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Hintergrund zur Region

Bremen riecht nach Weser, frischem Brot und nasser Hundeleine. Die Stadtgründung reicht weit ins Mittelalter zurück, doch für dich und deinen Hund zählt vor allem, was heute zählt: breite Grünanlagen entlang des Walles, kilometerlange Uferwege an der Weser und Parkflächen, die selbst große Hunde nicht kleinmachen. Bremen ist kein Dorf und keine Metropole — es ist eine Stadt, die auf Hundepfoten gut skaliert.

Wer morgens mit dem Hund durch den Bürgerpark zieht, erlebt, wie sich eine Großstadt noch vor dem Frühstückstrubel zeigt: Reiher am Teich, Eichhörnchen in alten Buchen, Joggerinnen und Jogger, die höflich ausweichen. Nachmittags tauscht du das Grün gegen Kopfsteinpflaster in der Altstadt — Hunde an der Leine sind hier auf vielen Wegen willkommen, solange du die geltenden Regeln kennst. Bremen funktioniert mit Hund, wenn du vorbereitet bist.

Diese Seite gibt dir das Handwerkszeug für einen entspannten Alltag und gelungene Ausflüge. Du erfährst, welche Wege und Wälder sich für Touren anbieten, was die Stadt von dir als Hundehaltender oder Hundehaltender verlangt, und wo du im Notfall schnell Hilfe findest. Alle Regeln ändern sich — prüfe deshalb immer die aktuelle Fassung bei der zuständigen Behörde, bevor du losziehst.

Tagesausflüge mit Hund in Bremen

Der Weserdunst liegt noch über den Böschungen, als die ersten Hunde ihre Runden drehen. Bremen bietet eine überraschende Vielfalt: Vom stadtnahen Tieflandwald bis zum mäandernden Flussufer liegen ganz verschiedene Landschaften nur wenige Minuten voneinander entfernt. Die folgenden Orte gehören zu den beliebtesten Zielen — plane dennoch immer etwas Zeit ein, um Absperrungen oder saisonale Einschränkungen zu prüfen.

Bürgerpark und Stadtwald

Der Bürgerpark im Stadtteil Schwachhausen gilt als grünes Herz Bremens. Auf rund 200 Hektar findest du geschwungene Wege durch alte Gehölze, offene Wiesenflächen und mehrere Teiche. Hunde sind in weiten Teilen des Parks erlaubt — prüfe jedoch die aktuellen Leinenpflicht-Zonen, denn einzelne Bereiche, etwa rund um Kinderspielplätze und den Stadtwaldsee, sind ausgewiesen sensibel. Der angrenzende Stadtwald verlängert die Tour nahtlos: Hier wechseln sich Waldpfade mit kleinen Lichtungen ab, auf denen Hunde oft deutlich mehr Bewegungsfreiheit genießen als im Parkbereich. Aktuelle Hinweisschilder am Eingang informieren dich zuverlässig über die jeweils gültige Regelung vor Ort.

Für Stadtwald-Touren empfiehlt sich ein früher Start — an Wochenenden sind die Parkplätze nahe der Galopprennbahn schnell besetzt. Die Wege sind größtenteils befestigt oder gut gepflegt, sodass auch bei feuchtem Wetter Pfoten und Schuhe nicht übermäßig leiden. Nimm ausreichend Wasser mit, denn nicht an jeder Wegekreuzung gibt es eine Quelle.

Weserdeich und Osterdeich

Wenige Spazierwege in Bremen sind so weitläufig und so urban zugleich wie der Osterdeich und seine Verlängerung entlang der Weser. Von der Innenstadt bis weit nach Hemelingen kannst du dem Flusslauf folgen — der Deich bietet breite Graskronen, auf denen Hunde oft gern traben. Das Wasser der Weser zieht viele Hunde an, doch achte auf starke Strömungen und Schiffsverkehr, bevor du deinen Hund ins Wasser lässt. An Stränden und Böschungen wechseln sich leinenpflichtige und freiere Abschnitte ab; aktuelle Schilder zeigen dir, was gilt.

Der Abschnitt zwischen der Bürgermeister-Smidt-Brücke und dem Weserwehr ist besonders beliebt für Abendspaziergänge: Das Licht über dem Fluss, die Silhouette der alten Speicher und der Geruch von Tide und Gras machen diese Route zu einem echten Bremer Erlebnis. Halte deinen Hund in der Nähe von Radwegen an der Leine — der Osterdeich ist stark von Radfahrenden genutzt.

