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Schöneberg liegt im Herzen Berlins und ist weit mehr als ein dicht bebauter Innenstadtbezirk. Zwischen Gründerzeitfassaden, belebten Kiezen und überraschend grünen Ecken entfaltet sich hier ein Alltag, der…

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Hintergrund zur Region

Schöneberg liegt im Herzen Berlins und ist weit mehr als ein dicht bebauter Innenstadtbezirk. Zwischen Gründerzeitfassaden, belebten Kiezen und überraschend grünen Ecken entfaltet sich hier ein Alltag, der mit Hund erstaunlich gut funktioniert. Wer morgens mit seinem Hund durch den Volkspark Schöneberg-Wilmersdorf streift, erlebt Berlin von einer ruhigen, fast dörflichen Seite — Vogelgezwitscher statt Verkehrslärm, feuchtes Gras unter den Pfoten, Nachbarn mit ihren Hunden im entspannten Austausch.

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg vereint urbane Dichte mit grünen Inseln, die du als Hundehaltender gezielt ansteuern kannst. Der Rudolph-Wilde-Park, der Insulaner und die weitläufigen Rasenflächen rund um das frühere Tempelhofer Feld — gleich nebenan — machen Schöneberg zu einem gut vernetzten Ausgangspunkt für Ausflüge quer durch die Stadt und ins Umland. Cafés, die Hunde willkommen heißen, Tierarztpraxen in jedem Kiez und kurze U-Bahn-Wege runden das Bild ab.

Gleichzeitig gilt: Berlin ist eine Millionenstadt mit klaren Regeln. Leinenpflicht, Hundesteuer und Verhaltensregeln in Parks sind kein bürokratisches Beiwerk, sondern gelebter Alltag. Wer sie kennt, bewegt sich entspannt — und sein Hund auch. Diese Seite gibt dir einen ehrlichen Überblick über alles, was du für ein gutes Leben mit Hund in Schöneberg wissen solltest.

Tagesausflüge mit Hund in Schöneberg

Schöneberg überrascht immer wieder mit Grünflächen, die sich zwischen Altbaublöcken und belebten Straßen verstecken. Hier lohnt es sich, die eigene Nachbarschaft systematisch zu erkunden — und von dort aus größere Ausflugsziele in der Region anzusteuern.

Volkspark Schöneberg-Wilmersdorf: Grüne Lunge mitten im Kiez

Der Volkspark Schöneberg-Wilmersdorf erstreckt sich entlang der Grenze zwischen beiden Bezirken und bietet geschwungene Wege, alte Baumbestände und offene Rasenflächen. Hunde dürfen hier an der Leine spazieren — auf bestimmten Abschnitten gibt es ausgewiesene Bereiche, die mehr Bewegungsfreiheit ermöglichen, aber prüfe die aktuelle Beschilderung vor Ort, denn die Regelungen können sich ändern. Der Park ist auch an Wochentagen gut frequentiert und eignet sich hervorragend für die morgendliche Runde. Bänke, Schatten und Wasserzugänge im Sommer machen den Aufenthalt für Mensch und Tier angenehm.

Besonders reizvoll ist die Randlage zum angrenzenden Wohnkiez: Du kannst den Park als Teil einer größeren Spazierrunde durch ruhige Seitenstraßen einbinden. Die Wege sind befestigt und auch bei nassem Wetter gut begehbar — ein Pluspunkt für den ganzjährigen Einsatz. Wer frühmorgens unterwegs ist, trifft auf deutlich weniger Trubel und kann ruhiger mit dem Hund arbeiten.

Rudolph-Wilde-Park und Rathaus Schöneberg: Stadtgeschichte auf vier Pfoten

Der Rudolph-Wilde-Park liegt direkt am Rathaus Schöneberg und ist einer der ältesten und bekanntesten Grünzüge des Bezirks. Weitläufige Wiesenflächen, alte Bäume und der historische Brunnen geben dem Park eine besondere Atmosphäre — hier spürt man die Jahrzehnte Stadtgeschichte. Mit dem Hund an der Leine lässt sich der Park gut in einem Rundgang erkunden; Leinenpflicht gilt hier durchgehend, also plane das ein. Der Park grenzt an belebte Einkaufsstraßen, sodass du Spaziergang und Besorgungen gut verbinden kannst.

