Spurenelemente
Spurenelemente sind Mineralstoffe, die dein Hund nur in winzigen Mengen braucht – aber ohne sie funktioniert sein Körper nicht.
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Spurenelemente sind Mineralstoffe, die dein Hund nur in winzigen Mengen benötigt – ohne sie funktioniert sein Körper nicht.
Ein 25-Kilo-Hund benötigt beispielsweise täglich nur 5 mg Zink, aber dieser kleine Anteil entscheidet über Wundheilung und Immunsystem. Das Tückische daran: Zu wenig macht krank, zu viel aber auch.
Welche Spurenelemente benötigt mein Hund täglich?
Vier Spurenelemente sind besonders kritisch, weil Mangel oder Überschuss schnell Probleme verursachen.
Eisen transportiert Sauerstoff im Blut. Ein 20-Kilo-Hund benötigt etwa 6–8 mg täglich. Leber, Rindfleisch und grüne Blattgemüse liefern gut verfügbares Eisen. Bei Mangel wird dein Hund müde und blass – die Schleimhäute in Maul und Augen verlieren ihre rosa Farbe.
Zink repariert Haut und stärkt die Abwehr. Bedarf: 1 mg pro Kilo Körpergewicht. Fleisch, Eier und Fisch sind zuverlässige Quellen. Zinkmangel zeigt sich zuerst an Pfotenballen und Nasenspiegel – sie werden rissig und trocken.
Selen schützt Zellen vor Schäden und reguliert die Schilddrüse. Ein mittelgrosser Hund benötigt täglich 0,1–0,2 mg. Seefisch und Innereien enthalten reichlich Selen. Zu wenig führt zu Muskelschwäche, besonders in den Hinterbeinen.
Kupfer hilft bei der Eisenaufnahme und Bindegewebsbildung. Bedarf: etwa 0,15 mg pro Kilo Körpergewicht. Leber ist die beste Quelle. Kupfermangel erkennt man an glanzlosem, brüchigem Fell.
Woran erkenne ich eine Über- oder Unterdosierung?
Spurenelemente haben ein schmales Fenster zwischen «zu wenig» und «zu viel».
Eisenüberschuss ist selten, aber gefährlich – der Körper kann überschüssiges Eisen nicht ausscheiden. Symptome: Erbrechen, Durchfall, bei chronischer Überdosierung Leberschäden. Das passiert meist durch falsche Nahrungsergänzung.
Zinküberschuss blockiert die Kupferaufnahme. Folge: Anämie trotz ausreichender Eisenversorgung. Mehr als 10 mg Zink pro Kilo Körpergewicht werden problematisch.
Selenvergiftung zeigt sich durch Knoblauchgeruch aus dem Maul, Haarausfall und Lahmheit. Schon 0,5 mg pro Kilo Körpergewicht können toxisch wirken.
Benötigt mein Hund Spurenelement-Ergänzungen?
Hochwertiges Fertigfutter deckt den Spurenelement-Bedarf ab. Ergänzungen sind nur bei selbstgekochter Nahrung oder bestimmten Krankheiten angezeigt.
Bei BARF oder selbstgekochtem Futter fehlen oft Spurenelemente, weil Innereien weggelassen werden. Ein Teelöffel Rinderleber pro Woche deckt den Kupfer- und einen Grossteil des Eisenbedarfs.
Alte Hunde und solche mit Darmproblemen nehmen Spurenelemente schlechter auf. Eine gezielte Ergänzung nach Blutuntersuchung kann dann sinnvoll sein.
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