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Rauhfutter

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Rauhfutter
Definition

Rauhfutter bezeichnet bei Hunden ballaststoffreiche Futterbestandteile wie Gemüsefasern, Kleie oder Zellulose, die der Verdauung helfen – auch wenn der Hund sie nicht direkt aufschlüsseln kann.

Inhalt
  1. Warum ist Rauhfutter anders als bei anderen Tieren?
  2. Welche Rauhfutter-Quellen eignen sich für Hunde?
  3. Wie viel Rauhfutter benötigt mein Hund?
  4. Wann sollte ich zusätzlich Ballaststoffe geben?
  5. Was passiert bei zu wenig Rauhfutter?

Rauhfutter bezeichnet bei Hunden ballaststoffreiche Futterbestandteile wie Gemüsefasern, Kleie oder Zellulose, die der Verdauung helfen – auch wenn der Hund sie nicht direkt aufschlüsseln kann.

Warum ist Rauhfutter anders als bei anderen Tieren?

Während Kühe und Pferde echtes Rauhfutter wie Heu und Stroh verwerten, erhält dein Hund Ballaststoffe in verarbeiteter Form. Sein Verdauungssystem ist deutlich kürzer – rund sechs bis acht Stunden, verglichen mit 24 bis 48 Stunden bei Pflanzenfressern.

Trotzdem sind die unverdaulichen Fasern wichtig. Sie quellen im Darm auf und regen die Darmbewegung an. Fehlen sie, wird der Kot zu fest oder die Entleerung unregelmässig.

Welche Rauhfutter-Quellen eignen sich für Hunde?

Bewährt haben sich Karotten, Kürbis, gekochte Kartoffelschalen und Apfeltrester. Bei kommerziellem Futter findest du meist Rübenschnitzel, Leinsaat oder Haferkleie auf der Zutatenliste.

Zellulosepulver kommt in vielen Diätfuttern vor – es sättigt ohne Kalorien. Für normale Hunde reichen natürliche Quellen vollständig aus.

Wie viel Rauhfutter benötigt mein Hund?

Der Rohfaseranteil sollte bei gesunden Hunden zwischen 2 und 4 % der Trockensubstanz liegen. Bei einem 25-kg-Hund entspricht das etwa einem Teelöffel geriebener Karotten pro Tag.

Zu viel führt zu weichem Kot oder Blähungen. Zu wenig begünstigt Verstopfung oder Analdrüsenprobleme, weil der Kot nicht fest genug wird.

Wann sollte ich zusätzlich Ballaststoffe geben?

Sinnvoll ist das bei wiederkehrender Verstopfung, nach Antibiotika-Behandlungen oder wenn dein Hund zu Übergewicht neigt. Ballaststoffe verlangsamen die Magenentleerung und halten länger satt.

Vorsicht bei Darmentzündungen – hier können zusätzliche Fasern die Symptome verschlimmern.

Was passiert bei zu wenig Rauhfutter?

Der Kot wird klein und hart. Die Analdrüsen entleeren sich nicht richtig, weil der Druck beim Koten fehlt. Langfristig kann das zu chronischen Darmproblemen führen.

Manche Hunde entwickeln dann Kotfressen oder übermässiges Grasfressen – der Körper versucht, den Ballaststoffmangel auszugleichen.