandstrand, Schwimmmöglichkeit und Leinenpflicht nur auf den asphaltierten Wegen. Alles andere gehört dem Hund.

Die Pfaueninsel dagegen ist eine Enttäuschung für Hundehalter. Hunde müssen dort permanent an der kurzen Leine bleiben – die Pfauen haben Vorrang, und sie erschrecken tatsächlich leicht, sobald ein Hund bellt. Schön anzuschauen ist die Insel trotzdem, aber als Hundeausflug taugt sie kaum.

Zur Liebesinsel: S8 oder S85 bis Treptower Park, dann 10 Minuten zu Fuss. Eintritt kostenlos, Parkplätze sind allerdings klein und schnell voll.

Was kostet ein Hundeausflug nach Potsdam?

Der Park Sanssouci verlangt keinen klassischen Eintritt – aber pro Hund und Tag werden 2 Euro Hundesteuer fällig. Bezahlt wird am Automaten beim Haupteingang, das geht schnell.

In den Seitengärten darf dein Hund frei laufen. Auf den Hauptachsen direkt vor den Schlössern gilt das nicht – die Gärtner kontrollieren das tatsächlich, und wer erwischt wird, zahlt 25 Euro Strafe. Nicht ausprobieren.

Anreise: RE1 bis Potsdam Hauptbahnhof, dann Bus 695 bis Schloss Sanssouci. Das Hundeticket im Regionalzug kostet 5,40 Euro.

Gibt es hundefreundliche Restaurants in diesen Gebieten?

Am Müggelsee lohnt das „Rübezahl“ – mit Hundeterrasse, Wassernäpfen und Hauptgerichten ab 12 Euro. Eine Hundegebühr wird nicht erhoben.

Direkt beim Tierpark gibt es das Café „Straussenfarm“ im Park, das auch draussen bewirtet. Ein Würstchen für den Hund kostet 2 Euro extra – kein schlechtes Geschäft nach einem langen Schnüffeltag.

In Charlottenburg ist das „Schlossgarten Café“ eine gute Option: Hunde sind im Aussenbereich erlaubt. Reservierung ist allerdings wichtig, besonders am Wochenende – wer einfach so auftaucht, wartet oft lange.