Ausflugsziel · Bremen

Bremen: Deine Stadt der Möglichkeiten mit dem Hund

Bremen: Deine Stadt der Möglichkeiten mit dem Hund

Bremen mit Hund – das klingt erstmal nach Großstadtchaos, Leinenpflicht überall und endlosem Suchen nach einem freien Flecken Wiese. Tatsächlich ist die Hansestadt aber erstaunlich entspannt, wenn man ein paar Ecken kennt. Hier kommt, was wirklich wichtig ist.

Wo darf mein Hund in Bremen frei laufen?

Der Bürgerpark ist so etwas wie Bremens offenes Geheimnis für Hundemenschen. Auf den weitläufigen Wiesenflächen östlich des Hollersees dürfen Hunde von 6 bis 22 Uhr ohne Leine rennen, graben, wühlen – was auch immer sie so treiben. Parken kannst du an der Schwachhauser Heerstraße, kostenlos zwar, aber an Sonntagvormittagen realistisch gesagt hoffnungslos voll. Lieber früh kommen oder das Rad nehmen.

Am Werdersee lohnen sich zwei offizielle Hundestrände: der nördliche Bereich beim Café Werdersee und eine ruhigere kleine Bucht südlich der Regattastrecke. Beide öffnen ab 8 Uhr, Parken kostet 2 Euro am Tag – was für das, was man dafür bekommt, wirklich günstig ist.

Das Blockland hat etwas von einem echten Geheimtipp: kilometerlange Wege, kaum Trubel, und auf den Hauptwegen kein Leinenzwang. Allerdings gilt das wirklich nur auf den markierten Wegen. Wer ins Grüne abbiegt, bewegt sich im Naturschutzgebiet – Bußgeld 35 Euro, keine Diskussion.

Welche Bremer Stadtteile haben besondere Hunderegeln?

Im Schnoor führt kein Weg an der Leine vorbei – die mittelalterlichen Gässchen lassen schlicht keinen anderen Spielraum. Aber das macht das Stöbern dort irgendwie gemütlicher als anderswo, und mehrere Cafés stellen Wassernäpfe vor die Tür. Schöner Nebeneffekt.

In der Überseestadt dürfen Hunde auf den Grünflächen rund um die Weserpromenade frei laufen. Den Europahafen selbst sollte man dagegen meiden – Baustellen, Schwerlastverkehr, nichts für Vierbeiner.

An der Schlachte gilt von Mai bis September abends ab 18 Uhr Leinenpflicht, weil die Außengastronomie dann auf Hochtouren läuft. Wer vormittags kommt, hat dagegen ziemlich freie Bahn entlang der Weser.

Wo finde ich in Bremen hundefreundliche Restaurants?

Das Café Sand an der Schlachte gehört zu den Orten, an denen man als Hundemensch wirklich willkommen wirkt – Wassernäpfe, Hundekekse an der Theke, Terrasse von April bis Oktober geöffnet. Kein aufgesetztes „wir tolerieren Hunde“, sondern echte Geste.

Das Restaurant Parkhotel im Bürgerpark lässt Hunde auf die Terrasse und hat sogar ein sogenanntes Hundemenu im Angebot: Hackfleisch mit Reis für 4,50 Euro. Klingt banal, kommt aber offenbar gut an. Am Wochenende unbedingt reservieren.

Beim Café Werdersee gibt es eine Besonderheit, die ich noch nirgends sonst gesehen habe: Wer seine Hundeleine vergessen hat, kann sich eine ausleihen. Die Terrasse ist ganzjährig hundefreundlich.

Welche Bremer Parks eignen sich für aktive Hunde?

Die Wallanlagen sind ideal, wenn der Hund wirklich Auslauf braucht statt nur Spaziergang: Hügel, Abzweigungen, versteckte Pfade. Auf der großen Wiese beim Herdentor ist Agility-Training erlaubt – andere Hundehalter nutzen das spontan und regelmäßig, was die Sache schön unkompliziert macht.

Der Rhododendron-Park hat einen eigenen Hundebereich mit Agility-Geräten, täglich zugänglich von 8 bis 18 Uhr, im Sommer bis 20 Uhr, Eintritt frei. Im Hauptpark selbst bleibt die Leine dran – das sollte man wissen, bevor man überrascht wird.

Was muss ich bei Ausflügen ins Bremer Umland beachten?

Der Wümme-Radweg ist auf den ersten 15 Kilometern wirklich schön mit Hund. Danach beginnt das Teufelsmoor, und dort ändern sich die Regeln deutlich: Zwischen März und Juli gilt wegen brütender Vögel generelle Leinenpflicht, Naturschutzauflagen inklusive.

Im Blockland sind die asphaltierten Wege das ganze Jahr nutzbar, die Feldwege dagegen werden bei Regen schnell matschig und schwer passierbar. Wer einen langen Tag plant und den Hund irgendwann tragen müsste: Ein Fahrradanhänger macht hier wirklich Sinn.

Gibt es in Bremen öffentliche Hundekotbeutelspender?

Ja, rund 400 Spender sind über die Stadt verteilt, hauptsächlich an Parkeingängen und Hauptwegen. Die Nachfüllung klappt eigentlich zuverlässig – aber eigene Beutel einzustecken ist trotzdem die klügere Variante. Man weiß ja nie.

Wo kann ich in Bremen Hundefutter kaufen?

Fressnapf hat drei Filialen: Überseestadt, Findorff, Hemelingen. Wer lieber persönliche Beratung möchte, ist in den kleineren Fachgeschäften im Viertel oder in Schwachhausen besser aufgehoben – die kennen ihre Stammkunden und deren Hunde oft beim Namen.

Braucht mein Hund in Bremen eine Haftpflichtversicherung?

Ja, Pflicht. In Bremen gilt die Hundehaftpflicht für alle Hunde ab sechs Monaten, und Kontrollen finden tatsächlich statt – in Parks und Fussgängerzonen. Wer erwischt wird: 150 Euro Bußgeld. Kein Drama, wenn man vorbereitet ist.