Hintergrund zur Region
Strausberg liegt rund 35 Kilometer östlich von Berlin und macht vieles richtig, was Hundehaltende schätzen: weite Wälder, klare Seen und kurze Wege aus der Stadt in echte Natur. Der Straussee direkt am Stadtrand spiegelt die Kiefern wider, und schon nach wenigen Minuten Fußweg stehst du mit deinem Hund auf weichen Waldböden, weit weg vom Stadtlärm. Strausberg ist keine Touristenmetropole — genau das macht es für Hunde und ihre Menschen so angenehm.
Die Stadt hat eine überschaubare Größe, die das Alltagsleben mit Hund entspannt hält. Kurze Wege zu Grünflächen, ein lebendiger Marktplatz und eine gut ausgebaute Infrastruktur sorgen dafür, dass du selten lange suchen musst, bis dein Hund sich austoben kann. Gleichzeitig liegt die Märkische Schweiz mit ihren hügeligen Wäldern und kleinen Seen praktisch vor der Haustür — ein echter Bonus für alle, die gerne wandern.
Wer aus Berlin mit der S-Bahn anreist, erreicht Strausberg bequem ohne Auto. Die S5 verbindet beide Städte direkt, und vom Bahnhof aus bist du in wenigen Minuten mitten in der Stadt oder am Seeufer. Für Tagesausflüge aus der Hauptstadt ist Strausberg damit eine der praktischsten Optionen — mit dem Vorteil, dass es hier deutlich ruhiger und grüner ist als in den meisten Stadtbezirken Berlins.
Tagesausflüge mit Hund in Strausberg
Der Geruch von Kiefernharz, das Rascheln trockener Blätter unter Pfoten — rund um Strausberg beginnt die Natur oft direkt hinter der letzten Häuserzeile. Die Region bietet dir und deinem Hund Wälder, Seeufer und ruhige Feldwege, die sich zu individuellen Touren kombinieren lassen.
Straussee und Uferweg
Der Straussee ist das Herzstück der Stadt und der erste Anlaufpunkt für jeden Hundeausflug. Das Gewässer ist fast vier Kilometer lang, und ein großer Teil des Ufers lässt sich zu Fuß erkunden. Der Rundweg führt durch Mischwald und bietet deinem Hund abwechslungsreiche Eindrücke — Wasservögel, Schilf, Wurzelwerk und gelegentlich andere Hunde, die ebenfalls ihre Runden drehen.
Am Nordufer befinden sich ruhigere Abschnitte, die sich besonders für entspannte Spaziergänge eignen. Im Sommer lockt das Wasser zum Baden, aber prüfe vor Ort, ob und wo Hunde an den Badestellen zugelassen sind — einzelne Bereiche sind in der Badesaison für Hunde gesperrt, und die genauen Regelungen können sich von Jahr zu Jahr ändern. Am besten informierst du dich vorab beim Stadtportal Strausberg.
Der Rundweg ist gut begehbar und auch bei feuchtem Wetter in weiten Teilen zugänglich. Plane für den Vollrundgang mindestens zwei Stunden ein, wenn du an interessanten Stellen pausieren willst. Parkplätze findest du am südlichen Seeufer in der Nähe des Strandbades.
Märkische Schweiz — Wälder und Hügelland
Direkt östlich von Strausberg beginnt das Naturschutzgebiet Märkische Schweiz, das zu den abwechslungsreichsten Wandergebieten Brandenburgs zählt. Hügel, Schluchten, kleine Seen und dichte Buchenwälder machen diese Region ungewöhnlich für das sonst eher flache Brandenburg. Für Hunde, die gerne schnüffeln, graben und klettern, ist das Gelände ein Paradies.
