Hintergrund zur Region
Bernau bei Berlin liegt keine 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt — und genau das macht die Stadt so besonders für Hundehaltende. Du findest hier märkische Wälder, stille Seen und ein mittelalterliches Stadtbild, ohne Berliner Großstadtlärm und Trubel. Der Hund läuft entspannt neben dir, während du durch den Barnimer Naturpark streifst oder an der alten Stadtmauer entlang schlenderst.
Bernau trägt den Charakter einer gewachsenen Kleinstadt mit rund 40.000 Einwohnern. Die Altstadt mit ihrer fast vollständig erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer gibt dem Ort einen unverwechselbaren Anker — und der breite Grünstreifen drumherum lädt zu gemächlichen Abendspaziergängen ein. Im Hinterland wechseln sich Kiefernforste, Wiesen und kleine Moorgebiete ab, sodass kein Spaziergang dem nächsten gleicht.
Wer aus Berlin einen Tagesausflug plant, erreicht Bernau bequem mit der S-Bahn oder dem Auto. Wer hier lebt, schätzt die kurzen Wege in die Natur direkt vor der Haustür. Diese Seite bündelt, was du für deinen Alltag oder deinen Besuch mit Hund konkret wissen musst — von Leinenpflichtgebieten über Tierärzte bis zu den schönsten Waldrouten der Umgebung.
Tagesausflüge mit Hund in Bernau bei Berlin
Draußen riecht es nach Kiefernharz und feuchtem Waldboden — das ist Bernau. Die Stadt liegt mitten im Naturpark Barnim, und das merkt man mit jedem Schritt. Egal ob du zwei Stunden oder einen ganzen Tag unterwegs bist: Die Auswahl an Routen für dich und deinen Hund ist groß, die Wege sind meist gut begehbar, und die Begegnungsdichte mit anderen Wandernden hält sich in Grenzen. Hier sind die lohnendsten Ziele.
Naturpark Barnim: Wälder und Wege direkt vor der Haustür
Der Naturpark Barnim umschließt Bernau auf mehreren Seiten und ist das wichtigste Ausflugsziel für Hundehaltende in der Region. Auf Tausenden von Hektaren wechseln Kiefernforste, Laubmischwälder, Feuchttäler und offene Heidelandschaften einander ab. Viele Forstwege sind breit genug für lockeres Laufen nebeneinander und bieten genug Abstand, wenn dir andere Hunde begegnen.
Der Naturpark hat ein gut ausgeschildertes Wanderwegenetz. Besonders geeignet sind ruhigere Abschnitte abseits der Hauptparkplätze, zum Beispiel östlich von Bernau in Richtung Ladeburg oder südlich Richtung Schönow. Beachte, dass im Naturpark naturschutzrechtliche Regelungen gelten, die das Verlassen der Wege einschränken können — das betrifft besonders ausgewiesene Kernzonen. Prüfe die aktuellen Hinweisschilder vor Ort und informiere dich beim Naturpark selbst: naturpark-barnim.de.
In der Brut- und Setzzeit zwischen März und Juli gelten in Teilen des Parks zusätzliche Einschränkungen für freilaufende Hunde. Halte deinen Hund in dieser Phase sicherheitshalber an der Leine, auch wenn kein Schild direkt davor steht — der Schutz von Bodenbrütern und Rehkitzen liegt in deiner Verantwortung als Hundehalter.
Stadtmauer und Altstadt: Grüner Ring um mittelalterliches Gemäuer
Die Bernauer Stadtmauer gehört zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtbefestigungen in Brandenburg. Der Grünstreifen, der den größten Teil der Mauer umgibt, eignet sich wunderbar für einen kurzen Morgenlauf oder einen Abendrundgang mit Hund. Die Strecke rund um die Altstadt ist überschaubar, aber wechselreich — Kopfsteinpflaster, Rasenflächen und Baumreihen folgen einander.