Nach dem Spaziergang lohnt ein Abstecher in die umliegenden Kieze: Die Akazienstraße und die Goltzstraße sind bekannt für ihre entspannte, hundfreundliche Atmosphäre — viele Cafés und Restaurants dulden Hunde auf der Terrasse, aber erkundige dich direkt beim Personal, bevor du Platz nimmst. Besonders an ruhigen Vormittagen wirkt dieser Teil Schönebergs fast wie ein Dorf.

Tempelhofer Feld: Weitläufige Freiheit direkt nebenan

Auch wenn das Tempelhofer Feld offiziell zum Bezirk Tempelhof-Schöneberg gehört und streng genommen außerhalb des historischen Schöneberg liegt, ist es für alle Hundehaltenden im Bezirk der wichtigste Ausflugstipp überhaupt. Das frühere Flughafengelände ist eine der größten innerstädtischen Freiflächen Europas — über 300 Hektar offene Landschaft, flacher Horizont, Windböen und das einzigartige Gefühl von Weite mitten in der Großstadt. Hunde müssen hier an der Leine geführt werden, da das Feld naturschutzrechtlich geschützte Bereiche umfasst.

Die asphaltierten Rollwege sind breit und gut begehbar, die Wiesen laden zum Rasten ein. Ausgewiesene Hundeauslaufflächen befinden sich im Randbereich des Feldes — achte auf die Schilder beim Eingang, um die aktuell gültigen Zonen zu finden. Das Tempelhofer Feld ist ganzjährig geöffnet und kostenlos zugänglich; aktuelle Informationen findest du auf der offiziellen Seite des Bezirks Tempelhof-Schöneberg.

Wannsee und Grunewald: Das große Ausflugsziel vor der Stadtgrenze

Wer mit dem Hund einen halben Tag oder ganzen Tag unterwegs sein möchte, fährt von Schöneberg aus bequem mit der S-Bahn zum Grunewald oder an den Wannsee. Der Grunewald ist Berlins größtes zusammenhängendes Waldgebiet — Sandwege, Kiefernduft und der Teufelsberg als markanter Aussichtspunkt machen jeden Ausflug zum Erlebnis. Hunde bewegen sich hier in aller Regel an der Leine; in ausgewiesenen Waldabschnitten gibt es Freilaufflächen, die aber von Jahr zu Jahr leicht variieren können — informiere dich vorab beim Forstamt oder auf der Berliner Senatsverwaltungsseite.

Am Wannsee selbst ist Vorsicht geboten: Badestellen sind für Hunde in der Badesaison häufig gesperrt, und die genauen Regeln wechseln je nach Abschnitt und Jahreszeit. Außerhalb der Hauptsaison sind die Ufer deutlich entspannter. Die Wald- und Uferwege rund um den Großen und Kleinen Wannsee bieten aber auch ohne Badevergnügen stundenlange Erkundungstouren — festes Schuhwerk und Leine empfohlen, da die Wege teils sandig und weitverzweigt sind.

Hund und lokale Regeln in Schöneberg

Berlin hat ein klares Regelwerk für Hundehaltung — und wer neu in Schöneberg ist oder zu Besuch kommt, tut gut daran, sich vorab zu informieren. Die Regeln gelten stadtweit, werden aber lokal unterschiedlich streng kontrolliert.

Leinenpflicht in Berlin: Was gilt wo?

In Berlin gilt eine allgemeine Leinenpflicht in der Öffentlichkeit — das bedeutet: auf Gehwegen, in Parks, auf Spielplätzen und in belebten Bereichen muss der Hund grundsätzlich angeleint sein. Ausnahmen existieren nur auf explizit ausgewiesenen Hundeauslaufflächen (HAF), die in Schöneberg und im Tempelhofer Feld verteilt sind. Die genauen Standorte und Regelungen dieser Flächen ändern sich gelegentlich; die aktuelle Liste veröffentlicht das Berliner Senat für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen.

Auf Spielplätzen, in Schulhöfen und auf Sportflächen sind Hunde in der Regel vollständig verboten — auch angeleint. Verstöße können mit einem Bußgeld belegt werden. Im Zweifel gilt: Leine anlegen und Beschilderung beachten. In Schöneberg sind die Kontrollen durch das Ordnungsamt präsent, besonders in stark frequentierten Parks wie dem Rudolph-Wilde-Park.

