Mit dem Hund in Rastatt

Alles für Hundehalter in Rastatt, Baden-Württemberg – Ziele, Regeln und Praktisches vor Ort.

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Hintergrund zur Region

Rastatt liegt am westlichen Rand Baden-Württembergs, dort wo der Schwarzwald auf die Rheinebene trifft und die Murg in den Rhein mündet. Die Stadt mit rund 50.000 Einwohnern ist vor allem für ihr barockes Schloss bekannt — doch für Hundehaltende zählt mehr, was drumherum wartet: weite Auenwälder entlang des Rheins, ruhige Feldwege in der Vorbergzone und grüne Stadtparks, in denen morgendliche Spaziergänge nach frischem Gras und Flussnähe riechen. Wer hier lebt oder zu Besuch kommt, merkt schnell, dass sich Alltag und Ausflug mit Hund gut verbinden lassen.

Das Rastatter Schloss und die barocke Innenstadt geben der Stadt ein unverwechselbares Gesicht, doch die eigentlichen Hundemomente spielen sich an den Ufern der Murg, im Naturschutzgebiet Rastatter Rheinaue oder auf den Wegen zwischen Weinbergen und Obstwiesen ab. Die Rheinebene ist flach und gut begehbar, das Schwarzwaldvorland nebenan bietet dagegen Höhenunterschiede und dichten Mischwald — beides innerhalb kurzer Fahrzeit. Sommer wie Winter gibt es draußen etwas zu entdecken, solange du die geltenden Regeln kennst und deinen Hund sicher führst.

Ob du täglich mit deinem Hund durch Rastatt streifst oder einen Tagesausflug in die Region planst: Diese Seite bündelt die wichtigsten Informationen zu Ausflugstipps, lokalen Vorschriften, tierärztlicher Versorgung und saisonal wechselnden Bedingungen. Alle Regelangaben sind ein Einstiegspunkt — prüfe die jeweils aktuelle Rechtslage direkt bei der Stadt Rastatt oder beim zuständigen Veterinäramt, bevor du losgehst.

Tagesausflüge mit Hund in Rastatt

Die Rheinebene öffnet sich hier zu einer Weite, die man im dicht besiedelten Baden selten findet. Pappelreihen, Altarme, Schilfflächen und der leise Geruch nach Flusswasser begleiten dich auf vielen Wegen rund um Rastatt — und dein Hund zieht die Nase tief in jede Windböe.

Rastatter Rheinaue und Naturschutzgebiet am Rhein

Die Rastatter Rheinaue gehört zu den wertvollsten Auenlandschaften am Oberrhein und ist Teil des europaweiten Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Weite Wiesen, Altarme und Galeriewälder wechseln sich ab, dazwischen führen Schotter- und Erdwege, die auch bei Regen noch gut begehbar sind. Für deinen Hund bedeutet das: viel Raum zum Erschnüffern, Sand und Kies am Wasser und gelegentlich Begegnungen mit Wasser- und Wiesenvögeln. Wichtig: Schutzgebiete unterliegen strengen Betretungsregelungen — informiere dich vor dem Besuch auf der Website des Landesamts für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW), welche Bereiche für Besucher und Hunde zugänglich sind, und halte deinen Hund in sensiblen Zonen unbedingt an der Leine.

In der Brutzeit von März bis Juli ist besondere Rücksicht gefragt, weil bodenbrütende Vögel auf den Wiesen nisten. Wege außerhalb markierter Pfade solltest du nicht verlassen. Die Auenlandschaft ist trotzdem auch für Hundehalter ein lohnendes Ziel — man muss nur vorausschauend planen und die ausgeschilderten Routen respektieren. Frühmorgens, bevor der Besucherandrang steigt, ist der Spaziergang am schönsten.

Murgauen und Murg-Uferweg durch die Stadt

Die Murg fließt mitten durch Rastatt und begleitet dich auf einem weitgehend durchgehenden Uferweg vom Stadtrand bis ins Zentrum und weiter flussaufwärts in Richtung Gaggenau. Der Weg ist größtenteils befestigt oder geschottert, also auch für ältere Hunde oder kleinere Pfoten ohne Weiteres geeignet. Alte Bäume spenden im Sommer Schatten, und an mehreren Stellen gibt es flachen Uferzugang, wo Hunde ins Wasser waten können — prüfe aber die örtliche Beschilderung, ob Leinenpflicht gilt. Dieser Stadtspaziergang lässt sich gut mit einem Abstecher durch die Innenstadt kombinieren, wenn du auf hundefreundliche Cafés oder Außenbereiche achtest.