Blockland und Hollerland

Wer mit seinem Hund echter Natur begegnen möchte, fährt ins Blockland oder ins Hollerland — zwei weitgehend unbebaute Niederungsgebiete nordöstlich und östlich des Stadtkerns. Endlose Gräben, Kopfweiden, Grünlandflächen und der ruhige Himmel über der Marsch ergeben eine Kulisse, die sich von der Stadt-Bremen-Hektik vollständig unterscheidet. Wege verlaufen oft auf Deichen und schmalen Dammwegen, sodass Hunde das weite Gelände gut überblicken können.

Beide Gebiete stehen unter Naturschutz; in Kernzonen und Vogelschutzflächen gilt Leinenpflicht — mitunter ganzjährig. Halte dich an die Beschilderung und verlasse die ausgewiesenen Wege nicht. Die offizielle Umweltseite der Freien Hansestadt Bremen gibt dir einen Überblick über Schutzgebiete und Betretungsregeln. Besonders im Frühjahr ist hier erhöhte Rücksicht gefragt, wenn Bodenbrüter und Wiesenvögel brüten.

Borgfelder Wümmewiesen und Wümme-Ufer

Die Wümme schlängelt sich östlich von Bremen durch ein flaches, weites Tal — und mit ihr eine der schönsten Fluss-Wanderrouten der Region. Die Borgfelder Wümmewiesen sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen; der Weg entlang des Ufers ist nichtsdestotrotz für Hundehaltende gut zugänglich, solange du auf den ausgeschilderten Pfaden bleibst. Wer von Borgfeld aus startet, kann dem Wasser je nach Jahreszeit mehrere Kilometer folgen — teils auf Gras, teils auf Schotter.

Die Wümme selbst bietet vielen Hunden eine Abkühlung, doch überprüfe vor dem Baden die aktuelle Wasserqualität über das Umweltportal des Landes Bremen. An ruhigeren Wochentagen begegnest du hier mehr Reihern als Menschen — ein Kontrast, der nach einem langen Arbeitstag besonders gut tut. Parkplätze sind begrenzt; mit dem Fahrrad oder dem Bus bist du oft flexibler als mit dem Auto.

Hund und lokale Regeln in Bremen

Die Leine liegt im Rucksack, der Beutelspender ist voll — aber kennst du auch die Paragraphen? In Bremen regeln das Bremische Polizeigesetz und die städtischen Ordnungssatzungen, wo Hunde an die Leine müssen, welche Rassen besondere Auflagen tragen und was die Stadtverwaltung jährlich von dir erwartet. Regeln ändern sich; die folgenden Abschnitte geben dir einen orientierten Einstieg — verbindlich ist immer die aktuelle offizielle Quelle.

Leinenpflicht in Bremen

Bremen kennt keine einheitliche stadtweite Leinenpflicht für alle Flächen, aber es gibt eine Vielzahl von Pflichtbereichen, in denen der Hund angeleint sein muss. Dazu zählen in der Regel: Fußgängerzonen und belebte Einkaufsstraßen, Kinderspielplätze und deren unmittelbares Umfeld, öffentliche Grünanlagen mit entsprechender Beschilderung sowie Naturschutz- und Vogelschutzgebiete wie das Blockland oder die Borgfelder Wümmewiesen. In Parkanlagen wie dem Bürgerpark gilt Leinenpflicht zumindest in Teilbereichen — halte dich an die Schilder vor Ort.

Außerhalb dieser Zonen darfst du deinen Hund in vielen Bereichen freilaufen lassen, wenn er zuverlässig abrufbar ist und niemanden gefährdet. Das Ordnungsamt der Stadt Bremen kann jedoch jederzeit vor Ort eingreifen; ignorierte Leinenpflicht kann ein Bußgeld nach sich ziehen. Aktuelle Informationen zur Leinenpflicht findest du beim Ordnungsamt der Freien Hansestadt Bremen — prüfe dort auch, ob neue Allgemeinverfügungen in Kraft getreten sind.

Praktisch: Trage die Leine immer griffbereit, auch wenn dein Hund gerade frei läuft. Wechseln die Umgebung oder begegnen dir andere Menschen oder Tiere, kannst du sofort reagieren. Das schützt dich vor Konflikten und zeigt anderen Nutzenden gegenüber Respekt.