Hundesteuer und Anmeldung in Berlin

Wer in Berlin einen Hund hält, muss diesen beim Finanzamt für Hundesteuern anmelden — das gilt ab dem ersten Tag der Haltung und unabhängig davon, ob der Hund aus einer anderen Stadt zugezogen ist. Berlin erhebt eine Hundesteuer, deren aktuelle Höhe und Ausnahmeregelungen du direkt beim zuständigen Berliner Finanzamt oder auf der offiziellen Stadtseite erfragst — nenne keine veralteten Beträge, da sich Steuersätze ändern können. Nach der Anmeldung erhältst du eine Steuermarke, die der Hund sichtbar tragen muss.

Die Anmeldung erfolgt beim Finanzamt des jeweiligen Wohnsitzbezirks; für Schöneberg ist das Finanzamt Schöneberg zuständig. Wer seinen Hund nicht anmeldet oder die Steuermarke nicht mitführt, riskiert ein Bußgeld. Alle Details zur Anmeldung und den aktuellen Gebühren findest du auf der offiziellen Seite der Berliner Senatsverwaltung für Finanzen.

Öffentlicher Nahverkehr und Gastronomie mit Hund

Im Berliner Nahverkehr (BVG) dürfen kleine Hunde kostenlos mitgenommen werden, wenn sie in einer geeigneten Transporttasche oder -box untergebracht sind. Größere Hunde benötigen ein eigenes Ticket zum Kindertarif und müssen während der Fahrt angeleint sein — ein Maulkorb wird empfohlen, ist aber nicht in allen Situationen vorgeschrieben. Zu Stoßzeiten kann es eng werden; plane deine Fahrten mit großem Hund möglichst außerhalb der Rushhour.

In der Schöneberger Gastronomie ist die Lage erfreulich: Viele Cafés und Restaurants, besonders in der Goltzstraße, der Akazienstraße und am Winterfeldtplatz, heißen Hunde auf der Terrasse willkommen. Im Innenraum entscheiden die Betreiber individuell — frage daher immer vorher. Einige Lokale halten Wassernapf und Leckerlis bereit, aber verlasse dich nicht darauf und bringe immer eigenes Wasser mit. Supermärkte und Geschäfte haben in der Regel ein Hundeverbot im Innenraum; nutze die Anbindemöglichkeiten vor den Eingängen.

Listenhunde, Maulkorb und Kotentsorgung

Berlin hat ein eigenes Hundegesetz (HundeG Bln), das bestimmte Rassen als sogenannte „gefährliche Hunde" einstuft und für diese besondere Anforderungen stellt. Dazu gehören unter anderem verschärfte Leinenpflicht, Maulkorb in der Öffentlichkeit und in einigen Fällen besondere Auflagen für die Haltung. Die aktuelle Liste der betroffenen Rassen und alle Auflagen findest du beim Berliner Senat für Umwelt und Klimaschutz oder direkt im Berliner Hundegesetz — informiere dich vor dem Einzug oder Besuch, wenn dein Hund einer betroffenen Rasse angehört oder ihr ähnelt.

Zur Kotentsorgung: In Schöneberg sind an vielen Grünflächen und Parks Tütenspender und Mülleimer aufgestellt — nutze sie konsequent. Das Liegenlassen von Hundekot ist ordnungswidrig und wird bei Kontrollen mit einem Bußgeld geahndet. Mitgeführte eigene Tüten sind in Berlin eine Selbstverständlichkeit; die Tütenspender im Park sind nicht immer gefüllt, verlasse dich also nicht darauf.

Praktisches vor Ort in Schöneberg

Schöneberg ist dicht bewohnt, urban und lebendig — wer hier mit Hund lebt, braucht verlässliche Adressen für Alltag und Notfall. Von der nächsten Tierarztpraxis bis zur Hundebetreuung um die Ecke: Die folgenden Abschnitte helfen dir, dich schnell zu orientieren.

