Welpen kaufen
Welpenkauf ist der Erwerb eines jungen Hundes unter 16 Wochen von einem Züchter, Tierschutzverein oder Privathalter, der in Deutschland, Österreich und der Schweiz rechtlich geregelt ist.
Inhalt
Wie erkenne ich seriöse Welpenzüchter?
Ein gutes Zeichen: Der Züchter zeigt dir die Mutterhündin – ohne Wenn und Aber. Er kennt jeden Welpen mit Namen, weiss, welcher der Raufbold ist und welcher lieber in der Ecke döst. Und er stellt dir genauso viele Fragen wie du ihm. Wer dagegen auf einem Parkplatz liefert oder «zufällig» immer gerade einen Wurf verfügbar hat – Abstand halten.
Rechtlich sieht es so aus: In Deutschland brauchen Züchter ab dem zweiten Wurf pro Jahr eine Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz. In Österreich greift eine Meldepflicht bei der Gemeinde. Und in der Schweiz ist ein Sachkundenachweis für die Hundehaltung Pflicht. Das klingt bürokratisch, schützt aber echte Hobbyschläger vor Vermehrerbetrieben.
Was kostet ein Welpe mit Papieren?
Rassewelpen mit VDH-, ÖKV- oder SKG-Papieren liegen meist zwischen 800 und 2.500 Euro. Deutlich weniger? Meistens kein Schnäppchen, sondern ein Hinweis auf Vermehrerbetriebe oder schlimmeres.
Wichtig: Der Preis allein sagt gar nichts. Entscheidend ist, ob die Elterntiere auf gängige Erbkrankheiten getestet wurden, ob die Welpen gut sozialisiert sind und ob der Züchter offen mit dir redet – auch über Schwächen der Rasse.
Welche Papiere muss ein Welpe haben?
Mindestens diese zwei Dinge: ein EU-Heimtierausweis mit Impfnachweis und der Mikrochip-Nummer. Bei einem Rassehund kommen Ahnentafel und Wurfabnahmeprotokoll dazu. Ohne das läuft nichts.
Darüber hinaus sollte der Züchter Gesundheitszeugnisse der Eltern vorlegen – je nach Rasse für Hüftdysplasie (HD), Ellbogendysplasie (ED) oder bestimmte Augenkrankheiten. Wer das nicht kann oder will, hat etwas zu verbergen.
Welche Warnsignale sprechen gegen einen Züchter?
Kurz und klar – Finger weg, wenn:
… die Mutterhündin nicht gezeigt wird. … gleichzeitig mehrere Rassen angeboten werden. … Welpen unter acht Wochen abgegeben werden sollen. … die Übergabe auf einem Parkplatz oder in einer Zoohandlung stattfindet.
Weitere Alarmzeichen: Die Welpen wirken apathisch oder sind völlig aufgedreht, der Raum riecht penetrant nach Fäkalien, oder der Verkäufer windet sich bei konkreten Fragen. Trau deinem Bauchgefühl – es liegt bei sowas selten falsch.
Ab welchem Alter darf ein Welpe abgegeben werden?
Frühestens mit acht Wochen – das ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz gesetzlich so festgeschrieben. Zehn bis zwölf Wochen sind ehrlich gesagt besser: Die Welpen sind dann sozial stabiler, haben mehr von der Mutter gelernt und kommen gefestigter ins neue Zuhause.
Wer Welpen früher abgibt, verstösst gegen das Tierschutzgesetz. Die mögliche Geldstrafe liegt bei bis zu 25.000 Euro – und das zu Recht.
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