Flussaufwärts öffnet sich das Murgtal in Richtung Schwarzwald zusehends, die Bebauung nimmt ab, Felder und Hecken treten an die Stelle von Gewerbegebieten. Wer mehr Wildnis will, fährt mit dem Auto oder per Bahn ein paar Kilometer weiter und wandert dann von Gaggenau oder Gernsbach aus zurück. Das Murgufer bietet auf diese Weise Tageswanderungen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden.

Stadtpark und Schlossgarten Rastatt

Direkt neben dem barocken Schloss Rastatt erstreckt sich ein weitläufiger Schloss- und Stadtparkbereich mit altem Baumbestand, Rasenflächen und geschwungenen Wegen. Dieser grüne Puffer mitten in der Stadt ist für viele Hundehalter das tägliche Morgenritual — ein kurzer Spaziergang vor der Arbeit oder eine ruhige Abendrunde. Beachte, dass innerhalb von Parkanlagen und Grünflächen je nach Bereich Leinenpflicht gelten kann; die Beschilderung vor Ort gibt verlässlich Auskunft. Aktuelle Nutzungsregeln für Parkanlagen findest du auf der offiziellen Website der Stadt Rastatt.

Im Sommer sind Parkanlagen oft stark besucht, besonders an Wochenenden mit Veranstaltungen rund um das Schloss. An solchen Tagen lohnt es sich, früh oder spät zu kommen, um Stress für deinen Hund zu vermeiden. Der alte Baumbestand bietet auch an heißen Tagen ausreichend Schatten, was den Schlosspark zu einem der angenehmeren Sommerziele in der Stadt macht.

Schwarzwaldvorland: Tagestouren nach Gernsbach, Forbach und ins Murgtal

Rastatt liegt geografisch ideal: In 20 bis 30 Fahrminuten erreichst du das Murgtal mit seinen bewaldeten Hängen, den Stauseen bei Forbach und Schwarzenbachtalsperre sowie ausgeschilderten Wanderwegen des Schwarzwaldvereins. Hunde lieben diese Landschaft — dichte Mischwälder, kühle Bachläufe und wenige Begegnungen mit anderen Wanderern abseits der Hauptrouten. Die Wege sind zum Teil steil und felsig, also nichts für sehr kleine oder körperlich eingeschränkte Hunde ohne Trittsicherheit. Informationen zu Wanderrouten und Wegebeschaffenheit bietet Schwarzwald Tourismus auf seiner offiziellen Website.

Gernsbach als nächste größere Ortschaft im Murgtal hat eine hübsche Altstadt und liegt direkt am Fluss — ideal für eine Pause. In Forbach beginnen mehrere Rundwanderwege in den Nationalpark Schwarzwald hinein, wobei dort für die Kernzone besondere Betretungsregeln gelten. Hunde müssen im Nationalpark Schwarzwald grundsätzlich an der Leine geführt werden; prüfe die jeweils aktuelle Regelung direkt beim Nationalpark, bevor du einreist. Diese Schwarzwald-Tagestouren sind das stärkste Argument dafür, dass Rastatt als Hundehaltenden-Standort weit mehr bietet, als die Stadtgrenze vermuten lässt.

Hund und lokale Regeln in Rastatt

Wer mit einem Hund in Rastatt lebt, kommt früher oder später mit Ordnungsrecht, Steueramt und Hundehalterverordnung in Berührung. Das klingt trocken — ist aber in wenigen Stunden erledigt, wenn man weiß, wo man sucht.