Im Altstadtbereich selbst gilt, wie in den meisten Innenstädten, Leinenpflicht auf öffentlichen Flächen. Informiere dich über die aktuelle Hundesatzung der Stadt Bernau, bevor du deinen Hund im Bereich von Spielplätzen oder öffentlichen Grünanlagen frei laufen lässt. Die offizielle Stadtseite gibt Auskunft: bernau.de.
In den ruhigen Seitengassen der Altstadt begegnest du oft anderen Hunden — die Bernauer Innenstadt ist gut zu Fuß erlebbar. Für längere Verschnaufpausen eignet sich der Stadtpark südlich der Altstadt, der etwas mehr Platz und Schatten bietet als die Mauerpromenade.
Liepnitzsee und Umgebung: Wasser für warme Tage
Rund 15 Kilometer südwestlich von Bernau liegt der Liepnitzsee — einer der klarsten und tiefsten Seen Brandenburgs. Das Gebiet ist Teil des Naturparks Barnim und bietet ruhige Waldwege entlang des Ufers. Der See liegt inmitten eines ausgedehnten Waldgebiets, sodass der Weg zum Wasser selbst schon ein schöner Spaziergang ist.
Für Hunde ist wichtig: Nicht alle Uferbereiche sind offiziell für Hunde zugänglich. An manchen Abschnitten gibt es ausgewiesene Badestellen für Menschen, an denen Hunde nicht erlaubt sind oder sein können — prüfe das vor Ort an den Hinweisschildern. Abseits der offiziellen Badestellen findest du ruhigere Uferabschnitte, wo Hunde ins Wasser dürfen, sofern keine Schutzgebiete ausgewiesen sind.
Die Anreise zum Liepnitzsee ist mit dem Auto bequemer als mit dem ÖPNV. Parkmöglichkeiten gibt es an mehreren Zugangspunkten. Im Hochsommer kann es an Wochenenden voll werden — ein früher Start lohnt sich, sowohl für dich als auch für deinen Hund, dem der Trubel erfahrungsgemäß weniger gefällt als die Ruhe am frühen Morgen.
Panke-Tal und Umland: Flussbegleitende Grünzüge Richtung Berlin
Die Panke entspringt im Barnimer Hügelland nördlich von Bernau und fließt durch das Stadtgebiet nach Süden, letztlich bis nach Berlin. Der Bachlauf und seine Grünzüge bieten lineare Spazierwege, die sich je nach Tagesform verlängern oder abkürzen lassen. Besonders im Abschnitt nördlich der Stadt, zwischen Bernau und Birkholz, ist die Landschaft ruhig und weitgehend unverbaut.
Der Weg entlang der Panke ist kein offizieller Fernwanderweg, aber gut zugänglich und für Hunde sehr reizvoll — viel Beschnupperbares am Ufer, flache Zugänge zum Wasser, wenig Verkehr. Achte auf die Wasserqualität vor Ort: Nach starken Regenfällen kann das Wasser der Panke durch Einträge aus der Landwirtschaft belastet sein. Lass deinen Hund nicht trinken, wenn das Wasser trüb oder verfärbt ist.
Die Panke-Route eignet sich auch gut als Ausweich-Spaziergang an Tagen, wenn die Wälder im Naturpark Barnim wegen Trockenheit gesperrt sind — solche Sperrungen kommen in Brandenburger Sommern vor und gelten meist für Waldbereiche, nicht für offene Uferstreifen. Aktuelle Informationen zu Waldbrandstufen und Sperrungen findest du beim Landesbetrieb Forst Brandenburg.
Hund und lokale Regeln in Bernau bei Berlin
Regeln klingen trocken — aber sie entscheiden darüber, ob dein Spaziergang stressfrei bleibt oder mit einer Ordnungswidrigkeit endet. In Bernau bei Berlin gelten, wie überall in Brandenburg, kommunale und landesrechtliche Vorschriften nebeneinander. Was hier folgt, ist eine sachliche Orientierung — prüfe aktuelle Regelungen immer direkt bei der Stadt oder dem zuständigen Amt, da sich Satzungen ändern können.