Besonders lohnend ist die Wanderung rund um den Großen Däbersee bei Buckow — keine zehn Kilometer von Strausberg entfernt. Der Weg führt durch alten Laubwald und bietet immer wieder Ausblicke auf das Wasser. Beachte, dass Teile des Naturschutzgebiets Schutzzonen haben, in denen Leinenpflicht gilt und Hunde bestimmte Bereiche nicht betreten dürfen. Die aktuellen Regelungen des Biosphärenreservats findest du auf der Website des Tourismusverbands Märkische Schweiz.
Buckow selbst ist ein kleines Städtchen mit Cafés und Restaurants, von denen einige Hunde dulden — frag beim Eintreten einfach nach, ein freundliches Nachfragen ist immer die sicherste Methode. Kombiniere die Wanderung mit einem Abstecher in den Ort, um die Tour für dich und deinen Hund abzurunden.
Waldgebiete rund um Strausberg-Nord
Nördlich des Stadtzentrums schließen sich ausgedehnte Kiefernwälder an, die sich bis nach Rehfelde und Fredersdorf erstrecken. Forstwege und Trampelpfade durchziehen das Gelände, ohne dass du großartig navigieren müsstest — die meisten Wege sind breit genug, um entspannt nebeneinanderzulaufen. Für ausdauernde Hunde und ihre Halter sind hier mehrstündige Touren problemlos möglich.
Das Gebiet ist vergleichsweise wenig frequentiert, was es für scheue oder sozial empfindliche Hunde besonders attraktiv macht. Wege führen an kleinen Waldteichen vorbei, die im Sommer eine willkommene Abkühlung bieten. Nimm ausreichend Wasser mit, denn Trinkmöglichkeiten sind auf den Forstwegen rar. In der Jagdsaison — typischerweise von Herbst bis Winter — solltest du auf ausgewiesenen Wegen bleiben und auf Warnschilder achten.
Die Waldgebiete nördlich der Stadt sind zu Fuß oder per Fahrrad vom Stadtrand aus erreichbar. Mit dem Auto empfiehlt sich die Anfahrt über die Landesstraße in Richtung Rehfelde, wo du an mehreren Stellen parken und direkt in den Wald einsteigen kannst.
Feldwege und Agrarland südlich der Stadt
Südlich von Strausberg öffnet sich die typische märkische Kulturlandschaft: weite Felder, Alleen und ruhige Verbindungswege zwischen den Dörfern. Wer flache, gut überschaubare Strecken bevorzugt, findet hier ideale Bedingungen. Die Horizonte sind weit, der Wind kommt ungehindert — ein anderes Naturerlebnis als im Wald, aber nicht weniger schön.
Besonders im Frühling und Sommer sind die Feldwege beliebt für längere Spaziergänge, wenn die Rapsfelder leuchten und die Luft nach Gräsern riecht. Halte deinen Hund in der Nähe landwirtschaftlicher Flächen, besonders in der Brut- und Setzzeit, von der Wegelinie ab und achte auf Wildtiere, die durch das offene Land ziehen. Wege zwischen Strausberg und den Ortschaften Herrensee oder Neuhaus eignen sich für ausgedehnte Runden.
Für Hunde, die an der Leine gut geführt werden, ist das offene Gelände eine gute Trainingsumgebung — wenig Ablenkung, viel Platz. Kombinierbar mit einem kurzen Abstecher zum Straussee lassen sich aus diesen Feldwegen vollständige Halbtagestouren zusammenstellen.
Hund und lokale Regeln in Strausberg
Bevor der erste Spaziergang beginnt, lohnt ein Blick ins Regelwerk: In Strausberg gelten wie in allen deutschen Städten lokale Verordnungen, die bestimmen, wo Hunde an der Leine geführt werden müssen, welche Abgaben fällig sind und wie du deinen Hund korrekt anmeldest. Wer das einmal geklärt hat, kann sich entspannt auf die Spaziergänge konzentrieren.