Leinenpflicht und Anleingebot in Rastatt

In Rastatt gilt wie in vielen deutschen Städten eine allgemeine Anleinpflicht in der Innenstadt, auf öffentlichen Straßen, Plätzen und in Parkanlagen, sofern keine ausdrückliche Ausnahme ausgeschildert ist. Außerhalb bebauterer Bereiche, etwa auf Feldwegen oder im Wald, variiert die Regelung je nach Grundstückseigentümer, Jagd- und Naturschutzrecht. Im Wald gilt nach dem Landeswaldgesetz Baden-Württemberg in der Regel Leinenpflicht — das betrifft auch die waldreichen Bereiche im Schwarzwaldvorland rund um Rastatt. Verlasse dich nie allein auf mündliche Auskünfte, sondern lies die Beschilderung vor Ort und informiere dich beim städtischen Ordnungsamt.

Verstöße gegen Anleingebote können in Baden-Württemberg als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden. Die Bußgeldhöhe richtet sich nach der jeweiligen Gemeindesatzung und dem Landesrecht — konkrete Beträge kommuniziert die Stadt Rastatt in ihrer Polizeiverordnung. Außerdem musst du deinen Hund jederzeit unter Kontrolle halten, auch wenn er angeleint ist: Das Anleinen ist nicht gleichbedeutend damit, dass jedes Verhalten erlaubt ist.

Hundeanmeldung und Hundesteuer in Rastatt

Wer in Rastatt einen Hund hält, ist verpflichtet, diesen beim Ordnungsamt der Stadt Rastatt anzumelden — in der Regel innerhalb weniger Wochen nach dem Einzug oder dem Zuzug des Hundes. Die Stadt erhebt eine Hundesteuer, deren Höhe in der örtlichen Hundesteuersatzung geregelt ist. Konkrete Steuerbeträge findest du direkt auf der städtischen Website oder beim Ordnungsamt; gib keine eigenständige Berechnung auf Basis älterer Angaben aus dem Netz in Auftrag. Die Steuermarke oder ein entsprechender Nachweis kann bei Kontrollen verlangt werden.

Für als gefährlich eingestufte Hunderassen — sogenannte Listenhunde nach der Hundeverordnung Baden-Württemberg — gelten zusätzliche Anforderungen: unter anderem Wesenstest, besondere Haftpflichtversicherung und Genehmigungspflichten. Welche Rassen in Baden-Württemberg betroffen sind, regelt die Polizeiverordnung des Innenministeriums über das Halten gefährlicher Hunde. Aktuelle Informationen dazu findest du beim Veterinäramt des Landkreises Rastatt oder direkt beim zuständigen Ordnungsamt. Halte alle Dokumente griffbereit und prüfe die Regelung vor jeder Überarbeitung der Landesverordnung erneut.

Hunde im öffentlichen Nahverkehr und in der Gastronomie

Im öffentlichen Nahverkehr rund um Rastatt — Stadtbusse und Regionalbusse des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) sowie S-Bahn und Regionalbahn — gelten spezifische Beförderungsregeln für Hunde. Kleine Hunde in geeigneten Transportboxen werden in der Regel als Gepäck befördert, für größere Hunde ist meist ein ermäßigtes Ticket erforderlich, und das Tier muss an der Leine geführt werden. Prüfe die aktuellen Beförderungsbedingungen direkt beim KVV, da diese sich ändern können. Maulkorbpflicht im ÖPNV ist je nach Gesellschaft und Linienkategorie unterschiedlich geregelt.

In der Rastatter Gastronomie entscheidet grundsätzlich der Betreiber, ob Hunde willkommen sind. Viele Cafés und Restaurants mit Außenbestuhlung tolerieren gut erzogene Hunde auf Terrassen und in Biergärten — frag aber immer vorher. Im Inneren von Gaststätten und Lebensmittelgeschäften gilt nach den Lebensmittelhygieneverordnungen de facto ein Mitnahmeverbot für Hunde; Ausnahmen liegen im Ermessen des Inhabers. Ein entspannter Hund, der ruhig liegenbleibt und anderen Gästen nicht aufdrängt, öffnet erfahrungsgemäß mehr Türen als ein unruhiges Tier.