Anmeldung und Hundesteuer

In Bremen gilt wie in fast allen deutschen Städten eine Meldepflicht für Hunde. Du musst deinen Hund nach dem Einzug oder nach Anschaffung innerhalb einer vorgeschriebenen Frist beim Finanzamt Bremen anmelden. Im Gegenzug erhältst du eine Hundemarke, die dein Tier am Halsband tragen muss — sie weist deinen Hund als ordnungsgemäß gemeldet aus.

Die Stadt erhebt eine jährliche Hundesteuer; die genaue Höhe richtet sich nach der aktuellen Steuersatzung der Gemeinde. Nenn hier keine konkreten Beträge, denn die Sätze können sich ändern — prüfe die aktuelle Höhe direkt beim Finanzamt Bremen oder auf der offiziellen Website der Stadt. Für als gefährlich eingestufte Hunde gelten in der Regel erhöhte Steuersätze; informiere dich dort auch über eventuelle Ausnahme- oder Befreiungsregelungen.

Wer seinen Hund nicht anmeldet, riskiert Nachzahlungen und Bußgelder. Die Anmeldung ist unkompliziert und lässt sich in vielen Fällen auch online erledigen — informiere dich auf der offiziellen Stadtseite über den genauen Prozess.

Öffentlicher Nahverkehr und Gastronomie

Im BSAG-Nahverkehr (Bus und Straßenbahn) sind Hunde grundsätzlich unter bestimmten Bedingungen mitnahmefähig — kleine Hunde in geeigneten Transportbehältnissen gelten oft als Handgepäck, für größere Hunde wird in der Regel ein ermäßigtes Ticket verlangt. Die genauen Mitnahmeregeln, Preise und Ausnahmen veröffentlicht die BSAG auf ihrer offiziellen Website; prüfe diese vor deiner Fahrt, da sich Tarife und Bedingungen ändern können. Halte deinen Hund in den Fahrzeugen ruhig und störe andere Fahrgäste nicht — das bewahrt ein gutes Klima für alle Hundehaltenden.

In Bremens Gastronomie gilt: Hunde sind nicht automatisch willkommen. Viele Cafés und Restaurants erlauben Hunde im Außenbereich, manche auch drinnen — doch das liegt im Ermessen der jeweiligen Betreibenden. Frage vor dem Setzen kurz nach; ein gut erzogener Hund, der ruhig unter dem Tisch liegt, wird fast überall toleriert. In der Schlachte-Gastromeile und rund um den Marktplatz lohnt sich ein Blick auf die Hinweisschilder der einzelnen Lokale.

Listenhunde und Entsorgungspflicht

Bremen kennt eine Rasseliste, die bestimmte Hunderassen als potenziell gefährlich einstuft. Für diese Hunde gelten besondere Auflagen: Leinenpflicht und Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum, Sachkundenachweise für Haltende sowie unter Umständen ein behördliches Genehmigungsverfahren. Die genaue Liste der betroffenen Rassen und die damit verbundenen Anforderungen regelt das Bremische Polizeigesetz in Verbindung mit der zuständigen Behörde — informiere dich verbindlich bei der Senatorin für Inneres oder dem Ordnungsamt, bevor du einen dieser Hunde hältst oder nach Bremen mitbringst.

Die Entsorgungspflicht für Hundekot ist in Bremen klar geregelt: Du bist verpflichtet, die Hinterlassenschaften deines Hundes unverzüglich zu beseitigen. In vielen Grünanlagen und an Wegesrändern findest du Kotbeutelspender und Mülleimer — nutze sie. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, riskiert ein Bußgeld durch den ordnungsrechtlichen Außendienst. Führe immer eigene Beutel mit, da Spender gelegentlich leer sind. Diese einfache Geste erhält die Akzeptanz von Hunden im Stadtbild.

Praktisches vor Ort in Bremen

Bremen ist eine kompakte Stadt, die du mit Hund gut erkunden kannst — wenn du weißt, wo du im Ernstfall Hilfe findest und welche Anlaufstellen wirklich taugen. Hier bekommst du einen praktischen Überblick über Tierarztversorgung, Ausbildung, Freilauf und Betreuung.