Leinenpflicht in Strausberg
In Strausberg gilt an vielen öffentlichen Orten eine Leinenpflicht. Dazu gehören in der Regel belebte Fußgängerzonen, öffentliche Parks, Spielplätze und die Bereiche rund um den Straussee in der Badesaison. Die genauen Zonen und Ausnahmen regelt die örtliche Gefahrenabwehrverordnung des Landes Brandenburg in Verbindung mit kommunalen Satzungen.
Im Wald und auf Feldwegen gelten andere Maßstäbe, aber auch hier kann in Schutzgebieten Leinenpflicht bestehen — etwa im Naturpark Märkische Schweiz. Informiere dich vor einem Ausflug über die aktuelle Regelung, da diese je nach Jahreszeit und Schutzstatus variieren kann. Die Brandenburgische Landesverordnung für Hunde findest du über das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg.
Ein einfacher Grundsatz hilft im Alltag: Leine immer dabei, auch wenn gerade keine Pflicht gilt — unvorhergesehene Situationen, Wild oder andere Hunde können jederzeit auftreten. Wo eindeutig kein Leinenpflichtbereich ausgewiesen ist und die Umgebung es erlaubt, kannst du deinen Hund entspannter führen.
Anmeldung und Hundeabgabe
In Deutschland besteht für Hundehaltende die Pflicht zur Anmeldung ihres Hundes bei der zuständigen Gemeinde. In Strausberg ist das die Stadtverwaltung. Nach der Anmeldung erhältst du eine Hundesteuermarke, die dein Hund beim Spaziergang am Halsband tragen sollte. Die Hundesteuer ist eine kommunale Abgabe, deren Höhe die Stadt selbst festlegt — konkrete Beträge erfährst du direkt beim zuständigen Stadtamt.
Melde deinen Hund innerhalb der in der Satzung vorgesehenen Frist an — eine versäumte Anmeldung kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Für Ersthunde und weitere Hunde können unterschiedliche Steuersätze gelten; auch Kampfhunde werden in vielen Kommunen höher besteuert. Genaue Informationen zur aktuellen Steuerhöhe und den Anmeldeformularen findest du direkt auf der Website der Stadt Strausberg.
Wer neu nach Strausberg zieht, sollte die Anmeldung zeitnah erledigen. Auch Hundehalter aus anderen Bundesländern, die längere Zeit in Strausberg verbringen, sollten prüfen, ob eine Anmeldepflicht greift — für Besucher gilt das in der Regel nicht, aber bei längerem Aufenthalt kann es relevant werden.
Öffentlicher Nahverkehr und Gastronomie
Mit der S-Bahn S5 kommst du bequem von Berlin nach Strausberg — und auch in die Umgebung sind die Verbindungen gut. Im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) fahren kleine Hunde in der geschlossenen Box kostenlos mit, und mit einer Zeitkarte ist meist ein Hund gratis dabei. Sonst löst du für deinen Hund einen ermäßigten Fahrschein. Dein Hund muss angeleint sein; ein Maulkorb ist nur nötig, wenn er andere Fahrgäste gefährden könnte. Prüfe die aktuellen Tarifregeln des VBB direkt beim Anbieter, da sich Konditionen ändern können.
In Bussen und Bahnen gilt für Hunde in der Regel: Leine anlegen, rücksichtsvoll platzieren und auf andere Fahrgäste achten. In der Hauptverkehrszeit kann es eng werden — ein ruhiger, gut sozialisierter Hund macht die Fahrt für alle angenehmer. Für größere oder weniger reisegewohnte Hunde sind frühe Morgen- oder Abendstunden außerhalb des Berufsverkehrs angenehmer.
In Strausberg selbst zeigen sich viele Gastronomiebetriebe hundefreundlich, vor allem solche mit Außenterrassen. Eine generelle Erlaubnis gibt es aber nicht — frag beim Betreten des Lokals kurz nach, ob dein Hund willkommen ist. Restaurants und Cafés rund um den Marktplatz und das Strausseeufer sind erfahrungsgemäß entspannt gegenüber Vierbeinern, aber das kann sich je nach Betrieb und Saison unterscheiden.