Hundekot-Entsorgung und Sauberkeit im öffentlichen Raum

Rastatt stellt an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet Kotbeutelspender und Abfallbehälter bereit — in stark frequentierten Grünanlagen, entlang der Murg und in Wohnquartieren. Die Pflicht zur Beseitigung von Hundekot auf öffentlichen Flächen ist in der städtischen Satzung verankert; wer seinen Hund unbeaufsichtigt verrichten lässt und den Kot liegen lässt, riskiert ein Bußgeld. Trag daher immer eigene Beutel bei dir, da die Spender nicht überall nachgefüllt sein müssen. Sauberkeit im öffentlichen Raum ist kein Luxus, sondern die Voraussetzung dafür, dass Hunde in der Stadt weiter willkommen bleiben.

Auf Kinderspielplätzen ist das Betreten mit Hunden in der Regel durch Schilder untersagt — das gilt auch, wenn der Platz gerade leer ist. Dasselbe gilt für bestimmte Sportanlagen und eingezäunte Schulhöfe. Diese Verbote sind keine Schikane, sondern schützen das Miteinander. Respektiere sie konsequent, auch wenn niemand zuschaut — das verbessert langfristig das Klima zwischen Hundehaltenden und dem Rest der Stadtgesellschaft.

Praktisches vor Ort in Rastatt

Rastatt liegt mitten in der Rheinebene, eingebettet zwischen Schwarzwald und Rhein — eine Stadt, in der kurze Wege und eine gut ausgebaute Infrastruktur den Alltag mit Hund erleichtern. Wer neu in die Stadt zieht oder nur zu Besuch ist, findet hier die wichtigsten Anlaufstellen auf einen Blick.

Tierärzte und tierärztlicher Notfall in Rastatt

In Rastatt selbst gibt es mehrere Tierarztpraxen, die reguläre Sprechstunden für Hunde anbieten. Für geplante Besuche empfiehlt sich eine telefonische Voranmeldung, da viele Praxen ausgelastet sind. Außerhalb der Sprechzeiten und an Wochenenden greifst du am besten auf den tierärztlichen Notdienst zurück — die zuständige Tierärztekammer Baden-Württemberg veröffentlicht unter tieraerztekammer-bw.de aktuelle Notdienstlisten für die Region Rastatt und den Ortenaukreis.

Für spezialisierte Eingriffe oder Notfälle, die über die Grundversorgung hinausgehen, lohnt sich der Blick auf Tierkliniken im Großraum Karlsruhe, die von Rastatt aus in etwa 20 bis 30 Minuten erreichbar sind. Speichere die Nummer deiner Praxis und des regionalen Notdienstes am besten schon vor dem Ausflug oder dem Einzug im Handy ab — im Ernstfall zählt jede Minute. Halte außerdem den Impfpass deines Hundes griffbereit, falls du unterwegs bist und die Praxis Impfdokumente benötigt.

Hundeschulen und Trainingsangebote in Rastatt

Das Angebot an Hundeschulen und Trainern in und um Rastatt ist solide. Von Welpenkursen über Begleithundeprüfungen bis hin zu speziellem Mantrailing-Training findest du in der Region unterschiedliche Ansätze und Methoden. Informiere dich vorab über das Trainingskonzept der jeweiligen Schule — seriöse Anbieter arbeiten ohne Strafreize und setzen auf positives Verstärken.

Manche Schulen bieten auch Einzeltraining direkt bei dir zu Hause an, was besonders für Hunde mit Sozialverträglichkeitsproblemen sinnvoll sein kann. Schau bei der Stadtwebsite Rastatt unter rastatt.de nach lokalen Vereinen und Einrichtungen, die dort teils gelistet sind. Ein kurzer Besuch ohne Hund zum Schnuppern ist bei vielen Schulen möglich und gibt dir einen guten ersten Eindruck vom Trainer-Hund-Verhältnis vor Ort.

Hundeauslaufzonen und eingezäunte Flächen in Rastatt

Rastatt verfügt über öffentliche Grünflächen, auf denen Hunde — je nach aktueller Verordnung — auch abseits der Wege laufen dürfen. Ob und wo konkret ausgewiesene Hundeauslaufzonen oder eingezäunte Flächen vorhanden sind, prüfst du am besten direkt beim Stadtordnungsamt oder auf der offiziellen Stadtwebsite, da sich diese Regelungen gelegentlich ändern. Besonders die Rheinauen und die weitläufigen Waldgebiete am Stadtrand bieten natürliche Möglichkeiten zum Toben — achte dabei auf Hinweisschilder zu Leinenpflicht und Schutzgebieten.

