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Zahnsteinentfernung

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Zahnsteinentfernung
Definition

Zahnsteinentfernung ist ein tierärztlicher Eingriff unter Narkose, bei dem verhärtete Zahnbeläge mechanisch oder mit Ultraschall von den Zähnen entfernt werden.

Inhalt
  1. Wann muss Zahnstein professionell entfernt werden?
  2. Wie läuft die Behandlung beim Tierarzt ab?
  3. Was kostet eine Zahnsteinentfernung?
  4. Wie oft ist eine Zahnsteinentfernung nötig?
  5. Welche Risiken hat die Narkose?

Zahnsteinentfernung ist ein tierärztlicher Eingriff unter Narkose, bei dem verhärtete Zahnbeläge mechanisch oder mit Ultraschall von den Zähnen entfernt werden.

Der Eingriff wird nötig, wenn sich Plaque zu hartem, gelblich-braunem Zahnstein mineralisiert hat. Diese Ablagerungen bilden sich vor allem am Zahnfleischrand und an den hinteren Backenzähnen – dort, wo die Hundezahnbürste selten hinkommt.

Wann muss Zahnstein professionell entfernt werden?

Eine professionelle Entfernung wird fällig, wenn der Zahnstein bereits unter das Zahnfleisch gewachsen ist oder Entzündungen verursacht. Oberflächlicher, lockerer Zahnstein lässt sich manchmal noch mit speziellen Dentalkauartikeln lösen.

Typische Anzeichen: Mundgeruch, der trotz Zahnpflege bleibt, gerötetes Zahnfleisch oder braune Krusten an den Zähnen, die sich nicht abkratzen lassen.

Wie läuft die Behandlung beim Tierarzt ab?

Die Zahnsteinentfernung erfolgt ausschliesslich unter Vollnarkose. Der Tierarzt entfernt die Ablagerungen mit Handinstrumenten oder Ultraschallscalern, poliert anschließend die Zahnoberflächen und spült die Zahnfleischtaschen.

Die Narkose ist unverzichtbar, weil der Hund den Kopf vollkommen stillhalten muss und Spülwasser nicht in die Lunge gelangen darf. Eine oberflächliche Reinigung ohne Narkose erfasst nie die Zahnfleischtaschen – dort wo die eigentlichen Probleme entstehen.

Was kostet eine Zahnsteinentfernung?

Die Kosten liegen zwischen 200 und 600 Euro, je nach Aufwand und Region. Die Narkose macht dabei etwa die Hälfte der Kosten aus. Bei schweren Fällen mit Zahnextraktionen können die Kosten auf über 1000 Euro steigen.

Eine Voruntersuchung klärt den Umfang ab – manchmal zeigt erst das Röntgenbild unter Narkose das wahre Ausmass der Zahnschäden.

Wie oft ist eine Zahnsteinentfernung nötig?

Bei den meisten Hunden alle 2-4 Jahre, bei kleinen Rassen oder Hunden mit schlechter Zahnstellung jährlich. Regelmässige Zahnpflege zu Hause verlängert die Abstände deutlich.

Hunde, die täglich Zähneputzen tolerieren oder effektive Dentalkauartikel bekommen, brauchen seltener eine professionelle Reinigung.

Welche Risiken hat die Narkose?

Das Narkoserisiko steigt mit dem Alter und bei Vorerkrankungen. Bei gesunden erwachsenen Hunden liegt es unter 0,5 Prozent. Eine Voruntersuchung mit Blutbild deckt die meisten Risikofaktoren auf.

Für sehr alte oder kranke Hunde gibt es selten Alternativen – unbehandelter Zahnstein führt zu Bakterienherden, die Herz und Nieren belasten können.