Tierärzte und Notfallversorgung in Bremen

Bremen verfügt über eine solide tierärztliche Infrastruktur, verteilt über alle Stadtteile. Praxen findest du unter anderem in Schwachhausen, Findorff, Hemelingen und im Bremer Westen — eine schnelle Online-Suche über die Tierärztekammer Niedersachsen zeigt dir zugelassene Praxen in deiner Nähe. Außerhalb der regulären Sprechzeiten übernehmen tierärztliche Notdienste die Versorgung — wer der diensthabende Tierarzt ist, erfährst du in der Regel über einen Anrufbeantworter deiner Stammpraxis oder über die Kammer. Spezialisierte Tierkliniken mit Nacht- und Wochenendbereitschaft gibt es im Großraum Bremen; such dir eine heraus, bevor der Notfall eintritt, und speicher die Nummer im Telefon. Wer regelmäßig in Bremen unterwegs ist, sollte außerdem den nächsten Röntgen- und OP-Standort kennen — das spart im Ernstfall kostbare Zeit.

  • Praxissuche über die Tierärztekammer Niedersachsen (Bremen ist kammerrechtlich dort angebunden)
  • Notdienst-Hinweis immer zuerst über die eigene Praxis oder die Kammer-Hotline einholen
  • Tierkliniken mit 24h-Betrieb im Umland vorab recherchieren und Adresse speichern

Für akute Vergiftungen oder Unfälle gilt: Ruhig bleiben, Hund sichern, sofort anrufen. Das Tiergiftzentrum der Universität Bonn ist deutschlandweit erreichbar und berät am Telefon zu Giftpflanzen, verschluckten Substanzen und Ersthilfe-Maßnahmen. Notiere dir die Nummer jetzt, nicht erst beim nächsten Spaziergang.

Hundeschulen und Trainingsangebote in Bremen

Das Angebot an Hundeschulen und Trainern in Bremen ist breit gefächert. Von klassischer Welpenspielgruppe über Mantrailing bis hin zu Agility-Kursen findest du in fast jedem größeren Stadtteil mindestens eine Anlaufstelle. Achte bei der Wahl auf eine tierschutzgerechte, gewaltfreie Methodik — frag konkret nach dem Ausbildungsstand der Trainer und lass dir die Trainingsphilosophie erklären, bevor du buchst. Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) listet auf seiner Website anerkannte Vereine und Prüfer, was dir eine erste Orientierung gibt. Lokale Hundevereine im Stadtgebiet bieten neben dem Training oft auch gesellige Elemente — ein guter Weg, um Gleichgesinnte zu finden.

Wer mit einem neu adoptierten oder verhaltensauffälligen Hund nach Bremen zieht, sollte nicht zu lange warten, bevor er professionelle Unterstützung sucht. Gerade in der Großstadt, wo Reize von allen Seiten kommen — Straßenbahn, Menschenmengen, enge Gassen — ist eine solide Grundausbildung der beste Schutz für Hund und Halter. Viele Trainer bieten Einzelstunden auch outdoor an, was den Alltagstransfer erleichtert.

Hundeauslaufzonen und Freilaufflächen in Bremen

Bremen hält für Hunde mehrere ausgewiesene Freilaufflächen bereit, auf denen der Hund ohne Leine toben darf. Die genauen Standorte und aktuellen Regelungen veröffentlicht das Bremer Senator für Umwelt, Klima und Wissenschaft — prüfe dort vor dem Besuch, welche Flächen aktuell geöffnet sind und ob besondere Hinweisschilder gelten. Bekannte Grünzüge wie der Bürgerpark haben eigene Regeln: Auf bestimmten Wegen gilt Leinenpflicht, während andere Bereiche tolerierter für freilaufende Hunde sind. Verlasse dich nicht auf Hörensagen, sondern schau dir die Beschilderung vor Ort genau an.

Kleinere Quartierparks in Findorff, Walle oder Gröpelingen bieten oft informellen, aber geduldeten Freilauf — dennoch gilt: Leine anlegen, sobald Menschen, Kinder oder andere Tiere Unbehagen zeigen. Abgezäunte Hundewiesen mit Doppeltor findest du vereinzelt im Stadtgebiet; sie sind besonders für unsichere Hunde oder Welpen geeignet, weil das Ausbrechen ausgeschlossen ist. Aktuelle Infos dazu bekommst du auch über lokale Hundehalter-Gruppen, die Neueröffnungen und Schließungen oft schneller kommunizieren als offizielle Stellen.

