Portulak
Portulak ist ein säuerlich schmeckendes Blattgemüse mit fleischigen, runden Blättern, das als Unkraut in Gärten wächst und für Hunde in kleinen Mengen unbedenklich ist.
Inhalt
Was genau ist Portulak und warum interessiert das Hundehalter?
Portulak wächst als Unkraut in fast jedem Schweizer Garten – und landet deshalb oft im Maul neugieriger Hunde. Das fleischige Kraut mit den dicken, runden Blättern schmeckt leicht säuerlich und knackt beim Kauen. Viele Halter fragen sich: Gefährlich oder unbedenklich?
Dürfen Hunde Portulak fressen?
Ja, aber nur die oberirdischen Teile und nur in kleinen Mengen. Die Blätter und zarten Stängel sind unbedenklich. Die Wurzeln solltest du entfernen – sie enthalten höhere Konzentrationen von Oxalsäure.
Eine sichere Dosis: maximal 1 Teelöffel gehackte Blätter pro 10 Kilogramm Körpergewicht deines Hundes. Ein Labrador von 30 Kilogramm verträgt also höchstens 3 Teelöffel pro Tag.
Wie bereitest du Portulak für deinen Hund zu?
Wasche die Blätter unter fliessendem Wasser und entferne Erde oder Insekten. Dann schneidest du sie in mundgerechte Stücke – ungefähr so gross wie deine Fingernägel. Gerade bei kleinen Hunden verhindert das, dass ganze Blätter verschluckt werden.
Gib den Portulak pur, ohne Salz oder andere Gewürze. Am besten mischst du ihn unter das gewohnte Futter, statt ihn separat zu füttern.
Welche Nährstoffe stecken in Portulak?
Portulak liefert bemerkenswert viel Vitamin C – mehr als die meisten anderen Blattgemüse. Dazu kommen Beta-Carotin, Kalium und Omega-3-Fettsäuren. Für Hunde sind diese Nährstoffe eine nette Ergänzung, aber nicht überlebenswichtig.
Die Omega-3-Werte sind allerdings zu niedrig, um einen echten Effekt auf die Fellqualität zu haben. Dafür benötigst du andere Quellen.
Wann solltest du auf Portulak verzichten?
Ein Hund mit Nierensteinen oder Harngriss in der Vorgeschichte sollte keinen Portulak erhalten. Die Oxalsäure kann bestehende Probleme verschlimmern. Auch bei Blasenentzündungen ist Vorsicht geboten – der säuerliche Geschmack deutet auf den hohen Säuregehalt hin.
Wenn dein Hund nach dem ersten Mal Portulak weichen Kot hat oder sich erbricht, ist er vermutlich nicht der Portulak-Typ. Manche Hunde reagieren empfindlich auf die Ballaststoffe.
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