Tierärzte und tierärztlicher Notfalldienst

In Schöneberg und den unmittelbar angrenzenden Stadtteilen findest du eine gute Dichte an Tierarztpraxen. Viele Praxen rund um die Hauptstraße, die Akazienstraße und den Innsbrucker Platz behandeln Kleintiere und sind auf Hunde spezialisiert. Für die reguläre Vorsorge empfiehlt es sich, frühzeitig eine Praxis in der Nähe zu finden und deinen Hund dort anzumelden — Wartezeiten können in beliebten Stadtpraxen lang sein.

Außerhalb der Sprechzeiten und in echten Notfällen brauchst du einen tierärztlichen Notdienst. Berlin verfügt über mehrere Tierkliniken mit Notaufnahme rund um die Uhr. Die Tierärztliche Hochschule und Kleintierkliniken in anderen Berliner Bezirken sind oft die nächste Option nachts oder am Wochenende. Den aktuellen Notdienstplan der Berliner Tierärztekammer findest du auf der Website der Tierärztekammer Berlin — prüfe diese Liste regelmäßig, da sich Zuständigkeiten ändern können.

Halte die Nummer deiner Stammpraxis und einer Notfallklinik immer griffbereit im Handy. Im echten Notfall zählt jede Sekunde, und eine gespeicherte Nummer spart wertvolle Zeit. Für Vergiftungsverdacht gibt es zudem eine bundesweite Tiergiftnotrufnummer — informiere dich vorab, welche aktuell aktiv und erreichbar ist.

Hundeschulen und Training in Schöneberg

Schöneberg und das angrenzende Friedenau bieten mehrere Hundeschulen und Trainer an, die sowohl Welpenkurse als auch Fortgeschrittenentraining anbieten. Gerade in einem urbanen Umfeld ist gutes Training entscheidend: Straßenlärm, enge Bürgersteige, Fahrräder und viele andere Hunde stellen deinen Hund täglich vor Herausforderungen. Ein gut sozialisierter Hund macht das Leben in der Stadt für euch beide einfacher.

Achte bei der Wahl einer Schule auf zertifizierte Trainer mit anerkannter Ausbildung. In Deutschland gibt es keine einheitliche gesetzliche Schutzbezeichnung für „Hundetrainer", deshalb ist das Prüfen von Qualifikationen besonders wichtig. Frage gezielt nach der Ausbildung und der angewandten Methodik — seriöse Trainer arbeiten ausschließlich mit gewaltfreien, positiv verstärkenden Methoden.

Neben klassischen Kursen bieten manche Anbieter in Berlin auch Einzeltraining vor Ort an — das kann besonders hilfreich sein, wenn dein Hund spezifische Problemfelder im Alltag hat, zum Beispiel starkes Leinenziehen auf belebten Straßen oder Reaktivität gegenüber anderen Hunden. Einige Trainer kommen dafür direkt zu dir nach Hause oder arbeiten mit dir in deiner gewohnten Umgebung.

Auslaufzonen und Hundefreilaufflächen

Eingezäunte Hundefreilaufflächen sind in Berlin offiziell ausgewiesen — für Schöneberg und Tempelhof-Schöneberg insgesamt gibt es mehrere solcher Flächen. Die genauen Standorte veröffentlicht das Berliner Bezirksamt; schau direkt beim Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg nach, welche Freilaufflächen aktuell nutzbar sind und ob besondere Regeln gelten. Lage und Zustand dieser Flächen können sich ändern, deshalb lohnt die regelmäßige Prüfung.

Der Volkspark Schöneberg-Wilmersdorf (auch bekannt als der Park rund um den Rudolph-Wilde-Park) ist ein beliebter Grünzug im Stadtteil. Auf gekennzeichneten Wegen gilt Leinenpflicht; es gibt aber Bereiche, die als Hundeauslaufbereich ohne Leinenpflicht ausgewiesen sind — achte auf die Beschilderung vor Ort und prüfe die aktuelle Regelung, da sich diese kurzfristig ändern kann.

Der Insulaner, ein künstlicher Hügel im südlichen Schöneberg nahe der Sternwarte, bietet weitläufigere Grünflächen und ist bei Hundehaltern beliebt. Auch hier gilt: Überprüfe die aktuellen Aushänge vor Ort, ob und wo Leinenpflicht besteht. Für größere Freilaufflächen ist das angrenzende Tempelhofer Feld die bekannteste Option — ein riesiges ehemaliges Flughafengelände, das Hunden auf weiten Teilen des Geländes zugänglich ist, jedoch mit eigenen Regeln und Abschnitten.