  • Bürgerpark: Leinenpflicht auf Hauptwegen, Freilauf in bestimmten Randbereichen — Beschilderung beachten
  • Weserdeich und Grünzüge: Regeln variieren je nach Abschnitt und Jahreszeit
  • Abgezäunte Hundewiesen: Standorte beim städtischen Umweltamt oder via aktueller Stadtplan-App erfragen

Hundebetreuung, Pensionen und Service in Bremen

Wer beruflich eingespannt ist oder einen Kurztrip ohne Hund plant, findet in Bremen ein wachsendes Angebot an Tagesbetreuungen, Hundesittern und Pensionen. Gewerblich tätige Betreuungspersonen brauchen in Deutschland einen Sachkundenachweis gemäß Tierschutzgesetz — frag also aktiv danach, bevor du deinen Hund abgibst. Viele Anbieter arbeiten mit kleinen Gruppen in privaten Haushalten, was für soziale Hunde angenehmer ist als ein Boxenplatz in einer großen Einrichtung. Vergleiche mehrere Angebote, mach einen Probebesuch und beobachte, wie der Betreuer mit deinem Hund interagiert.

Für längere Abwesenheiten lohnt sich ein Blick auf Pensionen im Umland — im Landkreis Osterholz, Verden oder Diepholz gibt es ruhige Einrichtungen mit großem Auslauf, die für viele Hunde weniger stressig sind als ein städtischer Betreuungsplatz. Plane den ersten Aufenthalt als Kurztest ein: Ein oder zwei Nächte zeigen dir, ob dein Hund sich wohlfühlt, bevor du ihn für zwei Wochen dortlässt. Gute Pensionen haben eine Warteliste für Ferienzeiten — buche früh.

Saisonal in Bremen

Das norddeutsche Klima formt deinen Alltag mit Hund stärker, als du vielleicht erwartest. Wind vom Atlantik, weiche Herbstnebel über der Weser, knackige Wintermorgen — Bremen hat mit Hund in jeder Jahreszeit seinen eigenen Rhythmus.

Frühling in Bremen: Brut- und Setzzeit beachten

Ab März erwacht der Bürgerpark in satten Grüntönen, die Weserwiesen füllen sich mit Spaziergängern — und Wildtiere beginnen ihre sensibelste Phase. Brut- und Setzzeit dauert in Deutschland grob von März bis Juli; in dieser Zeit gilt besondere Rücksicht. Bodenbrütende Vögel nisten im hohen Gras der Weserufer und Grünflächen; ein freilaufender Hund kann ein Nest in Sekunden zerstören, ohne dass du es bemerkst. Halte deinen Hund in dieser Zeit auf Wegen und achte auf Hinweisschilder, die temporäre Sperrungen ausweisen.

Rehe und Hasen setzen im Frühjahr ihre Jungen in Deckung — auch in Randbereichen der Stadtparks und auf Grünstreifen entlang von Kleingärten. Ein Hund, der einem Reh hinterherjagt, ist nicht nur eine Gefahr für das Tier: Wilderei durch Hunde kann rechtliche Konsequenzen für den Halter haben. Trainiere einen zuverlässigen Rückruf, bevor du in naturnahen Bereichen den Hund von der Leine lässt. Die Schnakenzeit beginnt in Bremen ebenfalls im späten Frühling — feuchte Wiesen und Weserufer sind Stechmückengebiete, die für empfindliche Hunde lästig werden können.

  • Freilauf in Ufernähe und Wiesen von März bis Juli einschränken oder genau beobachten
  • Auf temporäre Sperrungen in Schutzgebieten (z.B. Werdersee, Stadtwaldsee) achten
  • Rückruf trainieren, bevor Wildwechsel-Saison beginnt

Sommer in Bremen: Hitze, Weser und Pfotenschutz

Bremer Sommer können heiß werden — und Asphalt heizt sich in der Innenstadt auf Temperaturen auf, die Hundepfoten innerhalb von Sekunden verbrennen. Die Faustregel: Wenn du den Handhandrücken nicht für sieben Sekunden schmerzfrei auf den Belag legen kannst, ist er zu heiß für deinen Hund. Verleg Spaziergänge auf den frühen Morgen oder den Abend, wenn Pflastersteine und Asphalt abgekühlt sind. Im Bürgerpark und entlang des Weserradwegs findest du schattige Abschnitte, die auch mittags gut begehbar sind.

