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Probiotikum

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Probiotikum
Definition

Ein Probiotikum für Hunde ist ein Präparat mit lebenden Mikroorganismen, die gezielt die Darmflora unterstützen – allerdings nur wenn die richtigen Bakterienstämme in ausreichender Menge enthalten sind.

Inhalt
  1. Warum braucht dein Hund überhaupt Probiotika?
  2. Welche Dosierung ist für meinen Hund richtig?
  3. Welche Probiotika-Quellen funktionieren wirklich?
  4. Wann sollte ich vorsichtig sein?

Ein Probiotikum für Hunde ist ein Präparat mit lebenden Mikroorganismen, die gezielt die Darmflora unterstützen – allerdings nur wenn die richtigen Bakterienstämme in ausreichender Menge enthalten sind.

Warum braucht dein Hund überhaupt Probiotika?

Der Hundedarm beherbergt über 100 Milliarden Bakterien. Nach Antibiotika-Gaben, bei Stress oder Futterumstellungen gerät dieses System aus dem Gleichgewicht. Probiotika können dann helfen – aber nur die speziell für Hunde entwickelten Stämme wie Lactobacillus acidophilus oder Bifidobacterium animalis.

Menschliche Probiotika überleben oft nicht im sauren Hundemagen. Die pH-Werte unterscheiden sich zu stark.

Welche Dosierung ist für meinen Hund richtig?

Die Dosierung richtet sich nach dem Körpergewicht und der Anzahl koloniebildender Einheiten (KBE). Als Faustregel gelten:

  • Kleine Hunde (bis 10 kg): 1-5 Milliarden KBE täglich
  • Mittelgroße Hunde (10-25 kg): 5-10 Milliarden KBE täglich
  • Große Hunde (über 25 kg): 10-20 Milliarden KBE täglich

Nach Antibiotika-Behandlungen kann die doppelte Menge über 2-3 Wochen sinnvoll sein. Das Präparat sollte mindestens 2 Stunden nach der letzten Antibiotika-Gabe gegeben werden.

Welche Probiotika-Quellen funktionieren wirklich?

Naturjoghurt ohne Zucker enthält probiotische Kulturen – aber in viel zu geringer Konzentration. Ein durchschnittlicher Joghurt hat etwa 100 Millionen KBE pro Gramm. Dein Hund bräuchte also mindestens 50 Gramm, um eine therapeutische Dosis zu erreichen.

Spezialpräparate für Hunde sind konzentrierter und enthalten die richtigen Bakterienstämme. Pulverformen sind oft stabiler als Kapseln, da sie weniger verarbeitete Hilfsstoffe enthalten.

Sauerkraut kann eine Ergänzung sein – aber nur ungepasteurisiert und salzarm. Die meisten Supermarkt-Varianten sind pasteurisiert und enthalten keine lebenden Kulturen mehr.

Wann sollte ich vorsichtig sein?

Bei immunsupprimierten Hunden oder schweren Darmerkrankungen können Probiotika problematisch werden. Auch Hunde mit Pankreatitis vertragen manche Stämme nicht gut.

Erste Besserung zeigt sich meist nach 3-5 Tagen regelmäßiger Gabe. Bleibt der Durchfall länger bestehen oder verschlechtert sich, ist tierärztliche Abklärung nötig.