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Respirationstrakt

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Respirationstrakt
Definition

Der Respirationstrakt ist das Atmungssystem des Hundes – vom Nasenloch bis zum kleinsten Lungenbläschen.

Inhalt
  1. Wie ist der Respirationstrakt aufgebaut?
  2. Warum hecheln Hunde bei Hitze?
  3. Welche Atemwegserkrankungen kommen häufig vor?
  4. Woran erkennst du Atemprobleme beim Hund?
  5. Wie stellt der Tierarzt die Diagnose?

Der Respirationstrakt ist das Atmungssystem des Hundes – vom Nasenloch bis zum kleinsten Lungenbläschen. Er transportiert Sauerstoff ins Blut und entfernt Kohlendioxid aus dem Körper. Ohne funktionierenden Respirationstrakt stirbt ein Hund binnen Minuten.

Der Begriff stammt aus dem Lateinischen: «respirare» bedeutet «wieder atmen». Bei Hunden ist dieser Komplex noch wichtiger als beim Menschen, weil Hunde über die Atmung auch ihre Körpertemperatur regulieren.

Wie ist der Respirationstrakt aufgebaut?

Der Hundeatemtrakt gliedert sich in obere und untere Atemwege. Die oberen beginnen an der Nasenspitze und enden am Kehlkopf. Die unteren führen von der Luftröhre bis in die Lunge.

Obere Atemwege:
Nase und Nasenhöhlen filtern, erwärmen und befeuchten die Luft. Ein Hund atmet pro Minute 10 bis 30 Mal durch die Nase – bei Aufregung deutlich mehr. Der Nasenrachenraum verbindet Nase und Rachen. Der Kehlkopf sitzt wie ein Ventil zwischen Luft- und Speiseröhre.

Untere Atemwege:
Die Luftröhre ist etwa so dick wie dein Daumen – bei einem Schäferhund. Sie verzweigt sich in immer kleinere Bronchien. Am Ende stehen Millionen winziger Lungenbläschen, die Alveolen. Dort findet der Gasaustausch statt.

Warum hecheln Hunde bei Hitze?

Hunde schwitzen nur an den Pfoten. Ihre Hauptkühlung läuft über den Respirationstrakt. Beim Hecheln strömt Luft schnell über die feuchten Schleimhäute und nimmt Wärme mit. Ein hechelnder Hund kann bis zu 300 Mal pro Minute atmen.

Die grosse Zunge wirkt dabei wie ein Kühler. Je grösser die Zunge, desto effektiver die Kühlung. Kurznasige Rassen wie Möpse haben hier einen Nachteil – ihre verkürzten Atemwege können weniger Wärme abgeben.

Welche Atemwegserkrankungen kommen häufig vor?

Zwingerhusten trifft etwa jeden fünften Hund mindestens einmal im Leben. Er beginnt meist mit trockenem, bellendem Husten. Als Auslöser gelten Viren und Bakterien, die sich in Gruppen schnell verbreiten.

Das Brachycephale Atemwegssyndrom betrifft alle plattnasigen Rassen. Bulldoggen, Möpse und French Bulldogs kämpfen oft lebenslang mit verengten Atemwegen. Ihre Nasenlöcher sind zu klein, das Gaumensegel zu lang.

Den Trachealkollaps beobachtet man vor allem bei kleinen Rassen ab dem mittleren Alter. Die Luftröhre verliert ihre Festigkeit und fällt bei jedem Atemzug zusammen. Das typische Geräusch klingt wie ein Gänsehupen.

Woran erkennst du Atemprobleme beim Hund?

Ständiges Hecheln ohne erkennbaren Grund ist das erste Warnsignal. Ein gesunder Hund hechelt bei Hitze, nach Anstrengung oder bei Aufregung. Hechelt er nachts im kühlen Raum, stimmt etwas nicht.

Blaue Schleimhäute sind ein Notfall. Hebe die Lefze hoch: Das Zahnfleisch sollte rosa sein, nicht bläulich oder weiss. Eine bläuliche Verfärbung zeigt Sauerstoffmangel an.

Veränderte Atemgeräusche fallen oft schon aus der Entfernung auf. Pfeifen beim Einatmen deutet auf verengte obere Atemwege hin. Rasseln beim Ausatmen zeigt Probleme in der Lunge.

Wie stellt der Tierarzt die Diagnose?

Die Untersuchung beginnt mit dem Abhören. Ein erfahrener Tierarzt hört sofort, ob die Geräusche aus den oberen oder unteren Atemwegen kommen. Das Stethoskop verrät, wo das Problem sitzt.

Röntgenbilder zeigen die Lunge und ihre Strukturen. Eine Lungenentzündung erscheint als weisse Verschattung. Tumore zeichnen sich als runde Schatten ab. Die Herzsilhouette verrät, ob das Herz normal gross ist.

Bei Verdacht auf Fremdkörper oder Tumore folgt die Endoskopie. Der Tierarzt schiebt eine dünne Kamera durch Nase oder Maul bis in die Bronchien. Was er sieht, können Besitzer oft live am Monitor verfolgen.