Wiki · Ernährung

Selleriegrün

3 Min Lesezeit
Selleriegrün
Definition

Selleriegrün bezeichnet die grünen Blätter und Stängel der Selleriepflanze, die für Hunde ungiftig sind, aber ätherische Öle enthalten.

Inhalt
  1. Können Hunde Selleriegrün essen?
  2. Welche Nährstoffe stecken in Selleriegrün?
  3. Wann sollte ich lieber auf Selleriegrün verzichten?
  4. Wie bereite ich Selleriegrün richtig zu?
  5. Hilft Selleriegrün bei Gelenkproblemen?
  6. Was passiert bei zu viel Selleriegrün?

Können Hunde Selleriegrün essen?

Kurze Antwort: ja. Die Blätter und Stängel der Selleriepflanze sind für Hunde nicht giftig. Das heißt aber nicht, dass man sie einfach unvorbereitet in den Napf schmeißt. Selleriegrün enthält ätherische Öle – und die können bei empfindlichen Hunden den Magen durcheinanderbringen. Klein dosiert und richtig zubereitet ist es trotzdem eine sinnvolle Ergänzung.

Meine Empfehlung: immer kurz blanchieren oder dämpfen, nie roh geben. Roh ist Selleriegrün schwer verdaulich und führt bei so manchem Hund verlässlich zu Blähungen. Das muss nicht sein.

Welche Nährstoffe stecken in Selleriegrün?

Mehr als viele denken. Selleriegrün liefert beachtliche Mengen Vitamin K – rund dreimal so viel wie die Knolle selbst. Dazu Kalium, das den Wasserhaushalt mitreguliert, und sekundäre Pflanzenstoffe wie Apigenin, dem entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden.

Interessant ist auch der Ballaststoffanteil: Er enthält viel Pektin, was ihn von anderen Gemüsesorten unterscheidet. Bei Hunden mit weichem Kot kann das stabilisierend wirken – aber wirklich nur in sehr kleinen Mengen, das ist kein Freifahrtschein für größere Portionen.

Wann sollte ich lieber auf Selleriegrün verzichten?

Bei Hunden mit Herzproblemen oder Nierenerkrankungen ist echte Vorsicht angebracht. Selleriegrün wirkt leicht harntreibend und kann die Wirkung von Medikamenten beeinflussen – das klingt harmlos, ist es aber nicht immer. Im Zweifel vorher mit dem Tierarzt sprechen, bevor das Grünzeug in den Napf kommt.

Und wenn dein Hund zu Allergien neigt: erst mit winzigen Mengen testen. Die ätherischen Öle können bei sensiblen Tieren Hautreizungen oder Juckreiz auslösen. Lieber eine Woche beobachten als hinterher rätseln, woher der Juckreiz kommt.

Wie bereite ich Selleriegrün richtig zu?

Blätter gründlich waschen, dicke Stiele entfernen – die sind zäh und bringen wenig. Dann zwei Minuten in kochendem Wasser blanchieren oder kurz dämpfen. Beides macht das Grün bekömmlicher und nimmt dem intensiven Eigengeschmack etwas die Schärfe. Viele Hunde lehnen Selleriegrün roh schlicht ab, gekocht ist die Akzeptanz deutlich besser.

Bei kleinen Hunden reicht ein Teelöffel gehacktes Selleriegrün pro Woche. Grosse Hunde kommen auf bis zu einen Esslöffel. Am einfachsten: einfach unter das gewohnte Futter mischen oder zusammen mit Karotten reichen.

Hilft Selleriegrün bei Gelenkproblemen?

Die enthaltenen Flavonoide können tatsächlich entzündungshemmend wirken. Manche Halter älterer Hunde mit Arthrose berichten von einer leichten Verbesserung der Beweglichkeit – das ist keine Seltenheit, aber auch kein Wundermittel. Eine tierärztliche Behandlung ersetzt Selleriegrün definitiv nicht.

Die harntreibende Wirkung kann übrigens auch bei Hunden mit Wassereinlagerungen ein kleines Plus sein. Aber auch hier gilt die alte Regel: nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt, nicht auf eigene Faust.

Was passiert bei zu viel Selleriegrün?

Meistens zeigt sich eine Überdosierung durch Durchfall oder auffällig häufiges Urinieren. Hat ein Hund versehentlich größere Mengen erwischt, braucht er vor allem viel frisches Wasser und ruhige Beobachtung. Schwere Vergiftungen sind bei Selleriegrün nicht zu erwarten – aber unangenehm ist eine Überreaktion trotzdem, und vermeiden lässt sie sich leicht.