Wirsing
Wirsing ist ein Kohlgemüse mit gekräuselten Blättern, das du deinem Hund in moderaten Mengen füttern darfst.
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Wirsing ist ein Kohlgemüse mit gekräuselten Blättern, das du deinem Hund in moderaten Mengen füttern darfst. Anders als glatter Weisskohl hat Wirsing eine zartere Struktur und lässt sich leichter verdauen – trotzdem benötigt er eine schonende Zubereitung.
Welche Nährstoffe liefert Wirsing dem Hund?
100 Gramm Wirsing enthalten 28 Milligramm Vitamin C – das deckt bereits den Tagesbedarf eines 20-Kilo-Hundes. Dazu kommen 69 Mikrogramm Vitamin K für die Blutgerinnung und 80 Milligramm Kalzium für die Knochen.
Interessant für Hundehalter: Der Ballaststoffgehalt liegt bei 2,8 Gramm pro 100 Gramm – weniger als bei Brokkoli (3,0 Gramm), aber mehr als bei Karotten (2,4 Gramm). Das macht Wirsing zu einer guten Wahl für Hunde mit empfindlicher Verdauung.
Wie viel Wirsing darf ein Hund fressen?
Ein 10-Kilo-Hund verträgt maximal 20 bis 30 Gramm gekochten Wirsing pro Tag. Bei grösseren Hunden ab 25 Kilo kannst du bis zu 80 Gramm füttern – das entspricht etwa zwei Esslöffeln.
Wichtiger als die Obergrenze ist der sanfte Einstieg: Beginne mit etwa 5 Gramm und beobachte, ob dein Hund Blähungen oder weichen Kot entwickelt. Manche Hunde reagieren bereits auf kleine Mengen mit Verdauungsbeschwerden.
Warum muss Wirsing gekocht werden?
Roher Wirsing enthält Goitrogene – Substanzen, die die Jodaufnahme der Schilddrüse blockieren können. Kurzes Dämpfen von rund 3 Minuten reduziert diese Verbindungen um etwa 70 Prozent, ohne die wasserlöslichen Vitamine zu zerstören.
Ein weiterer Grund: Die rohen Blätter sind schwer verdaulich und können bei Hunden zu Magendruck führen. Gekochter Wirsing zerfällt dagegen leicht zwischen den Zähnen.
Wann sollte kein Wirsing gefüttert werden?
Hunde mit diagnostizierter Schilddrüsenunterfunktion sollten Wirsing meiden – auch gekochten. Die Goitrogene können die ohnehin geschwächte Drüse zusätzlich belasten.
Bei akutem Durchfall oder Magen-Darm-Infekten pausierst du ebenfalls mit Wirsing. Die Ballaststoffe würden den gereizten Darm zusätzlich stimulieren. Warte, bis die Verdauung wieder stabil läuft.
Wie erkenne ich eine Unverträglichkeit?
Typische Anzeichen zeigen sich 2 bis 6 Stunden nach der Fütterung: vermehrte Blähungen, weicher bis flüssiger Kot oder Unruhe nach dem Fressen. Manche Hunde verweigern auch das gewohnte Futter am nächsten Tag.
Bei leichten Symptomen reicht es meist, eine Woche zu pausieren und dann mit einer noch kleineren Menge neu zu starten. Hält der Durchfall länger als einen Tag an, gehört der Hund zum Tierarzt.
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