Leinenpflicht in Bernau: Wo gilt sie, wo nicht
In Bernau bei Berlin gilt auf öffentlichen Straßen, Plätzen und in Parkanlagen grundsätzlich Leinenpflicht für Hunde. Das betrifft insbesondere die Innenstadt, den Bereich rund um die Altstadt, Fußgängerbereiche und öffentliche Grünanlagen. Spielplätze sind für Hunde in der Regel vollständig tabu — das gilt unabhängig von der Leinenpflicht.
Im Naturpark Barnim kommen zusätzliche Regelungen hinzu. In ausgewiesenen Schutzzonen und während der Brut- und Setzzeit von März bis Juli ist das Führen von Hunden an der Leine Pflicht, in manchen Kernzonen ist das Betreten mit Hund überhaupt eingeschränkt. Halte dich an die Beschilderung vor Ort und lies die Parkordnung des Naturparks, die du auf der offiziellen Website findest.
Freilaufflächen, auf denen Hunde offiziell ohne Leine laufen dürfen, sind in Bernau rar. Wo solche Flächen existieren, sind sie ausgeschildert. Verlasse dich nicht auf mündliche Aussagen anderer Hundehalter zur Leinenpflicht — die kommunale Satzung ist das einzig verbindliche Dokument. Du findest sie auf der Stadtwebseite: bernau.de.
Hundesteuer und Anmeldung: Was du als Halter erledigen musst
Wer seinen Hund in Bernau bei Berlin hält, ist zur Anmeldung beim zuständigen Steueramt der Stadt verpflichtet. Die Anmeldung muss in der Regel innerhalb weniger Wochen nach der Anschaffung oder dem Zuzug erfolgen. Du erhältst nach der Anmeldung eine Hundemarke, die dein Hund im öffentlichen Raum tragen muss — sie dient als Nachweis der ordnungsgemäßen Anmeldung.
Die Stadt Bernau erhebt eine Hundesteuer (Hundeabgabe). Die genaue Höhe richtet sich nach der aktuellen Hundesteuersatzung der Stadt — konkrete Beträge nenne ich hier bewusst nicht, da sie sich ändern können. Informiere dich direkt beim Stadtbüro oder auf der offiziellen Stadtwebseite über die aktuell gültigen Jahresbeträge und etwaige Staffelungen für Zweit- oder Kampfhunde.
Wer mit Erstwohnsitz in Berlin gemeldet ist und nur einen Tagesausflug nach Bernau unternimmt, muss dort keine separate Steuer zahlen. Der Hund bleibt in der Gemeinde angemeldet und versteuert, in der der Halter seinen Hauptwohnsitz hat. Bei längerem Aufenthalt oder Zweitwohnsitz können andere Regelungen greifen — kläre das im Zweifelsfall mit dem Steueramt der jeweiligen Gemeinde.
Hunde im ÖPNV und in der Gastronomie
Bernau ist gut an den Berliner S-Bahn-Ring angebunden — die S-Bahn-Linie S2 fährt direkt nach Bernau. Hunde dürfen im Berliner und Brandenburger Nahverkehr in der Regel mitgenommen werden, wenn sie einen gültigen Hundefahrschein haben oder in einer geeigneten Transportbox reisen. Kleine Hunde in Taschen werden oft wie Gepäck behandelt, größere Hunde benötigen einen eigenen Fahrschein und müssen angeleint sein.
Informiere dich über die aktuellen Beförderungsbedingungen beim jeweiligen Verkehrsverbund. Für die S-Bahn gilt der VBB-Tarif (Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg) — die genauen Regelungen zur Hundemitnahme findest du auf der VBB-Website. In Stoßzeiten kann die Mitnahme größerer Hunde schwierig sein, weil die Züge voll sind und andere Fahrgäste reagieren können.
Die Gastronomieszene in Bernau ist überschaubar, aber gastfreundlich. Viele Cafés und Restaurants in der Innenstadt dulden Hunde auf der Terrasse — eine ausdrückliche Erlaubnis ist das aber nicht immer. Frag immer vorher, ob dein Hund willkommen ist, und bring eine Leine mit, auch wenn dein Hund als ruhig gilt. Einige Lokale im Außenbereich stellen Wassernapf und Leckerli bereit — das zeigt dir, dass du richtig bist.