Listenhunde, Entsorgung und weitere Pflichten
In Brandenburg gilt das Hundegesetz des Landes, das bestimmte Rassen als „gefährliche Hunde" einstuft und für deren Haltung besondere Anforderungen stellt. Dazu können Wesenstest, Sachkundenachweis, Haftpflichtversicherung und besondere Auflagen zur Sicherung des Hundes gehören. Ob deine Rasse in Brandenburg als gefährlich eingestuft wird, prüfst du am besten direkt über das zuständige Veterinäramt des Märkisch-Oderland Kreises, in dem Strausberg liegt.
Für alle Hunde — unabhängig von der Rasse — gilt die Pflicht zur Haftpflichtversicherung in Brandenburg. Diese ist gesetzlich vorgeschrieben und schützt dich, wenn dein Hund einem Dritten oder dessen Eigentum Schaden zufügt. Wer noch keine solche Versicherung hat, sollte das vor dem ersten Spaziergang in Strausberg nachholen.
Hinterlassenschaften deines Hundes musst du konsequent beseitigen — das ist Pflicht und eine Frage des Respekts gegenüber anderen Spaziergängern. In Strausberg stehen an belebteren Wegen und rund um den Straussee Tütenspender und Abfallbehälter. Nimm aber immer eigene Beutel mit, da die Spender nicht überall nachgefüllt werden und manchmal leer sind. Verstöße gegen die Entsorgungspflicht können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.
Praktisches vor Ort in Strausberg
Strausberg liegt nah an Berlin, wirkt aber überraschend ruhig — und wer mit Hund hier lebt oder zu Besuch kommt, merkt schnell, dass die Stadt gut aufgestellt ist. Vom Tierarzt bis zur Hundewiese findest du vor Ort das Wichtigste. Trotzdem lohnt es sich, einiges im Voraus zu klären, damit der Alltag reibungslos läuft.
Tierärzte und tierärztlicher Notfalldienst
In Strausberg selbst gibt es mehrere Tierarztpraxen, die Hunde in der Regelversorgung betreuen. Für Routineuntersuchungen, Impfungen und kleinere Beschwerden bist du damit direkt vor Ort gut versorgt. Wichtig ist, die Notfallregelung deiner Praxis zu kennen: Nicht jede Praxis übernimmt Wochenenddienste selbst. Kläre schon beim ersten Besuch, an wen du dich nachts oder am Sonntag wenden sollst.
Für schwere Notfälle ist Berlin mit seinen tierärztlichen Kliniken und Tierkliniken rund um die Uhr erreichbar — die Fahrt dauert je nach Verkehr etwa 30 bis 45 Minuten. Halte die Nummer einer Berliner Tierklinik auf deinem Handy gespeichert, bevor du sie brauchst. Der tierärztliche Bereitschaftsdienst für Brandenburg ist über die Landestierärztekammer Brandenburg koordiniert; aktuelle Notfallnummern findest du auf der Website der Landestierärztekammer Brandenburg. Ruf im Zweifel dort an, um den nächsten diensthabenden Tierarzt zu erfragen.
Hast du einen Hund mit Vorerkrankungen oder einem erhöhten Risiko, lege dir außerdem einen Basis-Verbandkasten für Hunde zu. Kleine Wunden, eingerissene Ballen oder Fremdkörper zwischen den Zehen — das passiert gerade im Gelände rund um den Straussee. Wer vorbereitet ist, bleibt ruhig.
Hundeschulen und Training in der Region
Für Welpen, Junghunde und alle, die neu in der Region sind, lohnt ein Blick auf das lokale Angebot an Hundeschulen und Trainern. Im Raum Strausberg und im angrenzenden Märkisch-Oderland gibt es Anbieter, die Grundkurse, Begleithundprüfungen und Verhaltenstraining anbieten. Die Qualität variiert — frag gezielt nach der Ausbildung des Trainers und ob er mit modernen, positiven Methoden arbeitet.
