Wiki · Ernährung

Hase

2 Min Lesezeit
Hase
Definition

Hasenfleisch ist ein mageres Wildfleisch mit 22 Gramm Protein und nur 3 Gramm Fett pro 100 Gramm – damit deutlich fettärmer als Rindfleisch oder Lamm.

Inhalt
  1. Welche Nährstoffe enthält Hasenfleisch?
  2. Wie viel Hasenfleisch darf mein Hund fressen?
  3. Wann ist Hase die bessere Proteinquelle?
  4. Wie bereite ich Hasenfleisch sicher zu?
  5. Woran erkenne ich Unverträglichkeiten?

Hasenfleisch gehört zu den magersten Wildfleischsorten überhaupt: 22 Gramm Protein, gerade mal 3 Gramm Fett – pro 100 Gramm. Wer das neben Rindfleisch legt (20 g Protein, aber satte 15 g Fett) oder gar Lamm (18 g Protein, 25 g Fett), merkt sofort, wie anders Hase ist.

Welche Nährstoffe enthält Hasenfleisch?

Pro 100 Gramm rohes Hasenfleisch stecken drin: 22 g Protein, 3 g Fett, rund 135 Kalorien, 3,5 mg Eisen (das ist doppelt so viel wie in Hühnerfleisch), 2,8 mg Zink und 230 mg Phosphor. Besonders interessant: Der Natriumgehalt liegt bei gerade 40 mg. Das macht Hase für Hunde mit Herzproblemen zu einer deutlich verträglicheren Wahl als die meisten Fertigfutterproteine.

Wie viel Hasenfleisch darf mein Hund fressen?

Als grobe Richtlinie gilt: maximal 15 bis 20 Gramm Hasenfleisch pro Kilogramm Körpergewicht, und das nicht öfter als zweimal pro Woche. Konkret heisst das für einen 20-Kilo-Hund: höchstens 300 bis 400 Gramm in der ganzen Woche. Das entspricht etwa 30 bis 40 Prozent der wöchentlichen Proteinration.

Warum diese Begrenzung?

Klingt paradox, aber gerade der niedrige Fettgehalt ist hier das Problem. Hunde brauchen mindestens 5 bis 8 Prozent Fett in ihrer Gesamternährung – ohne das können sie fettlösliche Vitamine schlicht nicht aufnehmen. Wer den Hund fast ausschliesslich mit Hase füttert, riskiert einen Mangel an essentiellen Fettsäuren.

Wann ist Hase die bessere Proteinquelle?

Vor allem bei Futtermittelallergien macht Hasenfleisch Sinn – und zwar genau deshalb, weil es in Deutschland kaum als Standard-Hundefutter auftaucht. Rund 80 Prozent der Futtermittelallergien gehen auf Huhn, Rind oder Lamm zurück. Hase ist für die meisten Hunde schlicht Neuland, was ihn für eine Ausschlussdiät ideal macht.

Übergewichtige Hunde profitieren zusätzlich: Hasenfleisch liefert bei gleicher Proteinmenge etwa 40 Prozent weniger Kalorien als Rindfleisch. Ein Hund mit fünf Kilo zu viel kann allein durch den teilweisen Austausch des Hauptproteins rund 200 Kalorien täglich einsparen – ohne dass die Portion kleiner wirkt.

Wie bereite ich Hasenfleisch sicher zu?

Hier ist Vorsicht angebracht, vor allem bei Wildfang. Rohes Hasenfleisch kann Tularämie-Bakterien tragen – das ist zwar selten, aber ernst zu nehmen. Sicher ist: mindestens 10 Minuten bei 70 °C Kerntemperatur garen, oder das Fleisch gezielt von kontrollierten Züchtern kaufen.

Noch ein Punkt, den viele übersehen: Hasenknochen verhalten sich nach dem Kochen wie Geflügelknochen – sie splittern. Alle Knochen vor dem Füttern entfernen. Wer das Fleisch roh gibt, kann weiche Knochen drinlassen; gekochte Knochen hingegen haben im Napf nichts verloren.

Woran erkenne ich Unverträglichkeiten?

Durchfall, der binnen 6 bis 12 Stunden auftritt, spricht meist für eine zu grosse Portion – nicht unbedingt für eine Allergie. Hasenfleisch ist so mager, dass ein abrupter Wechsel vom fettreichen Futter den Verdauungstrakt schlicht überfordern kann. Weicher Stuhl ist dann das erste Signal.

Echte Allergien gegen Hasenfleisch sind übrigens extrem selten. Wenn nach dem Rohfüttern Juckreiz oder Hautreaktionen auftreten, steckt meistens kein Proteinproblem dahinter, sondern Parasiten aus dem Wildfleisch selbst.