Listenhunde und Entsorgung: Was du sonst noch wissen solltest
In Brandenburg gilt das Hundegesetz des Landes Brandenburg (HundeG Bbg), das unter anderem Regelungen zu sogenannten „gefährlichen Hunden" enthält. Rassen wie American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier oder Pitbull Terrier unterliegen besonderen Anforderungen — dazu gehören in der Regel Leinenpflicht und Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum sowie ein Wesenstest und eine Erlaubnis.
Wenn du einen Hund hältst, der unter diese Kategorie fallen könnte, informiere dich vor dem Zuzug oder dem Ausflug über die aktuell gültigen Vorschriften. Die zuständige Behörde ist das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Barnim. Aktuelle Informationen findest du auf der Seite des Landkreises: barnim.de.
Zur Kotentsorgung: Im Stadtgebiet und in öffentlichen Grünanlagen sind Hundekotbeutelspender an verschiedenen Stellen aufgestellt — aber verlasse dich nicht darauf, dass immer Beutel vorhanden sind. Trag eigene Beutel bei dir und entsorge sie in den dafür vorgesehenen Abfallbehältern. Das Liegenlassen von Hundekot ist ordnungswidrig und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Die Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Bußgeldkatalog der Stadt — prüfe das im Zweifelsfall direkt bei der Stadt Bernau.
Praktisches vor Ort in Bernau bei Berlin
Wer mit Hund in Bernau lebt oder zu Besuch ist, braucht verlässliche Adressen — für den Alltag, den Notfall und die Auszeit. Die Stadt und ihr Umland bieten einige wichtige Anlaufstellen, die du kennen solltest, bevor du mit deinem Hund losziehst.
Tierärzte und tierärztlicher Notfalldienst
In Bernau bei Berlin und dem direkten Umkreis gibt es mehrere Tierarztpraxen, die Hunde ambulant versorgen. Für die tierärztliche Notfallversorgung außerhalb der regulären Sprechzeiten gilt in Brandenburg ein regionaler Notdienst, der von den niedergelassenen Praxen im Wechsel organisiert wird. Die aktuelle Notfallnummer findest du auf dem Anrufbeantworter deiner Stammpraxis oder über die Tierärztekammer Berlin-Brandenburg. Für schwere Notfälle — etwa Vergiftungen, Knochenbrüche oder akute Atemprobleme — ist die nächste tierärztliche Klinik mit Nachtbereitschaft in der Regel in Berlin erreichbar. Plane die Route dorthin gedanklich schon im Voraus, damit du im Ernstfall keine Zeit verlierst.
- Suche dir vor dem Urlaub oder Umzug eine Praxis in Bernau und hinterlege die Nummer im Handy.
- Frage beim ersten Besuch direkt nach dem lokalen Notfalldienstplan.
- Halte Impfpass und Chip-Nummer deines Hundes griffbereit — viele Kliniken fragen danach.
Wenn du als Besucher mit Hund nach Bernau kommst, ist es sinnvoll, den Impfstatus und eventuelle Medikamente schriftlich dabei zu haben. Besonders bei Reisen mit älteren oder kranken Hunden kann das im Notfall entscheidend sein.
Hundeschulen und Trainingsangebote
Rund um Bernau bei Berlin gibt es Hundeschulen und Trainer, die verschiedene Ausbildungsstufen anbieten — von der Welpenstunde bis zur fortgeschrittenen Begleithundeprüfung. Das Angebot variiert je nach Anbieter: Manche legen den Schwerpunkt auf positive Verstärkung und alltagspraktische Übungen, andere bieten Sportkurse wie Agility oder Mantrailing an. Da das Angebot sich regelmäßig ändert, empfiehlt es sich, direkt bei den lokalen Vereinen und Schulen nachzufragen. Der Barnimer Raum hat eine aktive Hundesportszene — schau auch beim zuständigen Kreisverband des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) nach Vereinen in der Nähe.