Eine gute Hundeschule erkennst du daran, dass sie dir eine Probestunde oder ein Vorgespräch ohne Druck anbietet. Für spezifische Probleme wie Leinenreaktivität oder Angst empfiehlt sich ein Einzeltraining vor Ort statt eines Gruppenkurses. Manche Trainer kommen auch nach Hause — hilfreich, wenn du in Strausberg oder einem der umliegenden Dörfer wohnst. Frag im lokalen Tierheim oder beim Tierarzt nach persönlichen Empfehlungen; das ist oft zuverlässiger als reine Online-Bewertungen.
Wer sportlich unterwegs sein möchte, findet in der Region auch Canicross- und Mantrailing-Gruppen, die sich gelegentlich in Brandenburg treffen. Das Gelände rund um Strausberg mit seinen Wäldern und Seen eignet sich gut für diese Aktivitäten. Schau auf lokale Facebook-Gruppen oder Aushänge in Tierarztpraxen, um aktuelle Treffen zu finden.
Hundeauslaufzonen und Freilaufflächen
Strausberg bietet Hunden verschiedene Möglichkeiten zum Freilauf, wobei du die jeweils geltenden Regeln genau kennen solltest. Im Stadtgebiet gibt es ausgewiesene Bereiche, in denen Hunde ohne Leine laufen dürfen — prüfe aber immer die Beschilderung vor Ort, denn Regelungen können sich ändern oder saisonal variieren. Die Stadt Strausberg informiert auf ihrer Website über aktuelle Vorschriften; sieh dort regelmäßig nach oder frage direkt beim Ordnungsamt nach.
Am Straussee selbst gelten bestimmte Zonen und Jahreszeiten — nicht überall und nicht ganzjährig darf der Hund ins Wasser oder frei laufen. Gerade in der Badesaison sind einige Uferbereiche für Hunde nicht zugänglich, während andere Abschnitte toleranter sind. Informiere dich vorab auf der offiziellen Website der Stadt Strausberg oder sprich die Stadtwerke und das Ordnungsamt direkt an. So vermeidest du Bußgelder und unnötigen Ärger.
Die Wälder und Feldwege östlich der Stadt — Richtung Märkische Schweiz — bieten viel Platz für Hunde, die gerne rennen. Auf privaten und landwirtschaftlichen Flächen gilt jedoch: Leine anlegen, wenn kein ausdrückliches Freilaufrecht besteht. Der Wald ist kein rechtsfreier Raum. In der Brut- und Setzzeit (Frühling bis Frühsommer) gelten im Wald zudem strengere Rücksichtnahme-Gebote — dazu mehr im Saisonabschnitt.
Hundebetreuung und Pensionen in der Region
Wer beruflich unterwegs ist oder Urlaub ohne Hund plant, braucht eine verlässliche Betreuungslösung. In und um Strausberg gibt es Tierhotels, Pflegefamilien und Tagesbetreuungsangebote — die Dichte ist naturgemäß geringer als in Berlin, aber das Angebot wächst. Wichtig: Besuche jede Pension oder jeden Betreuer einmal persönlich, bevor du deinen Hund dort lässt. Schau dir an, wie viele Hunde gleichzeitig betreut werden und ob die Fläche zum Toben reicht.
Für längere Abwesenheiten ist eine Pflegefamilie oft stressärmer als eine Pension — der Hund lebt im Haushalt, nicht in einer Box. Plattformen wie Pawshake oder lokale Kleinanzeigen helfen bei der Suche; frag aber auch hier im Tierarztumfeld nach persönlichen Empfehlungen. Kläre im Vorfeld, ob der Betreuer im Notfall handlungsfähig ist: Vollmacht für den Tierarzt, Impfpass mitgeben, Notfallkontakt hinterlegen — das sind keine Kleinigkeiten.