Hundebetreuung und Pensionen

Wer berufstätig ist oder verreist, braucht verlässliche Hundebetreuung in der Nähe. In Schöneberg und Umgebung findest du ein breites Angebot: von professionellen Hundetagesstätten über Gassigeher bis hin zu privaten Hundesittern. Plattformen vermitteln solche Dienste, aber achte immer darauf, Referenzen zu prüfen und die Betreuungsperson vorher mit deinem Hund kennenzulernen.

Für längere Abwesenheiten sind Hundepensionen eine gute Option — diese liegen häufig am Stadtrand oder im Berliner Umland, wo mehr Platz und Grün vorhanden sind. Manche Anbieter holen deinen Hund sogar ab und bringen ihn zurück. Plane ausreichend Vorlaufzeit für Buchungen ein, besonders rund um Feiertage, Schulferien und den Sommer — gute Pensionen sind schnell ausgebucht.

Alternativ bieten einige Hundeschulen in Schöneberg auch Tagesbetreuung oder Ferienbetreuung an — das hat den Vorteil, dass dein Hund die Umgebung und die Betreuer bereits kennt. Frage bei deiner Hundeschule direkt nach, ob solche Angebote verfügbar sind.

Saisonal in Schöneberg

Berlin hat ein kontinentales Stadtklima mit heißen Sommern, trockenen Herbsten und manchmal empfindlich kalten Wintern. In Schöneberg, mitten in der dicht bebauten Stadt, macht sich das besonders bemerkbar — Hitzeinseln entstehen, Regen fließt schnell ab, und Grünflächen sind im Sommer heiß begehrt. Was das für deinen Hund bedeutet, liest du hier.

Frühling: Brut- und Setzzeit im Stadtgrün

Wenn im März und April die ersten warmen Tage kommen, erwacht Schöneberg — und so auch das Tierleben in Parks und Grünflächen. In dieser Zeit beginnen Vögel zu brüten und Wildtiere zu setzen, auch im städtischen Grün. Hasen, Enten und Wasservögel in Parkanlagen rund um den Rudolph-Wilde-Park oder den Insulaner sind in dieser Phase besonders schutzbedürftig.

Halte deinen Hund auf ausgewiesenen Wegen an der Leine und meide abgesperrte oder begrünte Randbereiche in Parks. Leinenpflicht in der Brut- und Setzzeit gilt in Berlin für viele Grünflächen auch dort, wo sonst mehr Freiheit erlaubt ist — prüfe die Aushänge in deinem Park aktiv. Ein gut abrufbarer Rückruf ist gerade im Frühling wichtig, um deinen Hund notfalls sofort zu dir zu holen.

Der Frühling bringt auch Allergiesaison mit sich: Pollen belasten nicht nur Menschen, sondern können auch bei Hunden Reaktionen auslösen. Achte auf vermehrtes Kratzen, gerötete Pfoten oder tränende Augen — und sprich bei anhaltenden Symptomen deinen Tierarzt an.

Sommer: Hitze und Asphalt in der Stadt

Berliner Sommer können heiß werden, und in Schöneberg mit seinen breiten Straßen und viel Asphalt heizt sich die Stadt erheblich auf. Asphalt und Pflaster speichern die Wärme und können Hundepfoten ernsthaft verbrennen. Die Faustregel: Wenn du deine Handfläche nicht fünf Sekunden schmerzfrei auf den Boden legen kannst, ist er für deinen Hund zu heiß.

Verlege Spaziergänge an heißen Tagen konsequent in die frühen Morgenstunden oder den späten Abend. Mittags und nachmittags solltest du unnötige Bewegung in der prallen Sonne vermeiden. Achte darauf, immer ausreichend Wasser dabei zu haben — eine faltbare Trinkschale passt in jede Jackentasche. Öffentliche Trinkbrunnen findest du in manchen Berliner Parks, aber verlasse dich nicht darauf: Nicht alle sind hundegerecht zugänglich oder in Betrieb.