Die Weser als Kühlmöglichkeit ist verlockend — aber prüfe vorab die Wasserqualität und beachte Strömungen. An bestimmten Abschnitten bestehen Badeverbot oder eingeschränkte Zugänge; offizielle Hinweise dazu findest du beim Bremer Wasserinformationsportal. Hunde, die viel im Wasser toben, trocknen in schwülem Wetter langsam — nasse Ohren und Fell begünstigen Hefepilze und Ohrentzündungen. Ohren nach dem Baden kontrollieren und notfalls regelmäßig reinigen.

Hitzschlag ist ein echter Notfall: Hecheln, Speicheln, Apathie und Koordinationsprobleme sind Warnzeichen. Kühle deinen Hund mit lauwarmem (nicht eiskaltem) Wasser, bring ihn sofort in den Schatten und ruf den Tierarzt an. Lass deinen Hund niemals im parkenden Auto — auch nicht kurz und auch nicht im Schatten.

Herbst in Bremen: Nebel, Kastanien und Jagdzeit

Der Bremer Herbst gehört zu den schönsten Jahreszeiten für Hundespaziergänge. Der Bürgerpark leuchtet in Rotgold, die Weserufer liegen oft in sanftem Morgennebel, und die Temperaturen sind angenehm frisch. Gleichzeitig bringt der Herbst Risiken: Kastanien, Eicheln und Bucheckern liegen massenhaft auf den Wegen und können bei Hunden Magen-Darm-Beschwerden auslösen — manche Hunde fressen alles, was sie finden. Behalte deinen Hund im Blick und gewöhn ihn ans Kommando „Lass es".

Ab Oktober beginnt offiziell die Hauptjagdzeit in Niedersachsen und Bremen. Auf Wald- und Feldflächen im Umland — etwa im Blockland oder im Teufelsmoor — können Jagdveranstaltungen stattfinden. Informiere dich vorab über aktuelle Treib- und Drückjagden, und halte deinen Hund in diesen Gebieten konsequent an der Leine. Ein Hund, der in einer Treibjagd auftaucht, bringt sich selbst in Gefahr. Reflektierendes Zubehör — Halsband oder Weste — empfiehlt sich ab der Dämmerungszeit, wenn Dunkelphasen länger werden.

  • Kastanien und Eicheln vom Fressen abhalten — Erbrechen und Durchfall möglich
  • Jagdzeiten im Umland prüfen, besonders im Blockland und Teufelsmoor
  • Reflexstreifen oder LED-Leuchte am Hund ab Mitte Oktober einsetzen
  • Pilzsaison: Viele Pilze sind für Hunde giftig — Fressen auf Waldspaziergängen unterbinden

Winter in Bremen: Streusalz, Sturm und Dunkelheit

Norddeutsche Winter sind selten extrem kalt, aber oft grau, nass und stürmisch. Streusalz auf Gehwegen und Straßen ist der häufigste Winterstressfaktor für Hundepfoten: Es reizt die Haut, kann zu Schrunden führen und ist giftig, wenn der Hund sich die Pfoten ableckt. Spüle die Pfoten nach jedem Stadtspaziergang mit lauwarmem Wasser ab und trag prophylaktisch Pfotenbalsam auf. Pfotenschuhe werden nicht von allen Hunden akzeptiert, können aber bei empfindlichen Tieren echte Entlastung bringen — gewöhn deinen Hund im Herbst daran, bevor der erste Frost kommt.

Kurze Tage bedeuten: viele Spaziergänge finden in der Dunkelheit statt. Mach dich und deinen Hund sichtbar — helles oder reflektierendes Zubehör, eine Stirnlampe und eine LED-Leuchte am Halsband gehören in dieser Jahreszeit zur Grundausstattung. Glatteiswarnung bedeutet für dich auch: Leine fest halten, denn Hunde verlieren auf Eis die Kontrolle ebenso wie Menschen. Brich einen Spaziergang lieber früher ab, als einen Sturz zu riskieren.

Manche Hunde — besonders kurzhaarige Rassen, kleine Hunde oder Welpen — brauchen im Winter einen Mantel. Das ist keine Vermenschlichung, sondern Tierschutz. Achte auf Zittern, Anspannung oder das Hochziehen von Pfoten als Zeichen, dass deinem Hund zu kalt ist. Drinnen sollte ein warmes, zugfreies Plätzchen warten — gerade nach langen, nassen Spaziergängen am Weserufer.

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