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THS

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THS
Definition

Turnierhundesport (THS) kombiniert Leichtathletik mit Teamarbeit zwischen Hund und Halter.

Inhalt
  1. Welche Disziplinen gibt es im THS?
  2. Für welche Hunde eignet sich THS?
  3. Wie startet man ins THS-Training?
  4. Was kostet der Einstieg?
  5. Wie läuft ein typischer Wettkampf ab?

Turnierhundesport (THS) kombiniert Leichtathletik mit Teamarbeit zwischen Hund und Halter. In Deutschland gibt es etwa 1.200 aktive THS-Vereine, die Wettkämpfe von der Kreisebene bis zur Weltmeisterschaft organisieren.

Anders als bei Agility steht hier die gemeinsame körperliche Leistung im Vordergrund. Du läufst, springst und meisterst Hindernisse zusammen mit deinem Hund – nicht nur als Anweiser vom Rand.

Welche Disziplinen gibt es im THS?

Der Vierkampf bildet das Herzstück des Turnierhundesports. Er besteht aus Unterordnung (3 Minuten Gehorsamsübungen), Hürdenlauf (vier 40-cm-Hürden), Slalom (acht Stangen im 1,5-Meter-Abstand) und Hindernislauf (fünf verschiedene Hindernisse in maximal 4 Minuten).

Im Geländelauf bewältigt ihr gemeinsam 2.000 oder 5.000 Meter durch Wald oder Feldwege. Dein Hund läuft dabei an einer 2-Meter-Leine neben dir. Die Zeit wird gestoppt, aber es geht weniger um Geschwindigkeit als um gleichmäßiges Tempo und Ausdauer.

Beim Combinations-Speed-Cup (CSC) treten drei Zweierteams nacheinander auf einem Hindernisparcours an. Jedes Team läuft eine andere Teilstrecke – nur wenn alle fehlerfrei bleiben, gewinnt die Mannschaft.

Für welche Hunde eignet sich THS?

Grundsätzlich kann jeder gesunde Hund ab 15 Monaten mitmachen. Border Collies und Malinois dominieren zwar die Spitzenplätze, aber auch Mischlingshunde und kleinere Rassen haben ihre Klassen.

Dein Hund sollte Spaß an Bewegung haben und mindestens die Grundkommandos „Sitz“, „Platz“ und „Hier“ zuverlässig befolgen. Ein Jack Russell Terrier kann genauso erfolgreich sein wie ein Deutscher Schäferhund – die Hindernishöhen werden an die Widerristhöhe angepasst.

Wie startet man ins THS-Training?

Die meisten Vereine bieten Schnupperstunden an. In den ersten vier Wochen lernt dein Hund das kontrollierte Überwinden von niedrigen Hürden und einfachen Tunneln. Du übst parallel dazu, präzise Kommandos zu geben und gleichzeitig selbst zu laufen.

Rechne mit etwa drei Monaten Grundtraining, bevor ihr an ersten internen Wettkämpfen teilnehmen könnt. Zweimal wöchentlich Training à 90 Minuten ist der Standard in den meisten Vereinen.

Die Kondition baut ihr schrittweise auf. Startet mit 10-minütigen Laufeinheiten und steigert um zwei Minuten pro Woche. Nach drei Monaten sollten 30 Minuten lockeres Laufen für beide kein Problem sein.

Was kostet der Einstieg?

Die Vereinsmitgliedschaft kostet zwischen 60 und 120 Euro jährlich. Dazu kommt eine THS-Sportlizenz für 25 Euro, die du für offizielle Wettkämpfe brauchst. Eine solide Jogging-Leine und gut sitzende Laufschuhe reichen als Ausrüstung.

Wettkampfstartgebühren liegen bei 8-15 Euro pro Disziplin. Ein Trainingsanzug in Vereinsfarben ist bei den meisten Clubs Pflicht und kostet etwa 80 Euro.

Wie läuft ein typischer Wettkampf ab?

Ihr meldet euch 30 Minuten vor eurem Start am Kampfrichtertisch. Nach der Startnummernausgabe habt ihr 10 Minuten zum Einlaufen auf dem Parcours ohne Hund.

Beim Vierkampf beginnt jedes Team mit der Unterordnung. Hier zeigt dein Hund 3 Minuten lang Gehorsamsübungen wie „Sitz“, „Platz“ und „Steh“. Danach folgen die drei Laufdisziplinen im 5-Minuten-Takt.

Die Bewertung erfolgt nach Fehlerpunkten und Zeit. Ein verweigertes Hindernis kostet 5 Punkte, ein umgeworfener Slalomstab 2 Punkte. Teams mit weniger als 20 Fehlerpunkten gelten als erfolgreich.