Wer selbst in Strausberg zu Besuch ist und seinen Hund nicht allein im Auto lassen möchte, kann in manchen Cafés und Restaurants im Stadtgebiet nachfragen, ob der Hund auf der Terrasse willkommen ist. Eine offizielle Liste hundefreundlicher Gastronomiebetriebe existiert nicht; frag vor Ort oder ruf kurz an. Respektiere eine Absage ohne Diskussion — das schützt das Bild aller Hundehaltenden.
Saisonal in Strausberg
Die Märkische Landschaft rund um Strausberg wechselt ihr Gesicht mit jeder Jahreszeit — und mit ihr ändern sich die Bedürfnisse deines Hundes und die Regeln, die du beachten solltest. Ein kurzer Überblick, worauf du im jeweiligen Quartal achten musst.
Frühling: Brut- und Setzzeit im Wald und am See
Ab März erwacht der Wald rund um Strausberg — und genau dann beginnt die sensibelste Zeit für Wildtiere. Rehe setzen ihre Kitze, Vögel brüten am Boden, Hasen ziehen Junge auf. Ein freilaufender Hund kann in dieser Zeit großen Schaden anrichten, ohne dass du es merkst. Halte deinen Hund im Wald deshalb konsequent an der Leine oder zumindest in Sichtweite mit sicherem Rückruf.
Das Brandenburger Jagdgesetz schreibt den Schutz von Wild in der Setz- und Brutzeit fest. Ein Hund, der Wild hetzt, kann für seinen Halter rechtliche Konsequenzen haben — im schlimmsten Fall darf der Jäger eingreifen. Das ist keine Drohung, sondern geltendes Recht. Lies die aktuellen Regelungen auf der Website des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz Brandenburg nach.
Am Straussee beginnen im Frühling außerdem die Wasservögel zu brüten. Schilf- und Uferzonen sind empfindliche Lebensräume — halte deinen Hund vom Schilf fern, auch wenn er liebt, ins Wasser zu springen. Manche Uferbereiche sind in dieser Zeit durch Hinweisschilder gesperrt. Respektiere das konsequent.
Positiv: Im Frühling ist das Gelände noch nicht überfüllt, die Luft ist frisch, und dein Hund genießt die Aktivität nach dem Winter. Zeckenprophylaxe ist ab März Pflicht — die Zeckendichte in Brandenburg ist hoch, Borreliose und FSME sind reale Risiken. Kläre mit deinem Tierarzt, welche Prophylaxe für deinen Hund sinnvoll ist.
Sommer: Hitze, Wasser und volle Wege
Der Straussee zieht im Sommer viele Ausflügler an — und damit wird es an manchen Uferbereichen eng. Hunde und Badegäste vertragen sich nicht immer gut, und an offiziellen Badestellen sind Hunde häufig nicht erlaubt oder nur an bestimmten Abschnitten toleriert. Prüfe die Beschilderung vor Ort und weiche in ruhigere Uferabschnitte aus, wenn du mit deinem Hund schwimmen möchtest.
Hitze ist das größte Risiko im Sommer. Brandenburger Sommer können heiß und trocken sein — Temperaturen über 30 Grad sind keine Seltenheit. Hunde regulieren ihre Körpertemperatur über Hecheln und kühlen langsamer ab als Menschen. Vermeide intensive Bewegung zwischen 11 und 17 Uhr, gehe früh morgens oder am Abend. Achte auf Anzeichen von Überhitzung: starkes Hecheln, Koordinationsprobleme, roter Zahnfleischrand — das ist ein Notfall, der sofort Kühlung und einen Tierarzt erfordert.
Heißer Asphalt verbrennt Ballen innerhalb von Sekunden. Der einfache Test: Halte deine Handfläche 5 Sekunden auf den Boden. Ist er zu heiß für dich, ist er zu heiß für deinen Hund. Weiche auf Waldwege und Graspfade aus — rund um Strausberg findest du genug davon. Wasser immer dabei haben, und zwar mehr als du denkst.