Für Hunde mit Lernbedarf in der Stadt — etwa bei Reaktivität auf Fahrräder oder anderen Hunden — lohnt sich ein Training direkt in Bernaus Innenstadt oder am Bahnhof. Diese Umgebungen bieten realistische Ablenkungen unter kontrollierten Bedingungen. Sprich deinen Trainer darauf an, ob solche Einheiten möglich sind.
- Frage nach Probestunden, bevor du dich längerfristig bindest.
- Achte auf transparente Trainingsmethoden — seriöse Schulen arbeiten ohne Straf- und Zwangsmittel.
- Vereinsmitgliedschaft kann günstiger sein als Privatstunden, wenn du langfristig trainieren möchtest.
Hundeauslaufzonen und Freilaufflächen
In Bernau bei Berlin gibt es ausgewiesene Hundeauslaufzonen, auf denen Hunde ohne Leine laufen dürfen — prüfe deren genaue Lage und aktuelle Regeln aber immer bei der Stadt Bernau bei Berlin oder direkt vor Ort an den Beschilderungen. Außerhalb dieser Flächen gilt im Stadtgebiet grundsätzlich Leinenpflicht, deren Umfang von der lokalen Polizei- und Ordnungsbehörde festgelegt wird. Die Regeln können sich ändern — verlasse dich nicht auf Aussagen aus zweiter Hand, sondern schau auf das aktuelle Ortsrecht.
Im Umland von Bernau — etwa im Bereich des Liepnitzsees oder entlang der Panke — findest du deutlich mehr Raum zum freieren Bewegen. Dennoch gelten auch dort Regeln: In Naturschutzgebieten und während der Brut- und Setzzeit sind Anleingebote oder -pflichten oft verschärft. Informiere dich vor dem Ausflug beim Landkreis Barnim, welche Schutzgebiete betroffen sind.
- Halte die Auslaufzonen sauber — Tüten und Mülleimer sind Mindeststandard.
- Auch auf Freilaufflächen bleibt du für das Verhalten deines Hundes verantwortlich.
- Vermeide Bereiche mit Wildwechsel — besonders in den Abend- und Morgenstunden.
Wenn du neu in Bernau bist, lohnt sich der Austausch mit anderen Hundehaltern vor Ort. In lokalen Facebook-Gruppen oder am Hundeauslaufplatz selbst erfährst du schnell, wo sich welche inoffizielle Hundewiese etabliert hat und wo es Konflikte mit Anwohnern gibt. Solche sozialen Informationen ergänzen das offizielle Regelwerk sinnvoll.
Hundepensionen, Tagesbetreuung und Hundesitter
Wer in Bernau oder dem Barnimer Umland Urlaub macht oder beruflich eingespannt ist, braucht gelegentlich eine zuverlässige Betreuung für den Hund. Hundepensionen und Tagesbetreuungsangebote sind im ländlich geprägten Umland von Bernau vereinzelt vorhanden — von kleinen familiären Pensionen bis zu größeren Einrichtungen mit Außengelände. Wichtig: Besuche die Einrichtung vor der ersten Buchung persönlich und bring deinen Hund zur Schnupperrunde mit. So merkst du, ob die Chemie stimmt und ob die Hygiene- und Platzverhältnisse passen.
Für kurzfristige Bedarfe — etwa ein einzelner langer Arbeitstag — bieten Plattformen für private Hundesitter auch in der Region Bernau Angebote. Prüfe dabei, ob der Sitter Erfahrung mit der Größe und Rasse deines Hundes hat und ob eine Tierhalterhaftpflicht vorhanden ist. Viele Kommunen in Brandenburg verlangen außerdem, dass der Betreuer die Hundesteuer und Anmeldepflichten kennt. Für Hundehalter, die dauerhaft in Bernau leben, ist der Aufbau eines verlässlichen Betreuungsnetzwerks im Alltag Gold wert.
- Buche Pensionsplätze in der Ferienzeit frühzeitig — die Nachfrage im Berliner Umland ist hoch.
- Frage nach dem Betreuungsschlüssel: Wie viele Hunde betreut eine Person gleichzeitig?