Für Hunde, die Sozialkontakt brauchen, können informelle Treffpunkte im Bereich der Stadtparks eine gute Alternative sein. Beobachte kurz die Stimmung, bevor du deinen Hund loslässt — nicht jeder Hund im Park ist verträglich, und nicht alle Flächen sind offiziell für freien Auslauf freigegeben. Hundekotbeutel-Spender und Abfallbehälter findest du an mehreren Stellen im Stadtgebiet; nutze sie konsequent, das verbessert das Image von Hundehaltern spürbar.

Pensionen, Tagesbetreuung und Hundesitter in Rastatt

Wenn du deinen Hund nicht mitnehmen kannst — sei es wegen eines Termins, eines Ausflugs mit Zutrittsverbot oder eines Urlaubs — brauchst du eine verlässliche Betreuungslösung. In Rastatt und der näheren Umgebung gibt es private Hundesitter, Tagespflegen und Hundepensionen, die unterschiedliche Betreuungsmodelle anbieten: von der stundenweisen Aufnahme bis zur mehrtägigen Vollpension.

Achte bei der Auswahl auf klare Kommunikation zum Schlafplatz, zur Gruppe und zum Tagesablauf. Ein Probebesuch mit deinem Hund ist bei guten Betrieben selbstverständlich. Zertifizierungen oder Nachweise zur Sachkunde sind zwar nicht überall Pflicht, aber ein gutes Zeichen für Professionalität. Empfehlungen aus lokalen Hundehalter-Communities — etwa über soziale Netzwerke oder Aushänge beim Tierarzt — helfen dir, seriöse Anbieter von unseriösen zu unterscheiden. Die Gemeinde Rastatt selbst gibt unter rastatt.de teils Hinweise zu gewerblichen Tierpflegebetrieben im Stadtgebiet.

Saisonal in Rastatt

Die Lage zwischen Rhein und Schwarzwald bringt ausgeprägte Jahreszeiten mit sich — vom feuchten Frühjahr in den Auen über heiße Sommertage in der Rheinebene bis hin zu farbenfrohen Herbstwäldern und milden Wintern. Für Hundehalter bedeutet das: Die Tour von gestern ist nicht die Tour von heute.

Frühling in Rastatt: Brut- und Setzzeit im Blick

Wenn die Pappeln an der Murg wieder austreiben und die ersten Wiesenschafstelzen über die Felder laufen, beginnt in der Region rund um Rastatt die sensible Brut- und Setzzeit. Wildtiere wie Rehe, Hasen und Bodenbrüter sind besonders störungsempfindlich — und ein frei laufender Hund kann erheblichen Stress verursachen, auch wenn er „nur spielen" will.

In Naturschutzgebieten entlang des Rheins und in den Auwäldern gelten während der Brut- und Setzzeit teils verschärfte Leinenpflichten oder Betretungsverbote; prüfe die aktuellen Hinweisschilder vor Ort und informiere dich beim Regierungspräsidium Karlsruhe unter rp.baden-wuerttemberg.de/rpk über aktuelle Schutzgebietsregelungen. Halte deinen Hund auf markierten Wegen an der Leine — nicht als Strafe, sondern als Respekt gegenüber der Natur, die auch du genießen willst.

Im Frühjahr ist außerdem Vorsicht bei Giftpflanzen geboten: Bärlauch und Maiglöckchen wachsen in den Auwäldern teils auf engem Raum nebeneinander. Bärlauch ist für Hunde giftig — achte darauf, dass dein Hund keine Pflanzen frisst, und erkenne den Unterschied an Geruch und Blattstruktur.

Sommer in Rastatt: Hitze in der Rheinebene

Rastatt liegt in einer der wärmsten Regionen Deutschlands. Die Rheinebene heizt sich im Sommer stark auf, und Temperaturen über 30 Grad sind keine Seltenheit. Für Hunde — besonders für brachycephale Rassen wie Bulldoggen oder Möpse sowie für ältere und übergewichtige Tiere — kann diese Hitze gefährlich werden.