Im Sommer steigt auch die Algengefahr an Seen. Blaualgen (Cyanobakterien) können für Hunde tödlich sein. Bei trübem, grünlichem oder nach Gras riechendem Wasser: nicht trinken lassen, nicht schwimmen lassen. Informationen zu aktuellen Badegewässerqualitäten in Brandenburg findest du beim Landesumweltamt. Nach jedem Seebad den Hund gründlich abspülen.
Herbst: Jagdsaison und Pilzzeit
Ab September beginnt in Brandenburg die Hauptjagdzeit. Jäger sind aktiv, vor allem in den Wäldern östlich von Strausberg und in der Märkischen Schweiz. Das bedeutet für dich: Hund konsequent an der Leine im Wald, besonders in den frühen Morgen- und späten Abendstunden. Leuchtende Warnwesten für Hund und Mensch erhöhen die Sichtbarkeit — sie sind günstig und können Leben retten.
Herbstwälder sind außerdem voller Pilze — und manche davon sind für Hunde hochgiftig. Der grüne Knollenblätterpilz, der weiße Knollenblätterpilz oder der Pantherpilz sehen harmlos aus und können dennoch zum Tod führen. Hunde fressen Pilze manchmal aus Neugier oder Hunger. Halte deinen Hund von Pilzen fern und lass ihn nicht unbeaufsichtigt wühlen. Zeigt dein Hund nach einem Waldspaziergang Erbrechen, Durchfall oder Schwäche, suche sofort einen Tierarzt auf und erwähne explizit die Möglichkeit einer Pilzvergiftung.
Positiv im Herbst: Die Temperaturen sind angenehm, der Wald riecht nach feuchtem Laub, und dein Hund ist aktiver als im Sommer. Die Straussee-Region ist weniger frequentiert als in den Ferienmonaten — ideal für ruhige Abendspaziergänge. Achte auf nasse Blätter und rutschige Wege, besonders bei älteren Hunden oder solchen mit Gelenkproblemen.
Winter: Kälte, Streusalz und kurze Tage
Brandenburger Winter können kalt und grau sein — manche Hunde lieben Schnee, andere zittern beim bloßen Anblick der Haustür. Wichtig für alle: Streusalz und Taumittel reizen die Ballen und können beim Ablecken zu Vergiftungen führen. Spüle die Pfoten nach jedem Stadtspaziergang gründlich mit lauwarmem Wasser ab. Pfotencremes oder Balsam schützen das Gewebe zusätzlich — frag deinen Tierarzt nach einer Empfehlung.
Kurzhaarige, schlanke und kleine Hunde frieren im Winter schneller als du denkst. Ein gut sitzender Hundemantel ist keine Luxuslösung, sondern sinnvoller Schutz — besonders für ältere Tiere oder solche mit wenig Unterwolle. Prüfe, ob der Mantel die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt. Am Straussee kann im Winter Eis auf dem See liegen — kein Hund sollte auf unsicherem Eis laufen. Brich Spaziergänge ab, wenn du die Eisdicke nicht einschätzen kannst.
Die kurzen Tage bedeuten, dass du öfter im Dunkeln unterwegs bist. LED-Leuchthalsband oder Blinklicht am Geschirr machen deinen Hund für Autofahrer sichtbar. Das gilt besonders auf den Straßen rund um Strausberg, wo Landstraßen und schlechte Beleuchtung zusammenkommen. Reflexstreifen an der Leine ergänzen das sinnvoll.
Im Winter gilt auch: Der Hund braucht trotz Kälte ausreichend Bewegung. Reduziere die Distanz bei extremer Kälte, aber lass regelmäßige Spaziergänge nicht ganz ausfallen — das schadet Körper und Gemüt. Ein kurzer, lebhafter Spaziergang ist besser als keiner. Geistige Auslastung durch Nasenarbeit oder Suchspiele drinnen kann die körperliche Einschränkung an wirklich unwirtlichen Tagen teilweise ausgleichen.
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