- Stelle sicher, dass dein Hund gut sozialisiert ist, bevor er in eine Gruppenbetreuung kommt.
Saisonal in Bernau bei Berlin
Das Barnimer Land wechselt sein Gesicht mit jeder Jahreszeit — und was im Sommer ein kühler Schattenweg ist, kann im Winter ein rutschiger Pfad sein. Wer das Freizeit- und Alltagsleben mit Hund in Bernau genießen will, sollte die saisonalen Besonderheiten kennen.
Frühling: Brut- und Setzzeit im Barnimer Umland
Der Frühling kommt im Barnimer Raum oft mit kräftigem Wind und wechselhaftem Wetter — aber auch mit dem ersten echten Grün seit Monaten. Genau jetzt ist Vorsicht geboten: Brut- und Setzzeit bedeutet, dass Rehe, Feldhasen und viele Vogelarten ihren Nachwuchs aufziehen. Ein freilaufender Hund kann in dieser Phase erheblichen Schaden anrichten — auch dann, wenn er selbst kein Jagdverhalten zeigt. Allein die Anwesenheit eines Hundes kann Vögel vom Nest treiben oder Rehkitze in Panik versetzen.
Im Landkreis Barnim sind viele Waldgebiete und Feldränder während dieser Zeit offiziell mit Anleingeboten oder -pflichten versehen. Die genauen Regelungen erfährst du beim Landkreis Barnim oder an den Hinweisschildern vor Ort. Halte deinen Hund in dieser Zeit konsequent an der Leine — nicht nur aus rechtlicher Pflicht, sondern aus Rücksicht auf die Tierwelt. Besonders in den frühen Morgenstunden und in der Dämmerung ist das Störpotenzial am höchsten.
- Bleib auf markierten Wegen und meide Feldränder sowie Schilf- und Uferzonen.
- Kitze liegen reglos im hohen Gras — sie wirken verlassen, sind es aber meist nicht.
- Bringe deinem Hund frühzeitig ein zuverlässiges Rückrufzeichen bei.
Der Frühling ist gleichzeitig die beste Zeit, um mit dem Training im Freien zu beginnen — die Temperaturen sind angenehm, die Abende heller, und viele Hundeschulen starten ihre Außenkurse. Nutze diese Phase für das Festigen der Grundgehorsamkeit, bevor Sommer, Wasser und Ablenkungen alles komplizierter machen.
Sommer: Hitze, Wasser und Zecken
Die Sommer im Berliner Umland können heiß und trocken werden — Temperaturen über 30 Grad Celsius sind keine Seltenheit. Für Hunde ist das eine echte Belastung: Hitzschlag kann sich schnell entwickeln, besonders bei kurzschnäuzigen Rassen, älteren Hunden oder sehr aktiven Tieren. Plane Spaziergänge konsequent in die frühen Morgen- und späten Abendstunden, wenn der Asphalt in Bernaus Innenstadt noch nicht aufgeheizt ist. Auf Waldpfaden ist es meist deutlich kühler als auf offenen Feldern.
Wasser ist im Sommer dein wichtigstes Hilfsmittel. Der Liepnitzsee, der Obersee und andere Gewässer im Barnimer Raum bieten Abkühlung — prüfe aber vor Ort, ob Hunde an der jeweiligen Badestelle erlaubt sind. Viele Strandbereiche haben in der Hochsaison explizite Hundeverbote oder -bereiche. Blaualgenbefall in Seen ist im Hochsommer ein reales Risiko: Informiere dich beim zuständigen Gesundheitsamt oder der Stadt, bevor dein Hund ins Wasser geht.
- Trage immer eine gefüllte Wasserflasche und eine faltbare Schüssel mit.
- Heiße Asphaltflächen verbrennen Pfoten — teste mit dem Handrücken, ob der Boden zu heiß ist.
- Lass deinen Hund nie im abgestellten Auto — auch nicht kurz.