Plane Ausflüge konsequent in die frühen Morgenstunden oder den späten Abend. Der Asphalt in der Innenstadt heizt sich tagsüber auf Temperaturen auf, die Pfotenballen innerhalb von Sekunden verbrennen können — der Handrücken-Test (fünf Sekunden auf den Boden legen) zeigt dir, ob der Untergrund zu heiß ist. Schattige Waldwege in Richtung Schwarzwald sind an heißen Tagen die bessere Wahl als offene Felder oder Stadtparks ohne Baumbestand.

Wasser ist im Sommer das Wichtigste: Nimm immer eine ausreichend große Trinkflasche mit Hundenäpf mit, und suche gezielt Stellen an der Murg oder in den Rheinauen auf, wo dein Hund waten oder schwimmen kann. Lass ihn aber nicht in stark strömenden oder trüben Gewässern frei schwimmen — die Murg führt nach Regenfällen teils kräftige Strömung. Achte in der Badesaison außerdem auf ausgewiesene Hundebadezonen und prüfe, ob und wo Hunde an Freizeitbädern oder Strandbereichen zugelassen sind, bevor du hingehst.

Herbst in Rastatt: Goldene Stunden im Wald

Der Herbst ist für viele Hundehalter die schönste Jahreszeit rund um Rastatt. Die Laubwälder am Schwarzwaldrand leuchten in Rot, Orange und Gelb, die Temperaturen sind angenehm kühl, und die Wege sind deutlich leerer als im Sommer. Lange Runden durch den Hardtwald oder entlang der Murg gehören jetzt zu den schönsten Möglichkeiten, mit dem Hund die Region zu erkunden.

Im Herbst beginnt jedoch auch die Jagdsaison. In bewaldeten Gebieten um Rastatt wird aktiv gejagt — das bedeutet: Halte deinen Hund in Waldgebieten besonders zuverlässig bei dir, weiche Sperrhinweisen aus und meide einsame Waldwege in der Dämmerung. Schüsse oder unbekannte Gerüche können selbst erfahrene Hunde erschrecken und zum Weglaufen verleiten; eine gut sitzende Leine oder ein gesichertes Geschirr ist jetzt Pflicht.

Herbst bringt auch Kastanien, Eicheln und Pilze mit sich — Eicheln und manche Pilze sind für Hunde giftig. Beobachte, ob dein Hund am Boden schnüffelt und Dinge aufnimmt, und trainiere ein zuverlässiges „Lass es" als Grundkommando. Zecken sind übrigens nicht nur im Frühjahr aktiv — auch im Herbst bei Temperaturen über sieben Grad solltest du deinen Hund nach jedem Waldausflug gründlich absuchen.

Winter in Rastatt: Milde Temperaturen, nasse Wege

Schneereiche Winter sind in Rastatt eher die Ausnahme als die Regel — die Rheinebene zeigt sich oft mild und feucht, während im Schwarzwald wenige Kilometer entfernt Schnee liegt. Das bedeutet für Hunde: Matschige Feldwege, nasse Wiesen und rutschige Waldpfade bestimmen den Wintersalltag. Gute Pfotenpflege ist jetzt besonders wichtig, denn aufgeweichter Boden und Risse in den Pfotenballen bedingen sich gegenseitig.

In der Stadt wird bei Frost Streusalz eingesetzt, das Pfoten reizt und bei Aufnahme giftig sein kann. Wasche die Pfoten deines Hundes nach Stadtspaziergängen konsequent mit lauwarmem Wasser ab, oder schütze sie mit Pfotenwachs. Für empfindliche Hunde bieten sich Pfotenschuhe an — die Akzeptanz braucht etwas Training, zahlt sich aber aus.

Nutze ruhige Wintertage für Ausflüge in den nahegelegenen Schwarzwald, wo Schnee das Landschaftsbild verändert und viele Hunde ihre Freude am Wühlen und Toben entdecken. Achte dabei auf ausreichend Sichtbarkeit: Kurze Tage und frühe Dämmerung machen ein leuchtendes Halsband oder einen Blinker am Geschirr sinnvoll — sowohl für die Sicherheit im Straßenverkehr als auch, um deinen Hund im Wald nicht aus den Augen zu verlieren.

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