Das Tempelhofer Feld ist im Sommer eine beliebte Auslauffläche, bietet aber kaum Schatten auf den offenen Flächen — plant eure Zeit dort früh morgens ein. Viele Hundehalter weichen im Sommer auch auf schattigere Parkanlagen wie den Volkspark Wilmersdorf oder den Grunewald (eine kurze S-Bahn-Fahrt entfernt) aus. Achte auf Anzeichen von Hitzschlag: Starkes Hecheln, Koordinationsprobleme und Schläfrigkeit sind ernste Warnsignale — dann sofort kühlen und tierärztliche Hilfe rufen.

Zum Thema Wasser: Nicht jedes Berliner Gewässer ist für Hunde geeignet. Blaualgen können im Sommer in stehenden Gewässern auftreten und sind für Hunde hochgiftig. Informiere dich vor einem Besuch am Wasser über aktuelle Warnungen — das Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin (LAGeSo) veröffentlicht Badewasserwarnungen, die auch für Hunde relevant sind.

Herbst: Pilze, Laub und ruhige Wege

Der Berliner Herbst ist oft mild und goldgelb — für Spaziergänge in Schöneberg und Umgebung eine der schönsten Jahreszeiten. Das Laub raschelt auf den Wegen des Insulaners, und die Parks sind weniger überfüllt als im Sommer. Nutze diese Ruhe für längere Streifzüge durch den Stadtwald oder das Tempelhofer Feld.

Mit dem Herbst kommen auch Pilze — und viele davon sind für Hunde giftig. Hunde fressen Pilze oft unbeaufsichtigt aus dem Gras oder Laub. Besonders in Parkanlagen mit altem Baumbestand wachsen im September und Oktober Pilzarten, die gefährlich sein können. Behalte deinen Hund im Auge und unterbinde das Fressen von Unbekanntem konsequent. Bei Verdacht auf Pilzvergiftung (Speicheln, Erbrechen, Apathie) sofort den Tierarzt kontaktieren.

Im Herbst werden außerdem viele Straßen und Parks in Berlin mit Wildgift oder Rattengift behandelt — leider eine Realität im städtischen Umfeld. Rattengift wird auch in Schöneberg eingesetzt, da urbane Stadtteile oft mit Nagerproblemen zu kämpfen haben. Halte deinen Hund von Kellereingängen, Müllecken und verdächtigen Köderboxen fern. Symptome einer Vergiftung können verzögert auftreten — sei wachsam.

Winter: Streusalz, Kälte und kurze Tage

Berliner Winter sind selten extrem, aber Eis, Schnee und vor allem Streusalz belasten Hundepfoten erheblich. Streusalz reizt die Haut zwischen den Zehen und kann zu schmerzhaften Entzündungen führen. Spüle die Pfoten deines Hundes nach jedem Winterspaziergang in der Stadt gründlich mit lauwarmem Wasser ab — das kostet wenig Zeit und schützt effektiv.

Pfotenschutzwachs oder Pfotenpflege-Balsam kann helfen, die Haut widerstandsfähiger zu machen. Hundeschuhe sind für manche Hunde eine Option, werden aber nicht von allen toleriert — gewöhne sie deinen Hund frühzeitig und nicht erst bei Schneefall. Besonders bei älteren Hunden oder Hunden mit empfindlicher Haut lohnt diese Investition.

Die kurzen Tage im Winter bedeuten, dass viele Spaziergänge im Dunkeln stattfinden. Mach deinen Hund sichtbar: Reflektierende Leinen, Halsbänder mit LED-Licht oder kleine Blinker am Geschirr helfen, dass Radfahrer und Autofahrer euch rechtzeitig sehen. Gerade in Schöneberg mit seinem dichten Stadtverkehr ist das keine Nebensache. Trage selbst helle oder reflektierende Kleidung — du schützt damit euch beide.

Kurze Tage bedeuten oft auch weniger Bewegung — was bei manchen Hunden zu Energiestau und unerwünschtem Verhalten führt. Kompensiere fehlende Außenreize mit Nasenarbeit, Suchspielen und Beschäftigungsideen in der Wohnung. Viele Hundeschulen in Berlin bieten im Winter Indoor-Trainingseinheiten an — eine gute Möglichkeit, Kopf und Körper deines Hundes zu fordern, auch wenn draußen Schmuddelwetter herrscht.

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