Winterrettich
Winterrettich ist ein scharfes Wurzelgemüse aus der Familie der Kreuzblütler, das Hunde in kleinen Mengen fressen dürfen - aber mit wichtigen Einschränkungen wegen der enthaltenen Senföle.
Inhalt
Welche Nährstoffe enthält Winterrettich für Hunde?
Das Wurzelgemüse bringt Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe mit. Die Mengen sind allerdings gering – ein Hund müsste unrealistisch viel davon fressen, um nennenswerte Nährstoffmengen aufzunehmen.
Interessanter sind die Senföle (Glucosinolate), die dem Rettich seine Schärfe geben. Sie können bei empfindlichen Hunden Magenreizungen auslösen.
Wann ist Winterrettich für Hunde problematisch?
Hunde mit Schilddrüsenproblemen sollten keinen Winterrettich bekommen. Die enthaltenen Goitrogene können die Jodaufnahme hemmen und bestehende Schilddrüsenerkrankungen verschlechtern.
Bei Hunden mit empfindlicher Verdauung führt schon eine kleine Menge oft zu Blähungen oder weichem Kot. Wenig geriebener Winterrettich reicht dann bereits aus, um Beschwerden auszulösen.
Wie viel Winterrettich verträgt ein Hund?
Kleine Hunde bekommen höchstens ein kleines Stück, und das nur ab und zu. Grosse Hunde vertragen etwas mehr geriebenen Winterrettich, aber auch nur gelegentlich.
Wichtig: Immer roh und ungewürzt füttern. Gekochter Winterrettich verliert seine wenigen Vorteile, behält aber die potentiell problematischen Eigenschaften.
Kann Winterrettich bei Atemwegsproblemen helfen?
Diese Behauptung ist nicht belegt. Während Menschen Winterrettich traditionell bei Husten verwenden, gibt es keine Studien zur Wirkung bei Hunden – und die Schärfe könnte Atemwege eher reizen als beruhigen.
Was passiert bei einer Überdosierung?
Zu viel Winterrettich führt zu Durchfall, Erbrechen und starken Blähungen. Die Senföle reizen dann die gesamte Verdauungsschleimhaut.
Ist schwarzer Rettich anders als weisser?
Schwarzer Winterrettich enthält mehr Senföle und ist daher schärfer. Für Hunde gilt: je dunkler die Schale, desto vorsichtiger solltest du bei der Menge sein.
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Bild: Wikimedia Commons –