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Waldbeere

Waldbeeren sind die Früchte von Sträuchern und kleinen Bäumen, die wild in Wäldern und an Waldrändern wachsen – manche davon sind für Hunde gesund, andere hochgiftig.

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Waldbeere Bild: Wikimedia Commons – BilberriesBig.jpg von Katarzyna Matylla · CC BY 2.5
Inhalt
  1. Welche Waldbeeren darf mein Hund fressen?
  2. Bei welchen Waldbeeren droht Lebensgefahr?
  3. Wie erkenne ich, ob mein Hund giftige Beeren gefressen hat?
  4. Was mache ich im Notfall?
  5. Kann ich wilde Beeren sicher sammeln und füttern?

Waldbeeren sind Früchte von Sträuchern und kleinen Bäumen, die wild in Wäldern und an Waldrändern wachsen. Einige Arten sind für Hunde unbedenklich, andere lösen schwere Vergiftungen aus.

Beim Waldspaziergang schnüffeln Hunde häufig an Brombeerbüschen oder versuchen, Beeren vom Boden zu fressen. Die richtige Einschätzung der Beerenart kann lebensrettend sein.

Welche Waldbeeren darf mein Hund fressen?

Blaubeeren enthalten Anthocyane. Eine belegte Tagesmenge für Hunde nennt die Fachliteratur weder für Blaubeeren noch für Himbeeren.

Brombeeren wachsen in Wäldern häufig und sind ungefährlich. Sie hängen oft tief genug, dass Hunde sie selbst erreichen. Walderdbeeren sind selten, aber ebenfalls bedenkenlos.

Bei welchen Waldbeeren droht Lebensgefahr?

Bei der Eibe sitzen die Giftstoffe, vor allem Taxine, laut MSD Veterinary Manual in der ganzen Pflanze mit Ausnahme des fleischigen roten Samenmantels. Vergiftete Tiere zeigen Zittern, Bewegungsstörungen und Atemnot, der Herzschlag verlangsamt sich bis zum Herzstillstand. Die roten, kirschgrossen Früchte wachsen an den nadelartigen Zweigen der Eibe – ein Baum, der häufig in Parks und auf Friedhöfen steht.

Tollkirschen sind pechschwarz und glänzend. Schon wenige Beeren gelten als so toxisch, dass sie für einen mittelgrossen Hund tödlich sein können. Sie schmecken süss, weshalb der Hund sie bereitwillig frisst. Vogelbeeren erkennst du an den orangeroten Dolden. Sie führen zu schwerem Durchfall und Erbrechen, sind aber selten tödlich.

Stechpalmenbeeren haben eine charakteristische rote Farbe und wachsen an den dornigen Blättern der Stechpalme. Sie verursachen starke Magenkrämpfe.

Wie erkenne ich, ob mein Hund giftige Beeren gefressen hat?

Achte auf übermässiges Speicheln, Erbrechen oder ungewöhnliche Unruhe. Bei Herzgiften wie der Eibe wird der Hund schwach und die Atmung flach. Wie schnell das auftritt, hängt von Pflanze und Menge ab.

Was mache ich im Notfall?

Ruf sofort den Tierarzt an und beschreibe, welche Beeren du in der Umgebung gesehen hast. Fotos helfen bei der Identifikation. Lass den Hund nicht erbrechen – das kann bei manchen Giften die Speiseröhre zusätzlich schädigen.

Fahre bei Verdacht auf Eibe sofort in die Tierklinik und nimm eine Probe der Beeren mit.

Kann ich wilde Beeren sicher sammeln und füttern?

Nur wenn du sie hundertprozentig bestimmen kannst. Selbst erfahrene Sammler verwechseln manchmal Arten. Zuverlässiger ist der Kauf von gefrorenen Blaubeeren oder Himbeeren im Supermarkt.

Falls du wilde Beeren sammelst, wasche sie gründlich ab. Ob Fuchsbandwurmeier über Waldbeeren tatsächlich übertragen werden, ist nicht belegt.