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Rohfett

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Rohfett
Definition

Rohfett bezeichnet den analysierten Gesamtfettgehalt im Hundefutter, gemessen vor der Verdauung und angegeben als Prozentsatz der Trockenmasse.

Inhalt
  1. Warum braucht dein Hund überhaupt Fett?
  2. Wie viel Rohfett braucht mein Hund?
  3. Welche Fettquellen sind hochwertig?
  4. Wann wird Rohfett zum Problem?

Rohfett bezeichnet den analysierten Gesamtfettgehalt im Hundefutter, gemessen vor der Verdauung und angegeben als Prozentsatz der Trockenmasse.

Warum braucht dein Hund überhaupt Fett?

Fett liefert mehr als doppelt so viel Energie wie Proteine oder Kohlenhydrate – nämlich 9 Kilokalorien pro Gramm. Dein Hund braucht Fett aber nicht nur als Energieträger.

Die Vitamine A, D, E und K kann der Hundekörper nur mit Hilfe von Fett aufnehmen. Ohne ausreichend Rohfett im Futter bleiben diese Vitamine ungenutzt.

Essentielle Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6 kann dein Hund nicht selbst produzieren. Fehlen sie, wird das Fell stumpf und die Haut schuppt.

Wie viel Rohfett braucht mein Hund?

Das Minimum liegt bei 5,5 Prozent Rohfett in der Trockenmasse – darunter entwickeln sich Mangelerscheinungen. Optimal sind 10 bis 15 Prozent für erwachsene Hunde mit normaler Aktivität.

Welpen und säugende Hündinnen vertragen bis zu 20 Prozent Rohfett. Ihr Energiebedarf ist deutlich höher als bei erwachsenen Tieren.

Senioren und übergewichtige Hunde kommen meist mit 8 bis 12 Prozent aus. Ihr Stoffwechsel ist langsamer, sie bewegen sich weniger.

Welche Fettquellen sind hochwertig?

Hühnerfett, Lachsöl und Rinderfett gelten als besonders hochwertige Quellen. Sie enthalten das richtige Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren.

Sonnenblumenöl oder Maiskeimöl liefern zu viel Omega-6. Das kann Entzündungen fördern, wenn das Verhältnis zu Omega-3 über 10:1 steigt.

Kokosöl enthält hauptsächlich gesättigte Fettsäuren – für Hunde weniger wertvoll als ungesättigte Fettsäuren aus Fisch oder Geflügel.

Wann wird Rohfett zum Problem?

Über 20 Prozent Rohfett können bei normal aktiven Hunden zu Durchfall führen. Der Darm kann die Fettmenge nicht verarbeiten.

Langfristig führt zu viel Fett zur Gewichtszunahme. Ein Hund mit Übergewicht braucht weniger Fett, nicht mehr – auch wenn fettarmes Futter weniger schmackhaft ist.

Hunde mit Pankreatitis vertragen oft nur 5 bis 8 Prozent Rohfett. Mehr belastet die entzündete Bauchspeicheldrüse zusätzlich.