Zecken sind von Frühling bis Herbst im Barnimer Raum aktiv — besonders in hohem Gras, Gebüsch und Waldrändern. Bernau und das Umland liegen in einem Risikogebiet für FSME und Borreliose. Schütze deinen Hund mit einem vom Tierarzt empfohlenen Zeckenmittel und kontrolliere ihn nach jedem Ausflug gründlich. Entferne Zecken sofort mit einer Zeckenzange — drehe dabei nicht, sondern ziehe gerade heraus.
Herbst: Jagdsaison und trügerische Wege
Der Herbst färbt das Barnimer Land in warme Rottöne — die Waldgebiete rund um Bernau sind jetzt besonders schön. Gleichzeitig beginnt die Hauptjagdsaison: In den Wäldern und auf den Feldern des Landkreises Barnim wird aktiv gejagt, vor allem an Wochenenden. Ein freilaufender Hund kann Treibjagden stören und gerät dabei selbst in Gefahr. Halte deinen Hund in der Nähe von Wäldern und Feldgehölzen deshalb konsequent an der Leine und reagiere auf Warnschilder der Jägerschaft.
Die Wege im Herbst werden schnell rutschig — nasses Laub auf Waldpfaden, aufgeweichte Feldwege und erste Nachtfröste machen das Laufen für Mensch und Hund anspruchsvoller. Festes Schuhwerk ist Pflicht, und auch Hunde mit Pfotenproblemen oder älteren Gelenken brauchen besondere Aufmerksamkeit. Kürze die Ausflüge bei schlechter Witterung lieber etwas, als deinen Hund auf unsicherem Untergrund zu überfordern.
- Melde dich bei erkennbarer Jagdaktivität lautstark zu Wort — Jäger schätzen das.
- Dunkle Abende kommen schnell: Leuchthalsbänder oder Reflektoren helfen beim Abendrundgang.
- Pilze im Herbst sind verlockend für Hunde — viele sind hochgiftig. Übe das Kommando „Lass es".
Der Herbst ist auch eine gute Zeit, um die Winterfitness deines Hundes zu prüfen. Hat er seine Impfungen? Ist seine Hüfte oder sein Kreuz noch fit genug für glatte Böden? Vereinbare einen Check beim Tierarzt, bevor der Winter die Ausflüge erschwert.
Winter: Kälte, Streusalz und kurze Tage
Winter in Bernau bei Berlin kann mild und grau sein — aber auch knackig kalt mit Schnee und Eis. Für Hunde ist das oft kein Problem, solange die Vierbeiner fit und gut versorgt sind. Die größte Gefahr lauert auf gestreuten Wegen: Streusalz und chemische Auftaumittel reizen die Pfoten und können bei Aufnahme giftig sein. Wische die Pfoten deines Hundes nach jedem Stadtspaziergang gründlich ab. Pfotenbalsam schützt die Hornhaut präventiv — trage ihn vor dem Ausflug auf.
Kleine und kurzhaarige Hunde frieren im Brandenburger Winter schnell. Ein gut sitzender Hundemantel ist kein Luxus, sondern sinnvoller Schutz — besonders für Welpen, ältere Hunde oder Rassen mit wenig Unterwolle. Achte darauf, dass der Mantel die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt und nicht scheuert. Kurze, häufige Ausflüge sind im Winter oft besser als lange Märsche bei Minusgraden.
- Prüfe nach dem Spaziergang auch die Zehenzwischenräume — dort sammeln sich Eisballen und Salzkristalle.
- Im Schnee sind bekannte Wege kaum wiederzuerkennen — orientiere dich sorgfältig.
- Kurze Tage bedeuten: Sichtbarkeit ist Pflicht. Leuchtendes Zubehör für Hund und Halter schützt beide.
In Bernaus Innenstadt kann es im Winter durch Schneeräumung und Streudienst unübersichtlich werden. Plane deine Runden so, dass du nicht auf stark gestreuten Hauptstraßen laufen musst, wenn es Alternativen gibt. Die Stadtrandgebiete und die angrenzenden Waldwege sind im Winter oft ruhiger und weniger belastet mit Streumittel — vorausgesetzt, sie sind sicher begehbar.
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